
Durchgespielt
Warhammer 40,000: Space Marine 2
Nun also Teil zwei der Tidus Saga und irgendwie sind meine Eindrücke diesmal eher gemischt. Space Marine 2 ist nach dem Durchspielen der Kampagne für mich schwächer als sein Vorgänger, welchen ich vor wenigen Tagen begeistert notiert habe, aber schön der Reihe nach. Das Hauptproblem oder das Problem mit mir als Einzelspieler hier? Der Kern dieses Spiels sind eher seine Co-Op PvE-Missionen. Die Kampagne wirkt eher wie ein notwendiges Übel und fühlt sich seltsam in ihrer Struktur an. Gleichwohl machen einzelne Missionen durchaus viel Spaß, was nicht zuletzt an der Präsentation liegt.
Der Trailer zeigt es optimal: Space Marine 2 ist ein episches Spektakel, das _40K‑Fans so, glaub’ ich, noch nicht gespielt haben. Ich muss jedoch zwei Punkte kritisieren. Zum einen scheint das Spektakel zu episch zu sein, denn die Performance des Titels ist teilweise sehr mau, aber das fängt ein VRR-Display durchaus noch alles auf. Auch Ladezeiten sind spürbar vorhanden und das ist 2026 ganz klar nicht mehr notwendig. Minuspunkte für fehlendes HDR, was bei diesen Bildern eigentlich ein Muss sein sollte.

Was mich persönlich etwas mehr stört, ist der generelle Wechsel in der Farbästhetik. Space Marine 2 möchte realistischer, weniger überzeichnet wirken und setzt so auf weniger gesättigte Farben, was auch einige Situationen im Spiel schlechter lesbar macht. Teilweise sehen Ultramarines eher wie Space Wolves aus. Auch der Sound geht einen Schritt zurück und weg sind die brutalen Bässe des Vorgängers. All dies sind kleine Kritikpunkte, denn am Ende bekommt der Spieler eine bisher konkurrenzlose 40K-Kulisse, aber selbst dann muss ich sagen: Orks sind einfach bessere Gegner als hier Tyraniden, da fehlt es etwas an Persönlichkeit.
Das Gameplay hat sich auch verändert. Grundsätzlich bleibt alles gleich, aber Teil zwei setzt ganz zeitgemäß auf visuelle Indikatoren, um den Spieler im richtigen Zeitpunkt parieren und ausweichen zu lassen. Das funktioniert einigermaßen gut, hätte es aber nicht gebraucht, finde ich. Viel wichtiger: Endlich gibt es ein Power Sword und natürlich ist es die beste Waffe im Spiel. Besonders ein Moment bleibt mir in Erinnerung. Eine Szene im Spiel führt die Helden erst in einen Raum und schaltet dann das Licht darin aus, um den Schwarm im Dunkeln erscheinen zu lassen. Das Power Sword wurde hier zur einzigen Lichtquelle und das sah surreal gut aus. Visuell absolut beeindruckender Moment.
Insgesamt ist das Spiel sehr, vielleicht schon zu einfach. Besonders die gegnerischen Chaos Space Marines sind ein Schatten ihrer Variante aus dem ersten Teil. Am Ende ist mein Urteil einfach. Im Rahmen von Game Pass ist der Titel toll. Den Vollpreis zu zahlen, nur um die Kampagne zu spielen, hätte ich wohl eher bereut. Bonuspunkte für ein paar wirklich absurd gute Szenen.
Daumen hoch, und Fans von 40K müssen hier ohnehin nicht überzeugt werden.
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