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Epilog für 2018

Aus meinen Weblog Plänen für 2018 ist nicht viel geworden. Mal wieder. So ganz ohne echten Abschluss, möchte ich das Jahr hier aber nicht abschließen und wenn man zweifelt, dann einfach am Leitfaden Ben_ orientieren.

Allgemeines

Habe letzte Woche Mittwoch meinen letzten halboffiziellen „Termin“ des Jahres hinter mich gebracht. Schon am gleichen Abend war klar was passiert, also mir selbst jedenfalls. Schon am Abend kratzte es im Hals. Seitdem huste, röchelt und schnupfe ich mich durch die Feiertage. Bis auf die Rückengeschichte in der Mitte des Jahres, war dieses Jahr körperlich aber entspannt. Emotional dagegen eher grenzwertig. Ich laufe seit Monaten auf dem Zahnfleisch und so viel Spaß der Beruf auch macht, so viel Spuren hinterlässt er an mir.

Ich hatte dieses Jahr effektiv keine echte Pause und das merke ich leider sehr. Im nächsten Jahr muss ich da was ändern. Noch so ein Arbeitsjahr und ich bin kaum mehr zu gebrauchen. Genug beruflich geheult, es gab auch 2018 wirklich tolle Erlebnisse im Rahmen der Firma. Ich durfte zum ersten mal nach San Francisco und hab ein paar wirklich tolle neue Menschen dort kennen gelernt … und großartig gegessen und getrunken.

Privat dagegen war auch 2018 ein Rohrkrepierer und während um einen herum alle ihm privaten Glück zu ertrinken scheinen, ertrinkt man selbst maximal am Boden eines Glasses. Da scheint mir irgendwie viel Spielraum für Verbesserung.

Gelesenes

Ich hab gleich zwei Bücher, die mir in diesem Jahr hängen geblieben sind. Vielleicht maximal zehn hab ich überhaupt nur gelesen. Alles Sachbücher oder Biografien / Memoiren, denn eines hab ich dann auch gelernt. Für Fiktion halte ich mich weiterhin an das Bewegtbild.

Der leicht pessimistische Realist in mir empfiehlt sein Monaten jedem und jeder Factfulness. Das Buch ist eine Sammlung an Daten die belegen das früher eben doch nicht alles besser war und der Faktor Mensch auch vieles richtig macht in den letzten 100 Jahren. Beim Lesen gibt es gute Laune gratis spätestens nach zwanzig Seiten.

Meine andere Empfehlung ist Parker Posey’s You’re on an Airplane: A Self-Mythologizing Memoir. Hier findet man einfach seichte, tolle Unterhaltung einer 90er Indie-Film Darstellerin, die genau weiß was der Käufer eines solchen Werkes lesen möchte, nämlich wenig Dramatisches und dafür umso mehr Humor.

Gesehenes

2018 hab ich mehr geschaut denn je, aber irgendwie ab Mitte des Jahres keine Energie mehr gehabt, um das hier alles im Weblog zu archivieren. Wenn ich jetzt drüber nachdenke, was hängen geblieben ist, dann effektiv doch nicht so viel. Die zweite Staffel der Netflix Serie GLOW war großartig und ich will einfach nur mehr davon. Filmisch hat Horror bei mir in diesem Jahr einen Eindruck hinterlassen. Auch hier ein Netflix Film mit dem Titel The Ritual. Im Kern ein ganz dröger Monsterfilm, der jedoch durch seine Anfangsszene eine Tiefe bekommt, die den Film weit aus der Mittelmäßigkeit heraus hebt. Noch mehr mehr Netflix Streifen? Annihilation ist ziemlich prätentiöses Science Fiction, dass trotz oder vielleicht gerade wegen seiner absurden Bilder einen bleiben Eindruck hinterlässt. Guter Film, aber kein Klassiker.

Ansonsten habe ich dieses Jahr unglaublich viel Mist gesehen, also auch tollen Mist. Ähnlich wie beim gleich folgenden Thema, hinterlässt auch dieses Jahr bei mir den Eindruck, dass ich Glück hatte, die 80er, 90er und frühen 200er cineastisch „live“ erlebt zu haben. Technologie hat auch beim Film leider nach 20 Jahren CGI mehr Kreativität zerstört als Grenzen für Neues eröffnet. Der beste Action Film im Kino in 2018 war eine 3D Neuveröffentlichung von Terminator 2. Mehr muss ich nicht schreiben.

Gehörtes

Wie jedes Jahr gibt es von mir eine Playlist des Jahres, eine Mischung aus 2018er Veröffentlichungen und Stimmungsliedern des Jahres:

Das vergangene Jahr war musikalisch ziemlich gut. Was kann man mehr erwarten, als ein neues Album von The Crystal Method das zu großen Teilen wie direkt aus den 90ern klingt? Gleiches gilt für Elephants on Acid von Cypress Hill. Insgesamt hab ich viel Musik gehört aber noch mehr über Musik gehört, gelesen und gesehen und verstehe nun so langsam warum moderner Hip-Hop so schrecklich klingt und warum die goldene Zeit des Genres, nie mehr zu erreichen sein wird. Was so traurig klingt, ist es nicht, denn für viele Perlen der damaligen Zeit, war ich damals zu jung und so sah 2018 schon für mich nach Wiederentdeckung bekannter Alben aus, deren Zugang mir damals verwehrt war.

Gespieltes

Ich merke auch hier ich werde älter und die Aufmerksamkeitsspanne schwindet auch beim Zocken. Daher war die Plattform des Jahres Nintendos Switch. Damit kann ich zu jeder Zeit, in fast jeder Situation eine Runde Casual Gaming einwerfen. Mein Spiel des Jahres ist schnell gefunden. Dead Cells hat die meiste Zeit gefressen, ist noch immer nicht durchgespielt und fesselt sporadisch immer noch. Dicht gefolgt auf dahinter reiht sich Into the Breach. Grandios altbackenes Battle Isle / Advanced Wars Gameplay in passender Retro Optik.

Der Rest meiner Spieleauswahl für 2018 waren dann alles alte Kamellen, meist Nintendo Titel, die ich zur damaligen Zeit ignoriert habe, aber irgendwie merke ich, die Hand Augen Koordination ist nicht mehr, was es mal war.

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