
Film des Tages
Triegel trifft Cranach – Malen im Widerstreit der Zeiten
Ein Kinoerlebnis der anderen Art. Als ich mir letzte Woche die Kinokarte für diese Vorstellung gekauft habe, war ich Zuschauer Nummer 5 im Saal und freute mich auf einen ruhigen Sonntag-Spät-Nachmittag. Am Ende war die Vorstellung dann ausverkauft. Ich war mit Abstand der jüngste Zuschauer im Saal und wurde schon beim Setzen von Sitznachbarinnen freundlich begrüßt. Primär suchte ich beim Kauf des Tickets, nach einer kleinen Ablenkung und da ich irgendwie momentan auf einem kleinen Kunsttrip bin, dachte ich Triegel trifft Cranach – Malen im Widerstreit der Zeiten könnte eine gelungene Abwechslung sein.

Ein kurzes Fazit? Der Film ist sehenswert, wenn auch kein Muss für einen Kinobesuch. Es ist ein Dokument eines künstlerischen Prozesses. Leider schafft es der Film nicht, sehr präzise den Zeitrahmen des Malens zu notieren. Die große Herausforderung bei solchen Werken, ist es wahrscheinlich, etwas eher Unspektakuläres filmisch so zu inszenieren, dass Zuschauer wach bleiben. Triegel trifft Cranach versucht es mit einem Anriss des Profils des Künstlers. Am Ende kenne ich diesen Menschen ein wenig mehr, aber auch nicht wirklich. Darauf kam es mir aber sowieso nicht an.
Natürlich sieht man über lange Phasen nur jemanden malen, aber irgendwie war genau das eine tolle Sonntagsunterhaltung. Es geht um den Prozess des Erschaffens von etwas Größerem in vielen kleinen Schritten. Marathon statt Sprint. Damit kann ich mich sehr gut identifizieren, gleichwohl dies etwas zu sein scheint, was aus der Zeit fällt. Besonders als Kontrast zu KI-generierter „Kunst“ funktioniert dieser Film toll.
Von mir gibt es den Daumen hoch.
1 Kommentar
Oh. Famos! Danke für den Tipp!
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