Logocoldheat - Weblog von Christian Mücke

  • Wer ich bin
  • Archiv
  • Layouts
  • Impressum
Resident Evil
  • Di., 22. September 2026
  • 0 Kommentare

Film des Tages

Resident Evil

Der Moment, als ich 1996 meinen US-Import von Resident Evil in der Hand hielt und anschließend zum ersten Mal spielte, ist noch sehr in Erinnerung und magisch irgendwie. Ich bin großer Fan dieser Serie, auch wenn ich mittendrin bei Teil 5 und 6 ausgesetzt habe. Was mich dagegen nie gereizt hat, waren die Verfilmungen. Zum einen hielt ich das für sinnfrei und zum anderen waren da nur Leute involviert, deren Arbeiten ich eher nicht so gut fand und finde. Als ich dann jedoch las, dass der Weapons Auteur sich Resident Evil annimmt, war ich jedoch sofort interessiert.

Ich bin nicht sicher, ob ich dieses Werk als Film qualifizieren kann. Es ist aber das mit Abstand beste Destillat dieses Videospiels und das “Beste” seiner Kategorie? Wobei ich dazu notieren muss, dass ich so gut wie keine Videospielverfilmungen kenne, wobei Super Mario Bros ein Muss ist.

Dieses Resident Evil ist entweder großartig oder absurd. Es hat für mich keine klassische Struktur eines Films, sondern fühlt sich an wie alle Cutscenes eines neuen Spiels der Serie. Was den Film dabei auszeichnet, ist sein Tempo. Auch weil quasi alle Dialoge auf ein Post-it passen, ist der Film temporeich und nach 90 Minuten vorbei. Allein dafür gibt es von mir Applaus. Minuspunkte gibt es für mäßige Trickeffekte, aber diese sind kreativ eingesetzt. Überhaupt ist dieser “Film” wieder eine Folge smarter Entscheidungen und wieder mal Beweis, wie wichtig Grenzen für den kreativen Prozess sind.

Warum habe ich Probleme, dies als “Film” zu betiteln? Nun, für mich fehlt hier eine elementare Zutat, nämlich Figuren (Plural!) mit einem Konflikt. Selbst der Held hier hat einen brutal konstruierten inneren Konflikt, ohne den der Film sich nicht ändern würde. Je mehr ich drüber nachdenke, umso mehr wirkt dieses Resident Evil wie ein auf 90 Minuten gezogener Kurzfilm, wie eine Episode aus The Walking Dead. Irgendwie ist das was so Ehrliches aus Sicht dieses Franchise, was größtenteils immer Klamauk als “erwachsenen” Inhalt für Teenager war.

Dieses Werk muss ich definitiv noch einmal anschauen. Idealerweise auf einem OLED-TV, denn das Schwarz der Leinwand meines kleinen Kinos war etwas überfordert. Für Fans dieses Franchise ist dieser Film ein Muss. Es ist kein Weapons aber wirklich solider, lustiger Action-Horror, mit extrem vielen Zitaten aus den Spielen und anderen Genre-Filmen. Lange Zeit versprüht besonders die erste Hälfte intensive Sam Raimi Evil Dead Schwingungen.

Bin sehr gespannt, ob man diese Formel fortsetzt. Würde mich freuen.

Daumen hoch.

  • Schlagwörter:
  • 20s,
  • Film des Tages,
  • Horror,
  • Kino,
  • Resident Evil.

Zum Weiterlesen

  • 100F – Grundlagen
    100F – Grundlagen
  • von fiktional langweiliger Jugend
    von fiktional langweiliger Jugend
  • Alien Heptalogie
    Alien Heptalogie
  • Besser geht’s nicht
    Besser geht’s nicht
  • Was mich glücklich macht
    Was mich glücklich macht
  • Justin Timberlake – The Forget Tomorrow World Tour Konzert
    Justin Timberlake – The Forget Tomorrow World Tour Konzert

0 Kommentare

Kommentar schreiben

HTML ist in Kommentaren zugelassen. Erlaubt sind: <a>, <i>, <p>, <strong>, <em>, <ul>, <ol>, <li>, <blockquote>.

<UberBlogr Webring>Datenschutzerklärung

CC © 2004–2026 C.MückeZurück zum Seitenanfang