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Tränen voller Spaß
  • Di., 08. September 2026
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Angespielt

Tränen voller Spaß

Ich spiele wieder ein Videospiel. Nachdem ich im Jahr der Veröffentlichung recht intensiv und schnell bei Zelda – Tears of the Kingdom abgebrochen habe, finde ich momentan wieder einen neuen Einstieg, auch weil es seit Bens_ Notiz wieder den Weg in meine Wahrnehmung fand, und was soll ich groß schreiben: Der Sonntag gehörte diesem Spiel. Breath of the Wild ist der bessere Titel, aber Tears ist eine brutal gute Erweiterung der Formel und momentan für mich ein mentales Pflaster.

Sein Vorgänger ist ein ziemlich perfektes und in dieser Form und Größe einzigartiges Spiel. Maximal EverQuest hat mich so intensiv gepackt wie BotW und jetzt im Nachfolger wird mir auch klar, warum. Allein dafür empfehle ich ein Anspielen. Diese beiden Titel sind eine Meisterklasse in Progression und dem Aufbau von Komplexität. Sie sollten in allen lehrenden Professionen als Schablone gezeigt werden.

Für mich ist der Schlüssel hier diese konstruierte zwanglose Wahrnehmung von Fortschritt. Kaum ein anderes Spiel – und in 35 Jahren als aktiver Spieler waren es einige – schafft es, jede investierte Minute als wertvoll wirken zu lassen. Hier existieren so viele ent- sowie gekoppelte Systeme und alle belohnen jede Minute des Spielens. Das ist jetzt nichts radikal Neues und Make-numbers-go-up-Titel wie Diablo begeistern seit Dekaden Millionen Spieler, aber diese Zelda-Titel schaffen das in subtilerer Art und Weise.

Besonders Tears schafft diese Momente der Spaß bringenden Ablenkung. Normalerweise bin ich ein Spieler, der in solchen Titeln maximal den kritischen Pfad geht, meist linear, um möglichst schnell ans Ende zu gelangen. Hier jedoch nicht. Tears kreiert durch seine Exploration, Koroks, Schreine, Höhlen, Türme, NPCs und Ressourcen ein dichtes Netz aus Points of Interest für den Spieler und selbst wenn ich es ignorieren möchte, es gelingt nicht. Zu gut, zu subtil, zu organisch ist hier alles konstruiert.

Wie Nintendo diese Titel übertreffen will, wird spannend.

PS. Beide Spiele in 2026 zu zocken, wird belohnt, denn technisch schreit besonders der Nachfolger nach besserer Hardware und auch wenn es dreist und gierig ist, dafür nen Zehner zu verlangen: Die Switch-2-Upgrades sind am Ende ihr Geld wert. Technisch waren beide Titel schon immer grenzwertig und nun gibt es 60 FPS, deutlich mehr Pixel und geringere Ladezeiten.

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  • Nintendo,
  • Switch 2,
  • Zelda.

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