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  <title>coldheat.deZeitgeist &#8211; coldheat.de</title>
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    <title>Zur Nachahmung empfohlen</title>
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    <pubDate>Tue, 16 Jul 2013 16:08:22 +0000</pubDate>
    <dc:creator><![CDATA[Chris_]]></dc:creator>
    		<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
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    <description><![CDATA[Im November 2009 schrieb ich einen Artikel mit dem Titel <a href="https://www.coldheat.de/2009/11/pionierarbeit" title="Pionierarbeit">Pionierarbeit</a>. Knapp drei Jahre später, ist meine Arbeit damit getan, denn wenn der Ansatz heute sogar schon auf <a href="http://blog.zeit.de/zeitansage/2013/07/16/das-feiertagslayout-ein-blick-in-die-zukunft-von-zeit-online_1264" title="Das Feiertagslayout - ein Blick in die Zukunft von ZEIT ONLINE">populärsten Nachrichtenseiten</a> angekommen ist, dann muss ich durchaus grinsen. Es fließt &#8230;]]></description>
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    <img src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/entry-thumbs/480/smilling-b.jpg" 
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         alt="Zur Nachahmung empfohlen" />

    <p>Im November 2009 schrieb ich einen Artikel mit dem Titel <a href="https://www.coldheat.de/2009/11/pionierarbeit" title="Pionierarbeit">Pionierarbeit</a>. Knapp drei Jahre später, ist meine Arbeit damit getan, denn wenn der Ansatz heute sogar schon auf <a href="http://blog.zeit.de/zeitansage/2013/07/16/das-feiertagslayout-ein-blick-in-die-zukunft-von-zeit-online_1264" title="Das Feiertagslayout - ein Blick in die Zukunft von ZEIT ONLINE">populärsten Nachrichtenseiten</a> angekommen ist, dann muss ich durchaus grinsen. Es fließt aber auch eine kleine Träne, nicht selbst mehr hier im Weblog im Thema aktiv zu sein. Die <a href="https://www.coldheat.de/category/one-sheet" title="One Sheets">One-Sheets</a> habe ich vor einiger Zeit reaktiviert und modernisiert, aber wenn ich sehe welche Leistung die großen Seiten mittlerweile bei der individuellen Gestaltung liefern, dann schmälert dies meine Motivation, auch hier wieder was zu reißen. Vielleicht trifft mich mal die Muße oder das schlechte Gewissen. Die Wiederherstellung der alten Layouts ist vorbereitet, aber eben nicht über alle Artikel getestete und ausgerollt. Ich nehme mir lieber kurz ein paar Minuten Zeit, etwas über das Thema allgemein zu schreiben. Eine Art <em>Pionierarbeit 2.0</em>.</p>
<h3>Web Design als Feature</h3>
<p>Es hat sich viel getan in den letzten Jahren, was Gestaltung von Web Inhalten betrifft. Der Wert guter Gestaltung ist auch außerhalb der Consumer Electronic Industrie gestiegen. <em>Gute</em> Gestaltung ist zur essentiellen Eigenschaft geworden, die dabei hilft eine Zielgruppe zu finden und zu binden. Dass es bei Content-Schleudern wie es diverse Webseiten nun mal sind so lange dauerte, hat mich dann doch etwas überrascht, aber besser spät als nie. Ich mag den Ansatz, mit dem Format eine eigene Geschichte zu erzählen und ich liebe die Tatsache, dass diese Formel im totgesagten Format des persönlichen Einpersonen-Weblogs erfunden und etabliert wurde.</p>
<p>Für meinen Geschmack sind aber ganz wenige in der Lage, den Ansatz makellos umzusetzen. Gratulation an <em>Zeit Online</em> für ihren <a href="http://www.zeit.de/sport/tour-de-france.html" title="100 Jahre Tour de France">ersten Anlauf</a>. Viele der wirklich detaillierten Arbeiten, zwingen selbst meinen Spiele-PC samt Browser in die Knie. Performance bleibt auch hier der unsichtbare Faktor, der mich eine Seite wieder besuchen, oder eben doch nur im RSS-Reader konsumieren lässt. Ich schaue besonders in die Richtung der <a href="http://www.polygon.com/" title="Polygon">Vox Media Blogs</a>. Meine Fresse, was für toll inszenierte Inhalte, aber praktisch jeder längere Artikel bringt meinen Tablet Browser zum Absturz. Mit den modernen Werkzeugen der Browser, ist so was nicht mehr akzeptabel. Überhaupt finde ich es einfach nur wundervoll, welche technischen Möglichkeiten heute Standard sind. Ich erinnere mich noch an den <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Scalable_Inman_Flash_Replacement" title="Scalable Inman Flash Replacement">Krampf</a>, eine andere Schrift per Flash im Browser anzuzeigen und jetzt funktioniert es so einfach, wie ich es mir wirklich kaum hätte vorstellen können.</p>
<p>Am Ende hoffe ich, dass sich das Format auch bei Seiten etabliert (und rechnet), die damit Geld verdienen müssen. Objektiv betrachtet, arbeitet es gegen den Trend der immer kleiner werdenden Artikelhäppchen, die nur noch irgendwo im Social Media Nirvana verschwinden. Vielleicht ist es genau der Gegentrend der funktioniert. Die erzwungene Entschleunigung beim Web Konsum, auch weil praktisch alle bei diesem Artikelformat ihren gesamten Ballast entfernen, auch etwas, was nicht nur ich seit Jahren predige. Für diesen Trend wiederum, darf man auch Smartphones und Co. danken. Bittere Ironie, dass eben genau dort, wo es kein Adblock gibt, das Bildschirmformat an sich der fast bessere Adblock ist.</p>
<p>Ich für meinen Teil lese begeistert auch weiterhin online. Selten war es so ansehnlich wie heute, auch weil ich mir bei solchen Formaten wieder und wieder einbilde, Pionier nicht nur im Geiste gewesen zu sein. So und jetzt muss ich weiterlesen.</p>        <p>Feedback: <a href="https://www.coldheat.de/2013/07/zur-nachahmung-empfohlen#respond" title="0 Kommentare">0 Kommentare</a></p>
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    <title>Fremdschämen als Nationalsport</title>
    <link>https://www.coldheat.de/2009/03/fremdschaemen-als-nationalsport</link>
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    <pubDate>Fri, 27 Mar 2009 14:06:14 +0000</pubDate>
    <dc:creator><![CDATA[Chris_]]></dc:creator>
    		<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
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		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
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    <description><![CDATA[Man hat als Medienkonsument in den letzten 4 Wochen einiges aushalten müssen. Hinzu kommt, dass ich als primärer Internet-Nutzer, immer nur den Gipfel des Eisbergs präsentiert bekomme. Die peinlichsten Sekunden werden als Mittags-Snack bei YouTube, völlig aus ihrem Kontext gerissen, &#8230;]]></description>
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    <img src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/entry-thumbs/480/zu-viel.jpg" 
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         alt="Fremdschämen als Nationalsport" />

    <p>Man hat als Medienkonsument in den letzten 4 Wochen einiges aushalten müssen. Hinzu kommt, dass ich als primärer Internet-Nutzer, immer nur den Gipfel des Eisbergs präsentiert bekomme. Die peinlichsten Sekunden werden als Mittags-Snack bei YouTube, völlig aus ihrem Kontext gerissen, präsentiert. Da sahen wir die völlig überforderte <em>Moderatorin</em>, die live kommentieren sollte, was niemand in Worte fassen kann. Dieser Situation ist Symbol für alles was in den letzten 20 Jahren in nicht nur bei uns in Deutschland schief gelaufen ist.</p>
<p>Es ist zur Unterhaltung geworden, einem Menschen beim Versagen zu beobachten. Mehr als die Hälfte aller TV-Inhalte dreht sich praktisch nur noch um das Testen der menschlichen Würde. Wie weit gehen Zuschauer und Kandidaten/Gäste mit?</p>
<p><span id="more-1447"></span></p>
<p><em>Fremdschämen</em> bezeichnet diese unangenehme Mischung aus Mitleid und Verachtung. Ganze Doktorarbeiten scheinen sich dem Thema gewidmet zu haben und beschreiben penibel, wann und wie die Würde des Menschen der Unterhaltung geopfert wurde. Es gibt viele Fragen dieser Tage. Warum erschießen sich Schüler gegenseitig? Warum dürfen einzelne über das finanzielle Schicksal ganzer Statten entscheiden? Alles lässt sich irgendwie auf dieses Thema zurückführen.</p>
<p>Wenn man zur besten Primetime sehen darf, wie das Versagen glorifiziert wird, dann spricht das Bände. Es interessiert nicht mehr, was da für ein Mensch ist, der von moderner Ppopmusik unterlegt, Tränen über die eigene Leistung verliert. Der seelenlose Cutter dieser Sendung zeichnet ein abstrahiertes Bild, leichter zugänglich als die Realität. Dies ist ein Comic ohne gezeichnete Bilder. Es ist einfach, es ist erfolgreich, es ist verachtenswert.</p>
<p>Man muss keine Gesetze ändern, um Auswüchse einer Gesellschaft zu begrenzen, die sich im Kern mehr und mehr dem Mittelalter nähert. Ich bin mit einem Fernsehen aufgewachsen, dass verglichen mit heute praktisch pures Bildungsfernsehen war. Meine prägenden TV-Jahre waren dominiert von dem, was man heute überhastet als Sitcom entwertet. Es waren 24 Minuten, in denen noch wirklich Werte vermittelt wurden. Es war Unterhaltung, in der sich die fiktionale Familie noch umeinander sorgte und nicht gegenseitig verklagte, beschimpfte, nachstellte und erniedrigte. Solche Vorführungen sind schlimmer als alle <em>Killerspiele</em> zusammen.</p>
<p>Fremdschämen ist Zeitgeist. Es scheint Balsam für die geplagte Seele der Leistungsgesellschaff. Es ist mediales Opium für die Unterschicht und es ergänzt sich so wunderschön mit der Senstationslust, was man praktisch abartig perfektioniert im Winnenden-Fall erleben durfte. Man musste sich entscheiden für wen man sich mehr schämen sollte: den Reporter oder den antwortenden Bürger. Versagt haben alle Regeln des gesunden Menschenverstandes bei beiden.</p>        <p>Feedback: <a href="https://www.coldheat.de/2009/03/fremdschaemen-als-nationalsport#comments" title="2 Kommentare">2 Kommentare</a></p>
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