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Jimi Tenor – Konzert
  • Do., 12. März 2026
  • 2 Kommentare

Live erlebt

Jimi Tenor – Konzert

Dieses Konzert wirkt noch etwas nach. Ich war in einem Schuppen, den ich vor vielleicht 12 oder 13 Jahren das letzte Mal von drinnen sah. Damals noch regelmäßig, vielleicht einmal die Woche, zu Minimal-Tracks bis in den frühen Morgen, damals zusammen mit einem Freund. Irgendwie traf man dort immer bekannte Gesichter. Heute hab ich viel nicht wiedererkannt. Alles wirkte so viel kleiner als in meinen Erinnerungen. Sehr seltsam, aber das werde ich wieder ändern und dort öfter hingehen, denn dieses Konzert war superentspannt und nach meinem Geschmack. Mir tat es für die Band etwas leid, denn es waren einfach viel zu wenige Zuschauer. Für mich war das gut, denn so hatte jeder genug Platz und ich musste mir nicht wie üblich den Körpergeruch von Mitmenschen antun.

Die Empfehlung, hier Zuschauer zu sein, kam von zwei unterschiedlichen Freunden, und denen zu vertrauen, war richtig. Ich war schon zufrieden, Bongos und Schlagzeug auf der Bühne zu sehen, bevor es losging. Ich kannte keinen einzigen Song und wollte mich auch überraschen lassen. Jimi Tenor war diesmal jene Art von modernem urbanen Jazz, die mich abholt, auch weil am Ende Schlagzeug und Bongos hier dafür sorgten, dass es rhythmisch “klassisch” blieb. Jeder auf der Bühne spielte mehr als ein Instrument und irgendwie passte das immer harmonisch zusammen. Ich finde hier schnell Zugang, auch weil Jazz-Samples dieser Art mein Lieblingsgenre und genauer gesagt die goldene Zeit des Hip-Hop prägten.

Am Ende habe ich wieder, auch im Kontrast zu Samstag gemerkt, wie fesselnd doch handgemachter, live eingespielter Rhythmus für mich ist. Diese kleinen Imperfektionen kreieren eine wärmere Textur des Klangs im Vergleich zum makellosen Rhythmus der Maschine. Beides hat seinen Reiz, aber mein Favorit steht fest. Kleines und feines Detail, ich war froh meinen Ohrenschutz dabei gehabt zu haben, denn für mich war es auch hier wieder sehr laut, aber das Schlagzeug wusste was es tat und spielte sehr subtil auf den Becken, die für meinen Gehör sonst immer alles übertönen, in einer kreischen Art und Weise, meist unangenehm für meine Ohren.

Jimi Tenor hat Spaß gemacht, es war Jazz für Anfänger wie mich.

  • Schlagwörter:
  • Jazz,
  • Konzert,
  • Pop.

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2 Kommentare

  • #1
  • Do., 12. März 2026
  • ben_ schrieb:

Jimi Tenor … Chris, was Du alles auskramst. An den habe ich bestimmt ein ganzes Jahrzehnt nicht gedacht und … als ich das letzte Mal an ihn dachte, hätte ich ihn ganz sicher nicht unter Jazz einsortiert. What a time to be alive!

  • #2
  • Do., 12. März 2026
  • Chris_ schrieb:

Ein Freund von mir, der mit war, war weniger zufrieden, weil er den Künstler auch eher unter elektronischer Musik abgespeichert und schon live allein gesehen hatte. Jimi Tenor scheint eine gute Bandbreite zu haben 🙂

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