
Zugehörigkeitsgefühl
Marc notierte Anfang des Jahres Gedanken zu Xennials, einer Gruppierung, der ich aufgrund meines Geburtsjahres zugehörig sein sollte. Zugehörigkeit, dies ist auch so ein sehr geladenes Wort, finde ich. Auf der einen Seite, sucht jeder Mensch danach, auf der anderen Seite, möchte ich mich nicht mit zu großen Gruppen normalisieren. Allerdings finde ich mich in der Beschreibung, und den genannten Details der Xennials schon wieder.
Mein Medienkonsum, hat mich irgendwie oft stark und neidisch zur Generation X schielen lassen, und mein Freundeskreis, beinhaltet auch mehr Generation X als alles andere. Das ist organisch so gewachsen, ohne dass ich es darauf angelegt hätte, aber es spiegelt meinen Wunsch nach dieser Zugehörigkeit doch irgendwie wieder.
Einen technologischen Stillstand kennen wir nicht – nur permanente Veränderung. Vielleicht fühlen wir uns deshalb keiner Generation wirklich zugehörig, sondern wandeln zwischen der alten und der neuen Welt.
Permanente Veränderung. Permanente Anpassung. Das macht unter Umständen auch sehr müde, aber die Formulierung ist präzise. Dieses Wandeln „zwischen der alten und der neuen Welt“ ist etwas, was mich durchs Leben trägt und was manchmal anstrengend sein kann, aber eben auch Kontraste und Kontext verstärkt.
Was mich auch so massiv beeinflusst hat, was das obere Zitat betrifft: Als Kind, das die ersten Lebensjahre hinter dem eisernen Vorhang verbracht hat, galt es nach dem Fall der Mauer, technologischen Anschluss zu gewinnen und in Lichtgeschwindigkeit 10 verpasste Jahre des Fortschritts, aufzuholen. Das war eine irre Zeit, aus so vielen Perspektiven.
Auch eine tolle Wortmarke: Xennials. Kann ich was mit anfangen. Wobei macht dies dann Generation Y überflüssig? Ist alles kompliziert.
4 Kommentare
Wie ich von Jan so schön lernte: „Die Unterschiede zwischen Individuen sind größer als die zwischen Gruppen.“
Eigentlich wollte ich den Kommentar noch weiterschreiben, aber dann bin ich beim Ausfüllen der Credentials wohl auf Enter gekommen. Egal. Der Kommentar funktioniert ja auch so.
Kommt mir bekannt vor. Nach der Wende in Folge: Atari 2600 Junior(!), Gameboy, SNES, dann erst einen 486er PC, dann eine N64 – im Rückblick alles innerhalb eines Zeitraums derart gerafft und komprimiert, dass einem technologisch schwindelig werden müsste.
Oder kürzer: .
Und als ich zu Weihnachten wieder IT-Service im Elternhaus spielen musste, wurde mir bewusst, dass:
1. Meine Eltern nicht Recht hatten und dies alles Zeitverschwendung in der Jugend sei.
2. Technik viel einfacher, verständlicher respektive Fehler resistenter geworden ist.
3. Ich hoffe und glaube bis ins hohe Alter dieses Verständnis und die Anpassung ausschöpfen zu können.
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