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Rage Against the Machine – The Battle of Los Angeles
  • Mi., 29. April 2026
  • 2 Kommentare

Angehört

Rage Against the Machine – The Battle of Los Angeles

Ich war eigentlich überzeugt, dass The Battle of Los Angeles auch in der _1001-Alben-Liste enthalten ist, aber Pustekuchen. Es gibt dort zwar ein Rage-Album, aber nicht dieses. Skandal, denn gefühlt ist dies mein Album der Band und was für eine Band das war. Ähnlich wie Cypress Hill vereinte Rage von Anfang an den gesamten Freundeskreis. Es war unser kleinster gemeinsamer großartiger Nenner. Auf meiner Liste der Künstlerinnen und Künstler, die ich gern live gesehen hätte, es aber nie schaffte, steht diese Band nach Beastie Boys auf Platz zwei. Kurzum: Ich bin großer Fan und der Veröffentlichung dieses Albums im Jahr 1999 habe ich entgegengefiebert.

Dass dies das letzte “echte” Album der Band sein wird, konnte ja niemand ahnen. Danach kam zwar noch Renegades aber das sind “nur” Coverversionen. Insofern markiert The Battle of Los Angeles tatsächlich den echten kreativen Abschluss und was für einer das ist. Bis heute gibt es nicht wirklich etwas Ähnliches. Zu einzigartig war diese Kombination aus Mitgliedern. Für mich ganz klar der Sound-Architekt ist hier Tom Morello. Vielleicht habe ich auch zu viel Jazz die Tage gehört, aber Morello benutzt sein Instrument in einer Art und Weise, wie es wohl kaum beabsichtigt ist. Die Gitarre wird hier zum Schlagzeug, zum Synthesizer, zum Blasinstrument und vieles darüber hinaus. Alleine dafür lohnt es sich, mindestens eine Live-Aufnahme anzuschauen, denn was der Herr mit seinen Pedalen und Filtern veranstaltet, ist faszinierend.

Es ist teilweise purklingende elektronische Musik und besonders auf diesem Album in einer Variation, die bis heute unterhält. Das Album insgesamt hat kaum Füller (Maria) und der Rest könnte alles Singles sein. Born of a Broken Man, Calm like a Bomb und Sleep Now in the Fire sind meine persönlichen Bomben des Albums und wenn ich mir das heute anhöre, hat das nichts an Wucht verloren. Das ist Musik zum Laut-Hören, die Welt vergessen und das Adrenalin genießen. Diese Mischung aus Rock, Funk und Hip-Hop mit starken Elektro-Komponenten, trotzdem alles analog eingespielt, ist einzigartig bis heute und hat nichts an Qualität eingebüßt. Ganz im Gegenteil, so etwas fehlt heute mehr denn je, und dass wir hier seit 20 Jahren nichts Neues bekommen, ist schade. Prophets of Rage kommen hier nicht mal ansatzweise heran.

Ein perfektes Album.

  • Schlagwörter:
  • 90s,
  • Album,
  • Funk,
  • Hip-Hop,
  • Musik,
  • Rock.

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2 Kommentare

  • #1
  • Do., 30. April 2026
  • ben_ schrieb:

Krass, was für einen Unterscheid 6 Jahre doch machen, wenn man jung ist. Für mich war das 92er-Debut-Album der entscheidende Meilenstein. The Battle of Los Angeles war schon nur noch ein Nachgesang.

Und Rückblickend muss man wohl sagen, dass v.a. Tim Commerfords Bassspiel eine der grandiosesten musikalischen Sachen der 90er ist. Von seinen epischen Tatoos, die im im Video oben mal wieder sehr gut sieht ganz zu schweigen …

  • #2
  • Do., 30. April 2026
  • Chris_ schrieb:

Meilensteine sind die alle (außer Renegades). Zweifellos, aber 92 war ich zu jung für diese Musik und 99 eben im perfekten Alter. Auch technisch finde ich, klingt dieses Album weniger roh und versierter im Stil. Was jetzt nicht unbedingt immer besser sein muss.

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