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La Roux
  • Fr., 27. März 2026
  • 2 Kommentare

La Roux

Nicht grundlos ist die Sound-Ästhetik des 80er-Synth-Pops bis heute ein Verkaufsschlager, relativ gesehen. Zu jeder Zeit versucht sich eine neue Band oder ein Solokünstler an dieser Formel, denn irgendwie ist diese Klangwelt mittlerweile zwar alt, aber auch immer bereit für die Zukunft. In den 2000ern war es ein Duo aus Sängerin und Produzent, dessen erstes Album auch gleich ihren Namen tragen sollte: La Roux. Um etwas abzukürzen: Damals wie heute ist das genau mein Geschmack.

Was La Roux von so vielen anderen 80er-Kopien damals wie heute unterscheidet, war dieser authentische Minimalismus. Viele Kopien bedienen sich epischer 24-Spuren und mehr, die sie mit einem Synthesizer in die 80er versuchen zu transportieren. Ich weiß nicht, wie La Roux es genau geschafft hat, aber hier ist vieles bis auf die Essenz reduziert. Dazu gehört auch die Stimme der Lieder, eine dieser Radiostimmen. Einmal gehört, fragt man sich, wer das ist, und bleibt akustisch kleben. Gekoppelt mit einer androgynen Optik, die selbst Ziggy Stardust gefallen würde und die in den späten 00ern noch keine Tastatur-Aktivisten in den sozialen Medien hat aufschrecken lassen. Den Rest stemmen die Kompositionen selbst. Ein markanter Hit nach dem anderen und nicht grundlos oft gesampelt oder nachgespielt. Für mich war dieses Projekt und besonders dieses Album immer eine verdammt gute Neuauflage der Eurythmics oder Depeche Mode.

Es ist schwierig, ein einzelnes Lied herauszuheben, wobei Tigerlilly schon dann doch mein Favorit ist. Dann jedoch gibt es auch starke Argumente für In For The Kill. In dem Moment, wo ich überlegen muss, welche Songs solch ein Album tragen, ist das Gesamtwerk einfach nur zu empfehlen. Im Rückblick ist das Album zu gut, respektive hat das Duo hier zu viel der kreativen Munition verschossen, denn die späteren Alben schaffen es nicht, das Niveau des Erstlings zu erreichen.

Bei La Roux muss man einfach die Ästhetik mögen, und zwar in ihrer Gesamtkomposition. Auch wenn es nur ein Blick zurück ist, so gibt es selten so gute, markante und dann irgendwie doch frische Imitate der eigentlichen Quelle. Dafür muss ich beide Daumen nach oben geben. Ein großartiges Album zum Autofahren.

  • Schlagwörter:
  • 00s,
  • Album,
  • Electronic,
  • Musik,
  • Pop.

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2 Kommentare

  • #1
  • Di., 31. März 2026
  • Marc schrieb:

Danke. I’m Not Your Toy kannte ich noch nicht neben Bulletproof.

  • #2
  • Di., 31. März 2026
  • Chris_ schrieb:

Immer gern. Freut mich 🙂

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