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    <title>das schlechte Vorbild</title>
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    <pubDate>Wed, 04 Feb 2009 10:23:19 +0000</pubDate>
    <dc:creator><![CDATA[Chris_]]></dc:creator>
    		<category><![CDATA[Off-Topic]]></category>
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    <img src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/entry-thumbs/480/badinfluence.jpg" 
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         alt="das schlechte Vorbild" />

    <p>Gestern Nacht <a href="http://codecandies.de/2009/02/03/designtrend/" title="Designtrend?">noch schnell gelesen</a> und gedanklich mit ins Bett genommen. Ich habe kein Argument gegen Nico&#8217;s Meinung. Muss ich auch nicht, denn ich vermute hier betrachten zwei Personen, die gleiche Sache, aus verschiedenen Richtungen. Ganz klar ist es kein Trend und sicher kein Vorbild nun jeden Inhalt online so aufzubereiten, wie ich dass die letzten Tage gemacht habe und auch weiter machen werden. Klar leidet die Lesbarkeit und sicher entstehen ganz neue Probleme, aber darum geht es mir persönlich erstmal nicht.</p>
<p>Wenn man sich in einem guten Zeitungskiosk umschaut, findet man dort die größte Vielfalt. Wer reine Informationen sucht, greift zu schnöden Tageszeitung. Wer etwas mehr Farbe und Gestaltung sehen mag, greift zur Wochenzeitung/-magazin. Übrig bleiben die Spartenmagazine. Jene Blättchen mit einem Nischenpublikum, dass lieber Hochglanzbilder statt tausender Worte sehen möchte. Es gibt die gedruckte Information, die über das schlichte Wort hinaus geht.</p>
<h4 class="inline-head-left">&#8222;Who are you? What are you doing here and why are you doing this?&#8220;</h4>
<p>Dem sensiblen Leserauge mag auffallen, dass die letzten Einträge alle sehr viel kürzer im Umfang sind. Das ist mein Kompromiss für dieses Format. Niemand mag 2000 Wörter über texturiertem Hintergrund lesen. Da bluten die Augen schon ab der Hälfte des Textes.</p>
<p><span id="more-1335"></span></p>
<p>Ein weiterer sehr wichtiger Ansatz ist für mich RSS. Die Masse der Stammleser kommt nur zum kommentieren auf die eigentliche Seite. Gelesen wird nur der RSS-Feed. Insofern leidet die &#8222;reale&#8220; Lesbarkeit eigentlich überhaupt nicht. Sicher mag das ein Um-die-Ecke-Denken sein, aber es ist die Realität. Zum einen möchte ich jenem, der mehr als den RSS-Feed liest &#8222;belohnen&#8220;.</p>
<h3>mehr als Pixel</h3>
<p>Ich bin Mediengestalter. Mein Aufgabengebiet umfasst mehr, als das Gestalten von Seiten am Bildschirm. Noch immer landet die ein oder andere ganz klassische Aufgabe auf dem Schreibtisch: Visitenkarten, Briefbögen, Flyer, Bröschüren, Poster und so weiter. Auch hierfür gibt es klare Regeln der Gestaltung. Einige besser, andere schlechter als für das Web. Objektiv gesehen, gibt es aber viel weniger Grenzen als beim Arbeiten mit Online-Inhalten. Ich kann tausende Schriften benutzen und professionelle Layoutprogramme wie Adobe&#8217;s Indesign erlauben Dinge, von denen man auf einer Webseite nur träumen kann.</p>
<p>Auf der anderen Seite ist der normale Auftrag für eine Website, im Kern immer die gleiche 0815 Sache. Irgendein mittelständisches Unternehmen möchte seine 10 Jahre alte Comic-Sans-Tabellen-Website aufpoliert haben. Natürlich soll alles schön billig und &#8222;seriös&#8220; sein. Seriös bedeutet hierbei, man orientiere sich zu 99% an einem Mittbewerber und ändere hier mal einen Font, dort eine Farbe. Experiemente oder wirklich Neues wird radikal mit einem &#8222;Gefällt uns nicht&#8220; bestraft. Auch Zeitintensiveres, so gelungen es auch sein mag, möchte und kann hier niemand bezahlen.</p>
<p>Zum einem macht es das Arbeiten effektiver, weil man praktisch immer nur ein Template abwandeln muss, aber es frustriert, weil der eigene Anspruch nicht bestätigt und/oder belohnt wird. Einfach formuliert: ich muss viele Tage im Monat billigen Mist entwickeln und brauche als Ausgleich dann mittlerweile mal die eigene gestalterische Spielwiese, um nicht völlig die Lust an der Arbeit zu verlieren.</p>
<h3>das Totschlagargument</h3>
<p>Entscheidend für mich selbst ist ganz klar der Spaß an der Sache. <a href="https://www.coldheat.de/archiv/2009/01/popcorerevolution.php" title="Popcore Revolution">Popcore Revolution</a> hat viel mehr Zeit benötigt als eigentlich vertretbar, aber glücklicherweise muss ich mich selbst nicht bezahlen. Ich habe Ewigkeiten nicht mehr wirklich illustrativ gearbeitet und es war ein echter Segen. Diese Seite ist im Original so detailiert, dass ich problemlos eine vollständig druckbare Version exportieren könnte. Die Grafiken sind zu 90% im Original alles Vektorgrafiken. Das Auto ist aus einem Screenshot ausgeschnitten und vektorisiert worden. Jahre nicht gemacht und alles funktioniert noch wie damals. Scheint wie Fahrradfahren, man verlernt es so schnell nicht 🙂</p>
<p>Ohne Frage sind die letzten Einträge nicht die feine Schule des effektiven Webdesigns, aber es ist, was mir momentan die größte Freude beim Erstellen neuer Inhalte bereitet. Es ist kein Trend. Es ist kein Vorbild für andere. Es ist von der Nische, für die Nische. Einigen gefällt es, anderen nicht. Damit kann und muss ich leben. Meine eigene Seite ist mehr denn je gestalterische Eigentherapie, ohne Vorbildfunktion.</p>
<p>Für die Zukunft bzw. für das nächste große Update hier, welches intensiv auf den Ansatz individueller Gestaltung setzt, werde ich die Option zum Wechsel ins Standarddesign anbieten. Wer dann mit zu vielen Farben und Texturen überfordert sein mag, darf den Schnick-Schnack abschalten. Hierzu kommt ein Folgeartikel, denn der Vergleich von Print und Web ist ein würdiges Thema, um ins Detail zu gehen.</p>        <p>Feedback: <a href="https://www.coldheat.de/2009/02/das-schlechte-vorbild#comments" title="13 Kommentare">13 Kommentare</a></p>
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