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  <title>coldheat.deReview &#8211; coldheat.de</title>
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    <title>Score this! Die Fabel vom Bewerten von Spielen</title>
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    <pubDate>Fri, 30 Jan 2009 14:29:24 +0000</pubDate>
    <dc:creator><![CDATA[Chris_]]></dc:creator>
    		<category><![CDATA[Zeugs]]></category>
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    <description><![CDATA[Die Bewertung von Computer- und Videospielen ist und wird ein ewiges Thema bleiben. <a href="http://www.marctv.de/blog/2009/01/29/spielspass-bewertung/" title="Spielspaß Bewertung">Marc versucht</a> den Sinn dieser kleinen Ziffern zu finden, die immer als fixes Urteil gelten sollen. Das Medium möchte sich immer als reif und konkurrenzfähig zu anderen &#8230;]]></description>
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    <img src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/entry-thumbs/480/scorethis.jpg" 
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         alt="Score this! Die Fabel vom Bewerten von Spielen" />

    <p>Die Bewertung von Computer- und Videospielen ist und wird ein ewiges Thema bleiben. <a href="http://www.marctv.de/blog/2009/01/29/spielspass-bewertung/" title="Spielspaß Bewertung">Marc versucht</a> den Sinn dieser kleinen Ziffern zu finden, die immer als fixes Urteil gelten sollen. Das Medium möchte sich immer als reif und konkurrenzfähig zu anderen Medien positionieren. Es beansprucht sogar den Titel <em>Kunst</em> für sich und dennoch schafft man es offenbar immer noch nicht, auf lustige Zahlenspiele zu verzichten, um sein Produkt der Zielgruppe anzubidern.</p>
<p>Ich kenne kein Buch das eine 84% Wertung bekommen hat, oder einen Film mit 7 von 10 Punkten in der Optik. Alles sinnlose Zahlenspielerein aus der Zeit als nur Nerds und Geeks das Medium pflegten, denen Zahlen angenehmer waren als das normale Wort. Nun sind wir 20 Jahre darüber hinaus und es wäre Zeit, dieses antiquirte Bewerungssystem zu verabschieden.</p>
<p>Nicht nur, dass ein zu abgestuftes System unglaubwürdig ist, die Vielfalt bei Genres und Zielgruppe macht es unmöglich wirklich objektiv zu bewerten. Der Kritiker, der jedes Genre dieses Mediums versteht und mag, kann nicht existieren. Redaktionen weltweit besetzen seit Jahren jenes Genre mit dem entsprechenden Tester, der sich darin auskennt und somit automatisch dieses einem anderen Genre vorzieht. Ich möchte gern mal einen US-Redakteur ein neues Fifa-Spiel bewerten sehen, oder einem deutschen Redakteur eine Cricket-Simulation. Wir wissen alle wie objektiv sowas sein kann, um dann in 37,49% Wertungen zu resultieren.</p>
<p>Zweifellos sind die aktuellen Bewertungssysteme noch von Relevanz, aber sie werden nie mehr <em>wirklich</em> wichtig sein, auch wenn große Publisher gerne ihren Metacritic-Score als Schwanzverlängerung sehen. Eine Zahl unter einem Screenshot garniert mit 500 Wörtern ist nur noch genau das: Zeichen auf Papier, Pixel auf dem Screen. Relevanter ist heute im vernetzten Zeitalter die Mund zu Mund Propaganda.</p>        <p>Feedback: <a href="https://www.coldheat.de/2009/01/score-this-die-fabel-vom-bewerten-von-spielen#comments" title="7 Kommentare">7 Kommentare</a></p>
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    <title>Pulling a Roger Ebert</title>
    <link>https://www.coldheat.de/2008/10/pulling-a-roger-ebert</link>
    <comments>https://www.coldheat.de/2008/10/pulling-a-roger-ebert#respond</comments>
    <pubDate>Fri, 17 Oct 2008 13:24:23 +0000</pubDate>
    <dc:creator><![CDATA[Chris_]]></dc:creator>
    		<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Roger Ebert]]></category>

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    <description><![CDATA[Movie critic-Papst Roger Ebert scheint derzeit über allem zu stehen und kommt mit purem Gold daher. Jetzt hier <strong>nicht</strong> weiterlesen sondern erstmal <a href="http://rogerebert.suntimes.com/apps/pbcs.dll/article?AID=/20081015/REVIEWS/810150277" title="True Loved review by Roger Ebert">dieses übersichtliche Review zum Film <em>True Loved</em></a> genießen. Es lohnt sich.
Ok fertig? Wie genial bitte ist dieser &#8230;]]></description>
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    <img src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/entry-thumbs/480/roger-ebert.jpg" 
         class="entrythumb" 
         alt="Pulling a Roger Ebert" />

    <p>Movie critic-Papst Roger Ebert scheint derzeit über allem zu stehen und kommt mit purem Gold daher. Jetzt hier <strong>nicht</strong> weiterlesen sondern erstmal <a href="http://rogerebert.suntimes.com/apps/pbcs.dll/article?AID=/20081015/REVIEWS/810150277" title="True Loved review by Roger Ebert">dieses übersichtliche Review zum Film <em>True Loved</em></a> genießen. Es lohnt sich.</p>
<p>Ok fertig? Wie genial bitte ist dieser Text geworden? Wer keine Lust zum Lesen hat (und hier somit eigentlich auch deplaziert ist) dem gebe ich die Zusammenfassung. Man liest also ein wirklich ernsthaft wirkendes und intelligent strukturiertes Review, um in den letzten Zeilen dann dies hier vorgesetzt zu bekommen:</p>
<blockquote>
<p>Full disclosure. I lifted the words &#8222;San Francisco to conservative suburbia with her lesbian mothers&#8220; straight from the plot summary on IMDb.com, because I stopped watching the movie at the 00:08.05 point. IMDb is also where I found out about Bruce Vilanch&#8217;s dual role. I never did see the lesbian mothers or my friend Bruce. For &#8222;Tru Loved,&#8220; the handwriting was on the wall. The returns were in. The case was closed. You know I&#8217;m right. Or tell me I&#8217;m wrong.</p>
<p>Q. How can you give a one-star rating to a movie you didn&#8217;t sit through?</p>
<p>A. The rating only applies to the first eight minutes. After that, you&#8217;re on your own. </p>
</blockquote>
<p>Wieder einmal ist bewiesen, dass Verisse zu 99 Prozent unterhaltsamer sind, als irgendwelche Lobeshymnen. Lob klingt immer gleich, ein Veriss dagegen erfordert viel mehr. In seinem Blog geht die <a href="http://blogs.suntimes.com/ebert/2008/10/dont_read_me_first.html" title="Don't read me first">Geschichte zu diesem Review</a> weiter:</p>
<blockquote>
<p>If you reached the end of my &#8222;Tru Loved&#8220; review, you found that I stopped watching at about eight minutes. How did this discovery make you feel? My editor, a wise and expert woman who has saved my ass many times over more than 20 years, was horrified.</p>
<p>She e-mailed me: &#8222;Just got down to the part where you mention that you watched ONLY eight minutes of this movie. I don&#8217;t blame you but do you really want to open that door? I fear your admission will start people wondering whether this is a regular practice. Of course it&#8217;s not but you don&#8217;t want to raise those suspicions. The alternative: take out those grafs. Or I could kill the review and we could try to find a substitute. Your original review is clever and well-written but I think morally dishonest because you conceal your MO until the very end.&#8220;</p>
</blockquote>
<p>Dieses Review ist in der Tat der clerverste Text, den ich seit langer Zeit lesen durfte. Es ist wie ein kleiner Film in sich, mit einem klassischen &#8222;Luke, i am your father!&#8220;-Ende, mit dem Tyler-Durden-Twist und einem Cliffhanger. Alles in einem.</p>
<p>Statt als erfahrener Schreiber auch über die neuen Möglichkeiten zu jammern (&#8222;No one reads the internet!&#8220;) sehen wir hier jemanden, der es exzellent versteht das Medium Internet für sich zu nutzen und so eine Leserschaft bekommt, die mit keinem anderen Medium zu erreichen wäre. Wer einen Blick in die Kommentare dieses Blogs wirft, erkennt schnell, dass jeder Autor oder jede Plattform auch im Internet immer die Leser bekommt, die es verdient. So strittig wie das Thema auch ist (und dieses Review ist <em>wirklich</em> grenzwertig im Sinne seiner Aufgabe), so gut sind auch die Kommentare dazu. Kein &#8222;You suck!&#8220; statt dessen gepflegte Argumentation.</p>        <p>Feedback: <a href="https://www.coldheat.de/2008/10/pulling-a-roger-ebert#respond" title="0 Kommentare">0 Kommentare</a></p>
    </div>]]>
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    <title>Sergio Leone&#8217;s »Spiel mir das Lied vom Tod«</title>
    <link>https://www.coldheat.de/2008/04/sergio-leones-spiel-mir-das-lied-vom-tod</link>
    <comments>https://www.coldheat.de/2008/04/sergio-leones-spiel-mir-das-lied-vom-tod#comments</comments>
    <pubDate>Tue, 29 Apr 2008 09:03:13 +0000</pubDate>
    <dc:creator><![CDATA[Chris_]]></dc:creator>
    		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Ennio Morricone]]></category>
		<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Sergion Leone]]></category>
		<category><![CDATA[Western]]></category>

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    <description><![CDATA[<b>Leone's letzter großer Western ist einer der besten des Genres.</b>]]></description>
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    <![CDATA[<div>

    <img src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/entry-thumbs/480/leone-west.jpg" 
         class="entrythumb" 
         alt="Sergio Leone&#8217;s »Spiel mir das Lied vom Tod«" />

    <p>Nach 2001 ein weiterer Meilenstein des Kinos. Ich muss mich erstmal für den Titel entschuldigen. Die <em>Verdeutschung</em> dieses Films ist eines der ganz großen filmischen Verbrechen, aber ich muss nun mal mit dem arbeiten, was die deutsche Synchro so verbrochen hat. Dieser Film ist ähnlich wie <a href="https://www.coldheat.de/archiv/2008/03/stanley-kubricks-2001-a-space-odyssey.php" title="2001 - A Space Odyssey">2001</a> ein Beispiel dafür, dass auch Genre-Kino Kunst sein kann.</p>
<p>Der englische Titel lautet <em>Once upon a time in the West</em> und ist einer von drei Filmen, in denen sich ein später Sergio Leone voll dem Thema Amerika widmet. Der Film beschreibt für mich das würdige Ende der Western-Era. Leone nimmt hier ein geschundenes Genre (Italo- oder auch Spaghetti-Western)<sup id="fnref1:1"><a href="#fn:1" class="footnote-ref">1</a></sup>, perfektioniert es und erschafft damit den wohl amerikanischsten Western überhaupt.</p>
<p class="side-caption">Eine Intro-Sequenz zum Dahinschmelzen. Auch die Typografie passt wunderschön ins Bild.</p>
<p><img decoding="async" class="stdimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/cinema/leone-west/leone-west-intro.jpg" alt="Introsequenz" /></p>
<h3>Die Handlung</h3>
<h4 class="inline-head-right">&#8222;There were three men in her life. One to take her&#8230; one to love her&#8230; and one to kill her.&#8220;</h4>
<p>Amerika ist im Aufbruch. Die Zeit der vagabundierenden Revolverhelden neigt sich dem Ende. Flagstone, ein kleines aufblühendes Städtchen, wird zum Ort der Handlung. Die Industrialisierung nimmt ihren Lauf, und zwar in Form der Eisenbahn, die sich nun ihren Weg durch das Land bahnt. Alte Anwesen müssen den Schienen der Bahn weichen, ehemals wertlose Grundstücke, werden zu Goldgruben.</p>
<p>Eine Eisenbahn ist es auch, die <em>Harmonica</em> (Charles Bronson in seiner wohl besten Rolle) absetzt. Er sucht einen gewissen Frank (Henry Fonda), dieser jedoch hat drei seiner Männer geschickt, um <em>Harmonica</em> gebührend zu empfangen. <em>Harmonica</em> streckt alle drei nieder und begibt sich auf die Suche nach Frank. In der nächsten Szene ist es genau jener Frank, der im Auftrag von Morton handelt und den Besitzer einer Farm einschüchtern soll. Bei der einfachen Einschüchterung bleibt es nicht. McBain, Inhaber der Farm, wird samt seinen Kindern getötet.</p>
<p class="side-caption">Das kleine Örtchen Flagstone wird zum Ort der Handlung und repräsentiert das Ende einer Ära. Mit Erschließung des Landes durch die Eisenbahn (ein zentrales Element des Films) beginnt eine neue Zeit-Epoche.</p>
<p><img decoding="async" class="stdimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/cinema/leone-west/leone-west-flagstone.jpg" alt="Flagstone" /></p>
<p><img decoding="async" class="stdimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/cinema/leone-west/leone-west-flagstone-2.jpg" alt="Flagstone" /></p>
<h4 class="inline-head-right pull-right">&#8222;You don&#8217;t understand, Jill. People like that have something inside&#8230; something to do with death.&#8220;</h4>
<p>Jill (Claudia Cardinale) die Ehefrau des gerade zuvor getöteten Farmbesitzers, erscheint ebenfalls mit dem Zug in Flagstone. Ihre Intro-Szene schreibt Filmgeschichte. Auf dem Weg zu ihrem nun leeren Haus, macht sie Halt in einer üblen Absteige und bekommt am Rande eine Schießerei mit, bei der Cheyenne (Jason Robards) beteiligt ist, ein bärtiger, schmieriger Halunke aus dem Bilderbuch. Cheyenne ist es auch, der Jill zu ihrer Farm folgt, einem Ort, den später auch <em>Harmonica</em> aufsucht.</p>
<p>An diesem Punkt besitzt der Film alle Zutaten der Handlung. Die McBain Farm hat wieder eine Besitzerin und Frank wieder einen Job zu erledigen. Indessen jedoch erwarten ihn zusätzlich ein <em>Harmonica</em> dessen Motiv noch unbekannt ist, sowie ein Cheyenne, dem Jill nicht abgeneigt ist. Im Laufe des Films stellt sich heraus, dass Frank die Drecksarbeit für Morton erledigt, einem von Krankheit gezeichneten Industriellen, dessen Motiv es ist, die McBain-Farm zu erwerben: da ein dortiger Brunnen und die näher rückende Eisenbahn, aus dem einst öden Brachland, eine finanzielle Oase machen werden.</p>
<p><img decoding="async" class="lrgimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/cinema/leone-west/leone-west-arrival.jpg" alt="die Ankunft" /></p>
<p class="caption lrg">Harmonica&#8217;s Intro. Perfekte Bildkomposition auch ohne CGI.</p>
<p>Im Verlaufe des Films wird Frank vom Jäger selbst zum Gejagten. Harmonica und Cheyenne sichern Jill den Besitz ihrer Farm, Morton findet seine gerechte Strafe und im finalen Akt klärt sich auch das Motiv Harmonica&#8217;s und zeigt uns eine der besten Duell-Szenen der Filmgeschichte.</p>
<h3>Stilgenuss für Augen und Ohren</h3>
<p>Für mich steht der Film für ganz wenige perfekte Zutaten: langsames Tempo, endlos viele Nahaufnahmen, wunderschöne Landschaften, Morricones Musik sowie klassische One-Liner. Alle Figuren sind schon fast Karikaturen der gesamten Western-Ära Wir haben die Marionette, die später ihren Meister ausspielt. Den von Rache getriebenen Einzelgänger, den unterhaltsamen Wise-Guy sowie die schöne Fremde.</p>
<h4 class="inline-head-left pull">&#8222;How can you trust a man who wears both a belt and suspenders? The man can&#8217;t even trust his own pants.&#8220; Frank</h4>
<p>Visuell ist dieser Film einzigartig. Unglaubliche Nahaufnahmen wechseln sich mit endlos weiten Totalen ab und alles in einem Tempo, das die MTV-Generation zu Tode langweilen dürfte. Wenn es heute angesagt ist, mit verwackelter Kamera zu filmen und in einem Tempo zu schneiden, dass ich Kopfschmerzen bekomme, dann ist dieser Film wie <em>2001</em> die beste Medizin gegen den Trend der aktuellen Kino-Optik. Dieser Western ist genauso dreckig wie poliert. Einige Bilder haben schier endlos viele Texturen. Jedes Bild strahlt eine Hitze aus, die selbst ILMs CGI-Bilder niemals gerendert bekäme Es ist klassische, zeitlose, perfekte Optik, die immer besser altert. Die Anfangsszene und besonders die langen Mäntel von Franks Söldnern sehen zehnmal cooler aus, als jede Matrix-Bullet-Time Das ist Stil.</p>
<p class="side-caption">Sergio Leone&#8217;s Vermächtnis an die Quentin Tarantinos dieser Welt. Extreme Close-Up-Shots, die immer funktionieren: Harmonica, Cheyenne und Frank.</p>
<p><img decoding="async" class="stdimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/cinema/leone-west/leone-west-harmonica.jpg" alt="Harmonica" /></p>
<p><img decoding="async" class="stdimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/cinema/leone-west/leone-west-cheyenne.jpg" alt="Cheyenne" /></p>
<p><img decoding="async" class="stdimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/cinema/leone-west/leone-west-frank.jpg" alt="Frank" /></p>
<h4 class="inline-head-right pull-right">&#8222;You know, Jill, you remind me of my mother. She was the biggest whore in Alameda and the finest woman that ever lived. Whoever my father was, for an hour or for a month &#8211; he must have been a happy man.&#8220; Cheyenne</h4>
<p>Nicht immer schaue ich mir einen Film kurz vorm Schreiben eines solchen Eintrags noch einmal an. Hier allerdings musste es sein. Es ist immer noch beeindruckend, wie bildgewaltig dieser Film ist. Jede Sekunde im Film ist so präzise gezeichnet, dass man nur staunen kann. Leone hat hier eine wirklich eigenständige Bildsprache gefunden. Jedes Frame trumpft mit einer gewaltigen Tiefe auf. Die Details und Texturen in den Szenen sind zeitlos perfekt. Es ist halt doch was anderes, ob man reale Umgebungen filmt, oder den Rechner Bilder erschaffen lässt. Auch die Landschaften wirken wie gemalt. Es ist schwierig, die Bildsprache in einem Standbild zu zeigen, man muss das Bewegtbild sehen. Hier haben wir auch ein Musterbeispiel für Material, das wirklich von hochauflösenden Bildern profitiert, denn kaum ein Film besitzt so viele kleine Details wie dieser hier.</p>
<h3>Morricones sicherlich beste Kompositionen</h3>
<p>Es gibt ein paar wenige deutsche Bezeichnungen, die so treffend sind, dass sie auch im Englischen existieren. Eines davon ist das englische Wort <em>leitmotif</em> in Anlehnung an unser Wort <em>Leitmotiv</em>. Jeder Charakter im Film, hat seine eigene, perfekt passende Melodie. Minuten bevor wir überhaupt den jeweiligen Charakter der Szene sehen, ist er dank Morricones Score schon eindeutig zu identifizieren.</p>
<p><img decoding="async" class="lrgimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/cinema/leone-west/leone-west-frank-2.jpg" alt="Frank" /></p>
<p class="caption lrg">Im Laufe des Films wird Frank vom Jäger zum Gejagten.</p>
<h4 class="inline-head-right pull-right">&#8222;My weapons might look simple to you, Mr. Morton, but they can still shoot holes big enough for our little problems.&#8220; Frank</h4>
<p>Die jeweiligen <em>Themes</em> <sup id="fnref1:2"><a href="#fn:2" class="footnote-ref">2</a></sup> sind das Beste, was Morricone bisher komponiert hat, finde ich. Besonders Jill&#8217;s und Cheyenne&#8217;s Melodien sind makellos den jeweiligen Charakteren angepasst und sorgen dafür, dass der Film nicht zu tief ins Dramatische absackt, sondern dabei immer primär nur unterhalten möchte. Wir haben hier auch ein Musterbeispiel dafür, wie wichtig Musik im Film ist. Ohne Morricone wäre dieser Western nicht der Meilenstein, der er ist.</p>
<p>Neben der Musik spielen auch die Soundeffekte eine wichtige Rolle. Besonders in Szenen, in denen praktisch kaum Handlung stattfindet, tragen Sound und Optik den Film. Perfekt umgesetzt in der Introsequenz, die praktisch klanglich nur mit einem drehenden und krächzenden Windrad funktioniert.</p>
<h3>Pacing</h3>
<p><img decoding="async" class="smlimg-r illustration" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/illustrationen/western-illustration.png" alt="Western Illustration" /></p>
<p>Der Film schafft es langsam, ohne dabei langweilig zu sein. Die Intro-Szene beschreibt sehr gut, worauf man sich einlässt. Bis das erste Wort fällt, vergehen mehr als 10 Minuten, voller Bilder und Klangeffekte. Wir sehen eine minutenlange Nahaufnahme einer Fliege auf einem Gesicht des Darstellers. Filmischer Minimalismus. Die Wucht der Bilder ist es, die das langsame Tempo funktionieren lässt. Die ersten 20 Minuten des Films sind nur 2 Szenen mit wenigen Sätzen Dialog und keine Sekunde davon ist langweilig.</p>
<h4 class="inline-head-right pull-right">&#8222;People scare easier when they`re dying.&#8220; Frank</h4>
<p>Wie <em>2001</em> auch sind die Zutaten dieses Films für sich so erstklassig, dass es ganz wenige davon braucht. Wo heute Hyper-X-12.4-Surround-Sound, bald 3D-Optik mit 12.800 Bildzeilen, CGI-Optik, Avid-Farts<sup id="fnref1:3"><a href="#fn:3" class="footnote-ref">3</a></sup>, Split-Screen-Darstellung dominieren, um Schwächen im Skript zu vertuschen, so ist Leones Werk hier die reine Essenz der Filmkunst.</p>
<p>Kurze Anekdote dazu. Ein Ausflug in die ZDF-Mediathek führte zum Klick auf eine aktuelle Folge von &#8222;Ein Fall für Zwei&#8220;. Ein Krimi-Urgestein des ZDF. Als plötzlich selbst dort Split-Screen, Filter und Flashbacks eingesetzt wurden, wurde mein Weltbild vom guten alten ZDF-Krimi völlig zerstört. Effekthascherei und moderne (grottige) Bildsprache erreichen nun auch die Grundfeiler der deutschen TV-Unterhaltung.</p>
<h3>das Ende einer Ära</h3>
<p>Für mich ist dieser Film Leones letztes großes Danke an ein Genre, dessen große Tage vorbei waren. Es ist der Western aller Western mit unzähligen filmischen Zitaten auf andere Klassiker des Genres. Alles an diesem Film ist eine handwerkliche Meisterleistung. Alle Zutaten sind perfekt und fügen sich auch harmonisch zusammen. Wer sich nur einen Western ansehen möchte, weil er meint, das Genre sei ausgelutscht, dem sei dieser Film empfohlen. Es ist der Western aller Western, ein Charakter-Film mit toller Optik und zeitlosem Klang.</p>
<p><img decoding="async" class="lrgimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/cinema/leone-west/leone-west-morton.jpg" alt="Morton" /></p>
<p class="caption lrg">Der Puppenspieler im Hintergrund: Morton.</p>
<p>Wie auch bei Kubrick fragt man sich bei Sergio Leone, was diese Meister ihrer Kunst mit heutigen Werkzeugen kreieren könnten, wenn sie mit damaligen Mitteln solche Klassiker schaffen konnten. <em>Once upon a time in the West</em> ist eine Hymne auf ein Genre, das aus der Mode gekommen ist, oder das <a href="http://www.imdb.com/title/tt0248408/" title="Schuh des Manitu">deutsche Produktionen</a> auf das eigene Niveau herunterreißen. Dieser Film wird auch in 30 Jahren noch ordentlich Eindruck hinterlassen.</p>
<div class="footnotes">
<hr>
<ol>
<li id="fn:1">
<p>Spaghetti-Western sind Filme etlicher italienischer Filmemacher (primär Produzenten), die Mitte der 60er bis Ende der 70er das Genre dominierten und dabei völlig eigene Regeln einführten. Kleinere Budgets, realistischere Gewalt, mehr Wert auf Charaktere. <a href="#fnref1:1" rev="footnote" class="footnote-backref">↩</a></p>
</li>
<li id="fn:2">
<p>Musikalisches Thema eines einzelnen Charakters. <a href="#fnref1:2" rev="footnote" class="footnote-backref">↩</a></p>
</li>
<li id="fn:3">
<p>&#8222;Avid Fart&#8220; ist ein Begriff, der von einem [AICN-Autor][] erfunden wurde. Der Begriff beschreibt das Überfrachten von Filmmaterial am [AVID-Rechner][] mit überflüssigen Filtern, Effekten und Schnitten. Ein Musterbeispiel für Avid-Farts ist der Film [Domino][]. <a href="#fnref1:3" rev="footnote" class="footnote-backref">↩</a></p>
</li>
</ol>
</div>        <p>Feedback: <a href="https://www.coldheat.de/2008/04/sergio-leones-spiel-mir-das-lied-vom-tod#comments" title="7 Kommentare">7 Kommentare</a></p>
    </div>]]>
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    <slash:comments>7</slash:comments>
    </item>
    <item>
    <title>Portal &#8211; spielerische Reinheit</title>
    <link>https://www.coldheat.de/2007/11/portal-spielerische-reinheit</link>
    <comments>https://www.coldheat.de/2007/11/portal-spielerische-reinheit#comments</comments>
    <pubDate>Mon, 12 Nov 2007 14:06:35 +0000</pubDate>
    <dc:creator><![CDATA[Chris_]]></dc:creator>
    		<category><![CDATA[Games]]></category>
		<category><![CDATA[Portal]]></category>
		<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Valve]]></category>

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    <description><![CDATA[<a href="http://orange.half-life2.com/portal.html" title="Portal">Portal</a> is ein wirklich in jeder Beziehung anderer Titel, der sowohl bei Kritikern als auch Spielern Lob ernten konnte. Ich habe Portal als Teil der Orange Box gekauft. Zwar kann ich nicht sagen das Portal der beste Inhalt der Box &#8230;]]></description>
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    <![CDATA[<div>


    <p><a href="http://orange.half-life2.com/portal.html" title="Portal">Portal</a> is ein wirklich in jeder Beziehung anderer Titel, der sowohl bei Kritikern als auch Spielern Lob ernten konnte. Ich habe Portal als Teil der Orange Box gekauft. Zwar kann ich nicht sagen das Portal der beste Inhalt der Box ist, aber es bietet die vielleicht besten wenigen aber dafür umso unterhaltsameren Spielstunden. Portal ist ein Puzzle-Game versteckt in der 3D-Source-Engine und einem Look&amp;Feel, der besonders an dieses <a href="http://youtube.com/watch?v=EjAoBKagWQA" title="Björk - All is full of love">legendäre Björk-Video</a> erinnert. Der Spieler schlüpft in die Rolle der Protagonistin, die in einer engen Zelle erwacht und als Teil eines Experiments im Stil des Films Cube, Tests bestehen muss, um ihrem Gefängnis zu entkommen. Diese Tests sind die jeweiligen Kammer bzw. Level des Spiels. Für den weiteren Verlauf des Textes gibt es den ein oder anderen Spoiler.</p>
<p>Kern aller Portal-Puzzles ist die dem Spiel namengebende Portal-Gun, die dem Spieler ermöglicht Portale zu erschaffen um von einem Ort des Raumes in einen anderen zu gelangen. Klingt einfach, ist es zum Beginn auch. Portal ist ein absolutes Designer-Spiel im Sinne des Begriffs Game-Design. Dem Spiel gelingt es perfekt, die Regeln langsam zu erklären, ohne direkt und schnell Druck auf den Spieler auszuüben. Wer vielleicht noch den ersten Teaser in Erinnerung hat, der wird im finalen Produkt vielleicht enttäuscht werden, da man allzu abstrakte und somit fordernde Puzzles und Geschicklichkeitstest entfernt hat und Portal so herlich locker und zugänglich geworden ist.</p>
<p>Beim ersten Durchspielen hatte ich im 18ten der 19 Räume ein Tief. Bis dato übt das Spiel sogut wie keinen Hauch von zeitlichem Druck auf den Spieler aus. Kammer 18 und 19 jedoch ziehen dann spürbar an und warten mit zum Teil zu akrobatischen Einlagen auf und schieben Portal so deutlich in die Nische der hektischen FPS-Shooter-Kost, auch wenn im ganzen Spiel nicht ein Schuss fällt. Kammer 19 war dann auch die einzige Stelle im Spiel, wo ich wirklich den weiteren Weg nicht mehr gefunden habe. Das Spiel fällt an dieser Stelle optisch zurück auf seine Half-Life 2 Wurzeln und der klaren Optik weichen im Schatten liegende rostige Pfade, die erstmal gesehen werden möchte.</p>
<h3>Präsentation und Game Design</h3>
<p>Optik und Sound sind nur die Sahne auf dem Kuchen. Kuchen spielt übrigens am Ende des Spiels eine wichtige Rolle, genauso wie es die Präsentation schafft, einen simplen Würfel echten Charakter zu geben. Optisch dominiert eine perfekt inszenierte Sterilität, die von der Off-Sprecherin (im englischen Original) passend unterstrichen wird. Besonders zum Ende des Spiels kommt dieser Sprecherin eine besondere Rolle zu. Insgesamt ist die Präsentation besonders stilistisch sehr gelungen. Spätestens wenn der Boss besiegt ist und das Outro samt gesungenem Lied auf dem Screen flimmert, merkt man recht schnell, das Portal etwas besonderes geworden ist. Portal besitzt Charme und Reinheit, etwas was wirklich sehr selten geworden ist, wo Millionen-Budgets von Videospielen generische Dutzendware produziert.</p>
<p><img decoding="async" class="lrgimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/portal-aperture-interior.jpg" alt="Screenshot Portal"/></p>
<p class="caption">Am Ende des Spiels geht es dann außerhalb der Test-Kammern weiter.</p>
<p>Portal ist im besten Sinne des Begriffs ein Casual Game. Auch wer nichts mit dieser Art Spiel anfangen kann, dem sei Portal sehr empfohlen. Portal vermeidet ganz bewusst zu anspruchsvoll zu werden, was das erste Durchspielen betrifft. Es lässt erahnen, dass die Macher noch unverbraucht und unversaut vom Business sind.</p>
<p>Dieses Spiel beweist auch endlich seit langem mal wieder, dass gute Spiele immer noch aus nur einer ganz simplen Idee bestehen und dennoch unglaublich viel Spaß bereiten können, wenn man die eine Idee nur gekonnt genug ausnutzt. Portal ist spielerischer Minimalismus in seiner besten Form. Portal ist ein Sandbox-Game ohne jemals das Konzept ins Auge gefasst zu haben. Die Gundidee bringt es mit sich. Das letzte mal, dass ich sowas ähnliches gespielt habe, war Cannon Fodder, mit dem Portal erstaunlich viele Gemeinsamkeiten verbindet, nicht nur einen Ohrwurm als Titel-Song. Portal erlaubt besonders in den späteren Leveln mehrere Lösungen. Nach dem ersten Durchspielen, habe ich mir ein paar Videos anderer Spieler angeschaut und sehr oft völlig andere Lösungen gesehen, die ich beim ersten Durchspielen überhaupt nicht in Betracht gezogen habe. Besonders der Anfang der letzten Kammer.</p>
<p>Portal schafft es auch unvergleichlich und im direkten Vergleich mit EP2, besser eine Geschichte zu inszenieren. Es gibt keine Cutscenes, keine Dokumente im Spiel, nicht mal Dialoge. Es gibt einen einzigen Charakter, der als Off-Sprecher durch das Spiel leitet und langsam aber massiv an Ecken und Kanten gewinnt, um schließlich als wunderschön inszenierter und lustiger <a href="http://coldheat.de/archiv/bilder/portal-boss.jpg" title="Portal GlaDos Boss">Bosskampf</a> zu enden.</p>
<p>Als Teil der Orange-Box ist Portal konkurrenzlos. Einzeln kostet es wohl 20,- Euro und bietet effekiv eher wenige Spielstunden. Lohnen tut sich definitiv das erste Durchspielen, samt einem zweiten Anlauf mit eingeschaltetem Kommentar der Entwickler. Man darf von diesem Team noch einiges erwarten, sofern sie mit dem Erfolg von Portal nicht auf diese eine IP festgenagelt werden. Rechnen darf man sicherlich mit zusätzlichen Maps, kostenlos oder gegen ein kleines Entgelt. Völlig uninteressant in meinen Augen, ist der Versuch den Ansatz dieses Spiels &#8211; die Portal Gun &#8211; in andere Formate zu verfrachten. Das kann nur schiefgehen. Portal ist so wie es ist fehlerfrei, abhacken und was Neues anfangen bitte. Im Schutz der Orange-Box genießt Portal auch einen sehr stabilen Artenschutz.</p>
<p>Das Spiel ist insofern wichtig geworden, weil es beweist, dass auch bei Videospielen im Jahre 2007, weniger oft mehr sein kann. Besonders der Vergleich mit Bioshock bietet sich hier an, da Bioshock so ziemlich das beste Ying zu Portal&#8217;s Yang ist, unterm Strich aber trotzt seiner Masse an dutzenden Ideen, dutzenden Waffen, Grafiken und Story in Vergessenheit gerät, während Portal einzigartig und auf lange Zeit unvergessen bleibt. <a href="http://youtube.com/watch?v=RthZgszykLs" title="Portal Outro Song">&#8222;Still alive&#8220;</a></p>        <p>Feedback: <a href="https://www.coldheat.de/2007/11/portal-spielerische-reinheit#comments" title="1 Kommentar">1 Kommentar</a></p>
    </div>]]>
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    <title>Joost Beta &#8211; Fernsehen am Monitor</title>
    <link>https://www.coldheat.de/2007/04/joost-beta-fernsehen-am-monitor</link>
    <comments>https://www.coldheat.de/2007/04/joost-beta-fernsehen-am-monitor#comments</comments>
    <pubDate>Thu, 12 Apr 2007 08:54:46 +0000</pubDate>
    <dc:creator><![CDATA[Chris_]]></dc:creator>
    		<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
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    <description><![CDATA[Seit knapp 6 Wochen darf ich nun Joost in seiner Beta Version testen. Hier deshalb mal ein paar Worte dazu. Joost schickt sich an, auf den populär gewordenen Internet-Video-Zug aufzuspringen. Während deutsche Privat-Fenseh-Sender das Thema mit <a href="http://www.myvideo.de/online/page.php?l=1&#38;P=532" title="myVideo Show">Uralt-Formaten</a> auszunutzen versuchen, geht &#8230;]]></description>
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    <![CDATA[<div>


    <p>Seit knapp 6 Wochen darf ich nun Joost in seiner Beta Version testen. Hier deshalb mal ein paar Worte dazu. Joost schickt sich an, auf den populär gewordenen Internet-Video-Zug aufzuspringen. Während deutsche Privat-Fenseh-Sender das Thema mit <a href="http://www.myvideo.de/online/page.php?l=1&amp;P=532" title="myVideo Show">Uralt-Formaten</a> auszunutzen versuchen, geht <a href="https://www.joost.com/" title="Joost">Joost</a> den genauen Gegenweg und versucht primär klassische Fernseh-Inhalte über das Internet anzubieten. Keine verwackelten Videos mehr von Tritten in die Leistengegend, keine winselnden Emo-Kids vor abgedunkelten Wänden, sondern echte Fernsehformate. Die offizielle Beschreibung lautet wie folgt:</p>
<blockquote>
<p>Joost is a new way of watching TV on the internet, which uses new and established technologies to provide the best of both the internet and TV worlds. We&#8217;re in the process of making it as TV-like as we can, with programmes, channels and adverts. You can also see some things that we think will enhance the TV experience: searching for programmes and channels, for example, as well as social features like chat. There are many more new features to come!</p>
</blockquote>
<p><img decoding="async" class="smlimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/joost/joost-osd.jpg" alt="Joost Beta - Screenshot"/></p>
<p><a href="https://www.joost.com/" title="Joost">Joost</a> setzt dabei auf das Prinzip des Streaming-Videos. Während ein Video lädt, ist es schon zu betrachten. Ein Nebeneffekt davon ist die Verwendung qualitativ besseren Materials, als es der Durschschnittsnutzer so von YouTube und Co. gewohnt ist. Nachteil auf lange Sicht sind die sehr hohen Datendurchsatzraten die dadurch entstehen. Joost selbst spricht von 1GB für 10 Stunden Nutzung des Programms, definitiv weit mehr Daten als der durchschnittliche Internet-Nutzer durch seine Leitungen jagt. Mit Ausblick darauf, dass man die Videoqualität weiter verbessern möchte, wird sich die Datenrate sicherlich nicht reduzieren.</p>
<p><span id="more-293"></span></p>
<p class="side-caption">In dieser Art navigiert man zwischen den Inhalten. Was z.B. bei der Auswahl der eigentlichen Sendungen fehlt ist eine simple Datums-Angabe. Nicht bei allen Sendern erschließt sich die Reihenfolge der Inhalte so selbstverständlich wie auf diesem Screenshot.</p>
<p><img decoding="async" class="smlimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/joost/joost-content-menu.jpg" alt="Joost Beta - Content Navigation"/></p>
<p>Ich nutze <a href="https://www.joost.com/" title="Joost">Joost</a> mit einem üblichen Standard DSL 1000 Anschluss. Was auf den ersten Blick zu schwachbrüstig für Joost klingt, entpuppt sich doch als sehr brauchbar, zumindestens bis zum letzten Update der Beta. Pro Sendung/Film gibt es eine Wartezeit von 30 Sekunden bis maximal 2 Minuten. Anschließend fallen keine Pausen mehr auf. Ausnahme bilden die Werbespots. Oh das böse Wort Werbung. Ja Joost streut Werbung in sein Programm. Man darf sich auf einen 10-20 Sekunden Spots, pro 15 Minuten normaler Sendezeit freuen. Ein notwendiges Übel, schlimmer als keine Werbung, weit entfernt vom Werbe-Terror des deutschen TVs.</p>
<h3>Video-Qualität</h3>
<p>Joost ist kein weiterer überflüssiger YouTube-Clone, was man spätestens an der Qualität des Videomaterials erkennen wird. Um einen ungefähren Vergleich zu bekommen krame ich nochmal diesen <a href="http://www.dvlabs.com/" title="DV Labs">alten Link</a> hervor. In dieser Qualität sollte man sich Joost vorstellen.</p>
<p>Die Grundlage für Joost-Videos ist halt eine andere. Hier senden keine Privat-Leute Handy-Schnipsel ein, sondern Joost verlangt sogar weit höhere Bitraten beim Quellmaterial, als letztendlich gesendet werden. Das Ergebnis ist eine Qualität die dem normalen PAL-Video Format entspricht, zwar mit normalen Kompressions-Artefakten aber besser alles andere, was man momentan so an Internet-Videos vorgesetzt bekommt.</p>
<h3>User Interface</h3>
<p>Joost UI ist sehr Web 2.0-like, sprich große Fonts, alles schon bunt und abgerundet. Wer einmal Apple&#8217;s Frontrow in Aktion gesehen hat, wird hier Ähnlichkeiten entdecken. Für meinen Geschmack sind die Funktionen alle einen Hauch zu tief im Interface versteckt. Mehr als einmal hab ich mich beim Suchen der typischen Fenster-Klicks erwischt.</p>
<p><img decoding="async" class="lrgimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/joost/joost-osd-detail.jpg" alt="Joost Beta - Icons"/></p>
<p class="caption lrg">Main-Panel</p>
<p>Das Bild hier zeigt den Teil des UIs, der am meisten benutzt werden dürfte. Wir sehen hier keine Beschriftung sondern ein Chaos aus mittelmäßigen Icons. Wie man zwei völlig verschiedene Funktionen wie Stand-By und Fenstermaximierung direkt nebeneinander, mit solch generischen Icons anlegen kann, ist mir völlig rätselhaft. Da läuft das UI-Design noch mächtig schief.</p>
<p>Zwar mögen Icons immer schicker als öde Schrift aussehen, aber die Funktion von Schrift als Navigations-Element ist fast immer fehlerlos. Bis man sich an das Joost-UI gewöhnt hat, darf man munter über die Icons fahren und auf ein Pop-Up zur Erklärung der Funktion warten. Hier muss Joost noch besser werden und zum Beispiel, Icon stärker mit Farben variieren, als auf diese Duo-Ton-Gestaltung zu setzen.</p>
<h3>Inhalte und Features</h3>
<p>Neben den reinen Video-Inhalten bietet Joost aktuell sogar schon Ansätze von Altersbeschränkungen bzw. Kontrolle für bestimmte Inhalte. Ebenfalls darf man mit den üblichen Web-Features rechnen, die der Autor hier auch bei Joost komplett ignoriert. IM, Chat und User-Wertung waren vor 10 Jahren vielleicht noch interessant und frisch, nun sind sie eher nettes Beiwerk zum eigentlich Kern der Software.</p>
<p>Definitiv krankt Joost logischerweise noch an der Qualität und der Variation seiner Inhalte. Zwar erwarte ich keine AAA-Inhalte ala <em>Lost</em> oder <em>24</em>, aber etwas mehr als Poker-Spiele, Bodybuilding-Wettbewerbe, diverse Dokus, Videomagazine und andere Nischen dürften es schon sein. Ich schau ja nun schon jeden Dreck, aber bei Joost werden sogar meine Grenzen erreicht. Empfehlenswert sind zur Zeit der Doku-Channel und der Indie-Channel, der durchaus sehenswerte Indie-Filme zeigt, welche es locker mit jeder deutschen TV-Produktion aufnehmen können.</p>
<p>Der Massengeschmack wird zur Zeit jedenfalls noch nicht bedient, aber das braucht Joost für mich auch nicht&#8230;</p>
<p class="side-caption">Zu vielen Inhalten gibt es die Option zusätzliche Informationen einzublenden. Idee gut, Ausführung schlecht. &#8222;Randinformationen&#8220; nimmt man hier wortwörtlich und quetscht diese an den Rand des Fensters.</p>
<p><img decoding="async" class="smlimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/joost/joost-osinfo.jpg" alt="Joost Beta - Zusatz-Informationen"/></p>
<h3>Online-Video allgemein</h3>
<p>Das Thema Internet-Fernsehen ist für mich deshalb so spannend, einfach weil ich eben den üblichen TV-Inhalten absolut nichts abgewinnen kann. Mein Geschmack wird im <a href="https://www.coldheat.de/archiv/2006/10/deutsche-tvlandschaft-2006.php">deutschen TV</a> nicht bedient. International bietet sich hier schon eine viel größere Auswahl, ich scheue keine englischsprachigen oder untertitelten Inhalte. Sofern man dazu bereit ist, öffnen sich einem Räume, die deutsche TV-Produzenten in 10 Jahren nicht betreten werden.</p>
<p>Und genau hier wird sich das Internet-Fernsehen auch platzieren müssen. Man kann hier nicht mit verstümmelten Inhalten kommen, sondern nur mit solchen, die im klassischen TV keine Chance auf ein Sendefenster haben. YouTube&#8217;s Erfolg basiert doch nicht auf verpixelten Daily Show&#8217;s, sondern auf verpixelten Tritten in die Leistengegend der Amateur-Darsteller, etwas was das Zuschauer-Auge im TV nicht sehen kann.</p>
<p class="side-caption">Einfache Spielerein wie RSS-Feeds lassen sich bereits dank Widgets in Joost darstellen.</p>
<p><img decoding="async" class="smlimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/joost/joost-feed-widget.jpg" alt="Joost Beta - RSS Widget"/></p>
<p>Zusätzlich zum reinen Inhalt, kommt das unschlagbare Argument der komfortablen Nutzung. Ich kann mich 5 Minuten hinsetzen und das sehen was ich möchte. Ich bin nicht gezwungen einen Termin einzuhalten. Ich kann das traditionelle Fernsehen nicht pausieren, Joost erlaubt es. Diese Vorteile muss ipTV ausspielen, in der Qualität wird man den Kampf um die Masse gegen das klassische TV nicht gewinnen. Mich kann man mit Dokumentation über Stuntmen in asiatischen Kung-Fu-Filmen unterhalten, den Zuschauer von Quoten-Rennern wie &#8222;Deutschland sucht die nächste Medien-Hure&#8220; nicht.</p>
<p>Jeder der glaubt bald HD-Inhalte mit Zusatz-Infos über seine DSL-Leitung ins Haus zu bekommen, sollte allerdings realisieren, dass die Infrastruktur lange nicht ausreicht um solche Datenraten für jeden Haushalt zu realisieren. Bei 1GB für 10 Stunden Video pro Haushalt, kolabiert selbst das antik-moderne Netz der deutschen Telekom. Der Traum von HD-TV über das Internet wird noch eine Weile ein Traum bleiben.</p>
<p>Was ich mir langfristig von der Verschmelzung von TV und Internet erwarte, sind keine sinnfreien Zusatzinfos oder ähnliches, sondern einfach der Zwang auf klassische Sendeanstalten andere Bezahlmodelle anzubieten, auch mit Nachdruck von Torrents und Co. Es ist irre, was TV-Sender vom Zuschauer verlangen. Für den Bruchteil der Inhalte, die mir im deutschen TV gefallen, möchte ich nicht in Werbung ersticken oder Musikantenstadl mitfanzieren. Ich möchte meine wenigen Sendungen/Serien dann sehen wenn ich es möchte und bin dafür auch mehr als bereit zu zahlen. Ich sehne den Tag herbei, dass iTunes auch hier in Deutschland TV-Inhalte anbietet, wodurch man den Luxus von On-Demand genießen kann, ohne in die rechtliche Grauzone BitTorrent gezwungen zu werden.</p>
<h3>Beta 0.9.2 und Fazit</h3>
<p>Seit Anfang April gibt es eine neue Beta-Version, die ein paar Veränderungen im UI und in Inhalten mit sich bringt. Nebeneffekt zumindestens bei mir sind seitdem längere Wartezeiten beim Streaming. Das kann entweder ein einer gestiegenen Video-Rate liegen oder einfach auch an der immer größer werdenden Menge der Beta-Tester. Man merkt deutlich, dass Joost die Beta-Phase gut nutzt, um sinnvoll sowohl Inhalte, Funktionen und auch Performance zu skalieren versucht.</p>
<p class="side-caption">Integriert sind auch ganz klassische Web-Features wie IM, Chats oder User-Bewertung.</p>
<p><img decoding="async" class="smlimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/joost/joost-widgets-menu.jpg" alt="Joost Beta - Social Network Features"/></p>
<p>Ich kann schwer einschätzen ob Joost ein kommerzieller Erfolg sein wird. Es ist der Versuch das klassische werbefinanzierte TV-Modell auf das Internet zu übertragen. Fakt ist ich werde Joost sicherlich regelmäßig nutzen, so wie ich auch Podcasts höre und sehe. Der Unterschied ist, Joost braucht viele Nutzer, mehr als irgendeine kleine Podcast-Plattform, um finanziell bestehen zu können. Joost ist eine durchaus funktiorende Plattform für gehobenere Inhalte, als man dies von 99% aller Podcasts und YouTubes gewöhnt ist.</p>
<p>Joost lebt allerdings auch davon, dass seine Partner mitspielen und munter Inhalte liefern, die die Nutzer sehen wollen. Hier wird das größte Problem der Plattform liegen, eben mit den Brocken die man hingeworfen bekommt, Nutzer bei der Stange zu halten. Allerdings bin ich zuversichtlich, dass Joost für alteingessene Sendeanstalten eher die Wahl ist, als Youtube. Inhalte können hier angemessen an den Nutzer übermittelt werden, inklusive einer besseren Kontrolle darüber.</p>
<p>Ich hoffe sehr das Joost sich einen Namen machen kann. Die Software funktioniert und macht einfach mehr Sinn als die x-te YouTube-Kopie. Auch wenn die Beta noch viele Macken zu beheben hat, es macht Spaß Joost zu nutzen und das ist in meinen Augen immer ein gutes Indiz für eine gelungene Software. Daumen hoch.</p>        <p>Feedback: <a href="https://www.coldheat.de/2007/04/joost-beta-fernsehen-am-monitor#comments" title="6 Kommentare">6 Kommentare</a></p>
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    <title>Taxi Driver</title>
    <link>https://www.coldheat.de/2006/11/taxi-driver-review</link>
    <comments>https://www.coldheat.de/2006/11/taxi-driver-review#comments</comments>
    <pubDate>Wed, 15 Nov 2006 10:14:07 +0000</pubDate>
    <dc:creator><![CDATA[Chris_]]></dc:creator>
    		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Scorsese]]></category>
		<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Robert De Niro]]></category>
		<category><![CDATA[Taxi Driver]]></category>

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    <description><![CDATA[<b>"Are you talkin' to me? Are <em>you</em> talking to me?"</b>]]></description>
        <content:encoded>
    <![CDATA[<div>


    <p><a href="http://imdb.com/title/tt0075314/" title="Taxi Driver">Taxi Driver</a> erzählt die Geschichte von Travis Bickle (<a href="http://imdb.com/name/nm0000134/" title="Robert De Niro">Robert De Niro</a>). Frisch aus der Armee entlassen quälen ihn Schlafstörungen. Die Nächte verbringt Travis als Taxifahrer im New York der 70er Jahre, die Vormittage dagegen in Pornokinos. Schon nach den ersten Szenen wird klar, dass Travis nicht der durchschnittliche Taxifahrer sein kann.</p>
<p><img decoding="async" class="smlimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/cinema/taxi-driver/1.jpg" alt="Taxi Driver Screen"/></p>
<h4 class="inline-head-right">&#8222;She appeared like an angel out of this open sewer. Out of this filthy mass. She is alone: They can not touch her.&#8220;</h4>
<p>Im Laufe des Film trifft er auf Betsy (<a href="http://imdb.com/name/nm0001732/" title="Cybill Shepherd">Cybill Shepherd</a>), einer Wahlhelferin des stattfindenen Wahlkampfes zum Bürgermeister. Die Einführung des Betsy Charakters ist eine der wundervollsten, die ich kenne. Travis fühlt sich von Betsy angezogen, schafft es aber nicht eine normale Beziehung aufzubauen. Die <em>Niederlage</em> bei Betsy wirft Travis in ein Loch, aus dem er für den Rest des Films wieder entkommen muss. Er trifft auf Iris (<a href="http://imdb.com/name/nm0000149/" title="Jodie Foster">Jodie Foster</a>) eine minderjährige Prostituierte. Er nimmt sich ihrem Schicksal an und befreit sie aus der Gewalt ihres Zuhälters, dargestellt durch <a href="http://imdb.com/name/nm0000172/" title="Harvey Keitel">Harvey Keitel</a>. Er verschafft Iris das bessere Leben, was er sich selbst nicht zu schaffen weiß.</p>
<p><span id="more-257"></span></p>
<p class="side-caption">&#8222;I realize now how much she is like the others, so cold and distant. Many people are like that. They&#8217;re like a union.&#8220;</p>
<p><img decoding="async" class="smlimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/cinema/taxi-driver/4.jpg" alt="Taxi Driver Screen"/></p>
<h4 class="inline-head-right">&#8222;Loneliness has followed me all my life. The life of loneliness pursues me wherever I go: in bars, cars, coffee shops, theaters, stores, sidewalks. There is no escape.&#8220;</h4>
<p>Kern des Films ist die Travis Figur. Ein Charakter der von seiner Einsamkeit gequält wird und dessen Umgebung ihm den mentalen Todesstoß versetzt. In der hektischen Großstadt New York, sieht Travis als Taxi Fahrer den schlimmsten Abschaum und die tiefsten Abgründe des Gorßstadtlebens. Der Ruhepol den diese Figur bräuchte, um all die schlechten Eindrücke zu bewältigen fehlt und so ist Travis nicht zu helfen. Er übertritt die Grenze des normalen einsamen Depressiven und wird so ironischerweise kurzzeitig zum Helden. Taxi Driver ist eigentlich eine ganz klassiche Heldengeschichte, nur dass unser Held eben völlig aus sich allein gestellt klar kommen muss und keine Belohnung erhält.</p>
<p>Die Betsy-Geschichte ist ein kleiner Aufstieg des Charakters. Der anschließende selbstverusachte Fall zeigt, wie disfunktional die Figur ist und genau das ist die Ausgangssituation, für den anschließenden Iris-Teil der Geschichte. Als Betsy am Ende des Films in Travis&#8216; Taxi sitzt und Travis nun als heldenhaften Kerl aus den Medien kennt, zaubert dies ein Lächeln auf beide Gesichter. Der Film endet anschließend mit einem ruckhaften Blick von Travis in den Rückspiegel und lässt dem Zuschauer offen, ein endgültiges Urteil über Travis zu fällen. Held oder Psycho?</p>
<p><img decoding="async" class="lrgimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/cinema/taxi-driver/3.jpg" alt="Taxi Driver Screen"/></p>
<p class="caption lrg">New York der 70er</p>
<p>In Taxi Driver sehen wir das vielleicht beste filmische Bild von Einsamkeit. Travis ist auch dann allein, wenn er Leute um sich hat. Die besten Szenen des Films sind dann auch die dialogfreien Szenen in denen sich Travis immer stärker isoliert.</p>
<p>Als ich den Film nach langer Zeit mal wieder für die Bilder des Eintrag durchgesehen habe, fielen mir Szenen auf, die vollkommen in Vergessenheit geraten, aber für die Entwicklung des Charakters ungemein wichtig sind. Bei AICN gab es vor einiger Zeit mal ein Beitrag zum Thema <em>die amerikanischsten Filme</em>. Taxi Driver wurde mehr als einmal genannt und auch ich sehe dies so. Zwar ist die Geschichte des Films absolut universal &#8211; im deutschen TV gab es neulich eine deutsche Variante namens <em>Schussangst</em> &#8211; aber die kleinen feinen Details schreien einem die amerikanische Kultur entgegen: sei es der stets präsente Rassismus des Charakters oder der auffällig Fokus auf den Umgang mit Waffen. Taxi Driver ist auch ein Stück amerikanische Filmgeschichte.</p>
<h3>Optik</h3>
<p>Optisch ist der Film auch heute noch zeitgemäß, sofern man dem Look dieser alten Schinken nicht völlig abgetan ist. Der Irokesen-Schnitt samt Sonnebrille und breitem Grinsen ist Synonym für eine Lebenseinstellung geworden. Taxi Driver ist kein neumodischer MTV-like Schnittmarathon. Dieser Film ist <em>langsam</em> in jeder Beziehung und im besten Sinne des Wortes. De Niro funktioniert auch so gut, da er als Person optisch unauffällig ist.</p>
<p><img decoding="async" class="smlimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/cinema/taxi-driver/8.jpg" alt="Taxi Driver Screen"/></p>
<p>Die visuell anspruchsvollste Szene des Films zeigt ein Telefonat von Travis mit Betsy. Zu diesem Zeitpunkt hat Travis seine Chance bei Betsy vertan und der Zuschauer weiß, dass Travis&#8216; Anruf aussichtlos ist. Die Kamera zeigt zu Beginn der Szene auf Travis, um dann im Verlauf des Telefonats wegzudrehen, um dem Zuschauer die Emotionen der Figur zu ersparen. Getreu dem Motto: dieser Kerl ist schon am Boden, da muss man nicht mehr weiter drauf einschlagen. Definitiv eine der besten Szenen alle Scorcese-Filme.</p>
<p>Visuell ganz schlecht gealtert ist die einzige Action-Szene des Films. Als Travis Iris befreien möchte und dabei mehr als eine Person verletzt, kommen ein paar wirklich schlecht gemachte Splatter-/Gore-FX zum Einsatz. Vieles davon sieht heute eher lustig aus, als erschreckend aus.</p>
<p class="side-caption">Die einzige Figur im Film die einem Freund des Hauptcharakters nahe kommt ist dieser nette her, im Film Wizard genannt und dargestellt von <a href="http://imdb.com/name/nm0001967/" title="Peter Boyle">Peter Boyle.</a>.</p>
<p><img decoding="async" class="smlimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/cinema/taxi-driver/6.jpg" alt="Taxi Driver Screen"/></p>
<h3>Darsteller</h3>
<p>Die schauspielerischen Leistungen sind makellos. De Niro&#8217;s Travis ist zu einer Ikone der Filmgeschichte geworden und jeder noch so schlechte Laiendarsteller wird den Spiegelmonolog dieses Films auswendig kennen: &#8222;Are you talkin? to me? Are you talking to me? Now who the fuck do you think you&#8217;re talkin? to?&#8220; Dieser Monolog steht nicht im Skript, sondern ist improvisiert. Ja, so gut war De Niro mal.</p>
<h4 class="inline-head-right">&#8222;Sometimes it gets so I just don&#8217;t know what I&#8217;m gonna do. I get some real crazy ideas, you know? Just go out and do somethin.&#8220;</h4>
<p>Er reißt hier jede Szene an sich, einzig die späten Dialoge mit Jodie Foster&#8217;s Iris Charakter nehmen ihm etwas Wind aus den Segeln. Schon in so jungen Jahren ist Foster&#8217;s Darstellung absolut überzeugend. Taxi Driver ist einer dieser Filme, die man mit dem englischen Originalton hören muss, die echten Stimmen tragen viel zu den Charakteren bei.</p>
<p class="side-caption">Eine verdammt junge <a href="http://imdb.com/name/nm0000149/" title="Jodie Foster">Jodie Foster</a>.</p>
<p><img decoding="async" class="smlimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/cinema/taxi-driver/7.jpg" alt="Taxi Driver Screen"/></p>
<h3>Taxi Club</h3>
<p>Taxi Driver ist sicherlich eine vieler Vorlagen von <a href="http://imdb.com/title/tt0137523/" title="Fight Club">Fight Club</a>. Ich erwähne <em>Fight Club</em>, weil es eine ähnliche Grundthematik besitzt und auch als Film wunderbar funktioniert, obwohl das Buch als unverfilmbar galt. Beide Filme zentrieren eine ähnliche Figur &#8211; Travis ist leider nicht verrückt genug um sich seinen <em>Tyler Durden</em> zu erschaffen &#8211; die weder Held noch Bösewicht ist und die als sehr guter Off-Sprecher funktioniert. Beide Figuren haben quasi keine Hintergrundgeschichte.</p>
<p>Wo <em>Fight Club</em> allerdings am Ende das übliche Hollywood-Happy-End bekommen hat, ist Taxi Driver deutlich düsterer. Wem Taxi Driver gefällt, der wird also auch seine Freude an <a href="http://imdb.com/title/tt0137523/" title="Fight Club">Fight Club</a> oder <a href="http://imdb.com/title/tt0361862/" title="The Machinist">The Machinist</a> haben. Letzterer allerdings geht einen Tick mehr Richtung Surealismus, ist aber dennoch in einem Atemzug mit den zwei Klassikern zu nennen.</p>
<p>Taxi Driver wird auch die nächsten 30 Jahre nichts von seiner Qualität einbüßen, da wir hier eine der besten Figuren und eine der besten Darstellungen miteinander verknüpft sehen. Die <em>wirkliche</em> Welt ist voller Travis Bickle, nur die wenigstens vollziehen den letzten Schritt zur wahren Kopie dieser Filmfigur.</p>
<p><img decoding="async" class="lrgimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/cinema/taxi-driver/9.jpg" alt="Taxi Driver Screen"/></p>
<p>Travis umhüllt bis heute ein Kult. Es gibt sogar schon Kleidungsstücke &#8211; genauer gesagt die Jacke der Figur &#8211; die den Modellnamen <em>Taxi Driver</em> tragen. Es gibt unzählige illustre Künstlergestalten, deren Namen oder Geschichte auf diesen Film zurückgeht.</p>
<p>Es ist eine Schande, dass in der heutigen Zeit Filme solchen Formats keine Chance mehr haben. Der moderne Film steckt voller A-Plots, B-Plots und C-Plots, alle mit dutzenden Charakteren, die alle eindimensional daher kommen und denen keine Chance gegeben wird, sich zu entwickeln. Taxi Driver ist ein lange ausgestorbener Dinosaurier von einem Film, ein mehr als 90 Minuten langer unterhaltsamer <em>Monolog</em>.</p>        <p>Feedback: <a href="https://www.coldheat.de/2006/11/taxi-driver-review#comments" title="4 Kommentare">4 Kommentare</a></p>
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    <title>Mikroformat hreview</title>
    <link>https://www.coldheat.de/2006/08/mikroformat-hreview</link>
    <comments>https://www.coldheat.de/2006/08/mikroformat-hreview#respond</comments>
    <pubDate>Tue, 15 Aug 2006 13:36:42 +0000</pubDate>
    <dc:creator><![CDATA[Chris_]]></dc:creator>
    		<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Web Design]]></category>
		<category><![CDATA[CSS]]></category>
		<category><![CDATA[Microformat]]></category>
		<category><![CDATA[Review]]></category>

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    <description><![CDATA[Um auf den rollenden Schnellzug der Mikroformate aufzuspringen, habe ich ein <a href="https://www.coldheat.de/archiv/2006/08/geekcinema-alien-review.php" title="Alien Review">einige</a> <a href="https://www.coldheat.de/archiv/2006/08/geekcinema-besser-gehts-nicht.php" title="Besser gehts nicht">Einträge</a> nachträglich ein paar schicke neue Zeilen Quellcode hinzugefügt. Noch hat das Ganze den Charakter eines Experiments. Die Implementierung dauert keine Ewigkeit, die Technologie hat einen gewissen Reiz &#8230;]]></description>
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    <![CDATA[<div>


    <p>Um auf den rollenden Schnellzug der Mikroformate aufzuspringen, habe ich ein <a href="https://www.coldheat.de/archiv/2006/08/geekcinema-alien-review.php" title="Alien Review">einige</a> <a href="https://www.coldheat.de/archiv/2006/08/geekcinema-besser-gehts-nicht.php" title="Besser gehts nicht">Einträge</a> nachträglich ein paar schicke neue Zeilen Quellcode hinzugefügt. Noch hat das Ganze den Charakter eines Experiments. Die Implementierung dauert keine Ewigkeit, die Technologie hat einen gewissen Reiz und da mit der Zeit einiges an Inhalten zusammenkommt, lohnt es sich auch über diesen Weg Ordnung hinein zu bringen. Das offensichtlich passende Format für diese Seiten scheint <a href="http://microformats.org/wiki/hreview" title="hreview">hreview</a> zu sein.</p>
<p>Meine Anwendung und Verständnis dieser Technologie beschränk sich noch rein auf die Verwendung als Meta-Daten, für die jeweiligen Einträge. Um Mikroformate direkt in den <em>Workflow</em> einzubinden, reicht MT lange nicht mehr aus. Zwar scheint es das eine oder andere Plugin zu geben, aber ich möchte mich nicht noch weiter durch Plugins und Hacks an diese Plattform binden. Schließlich sollen noch Wünsche offen bleiben, um irgendwann mal auf ein besseres System zu wechseln. So wie die Seite momentan aufgebaut ist, macht es wenig Sinn bzw. wäre es nur sehr umständlich möglich, Mikroformate als festen Bestandteil zu integrieren.</p>
<p>Auch hier gibt es nicht wirklich ein fest definiertes Format, was es gibt sind fest zugeordnete CSS-Klassen, die Inhalte auszeichnen. Nachdem ich mir einige hreview-Formate angesehen habe, bin ich bei meiner Version gelandet. Die ist nun auch nicht <em>die</em> allumfassende Lösung, aber ein recht logischer und verständlicher Aufbau, der Struktur.</p>
<pre class="wide">1. &lt;div class="hreview"&gt;
2.  &lt;abbr class="dtreviewed" title="20060814T2117"&gt;Aug 14, 2006&lt;/abbr&gt;
3.
4.  &lt;span class="reviewer vcard"&gt;
5.      &lt;span class="fn"&gt;Christian Mücke&lt;/span&gt;
6.      &lt;a class="url fn" href="http://coldheat.de/"&gt;Christian Mücke&lt;/a&gt;
7.  &lt;/span&gt;
8.
9.  &lt;div class="item"&gt;
10.     &lt;a lang="en" class="url fn" href="http://..."&gt;As good as it gets (&lt;span lang="de"&gt;Besser geht's nicht&lt;/span&gt;)&lt;/a&gt;
11.     &lt;img alt="photo of 'As good as it gets'" src="http://..." class="photo" /&gt;
12.     &lt;span class="type"&gt;movie&lt;/span&gt;
13.     &lt;a class="item url fn" href="http://..."&gt;As good as it gets (&lt;span lang="de"&gt;Besser geht's nicht&lt;/span&gt;)&lt;/a&gt;
14. &lt;/div&gt;
15.
16. &lt;div&gt;Wertung: &lt;span class="rating"&gt;5&lt;/span&gt; von 5&lt;/div&gt;
17. &lt;div class="description"&gt;...&lt;/div&gt;
18. &lt;/div&gt;
</pre>
<p><span id="more-226"></span></p>
<h3>kurze Erklärung zum Code</h3>
<p><strong>1.</strong> &#8211; hreview markiert, dass es sich um ein Mikroformat handel, genauer gesagt eben um das hreview Format</p>
<p><strong>2.</strong> &#8211; Marker für das Datum des Formats. Wann wurde das Review geschrieben. Diese Zeile verlangt eine ISO-Codierung des Datums im Title. Die einfachste Lösung dafür bietet der <a href="http://microformats.org/code/hreview/creator" title="hreview Creator">hreview Creator</a>.</p>
<p><strong>4.</strong> &#8211; Hier geht ein Format im Format auf, welches mehr Informationen zum Verfasser des Reviews enthält &#8211; eine Art Visitenkarte.</p>
<p><strong>5.</strong> &#8211; Name des Schreiberlings</p>
<p><strong>6.</strong> &#8211; Website des Schreiberlings</p>
<p><strong>9.</strong> &#8211; Hier geht der Teil auf, der den Inhalt des Reviews beschreibt. Was wird hier <em>reviewed</em>?</p>
<p><strong>10.</strong> &#8211; Titel des Review-Items (Orginial samt deutschem Titel) und Referenz-Link, bei mir IMDB-Links der jeweiligen Filmtitel.</p>
<p><strong>11.</strong> &#8211; Bild des Produkts, bei mir Thumbnail-Bild des Filmposters</p>
<p><strong>12.</strong> &#8211; Welche Art Produkt wird in diesem Review bewertet? Musik? Buch? Film?</p>
<p><strong>13.</strong> &#8211; Link zum Review</p>
<p><strong>14.</strong> &#8211; Datencontainer für das Review-Item wird hier geschlossen</p>
<p><strong>16.</strong> &#8211; Wertung des Reviews in einer Skala von 1 bis 5</p>
<p><strong>17.</strong> &#8211; der eigentliche Text des Reviews</p>
<p>Statt einen gesamten Eintrag ins Description-Tag des Formats zu packen, stehen bei mir dort nur die ganz relevanten Sätze des Reviews. All diese Informationen sind noch schön getrennt vom eigentlichen Text plaziert und ausgeblendet. Noch fehlt mir eine gute Lösung Beides miteinander zu verbinden, zumal ich noch ein paar zusätzlich Daten für die Reviews plane einzusetzen.</p>
<p>Die bis jetzt sinnvollste Lösung sehe ich darin, dieses Mikroformat dort auf der Seite zu plazieren, wo sowieso der Text des Description-Tag steht und anschließend alles außer diesem Tag mit Hilfe von CSS auszublenden. Darauf wird es wohl hinauslaufen. Es wird sich nicht lohnen, dieses Format komplett in die Templates einzuarbeiten, dafür schreibe ich zu wenig Reviews und zuviel Anderes. Die Möglichkeit der Nutzung komplett zu ignorieren halte ich allerdings auch für falsch. Dies mag dann keine Musterlösung sein, aber es bleibt eine sinnvolle Anwendung.</p>
<p>Ich wollte nur zeigen, wie einfach solche Formate am Ende doch strukturiert sind. Wozu nun der Ganze Aufwand um plötzlich folgendes Bild im Browserfenster zu haben und um mit einer <em>hippen</em> neue Technologie prahlen zu können.</p>
<p class="side-caption">Bei installierter <a href="http://blog.codeeg.com/tails-firefox-extension/" title="Firefox Tails Extension">Tails-Extension</a>, signalisiert dieses <img decoding="async" width="18" height="18" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/tails-mf-icon.png" alt="Tails Extension Icon"> Icon die Existenz von Mikroformaten. Viel mehr kann der normale Nutzer noch nicht mit diesen Formaten anfangen.</p>
<p><img decoding="async" class="smlimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/tails-hreview-mf.png" alt="Tails Extension Screenshot"></p>
<p>Im Gegensatz zum Verschlagwortungswahn (<em>Tagging</em>) sehe ich in diesen Formaten wirklich einen Sinn. Google und andere Suchmaschinen mögen eine reine Textsuche problemlos beherrschen. Wenn ein Text das Wort bzw. Schlagwort <em>Design</em> enthält, wir Google dies als Ergebnis zeigen, aber Maschinen können nicht analysieren, welche Wortsammlungen dem Sinn eines Reviews entsprechen.</p>        <p>Feedback: <a href="https://www.coldheat.de/2006/08/mikroformat-hreview#respond" title="0 Kommentare">0 Kommentare</a></p>
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    <title>Besser geht&#8217;s nicht</title>
    <link>https://www.coldheat.de/2006/08/besser-gehts-nicht</link>
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    <pubDate>Mon, 14 Aug 2006 20:17:12 +0000</pubDate>
    <dc:creator><![CDATA[Chris_]]></dc:creator>
    		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Jack Nicholson]]></category>
		<category><![CDATA[James L. Brooks]]></category>
		<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Simpsons]]></category>

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    <description><![CDATA[Nachdem im <a href="https://www.coldheat.de/archiv/2006/08/geekcinema-alien-review.php" title="Geek Cinema – Alien Review">ersten Teil</a> eine Stilorgie glorifiziert wurde, brauche ich für den zweiten Teil etwas mehr Substanz. Diese Seite zeichnet nicht gerade das angenehmste Bild des Autors. Die wenigen Texte, die sich mal nicht mit MMORPG-Formeln beschäftigen, handeln von blutigen &#8230;]]></description>
        <content:encoded>
    <![CDATA[<div>

    <img src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/entry-thumbs/480/agaig.jpg" 
         class="entrythumb" 
         alt="Besser geht&#8217;s nicht" />

    <p>Nachdem im <a href="https://www.coldheat.de/archiv/2006/08/geekcinema-alien-review.php" title="Geek Cinema – Alien Review">ersten Teil</a> eine Stilorgie glorifiziert wurde, brauche ich für den zweiten Teil etwas mehr Substanz. Diese Seite zeichnet nicht gerade das angenehmste Bild des Autors. Die wenigen Texte, die sich mal nicht mit MMORPG-Formeln beschäftigen, handeln von blutigen indizierten Filmstreifen und so Zeugs. Welches kranke Hirn sieht sich so was freiwillig zur Unterhaltung an?! Also werde ich diesmal keinen Splatter-Streifen textlich umwerben, sondern etwas völlig anderes.</p>
<p>Meinen Filmgeschmack würde ich als ziemlich breit angelegt bezeichnen. Vom typischen Nerd-Streifen über Mainstream-Erfolge, bis hin zu alten Schinken und historischen Pflichtstreifen weiß ich alles irgendwie zu schätzen. Die DVD-Sammlung wird dennoch beherrscht von B-Movie-Klassikern, SFX-Orgien und halt den kleinen Juwelen, wie sie dieser Eintrag behandelt.</p>
<p>Jeder kennt diese Situation. Man zappt im TV umher, sieht plötzlich etwas Interessantes, gibt diesem eine Chance, weil sowieso nichts anderes läuft, und sieht plötzlich einen der besten Filme überhaupt. Beim Zappen zwischen den Auswüchsen deutscher TV-Kultur sprang vor ein paar Jahren mal <em><a href="http://imdb.com/title/tt0119822/" title="IMDB.com – As good as it gets">Besser geht&#8217;s nicht</a></em>. auf den TV-Schirm. Zwei Stunden später hatte ich einen neuen Film auf meiner Liste der besten Filme aller Zeiten.</p>
<p><img decoding="async" class="smlimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/cinema/as-good-as-it-gets/restaurant.jpg" alt="As good as it gets - Restaurant"></p>
<p>Ein Genre zu definieren, ist schwer. Im weitesten Sinne ist dieser Film eine romantische Komödie, oder wie es mittlerweile so neudeutsch heißt: RomCom. Nun gut, diesem Film diese Bezeichnung zu geben, grenzt an Majestätsbeleidigung, finden wir hier doch eine erwachsene Version dieses Genres, welches sonst primär eine weibliche Zielgruppe zwischen 14 und 40 bedienen soll.</p>
<p>Was sich nun so lahm anhört, wurde mitgeschrieben, produziert und Regie geführt von <a href="http://imdb.com/name/nm0000985/" title="IMDB – James L. Brooks">James L. Brooks</a>. Ich bin mir sicher, dass die Mehrheit meiner Leser diesen Namen schon mal gelesen hat. Nur wo? Am frühesten sicher auf dem TV-Schirm, Anfang der 90er, in einer Vorabendserie des ZDF: <em>die Simpsons</em>. Brooks ist und war einer der führenden Köpfe bei den <em>Simpsons</em>. Das Wundervolle an Brooks ist ein erkennbarer Stil. Egal, was man von dem Kerl schaut, es hat etwas von den <em>Simpsons</em>.</p>
<p><img decoding="async" class="smlimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/cinema/as-good-as-it-gets/wet-dialog.jpg" alt="As good as it gets - Never ever"></p>
<h3>Besser geht es wirklich nicht.</h3>
<p>Man stelle sich vor, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Moe_Szyslak" title="Wikipedia – Moe Szyslak">Moe Szyslak</a> bekäme einen eigenen Kinofilm, er würde gespielt werden von Jack Nicholson. Heraus käme genau so etwas wie <em><a href="http://imdb.com/title/tt0119822/" title="IMDB.com – As good as it gets">Besser geht&#8217;s nicht</a></em>. Dieser Film ist so ziemlich so, wie eine Real-Life-Film-Version der Simpsons aussehen könnte, stilistisch gesehen.</p>
<h4 class="inline-head-right">&#8222;I don&#8217;t care what you did for me. I don&#8217;t think I want to know you anymore &#8212; all you do is make me feel badly about myself.&#8220;</h4>
<p>Dies ist kein <em>einfacher</em> Film, er besitzt einen gewissen Anspruch. Der Humor springt hier nie direkt ins Gesicht des Zuschauers. So gibt es auch viele grenzwertige Zwischentöne, aber halt alles stilistisch sinnvoll verpackt. Auch die Bemerkungen des Hauptcharakters zu den jüdischen Gästen des Restaurants, die seinen Platz besetzen, kommen nicht, um diese explizit herauszuheben, sondern einzig und allein, um den Charakter Melvin aufzubauen. Es gelingt perfekt.</p>
<p>Dies ist eine der Stärken des Films: Selten schafft man es, einen so komplizierten Charakter so schnell und effizient vor den Augen der Zuschauer zu zeichnen. <em>Melvin</em> ist ein Arschloch, das im Laufe des Films das Herz des Zuschauers und seiner Angebeteten <em>Carol</em> erobern soll. Das ist der simple Kern der Handlung. Alles schon mal endlos oft erzählt worden, nur halt nicht in dieser Form, mit diesen Charakteren und mit dieser darstellerischen Brillanz.</p>
<p><img decoding="async" class="smlimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/cinema/as-good-as-it-gets/melvin.jpg" alt="As good as it gets - Melvin"></p>
<h4 class="inline-head-right pull-right">&#8222;That&#8217;s not true. Some of us have great stories … pretty stories that take place at lakes with boats and friends and noodle salad. Just not anybody in this car. But lots of people &#8212; that&#8217;s their story &#8212; good times and noodle salad … and that&#8217;s what makes it hard. Not that you had it bad, but being that pissed that so many had it good.&#8220;</h4>
<p><em>Besser geht&#8217;s nicht</em> ist ein reiner Darsteller-Film. Ohne die zu Recht Oscar-prämierte Leistung beider Hauptdarsteller würde dieser Film nicht funktionieren. Das <a href="http://sfy.ru/sfy.html?script=as_good_as_it_gets" title="Screenplay: As good as it gets">Skript</a> ist sehr gut, aber es trägt sich nicht von allein. Es gibt keine aufwendigen Kulissen, keine Action und keine CGI-Effekte, hinter denen sich Löcher im Skript oder Tiefen in der Darstellung verstecken könnten. Was auch dazu führt, dass man die Darsteller mögen muss, oder der Film funktioniert nicht. Eigentlich gilt es nur, <a href="http://imdb.com/name/nm0000166/" title="IMDB – Helen Hunt">Helen Hunt</a> als Carol ins Herz zu schließen, denn <a href="http://imdb.com/name/nm0000197/" title="IMDB – Jack Nicholson">Nicholson&#8217;s</a> Melvin darf man ruhig ablehnen, der Charakter verlangt dies sogar. Die Szenen im Restaurant sind die Glanzstücke des Films. Die Charaktere werden in diesen wenigen und kurzen Szenen besser definiert als irgendwo anders im Film.</p>
<p><img decoding="async" class="smlimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/cinema/as-good-as-it-gets/carol.jpg" alt="As good as it gets - Carol"></p>
<p>Ich komme jedoch nicht umhin, zu schreiben, dass dies im Kern eine <em>Liebesschnulze</em> bleibt. Es bleibt jedoch auch ein Film mit erstklassigen Darstellungen grandioser Charaktere, messerscharfen Dialogen und wundervollen Szenen. Der Film wechselt seine Temperatur, von warm nach kalt und wieder zurück, im Minutentakt. <em>Melvin</em> bringt in der einen Sekunde wunderschöne Zeilen auf die Leinwand, um Sekunden später wieder extrem Verletzendes von sich zu geben. Genau diese Wechsel machen den Film aus. Bis zum Ende hält der Zweifel, in welche Schublade dieser Charakter gepackt werden soll. Es ist ein Film mit Herz, fürs Herz. Es gibt eine Art Happy End und alle Charaktere sind am Ende ihrer Reise halbwegs dort angekommen, wo der Zuschauer sie sich gewünscht hat.</p>
<h3>Erfolg</h3>
<h4 class="inline-head-right">„I don&#8217;t know whether you&#8217;re being cute or crazy now.“ </h4>
<p>Dieser Film wurde überschüttet mit Preisen und Auszeichnungen, dennoch blieb ein großer kommerzieller Erfolg aus. Wer einmal den Film und dann zum Vergleich die Trailer gesehen hat, den wird dies nicht verwundern. Die Trailer zeichnen ein Bild, das wenig mit dem eigentlichen Film zu tun hat.</p>
<p><img decoding="async" class="lrgimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/cinema/as-good-as-it-gets/wideshot.jpg" alt="You make me feel bad"></p>
<h3>Ach so</h3>
<p><em>Lisa Simpson</em> hat in diesem Film eine Nebenrolle, oder besser gesagt die englische Synchronstimme von Lisa. Jackie, die Assistentin von Simon, wird gespielt von Yeardley Smith, einem Namen, der in jedem Abspann der Simpsons erscheint. Ebenfalls dabei ist <em>Doktor Egon Spengler</em> (<a href="http://imdb.com/title/tt0087332/" title="IMDB – Harold Ramis">Harold Ramis</a>), seines Zeichens <em><a href="http://imdb.com/title/tt0087332/" title="IMDB – Ghostbusters">Ghostbuster</a></em>. Hier hat er einen Gastauftritt als fähiger Doktor, der sich dem kranken Sohn Carols annimmt. <em>Egon</em> hat seit damals einige Kilos zugelegt.</p>
<p>Wer mit diesem Film etwas anfangen kann, dem sei noch <a href="http://imdb.com/title/tt0092699/" title="IMDB – Broadcast News">Broadcast News</a> empfohlen, ebenfalls von Brooks, ebenfalls stilistisch deutlich so erkennbar und ebenfalls sehr unterhaltsam. Ich verspreche, der nächste Eintrag wird einen etwas <em>typischeren</em> Film behandeln, aber der Sinn dieser kleinen Serie ist es, auch untypisches Material vorzustellen. Qualität bindet sich nun mal nicht an ein Genre. <em>Besser geht&#8217;s nicht.</em></p>        <p>Feedback: <a href="https://www.coldheat.de/2006/08/besser-gehts-nicht#comments" title="2 Kommentare">2 Kommentare</a></p>
    </div>]]>
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    </item>
    <item>
    <title>ZulGurub &#8211; Zone Review</title>
    <link>https://www.coldheat.de/2006/02/zulgurub-zone-review</link>
    <comments>https://www.coldheat.de/2006/02/zulgurub-zone-review#comments</comments>
    <pubDate>Mon, 06 Feb 2006 13:31:16 +0000</pubDate>
    <dc:creator><![CDATA[Chris_]]></dc:creator>
    		<category><![CDATA[Games]]></category>
		<category><![CDATA[Virtual Worlds]]></category>
		<category><![CDATA[World of Warcraft]]></category>
		<category><![CDATA[Endgame]]></category>
		<category><![CDATA[Raid]]></category>
		<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Zul Gurub]]></category>

    <guid isPermaLink="false">http://www.coldheat.de/archiv/2006/02/zulgurub-zone-review.php</guid>
    <description><![CDATA[Einer der vielen Nebeneffekte des wöchentlichen Molten Core Farmens, ist die Tatsache, dass auch ZulGurub eine einzige Spaßzone wird. Meine <a href="https://www.coldheat.de/archiv/000119zulgurub_erste_eindruecke.html" title="ZG Eindrücke">ersten Eindrücke</a> hatte ich vor einiger Zeit schon mal geschildert. Mitlerweile war ich nun bei zwei Hakkar Kills dabei und &#8230;]]></description>
        <content:encoded>
    <![CDATA[<div>


    <p>Einer der vielen Nebeneffekte des wöchentlichen Molten Core Farmens, ist die Tatsache, dass auch ZulGurub eine einzige Spaßzone wird. Meine <a href="https://www.coldheat.de/archiv/000119zulgurub_erste_eindruecke.html" title="ZG Eindrücke">ersten Eindrücke</a> hatte ich vor einiger Zeit schon mal geschildert. Mitlerweile war ich nun bei zwei Hakkar Kills dabei und werde etwas detailierter über ZulGurub schreiben.</p>
<p>Diese Zone kam damals in Spiel, um die Lücke zwischen URBS und Molten Core zu füllen. In diesem Punkt versagt ZG bis heute. Nicht das es für einen UBRS Level Raid, völlig unmöglich wär, ZulGurub erfolgreich zu meistern, nur für ein progressives Lernen und Farmen der Zone, gibt es zu viele Faktoren, die ZG aus meiner Sicht, noch nicht funktionieren lassen. <span style="text-decoration: line-through;">Hier wird Blizzard in Zukunft dran schrauben und Verbesserungen vornehmen, schon mit dem nächsten Patch, könnte dieser Punkt also nichtig sein.</span> Ein ZG-Tuning Patch existiert bereits auf den US-Servern, dieser Text beruht dennoch auf der ursprünglichen Version der Zone.</p>
<p><img decoding="async" class="lrgimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/zg/panorama2.jpg" alt="Panorama Shot"/></p>
<!-- more -->
<h3>Gegnerwahl</h3>
<p>Fangen wir mit dem trockenen Fakten an. ZG ist eine Instanz für 20 Spieler, die alle drei Tage zu spielen ist bzw. alle drei Tage reseted. Wir finden fünf Main-Encounter und mehrere optionale Bosse vor. Wer also den Obermotz (antiker Gaming Slang ;P ) besiegen möchte, muss vorher nur seine vier Wachen besiegen und kann dann die Zone abschließen, das ist modernes Zone-Design. Kein Raid wird gezwungen, eine bestimmte Reihenfolge einzuhalten. ZG zwingt nicht mal zum vollen Clearing, absolut perfekt. Jeder einzelne Gegner ist separat zu erreichen.</p>
<p><span id="more-136"></span>
Diesen Punkt möchte ich besonders loben. Auch in EQ habe ich so etwas selten gesehen. Gerade MC ist in diesem Punkt zu klassisch. In MC sind alle Bosse in einer ziemlich fixen Reihenfolge zu spielen. Im Beispiel von Garr, braucht man nun mal eine bestimmte Zahl von Warlocks. Hat man diese nicht zur Verfügung, dann kommt der Raid zum Stillstand, da man diesen Gegner nicht überspringen kann. So ein Zone-Design ist veraltet und wird uns hoffentlich in WoW nicht mehr begegnen.</p>
<p>Das Trash-Clearing in ZulGurub schrammt schon, wie in MC, hart an der Grenze des Erträglichen lang, auch dieser Makel soll mit dem nächsten Patch ausgebügelt werden. Beabsichtigt ist, dass diese Zone in maximal 2 bis 3 Stunden abzuschließen ist. In der jetzigen Form ist dies noch eine Illusion. Genug der Vorrede, kommen wir zu den wichtigen Sachen.</p>
<p><img decoding="async" class="lrgimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/zg/tiger3.jpg" alt="Tiger Boss"/></p>
<h3>Boss Design</h3>
<p>Makellos trifft es ganz gut, mit einer einzigen Ausnahme. Leider betrifft diese Ausnahme den Obermotz der Zone, was einen leicht bitteren Nachgeschmack hinterlässt. Allgemein lässt sich Sagen, dass die Encounter allesamt recht dynamisch sind und einen so kleinen Raid wirklich fordern können, besonders wenn man anfängt die Bosse zu erlernen. Dies mag der eine als &#8222;zu schwer&#8220; bezeichnen, ich sehe es eher als eine sehr steile Lernkurve, wo der Erfolg allerdings dann umso süßer schmeckt.</p>
<p>Jeder Boss in ZG fordert den Raid auf eine andere Weise. Sofern man die beabsichtigte Zielgruppe dieser Zone ist (UBRS Level), ist der Raum für Fehler quasi nicht existent.</p>
<h3>Highlights</h3>
<p>Sowohl der Spinnen- als auch der Tiger-Priest Boss sind ziemlich fehlerloses Raid-Design. Von allen Dingen die WoW mir bietet, ist dieser Tiger-Boss das Spannendste. Ich werd nun mehr ins Detail gehen, also wer sich die Spannung erhalten möchte, muss zur Überschrift &#8222;Risk vs Reward&#8220; springen.</p>
<p>Der Tiger Priest ist für meine Augen, das Maximum was aus einem 20er Raid so heraus zu holen ist. Es beginnt mit 3 Zielen plus 2 zusätzlichen Mobs. Alle 5 müssen gezielt gehalten werden. Nachdem die Adds down sind, geht es daran die restlichen 3 Ziele gleichzeitig zu besiegen. Schafft man dies nicht, so werden die gefallenen Mobs vom letzten wiederbelebt und der Spaß geht von vorn los. An dem Punkt kann man dann gleich neu beginnen. Hat man die letzten 3 Gegner gleichzeitig down, so geht die zweite Phase des Encounters los. Genau dieser Übergang von Phase 1 zu Phase 2 ist absolut perfektes Raid-Design. Genau dan dem Punkt, führt jeder Fehler recht schnell zum Wipe. Gelingt die Umstellung, so ist der Sieg sicher. Von da an gilt es einen Gegner zu besiegen, der regelmäßig einen AE (Area Effect) samt Knockback frei lässt. Healer sind an dem Punkt relativ weit unten mit ihrem Mana und müssen auf ihre Position achten um nicht den AE zu fangen, neben dem Maintank, der dank des Knockbacks ins Schwitzen kommt, müssen die DPS-Klassen geheilt werden. An diesem Punkt testet WoW wirklich die Fähigkeit aller Spieler des Raids.</p>
<p>Jedesmal, wenn ein Pick-Up Raid, diesen Boss meistert, bekommt ein Engel seine Flügel.</p>
<p><img decoding="async" class="lrgimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/zg/tiger.jpg" alt="Tiger Boss"/></p>
<p class="caption lrg">&#8222;Rooaarrrrrr&#8220;</p>
<p>Dieses Encounter ist noch eine Stufe anspruchsvoller, als der Tiger-Boss. Jin&#8217;do ist ein optionaler Boss, genau darum entschied man sich wohl auch, das Niveau noch mehr anzuheben. Dieses Encounter besitzt alle Elemente eines großen 40er Raids. Ich behaupte sogar, Jin&#8217;do ist härter, als alles was wir in <a href="https://www.coldheat.de/archiv/000152molten_core.html" title="Molten Core">Molten Core</a> finden, ganz einfach weil es auch hier keinen Platz für Fehler gibt.</p>
<p>Dieser Boss ist es wert, genauer analysiert zu werden, da wir hier lernen können, wie man guten Raidcontent entwirft. Jin&#8217;do baut primär auf zwei Elementen auf: blitzschnelle Fokusierung der DPS sowie einer generischen Aufgabe. &#8222;Generic Tasks&#8220; sind heute Bestandteil jedes modernen Raids. Jeder Spieler entscheidet mit diesem Element über Erfolg oder Niederlage des Raids, generisch deshalb, weil es kleine simple Aufgaben sind die wirkliche jede Klasse erfüllen kann. Bei Jin&#8217;do ist es das Element der Geister.</p>
<p>Dieser Boss wirft regelmäßig einen Fluch auf je einen Spieler. Dieser Fluch sorgt dafür, dass ein Geist erscheint und dass der verfluchte Spieler diesen Geist sieht. In der Theorie sieht es so aus, dass der betroffene Spieler, in der kurzen Zeit des Fluchs, den erscheinenden Geist eliminiert. d.h. in 15 Sekunden, den Geist &#8222;findet&#8220; und die DPS aufbringt um ihn zu erlösen, währenddessen aber nicht seine anderen Aufgaben (Healing, DPS, Aggro) vernachlässigt. Schlüssel zu einem Sieg, ist es die Anzahl der Geister niedrig zu halten. Wer es versäumt &#8222;seinen&#8220; Geist zu beseitigen, der sorgt dafür, dass schnell mehr als ein Dutzend Geister den Raid penetrieren und somit einen Wipe garantieren.</p>
<p>Wer es schafft, die Geister zu kontrollieren, dem steht im Prinzip nur noch die Aufgabe zu, die Raid DPS sehr schnell auf verschiedene Ziele wechseln zu lassen. Zu 90% der Zeit dieses Encounters, sind mindestens immer vier Ziele gleichzeitig vorhanden: Jin&#8217;do selbst, seine Totems (heilen Jin&#8217;do und nehmen einen Spieler aus dem Raid), Geister und die Skelette in der Gruppe. Der Raid muss also in kürzester Zeit seine DPS bündeln und die Ziele der Priorität nach abarbeiten. Dieser Boss kann in der Tat, mit den komplexesten Everquest Encountern mithalten und das auch nur als Content für einen 20er Raid. Respekt. Ja meine Gilde, hat diesen Boss noch nicht besiegt, denn hier kann man nicht viel mit Equipment gut maachen. Jeder Raid muss diesen Boss wirklich erlernen. Einzig mit dem besten Items im Spiel, sollte man soviel Schaden zusammen bringen, dass man einzig nur Jin&#8217;do selbst so schnell down bekommt, dass die zusätzlichen Targetsm nicht zu einer Gefahr werden können.</p>
<p><img decoding="async" class="lrgimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/zg/hakkar_leech.jpg" alt="Hakkar"/></p>
<h3>Niederlagen</h3>
<p>Das Design des Hakkar-Encounters ist irgendwie nicht so recht zu Ende gedacht. Dieser Boss ist nicht klassisch, durch eigenen Schaden des Raids, zu besiegen. Viel mehr muss jeder Spieler des Raids einen DoT (Damage over Time) einfangen der dann von Hakkar gefressen wird und ihn so selbst schädigt. Klingt komplizierter als es ist. Der Grund für ein solches Design ist schnell erklärt und dieses Encounter erinnerte mich sehr, an einen ganz bestimmten Boss in Everquest, der ebenfalls nicht konventionell zu besiegen war. In beiden Designs wurde die Ausdauer des Raids getestet, also primär das Mana der Heiler-Klassen.</p>
<p>Das Problem bei Hakkar ist, dass dieser Kampf wirklich nur dieses eine Element testet. Haben die Heiler ausreichend Mana (um den DoT zu heilen) dann ist dieser Kampf gewonnen. Aggro oder sonstige Aufmerksamtkeit spielt keine Rolle. Kurz gesagt, dieses Encounter ist viel zu einfach und auch das wird sich bald ändern. Auch wenn dann der Loot nicht mehr so einfach zu haben ist, in der jetzigen Form ist dieser Boss eine Enttäuschung. Um gleich von der einen Niederlage zu nächsten zu springen &#8230;</p>
<h3>Risk vs Reward</h3>
<p>Wie drücke ich es am einfachsten aus? Hmm, also wer immer auch ZG in der momentanen Form durchspielen kann, der wird 70% der Items, die dort zu haben sind, nicht benötigen. Dies ist der größte Fehler der Zone. Es lohnt sich einfach nicht, das Risiko (Reperatur Kosten) einzugehen.</p>
<p>Wenn ich aus Sicht eines Paladins schreiben soll, dann muss ich sagen, dass bis auf Jindo und Hakkar, kein Loot wirklich für mich von Interesse ist. Darum fällt auch das Hakkar-Encounter subjektiv noch schlimmer aus, denn wir haben hier den Boss mit dem besten Loot und dem gleichzeitig langweiligsten Kampf. /shrug</p>
<p><img decoding="async" class="lrgimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/zg/panorama3.jpg" alt="Panorama Shot"/></p>
<h3>Fazit</h3>
<p>ZG hinterlässt einen gemischten Eindruck. Zum einen macht es einfach Spaß diese Zone zu spielen. Zum anderen lohnt es sich, in der jetzigen Form, leider nicht wirklich dies zu tun. Dennoch, wie schon erwähnt, wird diese Zone, mit dem nächsten Patch, einen Feinschliff erhalten: weniger Trashmobs, leichtere Encounter der vier Wachen von Hakkar und ein neues Design des Hakkar Fights. Ich habe das Gefühl, dass auch mit den Items der Zone etwas passieren wird. Dies alles wird hoffentlich dafür sorgen, dass diese Zone mehr Beachtung findet, denn verdient hat sie es.</p>
<p>ZG macht auf jeden Fall Appetit, auf weitere Raid-Zonen für 20 Spieler. Die nächste 20er Raid-Zone (Ruins of AhnQuiraj) ist zum Greifen nahe und mit Sicht auf ZG, darf man auch sehr viel Gutes hoffen. Eine kleine Anmerkung zum Schluß, besonders als Paladin, funktionieren diese kleinen Raidzonen viel besser, da man hier eben nicht nur auf ein Element (Healing) reduziert wird. In einem 20er Raid haben 120 DPS eine größere Bedeutung, als 120 DPS auf einem 40er Raid, gleiches gilt für das Offtanking zum Beispiel. Je kleiner die Gruppe, desto effektiver wird diese Hybrid-Klasse.</p>        <p>Feedback: <a href="https://www.coldheat.de/2006/02/zulgurub-zone-review#comments" title="5 Kommentare">5 Kommentare</a></p>
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    <title>Molten Core</title>
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    <pubDate>Fri, 02 Dec 2005 10:43:08 +0000</pubDate>
    <dc:creator><![CDATA[Chris_]]></dc:creator>
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    <description><![CDATA[In einem der unzähligen Kommentare bei Thottbot, ist  Folgendes zu einem der MC Bosse zu lesen: &#8222;This fight is just technical.&#8220; &#8222;What does technical fight mean?&#8220; &#8222;It means, you need two brain cells instead of one.&#8220; Dieser kleine Dialog ist &#8230;]]></description>
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    <p>In einem der unzähligen Kommentare bei Thottbot, ist  Folgendes zu einem der MC Bosse zu lesen: &#8222;This fight is just technical.&#8220; &#8222;What does technical fight mean?&#8220; &#8222;It means, you need two brain cells instead of one.&#8220; Dieser kleine Dialog ist unglaublig tiefsinnig, bedeutend und lustig. Zum einen beschreibt er Molten Core recht perfekt und zum anderen wurde daraus ein gildeninternen Klassiker. Wer immer auch nur einen Fehler in MC macht, dem fehlt eben jene hier beschriebene zweite Hirnzelle. WoW ist momentan unglaublig spaßig und das auch als Paladin auf einem MC Raid. Das Klicken meiner zwei Macros für Heals und Cures kann es nicht sein. Molten Core ist als erste Raidzone im Spiel recht perfekt. Auch wenn sich das Ganze bis jetzt als wiederholte Kritik an Blizzard liest, in Molten Core haben sie fast alles richtig gemacht.</p>
<p><img decoding="async" class="smlimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/mc1.jpg"  alt="Molten Core Bild 1" /></p>
<h4 class="inline-head-right">&#8222;This fight is just technical.&#8220; &#8222;What does technical fight mean?&#8220; &#8222;It means, you need two brain cells instead of one.&#8220;</h4>
<p>MC ist Blizzards erster Versuch einer Raidzone und ist im Content direkt nach Blackrock Spire anzusiedeln. Wo Blackrock allerdings 15 Spieler zulässt, braucht MC mehr. Meine Gilde bringt in letzter Zeit immer um die 30 Leute nach MC, damit lies es sich nun bis zu Majordomo kommen. Domo wird einzig ein paar mehr Epics erfordern, aber dazu später mehr. Der Vergleich Blackrock und Molten Core ist wichtig, denn MC ist entstanden, als es noch kein ZulGurub gab und das merkt man zu jeder Zeit.</p>
<p><span id="more-103"></span></p>
<h3>Trash Mobs</h3>
<p><img decoding="async" class="smlimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/mc2.jpg"  alt="Molten Core Bild 2" /></p>
<p>Ich war und werde nie ein Freund dieses Konzeptes sein: Trash Mobs. Ich verstehe den Zweck, aber akzeptieren kann ich es dennoch nicht. Fänden wir nur die Boss in MC vor, wäre auch meine Gilde nach 2 Stunden fertig. Da dies nicht sein darf, pflanzt der coole Game Designer Unmengen nutzloser Mobs in die Zone, die den Weg zu den Süßigkeiten (Items) behindern und verzögern sollen. Immer noch ungeschlagener König der Trash Mobs, ist eine 4 Jahre alte Everquest Zone. In Vex Thal bestand 90% der Zeit, nur darin den Müll der Zone zu beseitigen. Die restlichen 10% waren die eigentlichen Boss Encounter. Ganz so schlimm ist es zum Glück in MC nicht, dennoch schrammt das Trash Clearing in MC, hart an der Schmerzgrenze entlang.</p>
<h3>Raiding for Dummies</h3>
<p><img decoding="async" class="floatright" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/mc4.jpg" width="234" alt="Molten Core Bild 4">Kurze Zeit später findet sich der erste Boss. Hier nun ein Lob an Blizzard, Lucifron ist was Progression angeht perfekt. Wir finden hier nichts anderes, als den Boss der Zone davor (Blackrock), um genau 1 neues spielerisches Element erweitert. Genauso sieht Raidprogression in Perfektion aus. Was so wunderbar anfängt, zieht sich durch die gesamte Zone. Jedes weitere Encounter baut auf dem davor auf und bringt meist nur 1 neues Element ins Spiel. So lernt man das Raiden und nicht wie in ZulGurub, wo jedes Encounter völlig verschiedene Mechanismen bietet. ZulGurub ist für sich gesehen ebenfalls bester Content, nur erfüllt es definitiv nicht den Anspruch einer Zone, zum Lernen von Encountern, ZulGurub ist weit anspruchsvoller als Molten Core.</p>
<p>Um den Begriff &#8222;technical fight&#8220; aus der Einleitung nochmal aufzunehmen, der Vorteil der MC Bosse wird auch schnell zum Nachteil. Diese Bosse sind wirklich absolut technisch, soll heißen es gibt für jeden Boss fast nur eine exakt einzuhaltende Taktik. Wer diese einmal gefunden hat, kann MC im Halbschlaf spielen, aber ich sage, dieses ist für eine solche Zone passend. Es ist eine ganz simple &#8222;einmal gelernt, farmen wir uns den Arsch ab&#8220; Zone. Der Vorteil dabei? Man merkt unglaublich schnell, wie sehr Items, den kleinen aber feinen Unterschied ausmachen. MC steht oder fällt mit dem Gearstandart des Raids, darum werden wir hoffentlich bei dem ersten Domo Versuch scheitern. Auch wenn dies nun seltsam klingen mag, aber das wäre gutes Gamedesign, denn für meine Augen fehlen meiner Gilde noch ein paar Wochen des Farmens der Mobs davor. Ich will nicht alle Encounter im ersten Versuch schaffen, der Weg ist das Ziel, auch hier.</p>
<h3>Details</h3>
<p>Auch dieser Eintrag, kommt nicht ohne die kleinen Makel aus. Für einen (theoretischen) 40 Spieler Raid, sind nur zwei Items pro Named ziemlich frech, drei Items sollten es schon sein. Das Problem: bei nur 2 Items und Loottables von 10 und mehr Items, die dazu noch oft klassengebunden sind, wird es mehr als eng was eine gleichmäßige Verteilung angeht. Während unsere Rogs, Warrior und Druiden schon mit halbem Set rumrennen, haben andere noch genau nicht gelootet. Der Motivation ist dies nicht gerade förderlich und darum wird es in Zukunft nur noch universelle Lootsysteme, wie in ZulGurub geben, wo jede Klasse ihr individuelles Item, aus ein und dem selben Loot herstellen kann. Komischerweise gibt es das bei Everquest seit Ewigkeiten, schön das Blizzard endlich auch dies in WoW integriert hat.</p>
<p><img decoding="async" class="smlimg" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/mc3.jpg"  alt="Molten Core Bild 3" /></p>
<p>Eine weitere Sache die ich gern in MC sehen würde? Leashed Raidmobs. &#8222;Leash&#8220; heisst im Englischen soviel wie Leine. &#8222;Leashed&#8220; Mobs besitzen somit einen eingeschränkten Raum. Verlässt man diesen, dann kehren diese Mobs zu ihrem Ursprungspunkt zurück. Angewandt sieht das so aus, wenn man merkt, dass ein Versuch fehlschlägt, dann muss nicht der komplette Raid sinnlos sterben, sondern rennt aus dem &#8222;Raum&#8220; des Mobs und ist sicher. Gerade bei WoWs Reparaturkosten der Items, wäre so ein Mechanismus mehr als angebracht. In ZulGurub haben sie genau das umgesetzt, eine nachträgliche Implementierung für MC, wäre sehr sinnvoll.</p>        <p>Feedback: <a href="https://www.coldheat.de/2005/12/molten-core#comments" title="10 Kommentare">10 Kommentare</a></p>
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