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Rolf Dobelli – Die Kunst des guten Lebens
  • Di., 28. April 2026
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Rolf Dobelli – Die Kunst des guten Lebens

Ein LLM empfahl mir, das heutige Buch des Tages zu lesen: Die Kunst des guten Lebens von Rolf Dobelli. Ein Blick auf die Liste seiner Bücher malt das Bild eines Romanautoren, der eines Tages zum Sachbuch wechselte und damit wohl erfolgreicher ist. Im Stil dieses Buchs existieren wohl nicht weitere und ehrlich gesagt bin ich daran, nach dem Durchlesen dieses, weitere zu probieren.

Ich musste schauen, wann das Buch erschien, weil ich eine Vermutung hatte, die falsch ist. Ich dachte, das Buch sei aktueller als 2017, denn der Stil des Buches ist sehr TikTok-like und das möchte ich jetzt völlig wertungsfrei notieren. Man liest sich durch 50 kurze Kapitel. Jedes ist eine Handvoll Seiten lang, beginnt mit einem meist historischen oder “tagesaktuellen” Aufhänger, beschreibt einen abstrakteren Ansatz und reduziert diesen dann auf einfach anzuwendende kleine Regeln. All dies liest sich schnell weg und suggeriert schnellen Fortschritt während des Lesens. Es ist ein perfektes Buch für den Nachttisch.

Inhaltlich las ich viele bekannte Dinge, die ich seit Jahren praktiziere, einiges sinnvolles Neues (Erwartungsmanagement) und einige für mich einfach falsche Ansätze (Meinungsbildung). Letzteres ist unglaublich zeitgemäß und ein vielleicht großes Übel des modernen Alltags. Der Autor argumentiert, dass man auch aufgrund von Komplexität nicht zu jedem Thema eine Meinung haben muss und noch weniger, diese dann vielleicht lauthals vor sich herzutragen. Dies ist eine Ausweichtaktik, welche Kommunikation tötet und nur vielleicht sogar im Kontext des Buchs “korrekt” sein mag, weil die meisten Menschen gesunde Kommunikation verlernt haben und dies weiter falsch fortsetzen. Weil es keine gesunde Streitkultur mehr gibt, schweigen wir lieber Themen aus. Das ist auf allen Ebenen, in allen Formen von Beziehungen falsch. Mindestens einmal pro Woche muss ich Mitmenschen in diversen Konstellationen sagen: “Dann sprich es doch genauso an und frag sie/ihn.” Auch Meinung ist Kommunikation.

Das Buch gewinnt durch sein Format und seinen damit entstehenden Häppchen-Konsum. Zu keinem Zeitpunkt davon geht es in die Tiefe, aber ich glaube, das möchte der Autor auch nicht. Vielmehr wirkt es wie eine Sammlung an Ideen, Anstößen, Vorschlägen, mit denen man sich bei Gefallen außerhalb des Buchs vertiefen kann.

Irgendwie hat mir das gefallen. Daumen hoch.

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  • 10s,
  • Buch,
  • Leben.

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