
James Bondparade: Keine Zeit zu Sterben
Billie Eilish – No Time To Die
Das Einzige, was mir von diesem Film in Erinnerung bleibt, ist sein Ende oder die ebenfalls mutige Entscheidung, seinen Helden zu opfern. Also eigentlich stimmt der Titelsong so nicht, denn die Laufzeit des Films reicht schon aus, um James diesmal in die ewigen Jagdgründe zu schicken. Keine Zeit zu Sterben ist ein durchschnittlicher Film, der einfach unter der Last seines Endes einknickt. Und dann ist da noch der Titelsong.

Billie Eilish ist jetzt keine Musik für mich und ich weiß auch nicht, warum sie hier einen Zuschlag bekam. Ich finde es auch persönlich schwierig, diese Art der Interpretation als Gesang zu beschreiben. Es scheint eher ein lauteres Luftholen mit Silben zu sein. Wie man sicherlich am Text merkt, bin ich hier kein Fan und finde diesen Song als Abschluss der Craig-Reihe schwach, auch weil klassische Bond-Zutaten fehlen. Den Ansatz hier kann ich noch nachvollziehen. Dieser Film sieht sich als spirituelles Sequel zu Im Geheimdienst Ihrer Majestät, einem meiner absoluten Favoriten und einer absoluten Anomalie der Serie. Am Ende mehr Romantik-Action als Bond und dieses Lied soll vielleicht ähnliche Effekte verursachen, aber das schafft weder der Film noch das Lied, noch beides in Kombination.
Die zweite Wahl

Der Song 25 von einer Band namens The Pretty Reckless wird von einigen Quellen als potentielle Alternative für das Theme dieses Films genannt. Es klingt verdammt wie ein Bond Song und der Titel lädt zu Spekulationen ein, aber ich würde das mit gesundem Zweifel lesen.
Bondsongs:
- Garbage – The World Is Not Enough
- A-ha – The Living Daylights
- Tom Jones – Thunderball
- Chris Cornell – You Know My Name
- Shirley Bassey – Moonraker
- Wings – Live and Let Die
- Gladys Knight – Licence to Kill
- Billie Eilish – No Time To Die
- Alicia Keys & Jack White – Another Way to Die
4 Kommentare
Billie Eilish haucht ja gerne mal ins Mikrofon. Ich mag‘s. Aber ja, eher ein Bond-Song aus dem Mittelfeld, und beim Film stimme ich dir auch zu.
Ach. Den Bond kenn ich noch gar nicht. Also bis eben wusste ich nicht mal, dass es den gibt. Ich kann aber die Wahl für Billie Eilish. Sie ist der der aktuellen Generation, wenn man musikalisch etwas mit Zeitgeist haben will.
Ich verstehe schon, dass man hier musikalisch eine neue Zielgruppe ins Visier nehmen wollte, aber beim letzten Film einer Serie dieses Franchise? Das scheint mir sehr unüberlegt, genau wie das Drehbuch, denn eigentlich steckt in diesem Chaos ein toller Film, wenn man sich etwas von der Schablone gelöst hätte.
Also … damit wir uns hier nicht falsch verstehen … ich kann Billie Eilish auch nicht viel abgewinnen, ausser der respektvollen Anerkennung, das ihre Ästhetik innovativ ist und einen Nerv trifft (wenn auch keinen bei mir). Und ihr Bond-Song ist in der Tat auch nicht gerade überwältigend. Genau das, was man eben erwarten kann, wenn Billie Eilish einen Bond-Song macht. Aber die Entscheidung, sie den Song machen zu lassen … die kann ich sehr gut nachvollziehen.
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