Daft Punk – Random Access Memory
Mein abendlicher YouTube-Konsum spülte mir ein Video vor die Augen, das Random Access Memory von Daft Punk genauer betrachtet. Ewig nicht mehr gehört, kamen nur gute Erinnerungen zurück, und auch deshalb möchte ich dem Album hier einen Eintrag im Weblog widmen.
Bis zu diesem Album war ich ein Fan der zweiten Reihe. Ich mochte die Ästhetik der Gruppe und der Werke, respektierte als Hip-Hop-Fan die Kunst ihres Samplens, aber am Ende war es elektronische Musik und damit etwas außerhalb meines Wohlfühlspektrums. Die ersten Kritiken zu Random Access Memory dagegen versprachen weniger Elektronik und mehr handgemachte Klangwelten. Ich war ganz Ohr und sollte nicht enttäuscht werden.
Als ich mir die Tage wieder ein Anhören gegönnt habe, war die Liebe sofort zurück. Mir ist bis heute noch nichts Ähnliches untergekommen, es ist eine Anomalie des Sounds und eine so unglaublich herzliche Symbiose aus Mensch und Maschine. Damals habe ich das Album monatelang immer während des Autofahrens gehört. Es ist großartig dafür.
Was mir dieses Video des ersten Absatzes auch wieder bewusst macht, ist, wie emotional und gekonnt die Künstler hier agiert haben. Es ist ein Konzept-Album in perfekter Definition. Ich höre, wie viel Liebe und Energie hier hineingeflossen sind, von allen Beteiligten, und ja, offenbar ist es so ein Werk, dass kreativ alles verbraucht hat, was die Menschen dahinter zu diesem Zeitpunkt hatten.
Random Access Memory ist das letzte Album der Gruppe, die sich später dann auch offiziell als gemeinsames Duo aufgelöst hat. Auch wenn es egoistisch ist, zu sagen, ich hätte noch viel mehr solche Werke gehört, so nachvollziehbar ist es für mich, warum dieses Werk das Ende markieren sollte. Umso intensiver ist es heute, Jahre später, diese Musik wiederzuhören. Sie hat nichts verloren, ganz im Gegenteil, es klingt noch wertvoller als damals.
0 Kommentare
global $hemingway ?>