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Gedanken zu 2026
  • So., 04. Januar 2026
  • 2 Kommentare

Momentaufnahme

Gedanken zu 2026

Das Ende von 2025 und der Übergang zu 2026 gingen bei mir so bedächtig los wie … ich glaube, noch nie in meinem Leben. Auf einer Skala von 10, bin ich aktuell eine solide 6 von 10. Meine Pläne für 2026 halten sich in Grenzen. Ich war nie der große „Eine große Resolution für jedes neue Jahr“-Typ. Ganz im Gegenteil. Ich kenne mich gut genug, um zu wissen, nur mit kleinen Schritten kommt mein Persönlichkeitstyp ins Ziel. Welche Ziele es dieses Jahr sein sollen, versuche ich momentan noch zu präzisieren.

Abstrakt formuliert wahrscheinlich, dass ich 2026 einen Punkt erreiche, an dem ich mich so wohlfühle wie Anfang 2025 oder idealerweise noch besser als damals. Ich möchte dieses Jahr wenige menschliche Beziehungen intensivieren. Ich möchte mehr Bücher lesen und das auch in kleinen Häppchen, soll heißen, ich lese momentan vorm Einschlafen ein paar Seiten. Mal 5, mal 50. Ich möchte öfter meine medialen Komfortzonen verlassen, was schon ganz gut funktioniert. Auch das Reduzieren von wirklich medialem Dreck steht auf der Liste, aber auch hier waren die letzten Monate schon ein Schritt in die richtige Richtung.

Ich möchte natürlich all die kleinen neuen Verhaltensmuster der letzten Monate beibehalten und vielleicht noch um ein paar wenige zusätzliche erweitern. Ich werde versuchen, beim lokalen Filmverein mitzuhelfen. Letztes Jahr mussten sie auch aufgrund zu weniger helfender Hände pausieren, und ich glaube, das könnte mir Freude bereiten. Weblog-technisch wird 2026 natürlich gefüllter. Ob ich das Pensum der letzten beiden Monate halten kann, glaube ich kaum, aber ich werde es probieren und ich werde versuchen, einmal im Monat ein Kurzprofil zu schreiben. Das hat mir Spaß bereitet.

Ansonsten muss ich sagen: Bis auf die ganz eindeutigen emotionalen Baustellen, gibt es nichts Eklatantes. Die klassischen Jahresvorsätze anderer Menschen (Konsum, Gesundheit, Arbeit, Finanzen) kann ich nicht teilen, respektive finde ich, bin ich da solide aufgestellt. Ich werde noch etwas an der Ernährung schrauben und schauen, dass viele tierische Proteine mehr pflanzlich zu realisieren sind. Ich weiß, dass ich so schnell kein Vegetarier werden kann, ich weiß aber auch, dass ich hier gute Alternativen finden kann, und ich meine keine industriellen Fleischersatzprodukte. Da habe ich viel probiert und alles wirkt weit weg von einem geschmacklich tollen Erlebnis. Und Salz werde ich etwas reduzieren bzw. präziser dosieren.

Beruflich muss ich schauen, wie sich die nächsten Monate entwickeln werden und auch, wie sich die Welt insgesamt ändern wird. Irgendwie fühlt es sich für mich auch immer unvorhersehbarer an, wie schnell und wie intensiv Weltpolitik jeden einzelnen mittlerweile beeinflussen kann.

Ein sehr konkreter Vorsatz ist ganz klar, das Reduzieren von, na, ich beschreibe es mal als nicht wirklich immer so positive Verhaltensmuster. Oh ja, ich weiß, dass hier zum Beispiel im Weblog einige Details seit Wochen falsch oder ungünstig dargestellt werden, und das ist fast Absicht. Meine Jagd nach ewigem Perfektionismus ist vorbei. Das bin ich selbst auch nicht, das muss ich akzeptieren und mehr noch mögen lernen. Vielleicht ist genau dies, mein großes Thema dieses Jahres1.


  1. Aufmacherbild: In Flanders Field – Wo Soldaten schlafen und Mohnblumen wachsen (1914) – Robert William Vonnoh ↩

  • Schlagwörter:
  • 20s,
  • Leben,
  • Momentaufnahme.

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2 Kommentare

  • #1
  • Mo., 05. Januar 2026
  • ben_ schrieb:

Ja! Seit ich aufgehört habe, mit im Jahreseingangsartikel Ziele zu stecken, macht es viel mehr diese Beiträge zu schreiben und regelmässig hervorzukramen. Der Jahreswechsel ist eher ein Anlass zurückzuschauen, was gewesen ist, und nach vorne zu schauen, was sich am Horizont abzeichnet und wohin es das Herz zieht. Ein Abrechnen und Urteilen, ein Messen von Zielen, ein Scheitern und ein Siegen … das spare ich mir und bin viel, viel glücklicher seither.

Apropos … ich habe ja praktisch alle Push-Kanäle verlassen und selbst die Nachrichten lese ich nur noch sporadisch. Ich musst gestern mit Erstaunen feststellen, dass die USA … irgendwas in Venzuela gemacht haben. Was soll ich sagen … das ist zwar dicht an Ignoranz, aber der eigenen Psyche tut es halt gut.

Und … ich geniesse hier die exzellente Auswahl der Aufmacherbilder in den letzten Wochen sehr. Sehr, sehr!

Webmaster
  • #2
  • Di., 06. Januar 2026
  • Chris_ schrieb:

Mein Herz zieht mich grad auch wieder in eine na sagen wir nicht ganz unbekannte Richtung. Geplant ist da nichts und mit Erfolg und Misserfolg (ich weigere mich das Wort Niederlage momentan zu benutzen) kann ich grad auch wenig anfangen. Kleine Schritte, auch das ist 2026.

Am Reduzieren des negativen Medienkonsum werde ich arbeiten. Ich habe schon Tage die sind so gefüllt, dass ich gar keine Zeit dafür habe und da merke ich, wie positiv ein solcher Tag sich dann anfühlt und mir nichts fehlt.

Die Kunst als Aufmacher ist definitiv ein ganz gezielter Plan, freut mich, dass es nicht nur mir gefällt. 🙂 Gibt mir auch grad ganz viel und lässt mich noch etwas für neue Werke lernen.

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