Low Poly Predator – Teil 2
Die Roh-Version des Predators ist fertig, nur halt noch etwas nackt. Es gibt verschiedene Designs des Predators, eben einen leicht und schwer Gepanzerten. Einen schwer gepanzerten wollte ich nicht, deshalb entschied ich mich für die „Light“ Version und einige charakteristischen Werkzeuge, z.B. Handgelenksklingen und Schulterkanone.
Die letzten Details.

Der Brustpanzer
Wieder ein eigentlich einfacher Vorgang, ich selektierte die entsprechenden Faces (linker Brustbereich) und extruierte die Faces. Um die kantig spitze Kontur der Platte zu bekommen verschob ich jeden zweiten Vertex-Punkt. Die Platte war immer noch zu rund/organisch deshalb sparte ich einige Vertex-Punkte per Weld-Selected ein. Das sollte es für´s erste sein. 
Der Gürtel
Dieser besteht aus zwei Teilen: einer kleineren Panzerplatte und dem eigentlichen Gürtel. Das Prinzip bleibt das gleiche. Faces auswählen, extrude und anpassen. 
Um den Gürtel nahtlos an den hinteren Seiten in den Körper laufen zu lassen, verschmolz ich jeweils die beiden letzten Vertex-Punke per Weld-Selected Funktion. Das gleiche geschah auch vorne um die Gürtelform flüssig in die Panzerung laufen zu lassen.
Die Panzerplatten an den Oberschenkeln entstanden genau wie die Brustplatte. Die Faces an der Aussenseite des Schenkels wurden selektiert, extruiert und die kantige Kontur geformt.
Beinpanzerung
Blieb noch die Panzerung an den Unterschenkeln übrig. Diesmal zu 1st die Aussenseiten markieren dann extruieren. Das gleiche Spiel wieder mit der Vorder Seite, danach ein paar Vertices verschmelzen lassen. Nun die Form wählen die man haben möchte. Ich habe zusätzlich noch einmal Faces im oberen Bereich extruiert um eine Art Kniepolster zu bekommen.

„Gimme weapons !“

Der Unterarm-Panzer entstand nicht anders, wieder nur die äusseren Faces selektiert und extuiert (der hellgraue Bereich im Bild links). Um die Klingen zu extruieren musste ich noch ein paar Kanten teilen um die passenden Faces zu bekommen, welche im Bild links gelb markiert sind.

Die gelb-markierten Faces im vorherigen Schritt wurden selektiert und extruiert, der Rest ist Vertex-Verschiebung.
Shouldergun
Der Low-Poly typische Schulter-Panzer: ich wollte nur kurz zeigen wie dies möglich ist. Man nehme eine Geosphere teile diese und passt sie an. Ich wollte sie etwas kantiger, daher mussten ein paar Vertices weichen.
Schulterkanone gefällig ? Als erstes musste ich den „Kasten“ , auf dem dieses technische Wunderwerk sitzt, aus dem Rücken des Predators extruieren. Die Kanone selbst besteht aus einer Geosphere und einer gedrehten Box. Die Verbindung zum Predator habe ich per Hand gebaut (Create Faces). Der kleine Schlauch an der Kanone besteht aus einer gedrehten und verbogenen Box, die dafür recht viele Segmente benötigt.
Auch das wär dann geschafft, ein Polycounter-Check zeigte mir 1887 Polygone. Oh-Oh – doch etwas viel geworden. Aber egal ich hatte sowieso keine feste Vorgabe. Als nächstes ging es dran unnötige Polygone zu löschen, Formen zu verbessern und am wichtigsten sämtliche Kanten zu prüfen *urks*.
Möchte man den Polycount senken geht dies mit nur 2 Funktionen recht perfekt, Weld-Selected und Target-Weld. Es geht also darum jeden Vertex zu prüfen ob dieser notwendig ist, dabei fallen schon mal recht viele weg. Dies reicht meißt allerdings nicht. Dann muss man wohl oder übel recht grob die Vertices verschmelzen. Auch dabei nur nicht zu zaghaft sein sonst dauert es ewig, und ganz wichtig eine gute Textur versteckt einen niedrigen Polycount besser als eine hoher Polycount eine schlechte Textur.
Eventuell wirds noch ein extra Tutorial zum diesem Thema geben besser ist man kauft dieses Buch von Paul Steed, darin wird extra detailliert darauf eingegangen was ich sehr gut finde, es lohnt sich. Erstmal will ich es bei den folgenden Bildern belassen und damit dieses Tutorial beenden.
Für eine größere Ansicht, auf die Bilder klicken.



0 Kommentare
Für diesen Eintrag wurden die Kommentare geschlossen.
<UberBlogr Webring>Datenschutzerklärung
CC © 2004–2026 C.MückeZurück zum Seitenanfang