
Einfach machen! She-Punks von 1977 bis heute
Der gleiche Szeneschuppen, wo Bush.ida auftrat, zeigt auch Filme und Dokumentationen wie den heutigen Film des Tages: Einfach machen! She-Punks von 1977 bis heute. Alternde Jugendkultur ist für mich super spannend zu beobachten und am Ende ist dieser kleine und feine Film genau das. She-Punks zeigt drei weibliche Punk-Formationen aus den späten 70ern und transportiert ihre Protagonistinnen auch in die Gegenwart und endet dabei in halbwegs aktuellen Live-Auftritten der Heldinnen.

Punk ist in meinem musikalischen Spektrum ganz klar ein blinder Fleck. Wenn mir jemand sagt: „Nenne einen Punk-Song“, könnte ich nichts antworten. Da Punk aber für meine musikalische Heimat (Hip-Hop) essenziell war, stehen mir hier ganz klar noch musikalische Hausaufgaben bevor. Insofern bin ich ganz unvorbereitet an diesen Film herangetreten.
Was mich überrascht hat, ist, wie gut Punk und seine Agenda gealtert sind, denn einige Gründe für die Bands der 70er, scheinen heute genauso angebracht zu sein. Insofern altert diese Jugendkultur hervorragend, finde ich, und es ist ein wirklich einzigartiges Bild, zu sehen, wie diese Musikerinnen nach 4 Jahren wieder ihre Instrumente in die Hand nehmen. Musikalisch nicht ganz meine Komfortzone, muss ich hier dennoch einfach den Daumen nach oben geben.
Als ich nach Hause ging, liefen hinter mir zwei jüngere Zuschauerinnen und werteten den Film aus: „Das waren einfach so coole Frauen damals.“ Ja, da stimme ich zu.
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