
James Bondparade: Diamantenfieber
Shirley Bassey – Diamonds are Forever
Diamantenfieber ist der Connery-Tiefpunkt der Serie für mich. Der letzte offizielle Connery-Bond ist teilweise genau jene Art Film, die der Schauspieler später kritisiert hat, als er nicht mehr involviert war. Ernsthaftigkeit und Realität machen hier beide Platz für Klamauk und Quatsch und alles wirkt teilweise wie eine Parodie der eigenen Formel.

Shirley Bassey ist zurück, um den Titel im Titel zu besingen, und was für ein Lied ist es geworden? Irgendwie zündet Diamonds are Forever bei mir nicht so sehr das reguläre Bassey-Feuerwerk. Hinzu kommt die nette Anekdote von Bassey selbst, die ich vor langer Zeit in einem Interview gelesen habe. Ihre Inspiration beim Einsingen war die Metapher der Diamanten als Ersatz für … tja, ein Pseudonym wäre Testikel. Und allein die Idee gibt dem Song eine gewisse Metaebene, die mich nur noch darüber schmunzeln lässt, es passt teilweise so absurd gut zum Text.
Die Titelsequenz ist wieder sehr reduziert, aber das gefällt mir, auch wenn es einen Hauch mehr Variation sein dürfte. Insgesamt ist Diamonds are Forever wirklich solide, teilweise richtig gut, aber vielleicht trüben der Film und dieses Interview damals etwas meinen heutigen Eindruck.
Das wahre Erbe dieses Lieds sind seine vielen Samples in diversen Hip-Hop-Werken. Eines davon ist ein Remix der Beginner, und den höre ich bis heute immer mal wieder und vielleicht ist das mein Fazit zum Song: irgendwie verbinde ich damit heute andere Bilder, als diesen Bond-Film. Vielleicht ganz gut so.

Bondsongs:
- Garbage – The World Is Not Enough
- A-ha – The Living Daylights
- Tom Jones – Thunderball
- Chris Cornell – You Know My Name
- Shirley Bassey – Moonraker
- Shirley Bassey – Diamonds are Forever
- Wings – Live and Let Die
- Gladys Knight – Licence to Kill
- Billie Eilish – No Time To Die
- Alicia Keys & Jack White – Another Way to Die
0 Kommentare
<UberBlogr Webring>Datenschutzerklärung
CC © 2004–2026 C.MückeZurück zum Seitenanfang