
Momentaufnahme
Fünf
Letzte Woche war ich beruflich für ein paar Tage in Berlin. Es gab eine interne Veranstaltung mit Kunden und anschließend auch ein öffentlicheres Forum. Ich glaube, das war das zweite Jahr dieses Formats, und einer der Namen auf der Gästeliste erweckte meine Aufmerksamkeit und war am Ende auch ein Grund für mich, dort mal reinzuschnuppern, mit dem Ziel, ein Foto mit der Person zu erhaschen. Ich kürze mal ab: Das Ziel ist erreicht. Es war sogar ein kurzer Dialog mit Robert Habeck drin, bevor wir von einer weiteren Person unterbrochen wurden.
Dieser Tage war auch zufällig mein 5-Jähriges bei diesem Arbeitgeber. Als ich vor fünf Jahren dort unterschrieb, hatten die beiden Gründer viele Ideen, aber wir alle noch keinen guten Plan, diese umzusetzen. Dies ist mein erster Job in einem Startup. Ich war Mitarbeiter Nummer fünf damals und bis auf ein wildes Mockup eines der Gründer existierte nichts und die ersten 18 Monate war ich der einzige Designer. Für mich heute grob fahrlässig eigentlich.
Fünf Jahre später sind wir noch da und haben den Ex-Vizekanzler als Gast. Als ich dann dieser Tage dort Kunden und deren Geschichten live erlebt habe, hat mich das schon mit etwas Stolz erfüllt.1 Im Nachhinein war dieser zugegebenermaßen unfreiwillige berufliche Wechsel nach mehr als 15 Jahren E-Commerce der nötige Schub für etwas Neues. Die Entscheidung war rückblickend nicht die schlechteste.
Aufmacherbild: Caspar David Friedrich: Der Wanderer über dem Nebelmeer (1818) ↩
2 Kommentare
Herrn Habeck live zu treffen, ist schon etwas Besonderes Leider hat sich (für mich) erst im Nachhinein herausgestellt, dass er in den meisten Dingen ziemlich genial war- und bei vielen ungeliebten Entscheidungen EU-Recht durchgesetzt hat.
Dass man sich nach 5 Jahren im Job noch wohlfühlt, kann ich sehr gut nachempfinden. Seit ich „Schalli“ bin (Ultraschallprüfer für nahtlose Druckgasbehälter), habe ich auch DAS gefunden, was ich machen will. Nächstes Jahr bin ich 10 Jahre dabei – und fühl mich wohl – auch wenn ich manchmal denke „Deppenfabrik“.
Ich war schon vor dem Treffen Fan dieses Menschen und bin es immer noch, oder eher noch mehr als vorher. Meine letzten beiden Arbeitsverhältnisse endeten immer ziemlich genau nach 5 Jahren, drum musste ich hier irgendwie was drüber notieren.
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