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i told you so

i told you so

Alko­hol. Ich gehöre nicht zur Gene­ra­tion Flatrate-Saufen. Zwei­fell­los gehört auch Alko­hol zu einer den unzäh­li­gen lega­len Dro­gen, die Krea­ti­vi­tät nicht wirk­lich ent­ge­gen­wir­ken. Wenn ich diese Zei­len schreibe, bin ich gerade geschätze 15 Minu­ten, gefühlte 30 Minu­ten iPod-hörend durch eine Klein­stadt­sied­lung bei Nacht gelau­fen, die lauf Medi­en­echo zu einer der dun­kels­ten Ecken Deutsch­lands gehört. Eine die­ser Fle­cken auf der deut­schen Land­karte, die viele sicher gern strah­lend weiß über­ma­len wür­den.

Meine Whiskey-Cola-Zeit ist lange vor­bei. Das ist Jahre her. Abschluss­fahrt der Abitur­klasse sicher­lich. Alko­hol. Die sicher­lich popu­lärste deut­sche Droge über­haupt. Deut­sches Rein­heits­ge­bot. Sowas wie die deut­sche Qua­li­tät für den Rausch. Bier ist ein Genuß­mit­tel und wird auch von mir so behan­delt. Genuß mit Timbaland-Beats anno 1998 im Ohr.

Die­ser Text ist einer von vie­len, die mit Ein­wir­kung des deut­schen Rein­heits­ge­bots ent­t­stan­den sind. Kei­ner hat es bis­her zur Ver­öf­fent­li­chung geschafft. Viel­leicht ist es dies­mal anders.

Unsi­cher­heit. Sicher­lich ein Schlüs­sel­wort.

Was alles so in Folge von Alko­hol text­lich bei mir ent­stan­den ist, reicht von pein­lich bis wirk­lich gut. Mails, die nie­mals gesen­det wer­den soll­ten und wich­tige Freund­schaf­ten zer­stör­ten, bis hin zu sol­chen Blog-Einträgen.

Die meis­ten die­ser Texte, über­le­ben die nächst­täg­li­che Feu­er­probe nicht. Auch die­ser wird sicher­lich so enden. Hmm, es wird Zeit Fight Club ein­zu­le­gen und am Ende des zwei­ten Akts wie immer ein­zudö­sen.

Wir nen­nen das wie immer. Wohl­mög­lich über­lebt auch die­ser Text keine 12 Stunde. Zeit ver­geht irgend­wie auch lang­sa­mer und schnel­ler. Zeuge sein, con­ti­nue.

  • #1
  • Sa, 28. Juni 2008
  • ben_ schrieb:

Ich war ja seit über drei Jah­ren nicht betrun­ken. Aber die­ser Bei­trag freut mich gleich dop­pelt. Zum einen weil er Lust macht auch mal wie­der neben der Spur zu lan­den und zu ande­ren weil so herr­lich aus­bricht aus den sonst so lie­be­voll geschrie­be­nen und pro­du­zier­ten Arti­keln. Danke.

Bitte gerne mehr davon!

Webmaster

Oh nein. Das bleibt die Aus­nahme, auch weil ich sicher nicht an dem Punkt war, wo abso­lut kein Fil­ter im Kopf mehr ein­setzt. Die Ana­lyse ist schon längst durch. Die letz­ten 2 Wochen mit der Zahn­ge­schichte, führ­ten zu einer solch effek­ti­ven inne­ren Rei­ni­gung (kein Fleisch, nur Tee, viel zu viel Obst, Gemüse), dass ges­tern die weni­gen Fla­schen zu viel waren.

Ich wollte eigent­lich nicht und beneide jeden, der egal wel­cher lega­len droge abge­schwo­ren hat. Nur irgend­wie bin ich dann wie­der schwach gewor­den, was mich ärgert. Da wurde ne kleine Feier quasi für mich noch­mal wie­der­holt, dann zu sagen “ne Danke” wäre wohl auch falsch gewe­sen. Egal jetzt geht’s erst­mal gesund wei­ter. Tee zieht grad. Hmm lecker.

schö­ner eintrag… irgendwie :)

  • #4
  • Sa, 28. Juni 2008
  • Thomas schrieb:

Ein wun­der­ba­res Bei­spiel für Krea­ti­vi­tät + bewusst­seins­ver­än­dernde Sub­stan­zen ist Moebius Meis­ter­werk “Die Her­me­ti­sche Garage”, wobei nach eige­ner Aus­sage, nicht die Arbeit an sich, aber viele sei­ner Ideen dem Nächt­li­chen Rausch ent­spran­gen und in über­ar­bei­te­ter Form dann ins End­pro­dukt gelang­ten :)

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