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Not economically viable
  • Di., 16. Juni 2026
  • 2 Kommentare

Not economically viable

South of Midnight und Keeper waren für mich im letzten Jahr tolle Stunden der Unterhaltung. South of Midnight gewann sogar renommierte Preise, was aber aktuell nicht vor Schließung der Türen zu schützen scheint. Microsoft räumt grad in seiner Gaming-Division auf und trimmt das Portfolio auf höhere Profitabilität. Damit werden Investitionen wie diese beiden Spiele und Studios zu einer Abschreibung in den Büchern, sie sind: Not economically viable.

Als jemand, der in den letzten 2 Dekaden an einigen tollen Projekten gearbeitet hat, die am Ende aber nicht wirtschaftlich waren, schlagen hier grad zwei Herzen in meiner Brust. Und auch wenn ich bezweifle, dass diese Titel einen Verlust einfahren, so ist der finanzielle Druck (ungerechterweise) so hoch, dass Firmen dieser Größe eben justieren. Das ist nicht toll, sogar sicherlich aus vielen Perspektiven falsch, aber harte Realität.

Videospiele dieser Kategorie haben es schwer, und ich weiß nicht, wie oder ob hier eine realistische Hoffnung auf eine Zukunft besteht. Für Microsoft ist das eine Investition über mindestens 24, eher 48 Monate, geschätzt ein 8-stelliger Betrag. Ich kenne die genauen Zahlen nicht, aber rein aus Sicht der Wirtschaftlichkeit in der Unterhaltungsindustrie (und nichts anderes sind diese Spiele) ist das sicherlich keine destruktive, aber auch keine gute Investition.

Videospiele sind teurer als Filme geworden. Selbst in der Filmindustrie finanzieren die großen (dummen) Blockbuster noch immer die weniger und weniger werdenden kleinen Kunstfilme großer Autoren und Regisseure, aber selbst hier mit größeren Margen sehen wir weniger und weniger kleine persönliche Projekte. Mit 3% Profit ist es schwieriger, so viele kleine Kunstprojekte zu stemmen, und genau das versucht man nun zu korrigieren.

Gleichzeitig sah ich heute ein Video, das zeigen soll, wie großartig KI von Epic genutzt wird, um Zeit beim Kreieren der Grafiken zu sparen. Ich muss schon zugeben, das ist das Beste dieser Art, was ich bisher gesehen habe. Offenbar soll genau sowas der finanzielle Strohhalm zum Festhalten von Projekten dieser Größe sein. Für mich sieht das wieder nach Reduzierung von Entscheidungen aus, was weniger gut funktioniert bei Filmästhetik.

Komische Zeit gerade.

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2 Kommentare

  • #1
  • Di., 16. Juni 2026
  • ben_ schrieb:

Grandioses Still aus Falling Down!

Ich fürchte den Film würde man heute auch anders lesen, wenn man ihn noch mal schaute, aber das einzelne Bild ist famos.

  • #2
  • Mi., 17. Juni 2026
  • Chris_ schrieb:

Das ist mal ein Film, der absolut eine neue Interpretation verdient. Die Kernthemen sind zeitlos, aber diese Interpretation ist etwas angestaubt, um es nett zu formulieren. Ich würde das radikal aktualisieren, denn heute wäre solch ein Film weit schwergewichtiger als in den 90ern.

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