
Angehört
Tonspur Juli 2026
Höre aktuell wieder sehr viele kleine Juwelen1. Nicht zu allen schaffe ich einen separaten Eintrag zu schreiben und deshalb hier nun eine neue Tonspur:
Rakim – A Different Kind

Ich glaube, dass so ziemlich jeder Fan dieses Genres seine Top 5 an besten MCs pflegt. Bei mir steht seit Ewigkeiten Rakim auf der Nummer 1. Diese Stimme und diesen Flow das erste Mal zu hören, war surreal und bis heute klingt er mit neuem Material wie damals. Sicherlich scheint dieser Stil aus der Zeit gefallen zu sein, aber gut bleibt gut.
Chad Hugo – Jumpupw!nya

Chad Hugo war der Ruhepol der Neptunes, der musikalischere Teil davon und somit auch Architekt von gefühlt 70% aller 00er-Popsongs. Da nun offenbar auch kreative Beziehungen nicht ewig halten, gab es einen Bruch zwischen den beiden und Chad Hugo war in meiner Wahrnehmung plötzlich inaktiv. Nun existiert ein neuer Song samt Video und ich muss grinsen. Jumpupw!nya klingt sehr nach Big Beat der 90er und dennoch modernisiert. Ich hoffe, da kommt noch mehr, denn das ist großartig.
Limp Bizkit – Break Stuff

Das Konzert wirkt noch nach. Als ich jemandem schrieb, dass ich diese Band live sehe, war die Frage: „Did they play Break Stuff?“ Sogar mehr als einmal.
Dieses Lied ist merkwürdig und objektiv nicht mal toll, aber es besitzt eine verpestende Energie, kombiniert mit Text, Rhythmus sowie „Melodie“, in einer Einfachheit, die stark an das Geheimnis guter Popmusik erinnert. Ich würde gern behaupten, ich kann der Magie hier widerstehen, aber das wäre gelogen.
Depeche Mode – Wrong

Mein Bruder war in seiner Jugend großer Fan dieser Band. Irgendwie musste ich das immer mithören, aber war viel zu jung, um einen Zugang zu finden. Im letzten Jahr hab ich mich dann etwas mehr mit dieser Musik befasst, und Wrong ist irgendwie das Werk, was ich immer als erstes im Kopf habe. Für viele Fans dieser Band sicherlich Beiwerk oder Fußnote, so erinnere ich mich genau, dieses Video damals zum ersten Mal gesehen zu haben. Großes-kleines Kino mit einem dissonanzgetriebenen Sound, so klassisch konstruiert, wie es kaum geht. Die Kombination aus Video und Lied ist ein tolles Gesamtwerk. Ich mag das sehr.
Skylar Grey – Motivation

Wasted Potential ist ein bemerkenswert sexuell geladenes Album, dessen einmaliges Anhören ein großer Spaß war. An diesem Punkt ihrer Karriere scheint Skylar Grey nur noch zu schreiben, worauf sie wirklich Lust zu haben scheint, und Lust hier eben auch im Kontext des englischen Wortes. Das klingt alles sehr vertraut, aber nie langweilig. Motivation ist entspannter Zynismus in Form eines Liedes, voller Kontraste und brutaler Ehrlichkeit. Damit kann ich mich identifizieren.
Aufmacherbild von Maria Belen Levy ↩
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