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Hexen bis aufs Blut gequält
  • Fr., 23. Oktober 2026
  • 1 Kommentar

Film des Tages

Hexen bis aufs Blut gequält

Eine turbulente Woche liegt hinter mir, und irgendwie passt es, dass solch ein Schundfilm eine kurze Ablenkung ist. Hexen bis aufs Blut gequält war gestern im lokalen 35-mm-Kino das Abendprogramm samt Einführungsinterview vorher mit Christian Keßler, einem Sachbuchautor, dem ich viel mehr Wissen rund um das Medium attestiere, als ich je haben werde. Diesen Film allerdings kannte ich in Ausschnitten und aus einigen Schnittberichten.

Auch wenn viele wie dieser Film in den 70ern ihren Weg ins Kino fanden, so gab erst die VHS diesem Genre ein Leben danach. Selbst meine Fankarriere begann mit einer VHS-Hülle. Die waren meist reißerisch, wie die Titel. Aber selbst dieser Film wirkt aus heutiger Sicht fast schon zahnlos. Eigentlich ist das hier ein ziemlich simpler, aber toll gemachter kleiner Genrestreifen. Erstaunlich ambivalent, sogar für seine Zeit. Besetzt mit einer feinen Selektion deutschsprachiger Genre-Ikonen, sein Hexen bis aufs Blut gequält trotz des überzogenen Titels empfohlen. Es bleibt natürlich 50 Jahre altes Kino, das heute teilweise belacht wird, aber solide bleibt es und sei hiermit empfohlen.

Auch weil gestern Abend die Frage aufkam, wieso solche Titel existieren. Kino ist eben auch immer ein kapitalistisches Medium und selbst Deutschland brauchte im Nachkriegsstrudel des gute-Laune-Films auch irgendwann ein Kontrastprogramm. Filme wie dieser waren dann eben auch schnell ein internationales Produkt, weshalb hier eben Englisch gesprochen wurde.

Ich gebe es zu: Mehr als 30 Jahre später fasziniert mich solch ein Werk weniger als jemals zuvor, aber das macht den Film niemals wirklich schlecht, sondern eben maximal aus der Zeit gefallen.

  • Schlagwörter:
  • 35mm,
  • 70s,
  • Drama,
  • Horror,
  • Jena,
  • Kino.

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1 Kommentar

  • #1
  • Fr., 23. Oktober 2026
  • ben_ schrieb:

Ich glaub, ich habe Udo Kier noch nie sooo jung gesehen. Aber selbst das würde mich nicht dazu bringen, den zu schauen. Bei Folter und Verbrennung ist bei mir echt ne Schmerzgrenze erreicht, die ich nicht freiwillig überschreite.

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