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Marc Aurel – Selbstbetrachtungen
  • Di., 19. Mai 2026
  • 4 Kommentare

Durchgelesen

Marc Aurel – Selbstbetrachtungen

Das Lesen dieses Buches hätte mein eigenes Ich vor einem Jahr noch spöttisch und herablassend verlacht. Mein jetziges Ich jedoch freut sich, hatte angenehme Stunden und wird Selbstbetrachtungen in Zukunft noch einmal lesen. Es ist in meinen Augen und jetzt für mich eine perfekte Bettlektüre, diese 30 Minuten des entspannten Lesens in Häppchenform als Herunterfahren des Tages. Aurel war römischer Kaiser und Philosoph. Dieses Buch scheint relativ bekannt und gilt als kleinster gemeinsamer Nenner dieser Gattung?

Das Format ist sehr modern. Eine Sammlung von meist kurzen Gedanken, selten mehr als eine Seite umfassend. Teilweise sogar nur einzelne Sätze, in einer doch merklich alten Sprache, die für mich nicht immer ganz einfach zu verarbeiten ist. Teilweise musste ich mehrfach einen Satz beginnen, das macht es etwas anstrengender als ein modernes Werk. Gleichwohl gleicht das kompakte Format die Exotik des Satzbaus gut aus. Einige Passagen sind für meinen Geschmack zu esoterisch, zu religiös geladen, aber das Buch bestraft ein Überspringen dieser Zeilen nicht.

Inhaltlich ist Selbstbetrachtungen wie der Titel andeutet, ein Leitfaden für den Autor selbst und dabei teilweise erstaunlich zeitlos in seinen Themen und Aussagen. Als jemand der noch ganz viel an Kontrolle von Emotionen arbeiten und seine verlorene Gelassenheit wieder aufbauen muss, wurde mir dieses Buch empfohlen. Meine Erwartungen waren gering und ich bin nach dem Lesen jetzt keine andere Persönlichkeit, aber als mental erdendes Element am Ende eines Tages, hat das Buch seine Pflicht erfüllt.

Daumen hoch.

  • Schlagwörter:
  • Buch,
  • Leben,
  • Philosophie,
  • Retro.

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  • 9 Stunden, 24 Minuten
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4 Kommentare

  • #1
  • Di., 19. Mai 2026
  • Konstantin schrieb:

Hört sich so an, als hätte Herr Aurel Blogeinträge geschrieben.

  • #2
  • Di., 19. Mai 2026
  • ben_ schrieb:

Retro ist ein sehr lustiges Tag für diesen Artikel … 😀

  • #3
  • Di., 19. Mai 2026
  • Chris_ schrieb:

Retro fand ich auch so lustig, dass ich das setzen wollte.

Und ja, das liest sich tatsächlich oft wie modernes digitales Tagebuch konzeptionell.

  • #4
  • Di., 19. Mai 2026
  • Robert Riebisch schrieb:

Joa, das Buch ist ziemlich bekannt. Bislang hat es bei mir aber „nur“ zum SuB (Stapel ungelesener Bücher) gereicht.

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