
James Bondparade: Leben und sterben lassen
Wings – Live and Let Die
Meine Meinung zu Film und Song der heutigen James Bondparade hat sich im Laufe der Jahre geändert. Leben und sterben lassen ist kein toller James-Bond-Film, aber ein verdammt unterhaltsamer Film allgemein. Aus heutiger Perspektive sicherlich hier und da zu hinterfragen, ist der Film im Kern Blaxsploitation mit einem Geheimagentenrahmen. Es ist zufällig ein Bond, aber das braucht es nicht. Roger Moore diese Bühne für einen ersten Auftritt zu geben, ist verdammt mutig, und ob es sich auszahlt, entscheidet jeder für sich.

Und dann ist da noch das Lied. Ist es überhaupt ein Lied? Live and Let Die wirkt ähnlich wie der Film selbst, wie ein zufällig passendes Stückchen Noten mit Gesang. Irgendwie funktioniert es und der Song reißt auch die sonst noch milde Introsequenz nach oben. Maurice Binder findet hier grad seine Schablone. Unkonventionell ist das passende Wort, um das Lied zu beschreiben. Ein Gegengewicht zur Shirley-Bassey-Formel, die an diesem Punkt durchaus ihre Wucht verloren hatte, und Live and Let Die probiert etwas vollständig Neues, bedient sich aber der markanten wenigen Zutaten. Es klingt wie ein Bond-Song, nur eben für einen Film, der selbst versucht, alles neu zu erfinden. Ich mag’s, aber mehr auch nicht.
Bondsongs:
- Garbage – The World Is Not Enough
- A-ha – The Living Daylights
- Tom Jones – Thunderball
- Chris Cornell – You Know My Name
- Shirley Bassey – Moonraker
- Shirley Bassey – Diamonds are Forever
- Wings – Live and Let Die
- Gladys Knight – Licence to Kill
- Sheryl Crow – Tomorrow Never Dies
- Billie Eilish – No Time To Die
- Rita Coolidge – All Time High
- Alicia Keys & Jack White – Another Way to Die
- Lulu – The Man with the Golden Gun
- Madonna – Die Another Day
2 Kommentare
Ich hab die ganze Zeit gedacht, „Den Song kennste doch, da haste doch zu getanzt, damals alsde ne Tanzen warst. Aber … der war doch nicht von Paul McCartney, damals hat doch keiner mehr Paul McCartney gespielt …“ und siehe da … ich kenn den latürnich in der Cover-Version von Guns’n’Roses, hihi … was auf mehreren Ebene ziemlich witzig ist, eigentlich.
Das nehm ich gern mit für die zukünftigen Einträge, aber ja, hier existiert dieses von dir genannte Cover und irgendwie ist das nicht so übel geworden.