
Angehört
Blur – Blur
Blur waren für mich in den 90ern immer die nüchterne Variante von Oasis und Britpop-Zugpferd. Kommerziell erfolgreiche Popmusik, mit einem gewissen Anspruch. Zwar immer noch weichgespült, aber in einer angenehmen Art und Weise. Dieses gleichnamige Album ist das fünfte und ein Versuch, etwas erwachsenere Musik zu kreieren. Das gelingt ihnen erstaunlich gut und wurde auch kommerziell belohnt. Ich erinnere mich an das Video zu Song 2 damals. Bis dahin war diese Band wenig nach meinem Geschmack, aber Song 2 hatte Nirvana-Vibes und versuchte, das auch nicht zu verstecken, ganz im Gegenteil. Everything is a remix.

Es wäre aber falsch, Blur auch dieses eine Lied zu reduzieren, auch wenn es so dermaßen erfolgreich war. Blur ist aber mehr als Song 2. Besonders in der zweiten Hälfte findet sich erstaunlich viel Variation. Strange News from Another Star klingt wie eine David-Bowie-Referenz und das anschließende Movin‘ On dagegen ist schon wieder Post-Punk. Dieser Kontrast macht das Album aus und Blur wirkt wie eine Collage aller Einflüsse, respektive einfach nur alles, was die Band zu dieser Zeit musikalisch toll fand.
Gefällt mir. Ich gebe den Daumen nach oben.
2 Kommentare
Na und … von Dir gar nicht erwähnt … es gibt ja eine schnurrgerade Linie zu den Gorillaz … das mag nicht so irre relevant sein, wenn man sich nun mit diesem Album beschäftigt, aber irgendwie doch auch schon. Es prägt ja, was man auch als Erwartung immer mithört, wenn man Damon Albarns Stimme hört … finde ich zumindest.
Ich hatte erst versucht, die Verbindung zu linken, weil sie so offensichtlich ist, und latürnich ist diese markante und oft gefilterte Stimme so markant und verbindend. Gorillaz ist aber mehr als Albarn, wobei Blur irgendwie auch auch.
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