Film des Tages – Wächter der Nacht

Wächter der Nacht hatte ich irgendwann schon mal angefangen zu schauen, aber aus irgendeinem Grund nicht zuende geguckt und deswegen hier auch nicht rezensiert. In der Videothek fiel mir dann wieder ein, dass es da auch Vampire gibt, und da ich den zweiten Teil noch gar nicht kannte habe ich die gleich beide mitgenommen. Zwei Filme sind ja der ideale Filmabend.
Schon nach den ersten Minuten fiel mir wieder ein, was mir damals auch schon gefallen hatte: Die russische Poduktion hat eine sehr merklich und ebenso erfrischen eigene, unhollywoodesque Ästhetik, die mich an die großartigen Filme von Jeunet und Caro erinnert, nur dunkler und schneller, aber auf sehr hohem Niveau. Und, was ich besonders mag: Es wird gar nicht versucht, die russische Herkunft zu leugnen. So sind viele Aspekte dessen, wie man sich Russland so vorstellt in den Film eingeflochten. Man fragt sich hinterher schon, warum man hier nicht mehr Filme aus Russland zu sehen bekommt. Kulturhegemonie, ick hör‘ Dir trapsen.
Die Story ist auch nicht besser oder schlechter als in einer durchschnittlichen Hollywood-Produktion: Seit Jahrtausenden gibt es einen Pakt, eine Art Waffenstillstand zwischen den Mächten des Guten und den Mächten des Bösen. Seither agieren beide Seiten im Verborgenen zwischen den Menschen (Stichwort „<a href=“The“>http://anmutunddemut.de/2012/02/22/vampire-the-masquerade.html“>The Masquerade“) Aber einst soll der Eine kommen, der die Dinge aus dem Gleichgewicht bringt. In beiden Reihen tummeln sich magische und mythische Wesen: Vampire, Gestaltwandler, Hexen und dergleichen.
Alles in allem ist der Film für Genrefreunde eine angenehme Ergänzung des Speiseplans.
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