Wild Wild Country
Irgendwie bin ich so empfänglich für Material wie Wild Wild Country. Alles, was mit Sekten zu tun hat, unterhält mich köstlich, umso freudiger war es damals, diese Doku zu genießen. Ich selbst habe seit langer Zeit kein Netflix mehr, ergreife aber, wenn es sich ergibt, immer mal die Gelegenheit, dort was zu schauen, und bei diesem Film des Tages war es auch der Fall.
Auch wenn die Dokumentation den Bogen etwas überspannt und deutlich gekürzt werden könnte, so bekam ich genau das, was ich sehen wollte: einen realistisch kritischen Blick in einen absurden Mikrokosmos, der mit Hoffnung, Verzweiflung und grundsätzlich Menschen in einer Krise spielt, als wären es Marionetten. Was der Film gut illustriert, ist, wie Menschen mit plötzlicher Macht umgehen und zumindest in diesem Kontext – wer hätte das gedacht – meist eher das Böse in sich kanalisieren, um andere um sich herum herabzustufen. Es ist auch ein schönes Bild für aktuelle Politik und Oligarchie.
Daumen hoch für Wild Wild Country, auch wenn man ordentlich Sitzfleisch mitbringen muss.
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