
Live erlebt
Kruder & Dorfmeister – Konzert
Angesichts des 30-jährigen Jubiläums von DJ-Kicks besuchten Kruder & Dorfmeister gestern Jena. Der Name ist mir ein Begriff, primär von diversen Remixen aus den 90ern und frühen 2000ern. Allerdings habe ich bisher nicht viel von den zwei Österreichern gehört und meine Erwartungen waren gering, auch weil ich nicht wusste, wie gut man diese Musik Live in einem Open-Air-Aufbau realisieren kann. Meine Erwartungen sollten übertroffen werden.
Das Publikum war primär der Band angepasst, maximal im Herzen jung geblieben, was dem Ganzen aber einen zusätzlichen Charme verlieh. Nach insgesamt zwei Stunden Spielzeit, verteilt auf 5 oder 6 Segmente, schienen nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Künstler selbst Spaß gehabt zu haben. Ich war mit Freunden dort, suchte mir aber schnell einen einzelnen Platz in der Mitte der Fläche und verlor mich dort recht schnell in Erinnerungen und Gedanken, an eine musikalische Phase meines Lebens, die nun auch knapp 30 Jahre zurückliegt. Ich schloss teilweise die Augen und war wieder ein Teenager, der mal WipeOut zockt und mal im örtlichen Multi-Floor-Tempel freitagnachts vorbeischaut.
Was mir etwas negativ auffiel, war die Menge an Rauchern um mich herum, wobei die Hälfte davon auf Sportzigaretten unterwegs war. Teilweise quasselten einige kleine Gruppen auch einfach nur die gesamte Zeit. Komisch.
Aber all das ließ meinen Eindruck nicht trüben. Dies waren wundervolle zwei Stunden und das möchte ich jetzt gern noch einmal in dieser Form erleben. Für mich war besonders die Klangqualität herausragend und das Beste, was ich bisher in dieser Arena erlebt habe. Hinzu kam eine visuelle Untermalung, die recht gut meinen Geschmack getroffen hat. Überhaupt scheint die Band einen markanten visuellen Stil zu pflegen. Bonuspunkte für die Falco Referenz.
Daumen hoch.
0 Kommentare