
Leidenschaften entdecken
Ich lese aktuell vor dem Einschlafen immer ein paar Seiten aus dem Buch von Quentin Tarantino: Cinema Speculation. Dazu kommt sicher noch ein separater Eintrag, aber was ich hier festhalten muss, sind ein paar Gedanken zum Finden oder Übergeben von Passion. Eine meiner Fragen an Menschen momentan ist: „Welche Hobbys oder Hingabe für Themen haben dir deine Eltern mitgegeben?“ Im Tarantino-Buch wird beschrieben, wie er ständig in viel zu jungen Jahren von seiner Mutter mit ins Kino genommen wurde, selbst bei Filmen mit viel zu hoher Altersfreigabe. Das erklärt vieles.
Wenn ich mir die Frage beantworten soll, dann muss ich nicht nur sehr lange überlegen. Ich erinnere mich, wie ich in ganz frühen Jahren in der Küche meiner Großmutter stand und alles mit Argusaugen beobachtet habe. Später dann auch in der Küche meiner Mutter. Das hat mir das Kochen nahegebracht, und dafür bin ich sehr dankbar.
Sonst? Ich erinnere mich an ein oder zwei Kinobesuche mit den Eltern. Der eine davon ist hier dokumentiert und war wohl genug, um den Grundstein zu legen? Ich hätte gern irgendein Hobby oder Hingabe für bestimmte kulturelle Themen aus dem Elternhaus erfahren, aber den Zugang hab’ ich mir entweder selbst gelegt, aus Wunsch nach einer Realitätsflucht heraus, oder von Freunden damals.1
Aufmacherbild: Der Bücherwurm (1850) – Carl Spitzweg ↩
2 Kommentare
In meiner Familie wird traditionell gut gekocht und gegessen. Vielleicht sollte ich für diese erbliche Vorbelastung noch dankbarer sein. 😉
Kulinarik ist glaube ich, wirklich etwas, wo ein Grundstein in jüngsten Jahren gelegt wird. Menschen meines Alters, die leidenschaftlich selbst kochen, erzählten mir bisher immer eine ähnliche Geschichte wie die meine.
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