
Deep Learning Image Manipulation
Letzte Woche wurde eine neue Sau durchs Videospiel-Medien-Dorf getrieben. Ich kürze mal ab: Nvidia hat eine neue Technologie vorgestellt, die ich betiteln würde als Instagram-Filter für Videospielgrafiken. Der Aufschrei ist groß und ich glaube auch nicht, dass dies kein echtes Produkt im Jahr 2026 werden wird, aber es öffnet eine Tür, die für mich nur logisch ist und deren Raum Potential für primär Fragwürdiges sein wird.

Es existiert schon jetzt ein mittelgroßer Markt für Videospiele, deren Zielgruppe offenbar weniger Wert auf Gameplay und mehr Wert auf … äh pubertäre Oberfläche legt. Meist sind dies 3rd-Person-Action-Spiele, deren Protagonistinnen eher spärlich bekleidet sind.
Diese Technologie wird in der Zukunft ermöglichen, dass jedes Bild in Echtzeit so manipuliert werden kann, dass ich mir beim Anschauen des Alien Films eine Einstellung wählen kann: “Ripley soll im gesamten Film nackt sein”. Das wird nicht morgen möglich sein, aber das ist die Richtung, in die diese Technologie geht. Dafür existiert ein Markt und den möchte sich Nvidia eröffnen, technologisch immerhin.
Technisch beeindruckend. Kreativ bankrott. Moralisch zeitgemäß.
2 Kommentare
“Eine Einstellung wählen kann” – ach was. einfach ad-hoc prompten.
Das meinte ich auch. 😀 Im Prinzip geht das jetzt schon bei statischen Bildern und diversen offenen, respektive nicht zensierten Modellen. Absurd, aber leider wahr.