<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
  xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
  xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
  xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
  xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
  xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
  xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
  >

<channel>
  <title>coldheat.de90er &#8211; coldheat.de</title>
  <atom:link href="https://www.coldheat.de/tag/90er/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
  <link>https://www.coldheat.de</link>
  <description>Oxymoron#1</description>
  <lastBuildDate>Fri, 24 Apr 2026 13:22:46 +0000</lastBuildDate>
  <language>de</language>
    <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
    <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
  
<atom:link rel="hub" href="https://pubsubhubbub.appspot.com"/>
<atom:link rel="hub" href="https://pubsubhubbub.superfeedr.com"/>
<atom:link rel="hub" href="https://websubhub.com/hub"/>
<atom:link rel="self" href="https://www.coldheat.de/tag/90er/feed"/>
  <item>
    <title>Gruppenbildung</title>
    <link>https://www.coldheat.de/2025/11/gruppenbildung</link>
    <comments>https://www.coldheat.de/2025/11/gruppenbildung#respond</comments>
    <pubDate>Fri, 14 Nov 2025 09:07:11 +0000</pubDate>
    <dc:creator><![CDATA[Chris_]]></dc:creator>
    		<category><![CDATA[Momentaufnahme]]></category>
		<category><![CDATA[Off-Topic]]></category>
		<category><![CDATA[Zeugs]]></category>
		<category><![CDATA[90er]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

    <guid isPermaLink="false">https://www.coldheat.de/?p=16073</guid>
    <description><![CDATA[Während meine ersten Schuljahre noch im System der DDR stattfanden und von Harmonie dominiert waren, so sorgten mit dem Fall der Mauer und damit ein echter Wechsel des Schulsystems dafür, dass sich zu viele Dinge auf einmal änderten. Plötzlich war &#8230;]]></description>
        <content:encoded>
    <![CDATA[<div>

    <img src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/entry-thumbs/480/generic-2.jpg" 
         class="entrythumb" 
         alt="Gruppenbildung" />

    <p>Während meine ersten Schuljahre noch im System der DDR stattfanden und von Harmonie dominiert waren, so sorgten mit dem Fall der Mauer und damit ein echter Wechsel des Schulsystems dafür, dass sich zu viele Dinge auf einmal änderten. Plötzlich war mein Weg in die Schule nicht mehr nur 5 Minuten zu Fuß. Plötzlich war mein großer Bruder nicht mehr immer präsent, um mir aus der Misere zu helfen. Aber so viel Misere gab es auch noch nicht wirklich. Auch hier wechselte die Stimmung innerhalb eines Jahres enorm. </p>
<p>Plötzlich kreierten Marken bei Kleidung und anderen Dingen eine Kluft zwischen Schülern. <em>Starter</em> Caps und Merchandise amerikanischer Sport-Clubs wurden zur Uniform der Schule und symbolisierten Zugehörigkeit und Disharmonie gleichzeitig. Trug man <em>Raiders</em> in einer <em>Vikings</em> Straße, konnte es ungemütlich werden. Im besten Fall musste man nur sein falsches Kleidungsstück abgeben, auf das man Monate gespart hatte. Im nicht so besten Fall lief man in Unterwäsche mit blauen Flecken am Körper nach Hause. Allein sich durch die falsche Gegend zu bewegen, war nicht sehr schlau. Eine Gruppe machte das Leben einfacher.</p>
<h2>Wechselstimmung</h2>
<p>Hatte ich nahe des Wohnorts über die Jahre schon ein paar Freundschaften geschlossen, sprengte der Wechsel der Schule die Gruppe in mehrere Teile. In den weiter entfernten Schulen, waren wir meist dann wieder allein. In meinem Fall hieß das, Freunde zu verlieren, mit denen ich schon in der Kinderkrippe war. Es folgten die unbefriedigendsten Schuljahre meines Lebens. Im Nachhinein vielleicht gar nicht so schlimm wie in meiner Erinnerung, war einfach die Isolation, allein auf sich gestellt zu sein, nachdem ich vorher die Sicherheit des Freundeskreises hart erarbeitet hatte, pure Angst an manchen Tagen. Rückblickend muss ich sagen, dass sicher auch dies mich für den Rest des Lebens programmiert hat und ich bis heute in ähnlichen Situationen in Panik gerate. Dem Rest der Gruppe ging es nicht so viel anders, aber irgendwie fanden alle schneller Anschluss an neue Gruppen als ich damals.</p>
<p>An dem Punkt hatte sich der Freundeskreis von vorherigen Jahren schon etwas voneinander entfernt. Aus den Augen, aus dem Sinn. Dann der dritte Wechsel der Schule.  Es ist der erste neue Schultag und alle Klassen eines Jahrgangs finden sich zusammen. Ich erhasche erste Blicke der anderen und suche selbst nach bekannten oder gehassten Gesichtern. Dabei merke ich, wie sich jemand hinter mir nähert, und ich schon leicht nervös werde. <em>„Schaut mal, wer da ist. Mücki!“</em></p>
<p>Ich drehe mich um und erkenne ein vertrautes Gesicht mit zwei mir bis dahin Fremden an seiner Seite. <em>Günni</em> kannte ich seit Ewigkeiten, er tat mir gut, und allein der Gedanke, die Situation damals zu erleben, treibt mir gerade Tränen in die Augen. Da fiel eine Last von mir, wie ich es selten erlebt habe. Ich wusste: Egal was von jetzt an passiert, es wird nicht so schlecht wie bisher. Auch das ist ein Verhaltensmuster, das mich mein Leben lang begleitet. Selbst nach Jahren Durststrecke, glaube ich, kommt immer solch ein Moment des puren Glücks, den ich dann bis in die Ewigkeit festhalten möchte – erfolglos.</p>
<p>Günni hatte ich damals lange nicht gesehen und in diesem Alter wächst man auch. Ich selbst war lange <a href="https://www.coldheat.de/wer-ich-bin" title="Wer ich bin">körperlich hinterher</a>, er dagegen war immer größer als alle anderen, wuchs noch weiter und war zu dem Zeitpunkt locker zwei Köpfe größer als ich. Neben ihm standen Daniel und Andre. Daniel wurde in kurzer Zeit zu einem sehr guten Freund, der jedoch Jahre später für tiefe emotionale Narben verantwortlich war, die mich bis heute schmücken. Andre war vom ersten Moment an durchgeknallt, wir taten uns eher schwer miteinander und fanden erst später Zugang zueinander, als ich seinen Rucksack bemalte. </p>
<p>Günni erzählte den Zweien von mir und dass ich „lustig“ sei, aber auch schnell nerven kann. Beides stimmt bis heute und Spoiler-Alert: Günni zählt zu den Top 3 Menschen, die mein Leben geprägt haben.</p>
<p>„Du wirst nicht glauben, wer noch hier ist.“ Er hebt den Arm und pfeift mit der anderen Hand, in dieser coolen Variante, wo man so den gewinkelten Finger mit zwischen die Lippen nimmt. Ich habe, glaube ich, nie coolere Leute um mich gehabt. Sein Pfeifen erfüllte seinen Zweck. Aus dem Hintergrund näherte sich … <em>Chris</em>. </p>
<p>Chris kannte ich ebenfalls seit einigen Jahren zu diesem Zeitpunkt. Er und <em>Günni</em> waren engste Freunde. Meines zweiten Platzes um die Gunst Günnis waren Chris und ich uns beide bewusst. Er hat es mich aber bis zum letzten Tag nicht spüren lassen. Sie beide fanden, schnell zueinander, weil beide in ähnlich problematischen Haushalten aufgewachsen sind. Ganz so übel war es bei mir nicht.</p>
<p>Chris und ich respektierten uns, aber wir waren erst später richtig warm miteinander. Chris war ein Riesenfan von <em>Guns &amp; Roses</em>, aber auch das <em>Enfant Terrible</em> der Gruppe. Vom ersten bis zum letzten Tag war er verdammt noch mal <em>loyal</em> und wir hatten im Laufe der Jahre einige kritische Situation in denen ich völlig abhängig seiner Gunst und Loyalität war. Ich hab keine Sekunde gezweifelt, dass er alles tun wird, um Schaden von allen der Gruppe abzuwenden. Ich möchte nicht wissen, wie viele Narben er für die Gruppe kassiert hat.</p>
<h2>Und mehr</h2>
<p>Da standen wir also. Günni, Chris, Andre, Daniel und ich. Erster Schultag an einer neuen Schule, weit weg von unserem Viertel. Es dauerte keine 5 Minuten und Chris rief eine weitere Person zu uns. „Das ist Stefan, wir waren gemeinsam in der Nord.“ </p>
<p>Stefan wurde sehr schnell ein toller Kumpel. Unsere Bindung fand über Computerspiele statt. Wir beide waren von der Sammlung an Raubkopien des anderen beeindruckt. Er kam auf die Idee, gemeinsam das Zeug zu verkaufen. Bei Stefan hingen wir <em>sehr</em> oft nach der Schule ab und zockten <em>NBA Jam</em>. Er und ich teilten auch den gleichen Musikgeschmack, respektive hat er mich sehr <a href="https://www.coldheat.de/2023/04/nas-illmatic" title="Illmatic">musikalisch beeinflusst</a>. Wir gaben uns regelmäßig Tapes. Er hat mich damals auch Jahre später mitgeschleppt, zu einem <em>Battle of the Year</em> und wir haben beide gezeichnet und gesprüht. Ich war immer neidisch auf sein Können, was das Künstlerische betraf. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass <em>nur</em> er in den letzten Schuljahren, meine Kreationen im Kunstunterricht wertgeschätzt hat, und wir haben lange darüber gequatscht. Er war auch ein Auslöser, wieso ich das anschließend studieren wollte.</p>
<p>Günni, Chris, Andre, Daniel, Stefan und ich. Das war noch nicht das Ende. „Ach ja, Torsten muss auch hier sein“, meinte Günni, der wie damals schon sofort die zentrale Position der Gruppe einnahm. „Warte mal, welche Klasse ist der? Moment.“ Wenige Momente später kam er zurück mit Torsten, den ich auch lange nicht gesehen hatte, und einer weiteren unbekannten Gestalt. Noch größer als Günni selbst. Das war Marcel, er und Torsten waren die letzten Monate schon befreundet.</p>
<p>Torsten und ich haben uns immer gefragt, welcher Zufall uns eigentlich Teil dieser Gemeinschaft werden ließ. Wenn man uns als Gruppe sah, stachen wir zwei immer als Anomalie sofort heraus. In einer Gruppe großer sportlicher Elfen, waren wir die Hobbits. Auch er hat schnell seinen Winkel gefunden, uns schulisch geholfen und hat auch viele Jahre den Besorger für wirklich <em>alles</em> gespielt. </p>
<p>Der unbekannte Marcel an seiner Seite, war mir im ersten Moment sympathisch. Er war nach einer Woche der geistige Anführer der Gruppe, uns allen in fast allen Bereichen weit voraus, ohne das jemals ausdrücken zu müssen. Marcel rettete der Gruppe in den nächsten Jahren <em>mehrfach</em> den Arsch in vielen Krisen und Situationen. Er war Mediator bei inneren Konflikten und hat allein mir mindestens zweimal den Anwalt gespielt beim Direktor-Vorsprechen. Manche Menschen haben solch eine Aura. Marcel hatte die und ich habe nie einen selbstloseren Menschen getroffen. Er hat versucht, mein Basketballspielen zu verbessern. Funktionierte nur so semigut. Aber selbst Marcel konnte Jahre später den Bruch der Gruppe nicht mehr stoppen, aber er hat verhindert, dass an einem Silvester mehr als einer der Gruppe im Krankenhaus landete.</p>
<p>Dieser eine erste Schultag nach den Ferien, war der mit Abstand beste. Es hat noch eine Weile gedauert, bis wir uns aneinander vollständig gewöhnt hatten, aber der Schulalltag machte ab diesem Moment wieder etwas mehr Spaß.  Diese Gruppe war die folgenden 6 Jahre unzertrennlich und für viele irgendwas zwischen <em>Support-Group</em>, Elternersatz und Freunden.</p>
<p>Günni, Chris, Andre, Daniel, Stefan, Torsten, Marcel und ich. Für mich war das damals ein surrealistisches Ankommen. Ich war erleichtert. Alles sollte gut werden &#8230; für einen Moment.</p>        <p>Feedback: <a href="https://www.coldheat.de/2025/11/gruppenbildung#respond" title="0 Kommentare">0 Kommentare</a></p>
    </div>]]>
  </content:encoded>
  
    <wfw:commentRss>https://www.coldheat.de/2025/11/gruppenbildung/feed</wfw:commentRss>
    <slash:comments>0</slash:comments>
    </item>
    <item>
    <title>Wer ich bin</title>
    <link>https://www.coldheat.de/2025/11/wer-ich-bin</link>
    <comments>https://www.coldheat.de/2025/11/wer-ich-bin#comments</comments>
    <pubDate>Sun, 02 Nov 2025 08:00:47 +0000</pubDate>
    <dc:creator><![CDATA[Chris_]]></dc:creator>
    		<category><![CDATA[Momentaufnahme]]></category>
		<category><![CDATA[Off-Topic]]></category>
		<category><![CDATA[Zeugs]]></category>
		<category><![CDATA[00er]]></category>
		<category><![CDATA[10er]]></category>
		<category><![CDATA[20er]]></category>
		<category><![CDATA[80er]]></category>
		<category><![CDATA[90er]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

    <guid isPermaLink="false">https://www.coldheat.de/?p=16008</guid>
    <description><![CDATA[Ich bin Christian, Baujahr 1981. Ostdeutscher. Dies wird mein Leben lang ein Stigma bleiben, welches ich erfolglos sprachlich zu verstecken versuche, aber auf das ich weder stolz bin, noch mich dafür schäme.
Ich habe mit einem Herzfehler das Licht der &#8230;]]></description>
        <content:encoded>
    <![CDATA[<div>

    <img src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/entry-thumbs/480/ptr-1.jpg" 
         class="entrythumb" 
         alt="Wer ich bin" />

    <p>Ich bin Christian, Baujahr 1981. Ostdeutscher. Dies wird mein Leben lang ein Stigma bleiben, welches ich erfolglos sprachlich zu verstecken versuche, aber auf das ich weder stolz bin, noch mich dafür schäme.</p>
<p>Ich habe mit einem Herzfehler das Licht der Welt erblickt. Hat sich dann alles normalisiert, aber ich war viele Jahre körperlich hinterher und wurde zusätzlich knapp ein Jahr früher eingeschult. Das Ergebnis waren furchtbare und tolle Schuljahre. Siebte bis Mitte der neunten Klasse war die Hölle. Anschließend fand ich Freunde fürs Leben, die ich seitdem leider nicht mehr gesehen habe, aber die mich im Nachhinein mehr geprägt und für den Rest des Lebens vorbereitet haben als kaum jemand anders. Ich war Klassenclown, einfach auch, weil ich sonst nichts anderes der Gruppe bieten konnte, <em>die</em> Grundlage für alle <em>People Pleaser</em> Aktionen meines Lebens.</p>
<p>Ich war nicht gut in der Schule und kam nur mit Ach und Krach durchs Abitur. Vielleicht wäre es besser gewesen, nach dem Realschulabschluss aufzuhören. Ich bin nur durchs Abi gekommen, weil in der mündlichen Geografieprüfung unser Direktor mit bewertete, und der kannte uns von vielen Terminen in seinem Büro und wollte uns nur einfach loswerden. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich denke ab und zu immer noch daran.</p>
<p>Die Jugendtraumata halten sich in Grenzen, aber sie existieren. Ich kam wie jeder meiner Generation und meiner Herkunft zu der Entscheidung, ob man Nazi wird oder eben nicht. Das hat damals den Freundeskreis gespalten. Ich ordne mich politisch im Zentrum ein, mit einer 20-%igen Verschiebung nach links. Habe nie extrem gewählt. Bin Wechselwähler. Habe nie CDU, FDP oder pur links gewählt. <em>Alle</em> Parteien rechts von der CDU gehören verboten.</p>
<p>Wurde in den ersten zehn Berufsjahren ausgebeutet, bekomme die letzten zehn Jahre ein sehr ordentliches Gehalt. War insgesamt 2 Wochen arbeitslos. Ich habe früh gelernt, mit Geld umzugehen. Unser erstes reguläres „Einkommen“ bestand aus dem Verkauf von Raubkopien von Computerspielen, auf dem Schulhof. Wir hatten da eine sagenhafte Quelle, die Jahre später auf andere Dinge wechselte.</p>
<p>Bin finanziell unabhängig, aber auch zum Teil dafür selbst verantwortlich. Habe seit 1999 ein reguläres Einkommen. Ich habe davon immer was auf die Seite gelegt. Lebe eigentlich heute wie damals <em>sehr</em> sparsam, mit wenigen Ausnahmen. Irgendwie hat sich das summiert über die Jahre. Hab viel Glück gehabt mit ein paar Investitionen.</p>
<p>Mein Verhältnis zu den Eltern könnte besser, aber auch schlimmer sein. Meine Großväter waren mein Geschichtsunterricht. Beide dienten im Zweiten Weltkrieg. Beide kamen glücklicherweise wieder nach Hause, zwar als gebrochene Personen, aber sonst würde ich jetzt hier nicht diesen Text schreiben. Mein Großvater war mein Idol. Ich vermisse ihn sehr. Ich sehe jeden Tag mehr und mehr aus wie er. Der Moment, als ich 10 Jahre alt bin, Ferien habe und wir am See angeln, markiert für mich die Definition von Glück bisher. Ich war nie mehr so entspannt wie in diesem Moment. Ich habe diesen Mann nur einmal weinen gesehen in all den Jahren. Er teilte damals Erlebnisse des Kriegs. Ich weine schon bei Film und Fernsehen: <a href="https://www.coldheat.de/2010/01/et" title="E.T.">E.T.</a>, <a href="https://www.coldheat.de/2009/12/broadcast-news" title="Broadcast News">Broadcast News</a>, <a href="https://www.coldheat.de/2009/06/the-breakfast-club" title="Breakfast Club">Breakfast Club</a>, Saving Private Ryan, Up, <a href="https://www.coldheat.de/2008/10/planes-trains-automobiles" title="Planes, Trains &amp; Automobiles">Planes, Trains &amp; Automobiles</a>, oder <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Jurassic_Bark" title="Jurassic Bark">Jurassic Bark</a>.</p>
<p>Ich lese viel Text, aber leider kaum Bücher. Stattdessen seit mehr als 20 Jahren die gleichen Online-Quellen. Meine geringe Nutzung der deutschen Sprache im Vergleich zur englischen lässt mich ganz viele kleine Versprecher machen, die einige Menschen sehr unterhaltsam, andere nervig finden. Ich dachte bis vor kurzem, es hieße wirklich <em>Halsarmee</em> statt <em>Heilsarmee</em>.</p>
<p>Ich bin sehr oft allein, aber nicht immer einsam. Habe einen großen Freundeskreis und bin dafür <em>sehr</em> dankbar. Wenn ich nachts um 2 Uhr mal Hilfe brauche, habe ich viele Optionen, jemanden anzurufen. Mir wird grad bewusst, wie toll das ist.</p>
<p>Ich mache manchmal Dinge, die falsch, aber gleichzeitig auch anständig sind. Ich bewerte Mitmenschen danach, wie sie mit Service-Personal interagieren. Ich bin strukturiert, diszipliniert, mit einem Hang zu OCD. <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Quiet:_The_Power_of_Introverts_in_a_World_That_Can%27t_Stop_Talking" title="Quiet: The Power of Introverts in a World That Can't Stop Talking">Quiet</a> hat mir viel über mich verraten. Ich bin introvertiert, meide Menschenmassen, habe aber keine Panik vor Situationen mit vielen Fremden. Meine Definition von introvertiert ist, dass ich einfach mehr Energie in großen sozialen Zirkeln verbrauche, als ich davon zehren kann. Ich tanke Energie allein oder mit wenigen Leuten, die ich kenne und mag.</p>
<p>Die meiste Zeit meines Lebens war ich untergewichtig. Ich kämpfe um jedes Kilo, dank eines noch tollen Stoffwechsels. In den letzten 16 Monaten, habe ich durch einige Veränderungen in Ernährung und Fitness, ziemlich genau meine Wohlfühlform gefunden, auch wenn ich die letzte Woche einige Kilos lassen musste. Die muss ich mir wieder schnell zurückholen. Natürlich bin ich gleichwohl zerfressen von Zweifeln über das eigene Äußere. Wahrscheinlich ist meine eigene Wahrnehmung meiner Person verzerrt.</p>
<p>Leider bin ich zu oft oberflächlich. Mein Humor kennt kaum Grenzen, gleichwohl ecke ich damit wieder und wieder an. Ich bin nett, zu nett meistens. Allerdings bin ich auch sehr geübt darin, nicht nett, oder sogar sehr gemein zu sein. Ich bin teilweise Opportunist, bin aber immer fair.</p>
<p>Ich mag keine Katzen. Bin eher der Hundemensch, hatte aber noch keinen eigenen und würde diesen Umstand gern ändern. Mein Leben ist nicht mehr lang genug, um mich mit Menschen zu umgeben, deren Schnittmenge mit meiner Persönlichkeit zu gering ist. Schwurbler, Impfgegner und Wähler des rechten Spektrums verschwenden meine Zeit. Bitte weitergehen.</p>
<p>Ich habe seit der Schule gefühlt den gleichen Haarschnitt, aber immerhin sind noch viele vorhanden, auch wenn es jede Woche mehr und mehr graue oder weiße werden. Damit habe ich meinen Frieden gemacht. Gefärbt wird nichts.</p>
<p>Die Zähne sind noch alle da, gute Gene, fast unversehrt, bis auf die Weisheitszähne, die sind alle raus. Trug in der Schule ’ne Zahnspange, aber noch so eine zum Herausnehmen, was ich oft tat, und somit bis heute kein perfekt arrangiertes Gebiss habe.</p>
<p>Meine Augen sind ruiniert, schlechte Gene. Ich denke, das war der GameBoy. Eine Laserbehandlung ist angedacht. Irgendwann bin ich von Brille auf Kontaktlinsen umgestiegen und mittlerweile zu eitel, um wieder zu wechseln. </p>
<p>Hab damals in der Schule zeitweise mal recht aktiv Basketball gespielt. Einmal bekam ich im Training einen Ball direkt gegen den Kopf aufs Ohr und war für eine Weile ausgeknockt. Seitdem hab ich da einen Tinnitus, welcher mal mehr und mal weniger nervt und eines von vielen Signalen meines Körpers ist, der mir mitteilen möchte, dass ich vielleicht mal einen Gang herunterschalten sollte.</p>
<p>Mein Hautbild ist nicht gut. Als ob ich in Teenagerzeiten noch mehr Gründe zum Verprügeltwerden gebraucht hätte, kamen zur kleinen Statur, zum Untergewicht, zur Brille und zur Zahnspange dann auch die Pubertätsakne, die es sich bei mir gefühlt bis in die 30er gemütlich gemacht hatte. Mit meinen Leberflecken und Muttermalen könnte man mal eine Sternenkarte kreieren.</p>
<p>Ich hab Podcasts gehört und gesehen, als es noch uncool war, und dank <a href="https://marc.tv/" title="Marc.tv">Marc</a> hab ich auch <a href="https://www.coldheat.de/2024/07/kunstpixel-podcast-mit-marc" title="Kunstpixel Podcast">eine eigene Folge</a>! Als musikalischer Konsument bin ich breit aufgestellt, aber primär geprägt von Mitte der 80er bis frühe 2000er. Mein Genre der Wahl wird bis ins Grab Hip-Hop bleiben, jedoch kaum neue Veröffentlichungen. Darüber hinaus kann ich mir alles anhören, was nicht ins Metal-Genre abdriftet. In den letzten Jahren ist Klassik für mich zur Entspannungsmusik geworden. Ich hätte gern ein Instrument gelernt. Schlagzeug oder Klavier haben mich bis heute sofort in ihrem Bann.</p>
<p>Ich würde behaupten, ich kann gut kochen, auch gern für andere. Respektive gebe ich auch gern überdurchschnittlich viel Geld für Gastronomie aus. Was ich nicht kann, ist Bügeln, aber das wird demnächst auch verbessert. Seit kurzem besitze und genieße ich einen Nasenhaartrimmer.</p>
<p>Mein Kleidungsstil ist wie meine Frisur eigentlich seit der Schule kaum verändert. Ich kaufe auch meist mehrere Exemplare eines Stücks, wenn ich damit zufrieden bin. Schuhtechnisch ist es auch dasselbe Modell seit mehr als 10 Jahren, aber dieses Jahr hab ich mich dann doch von <em>Stan Smith</em> anfixen lassen. Kleine Veränderungen.</p>
<p>Ich mag Videospiele, komme aber immer weniger und weniger aktiv dazu, folge mehr und mehr passiv. Ich habe knapp 10 Jahre intensiv MMORPGs gespielt und damit auch mein Studium versaut. <em>EverQuest</em> markiert bis heute meine liebste Zeit des Mediums. Filme dagegen begleiten mich mein ganzes Leben und sind irgendwie auch der Grund, wieso dieses Weblog seit weit mehr als 20 Jahren existiert.</p>        <p>Feedback: <a href="https://www.coldheat.de/2025/11/wer-ich-bin#comments" title="5 Kommentare">5 Kommentare</a></p>
    </div>]]>
  </content:encoded>
  
    <wfw:commentRss>https://www.coldheat.de/2025/11/wer-ich-bin/feed</wfw:commentRss>
    <slash:comments>5</slash:comments>
    </item>
    <item>
    <title>Nachtgestalten</title>
    <link>https://www.coldheat.de/2022/08/nachtgestalten</link>
    <comments>https://www.coldheat.de/2022/08/nachtgestalten#respond</comments>
    <pubDate>Mon, 22 Aug 2022 15:05:57 +0000</pubDate>
    <dc:creator><![CDATA[Chris_]]></dc:creator>
    		<category><![CDATA[Film des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[90er]]></category>
		<category><![CDATA[Deutscher Film]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Komödie]]></category>

    <guid isPermaLink="false">https://www.coldheat.de/?p=14889</guid>
    <description><![CDATA[Mein aktuelles Lieblingskino um die Ecke, führt schon seit vielen Jahren wechselnde 35mm Filmreihen. Ab kommenden September Abenteuerfilme im Stil <em>Indiana Jones</em>. Freitag 22 Uhr allerdings gibt es meist eine Testsichtung, bei der man vorher nicht weiß was gezeigt &#8230;]]></description>
        <content:encoded>
    <![CDATA[<div>

    <img src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/entry-thumbs/480/nachtgestalten.jpg" 
         class="entrythumb" 
         alt="Nachtgestalten" />

    <p>Mein aktuelles Lieblingskino um die Ecke, führt schon seit vielen Jahren wechselnde 35mm Filmreihen. Ab kommenden September Abenteuerfilme im Stil <em>Indiana Jones</em>. Freitag 22 Uhr allerdings gibt es meist eine Testsichtung, bei der man vorher nicht weiß was gezeigt wird. Für drei Euro Eintritt jedoch, nehme viel in Kauf. Mein Problem ist meist die Zeit und wenn um mich herum primär angeheitertes, junges Publikum feiert, kämpfe ich gegen die Müdigkeit der Woche. </p>
<p>Eigentlich wollte ich an diesem Tag nur mein Feierabendpils austrinken und mitten im Film nach Hause laufen, um ins Bett zu fallen. Der heutige Film jedoch, hielt mich komplett im Kinosessel.</p>
<figure class="on-click-embed" style="background-image:url(https://img.youtube.com/vi/ueyun8vty6M/0.jpg);">
    <span class="video-size-fix">
        <img decoding="async" class="embed-placeholder-image visually-hidden" src="https://img.youtube.com/vi/ueyun8vty6M/0.jpg" data-videoid="ueyun8vty6M" alt="">
    </span>
    <figcaption class="embed-trigger"><span class="icon-play"></span></figcaption>
</figure>
<p>Zugegeben solche Episodenfilme habe ich schon sehr oft gesehen. Meist spielend in New York oder Paris. <em>Nachtgestalten</em> erfindet das Rad nicht neu, aber diese Mischung aus Berliner Milieu, einfachen Geschichten und der dicken End-90er Ästhetik fasziniert bis heute.</p>
<p>Ein wirklich toller kleine deutscher Film, der ganz offensichtlich auch Zuschauer unterhalten kann, welche diese Zeit nicht mehr selbst erlebt haben. Bei einer der Schlüssenstellen des Films raunte der gesamte Saal ein kollektives <em>Aaaawwww</em>. Dafür gehe ich gern ins Kino.</p>
<p>Daumen hoch für <em>Nachtgestalten</em>.</p>        <p>Feedback: <a href="https://www.coldheat.de/2022/08/nachtgestalten#respond" title="0 Kommentare">0 Kommentare</a></p>
    </div>]]>
  </content:encoded>
  
    <wfw:commentRss>https://www.coldheat.de/2022/08/nachtgestalten/feed</wfw:commentRss>
    <slash:comments>0</slash:comments>
    </item>
    <item>
    <title>Film des Tages &#8211; Wir können auch anders</title>
    <link>https://www.coldheat.de/2013/03/film-des-tages-wir-konnen-auch-anders</link>
    <comments>https://www.coldheat.de/2013/03/film-des-tages-wir-konnen-auch-anders#respond</comments>
    <pubDate>Fri, 22 Mar 2013 09:09:12 +0000</pubDate>
    <dc:creator><![CDATA[Chris_]]></dc:creator>
    		<category><![CDATA[Film des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[90er]]></category>
		<category><![CDATA[Deutscher Film]]></category>
		<category><![CDATA[Komödie]]></category>
		<category><![CDATA[Roadmovie]]></category>

    <guid isPermaLink="false">http://www.coldheat.de/?p=10969</guid>
    <description><![CDATA[Ein Deutsches Road-Movie aus den frühen 90ern, ist <em>Wir können auch anders</em> auf den ersten Blick furchtbar Amerikanisch angehaucht, dann jedoch so herlich Deutsch durch und durch. Das Genre lebt durch zwei Regeln: überzeichnete Handlung und/oder Figuren. Detlev Buck beschränkt &#8230;]]></description>
        <content:encoded>
    <![CDATA[<div>


    <figure class="on-click-embed" style="background-image:url(https://img.youtube.com/vi/PM7V903KFEU/0.jpg);">
    <span class="video-size-fix">
        <img decoding="async" class="embed-placeholder-image visually-hidden" src="https://img.youtube.com/vi/PM7V903KFEU/0.jpg" data-videoid="PM7V903KFEU" alt="">
    </span>
    <figcaption class="embed-trigger"><span class="icon-play"></span></figcaption>
</figure>
<p>Ein Deutsches Road-Movie aus den frühen 90ern, ist <em>Wir können auch anders</em> auf den ersten Blick furchtbar Amerikanisch angehaucht, dann jedoch so herlich Deutsch durch und durch. Das Genre lebt durch zwei Regeln: überzeichnete Handlung und/oder Figuren. Detlev Buck beschränkt sich hier auf seine Figuren und fährt damit ganz gut.</p>
<p>Bonuspunkte für einen der ersten Auftritte der immer grandiosen Sophie Rois. Übehraupt alle Darsteller sind sehr sehenswert. <em>Wir können auch anders</em> ist Deutsches Kino wie ich es seit Jahren möchte: beeinflusst, aber mit eigener Identität. Unbedingt anschauen.</p>        <p>Feedback: <a href="https://www.coldheat.de/2013/03/film-des-tages-wir-konnen-auch-anders#respond" title="0 Kommentare">0 Kommentare</a></p>
    </div>]]>
  </content:encoded>
  
    <wfw:commentRss>https://www.coldheat.de/2013/03/film-des-tages-wir-konnen-auch-anders/feed</wfw:commentRss>
    <slash:comments>0</slash:comments>
    </item>
  </channel>
</rss>
