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  <title>coldheat.deInterview &#8211; coldheat.de</title>
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  <description>Oxymoron#1</description>
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    <title>Film des Tages &#8211; John Milius Interview von Francis Ford Coppola</title>
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    <pubDate>Sun, 21 Apr 2013 08:23:09 +0000</pubDate>
    <dc:creator><![CDATA[Chris_]]></dc:creator>
    		<category><![CDATA[Film des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[John Milius]]></category>

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    <description><![CDATA[Dieses tolle Interview muss einfach ein <em>Film des Tages</em> sein. Ich mag John Milius sehr. Er ist einer der ganz wenigen durch und durch amerikanischen, unangepassten, männlichen Autoren und in dieser Art vom Aussterben bedroht. Das Interview konzentriert sich auf &#8230;]]></description>
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<p>Dieses tolle Interview muss einfach ein <em>Film des Tages</em> sein. Ich mag John Milius sehr. Er ist einer der ganz wenigen durch und durch amerikanischen, unangepassten, männlichen Autoren und in dieser Art vom Aussterben bedroht. Das Interview konzentriert sich auf die Entstehung von <em>Apocalypse Now</em>, seiner wahrscheinlich profiliertesten Autorenarbeit bisher. Es wird schnell klar, wieso die Coen-Brüder ihn so offensichtlich für <em>The Big Lebowski</em> &#8222;ausgeliehen&#8220; haben. Milius <em>ist</em> Walter. Besonders weil die heutige Industrie solche Typen nicht mehr toleriert, muss Milius noch lange durchhalten und Hollywood wäre dumm Milius nicht ins <em>King Conan</em> Boot zu holen.</p>        <p>Feedback: <a href="https://www.coldheat.de/2013/04/film-des-tages-john-milius-interview-von-francis-ford-coppola#respond" title="0 Kommentare">0 Kommentare</a></p>
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    <title>Mythos weibliche Spieler &#8211; ein Interview</title>
    <link>https://www.coldheat.de/2008/07/mythos-weibliche-spieler-ein-interview</link>
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    <pubDate>Thu, 31 Jul 2008 08:44:27 +0000</pubDate>
    <dc:creator><![CDATA[Chris_]]></dc:creator>
    		<category><![CDATA[Games]]></category>
		<category><![CDATA[World of Warcraft]]></category>
		<category><![CDATA[Casual Gaming]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>

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    <description><![CDATA[Vor wenigen Wochen gab es Zahlen, über den durchschnittlichen Videospieler. Die <a href="http://www.theesa.com/facts/pdfs/ESA_EF_2008.pdf" title="ESA Auswertung 2008">Zahlen</a> stammen von der ESA und beschreiben somit nur den US-Markt. Dennoch lautet ein Fazit dieser Zahlen ganz eindeutig, das Märchen vom weiblichen Videospieler ist kein Märchen mehr, sondern &#8230;]]></description>
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    <img src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/entry-thumbs/480/female-gamer.jpg" 
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         alt="Mythos weibliche Spieler &#8211; ein Interview" />

    <p>Vor wenigen Wochen gab es Zahlen, über den durchschnittlichen Videospieler. Die <a href="http://www.theesa.com/facts/pdfs/ESA_EF_2008.pdf" title="ESA Auswertung 2008">Zahlen</a> stammen von der ESA und beschreiben somit nur den US-Markt. Dennoch lautet ein Fazit dieser Zahlen ganz eindeutig, das Märchen vom weiblichen Videospieler ist kein Märchen mehr, sondern schon lange Realität.</p>
<p>Aus diesem Anlass möchte ich einmal eines dieser Fabelwesen vorstellen. Sie ist eine meiner wenigen festen Mitspieler in World of Warcraft und mittlerweile sind genug Krisen überstanden, um sagen zu können, wir werden sicherlich noch länger zusammen die virtuelle Welt unsicher machen. Anna ist sicherlich nicht die erste Mitspielerin. Seitdem ich das Genre MMO entdeckt habe, sind Mitspielerinnen, keine Ausnahme, sondern Normalität und sicherlich ein wichtiges Merkmal für MMOs.</p>
<h3>das Interview</h3>
<p><strong>Chris: Erzähl kurz was zu deiner Person. Wer sitzt da an der Tastatur?</strong></p>
<p><strong>Anna:</strong> Woher soll ich DAS bitte wissen?? 😉 Anna, 24, lebe mit meinem Freund (ist mir vor sechs Jahren zugelaufen) in Ingelheim am Rhein, studiere in Wiesbaden Soziale Arbeit (4. Semester).</p>
<p><strong>Chris: Wie lange spielst du jetzt WoW?</strong></p>
<p><strong>Anna:</strong> Juli 2006 angefangen.</p>
<p><strong>Chris: Deine Charaktere haben alle sehr ähnliche Namen. Woher stammt der Name ursprünglich?</strong></p>
<p><strong>Anna:</strong> Naja, den Namen hab ich nu seit knapp 10 Jahren als &#8222;Nick&#8220; im Internet, habe damals mit ein paar aus meiner Schulklasse ein Pen&amp;Paper-Rollenspiel gespielt (Vampire) und da für einen neuen Charakter einen Namen gesucht, und beim Latein-Hausaufgaben machen (klingt toll, was?) über jenen Namen gestolpert. Muss ja keiner wissen, dass damit eine Eulengattung (Kauz) bezeichtet wird.</p>
<p>Geblieben ist der Name, weil er kurz, leicht zu schreiben und merken, und vorallem geschlechtsneutral ist, mit dem Ergebnis, dass mich die meisten fürn Kerl halten. Und wie du weißt, sehr wandelbar, zumindest für mich.</p>
<p><span id="more-591"></span></p>
<p><strong>Chris: Seitdem wir zusammenspielen, habe ich dich Hexer, Druide, Jäger und nun Shaman spielen sehen. Welche Klasse ist für dich am spaßigsten und warum. Als Folge dazu vielleicht noch, die Frage nach den Änderungen deiner Klassen im Verlauf von Burning Crusade. Hast du bemerkt, wie sich deine Klassen verändert haben?</strong></p>
<p><img decoding="async" class="floatright" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/wow/strx-shaman.jpg" alt="Shaman"><b>Anna:</b> Am &#8222;spaßigsten&#8220; eindeutig die Eule, warum? Weil sie so hässlich ist. Da hab ich halt immer was zu lachen. Die meisten Freude hat mir aber der Jäger bereitet, auf der einen Seite recht vielseitig, aber vorallem absolut selbstständig und unabhängig. Ich werde ihn aber nicht mehr im &#8222;Endgame&#8220; spielen, dort gibts einfach zu viele Vorgaben, wie man zu spielen und skillen hat. Mir hat damals ein wenig das Herz geblutet, als ich zum Raiden auf MM umskillen musste (von BM) und meine Sau wegpacken&#8230; Weil MM gerade angesagt war. Nun ist der Beastmaster imba, um das auch wirklich zu sein, musss man ihn aber so skillen, dass das Solospiel wieder leidet und es muss eine langweilige Katze oder ein hässlicher Felzhetzer sein. Dann braucht man ein Schuss-Rotations-Makro, was aber an die Waffengeschwindigkeit angepasst sein muss, weil sonst die DPS erheblich leidet. Und stumpf auf eine Makro-Taste drücken&#8230;nein. Das ist eine der Veränderungen, die ich mitbekommen habe. Man ist so patchabhängig geworden. Das ist aber wohl bei allen Klassen so, aber beim Jäger ists am auffälligsten. Inzwischen bin ich auch nicht mehr in der Lage, den Jäger auf hohem Niveau zu spielen, müsste da erstmal wieder &#8222;Arbeit&#8220; reingestecken.</p>
<p>Hexer ist auch ganz nett, weil halt Imba-Boom-Bäm. Aber da gibts wieder das selbe Problem. Zum Raiden muss es dann der Opfer-Hexer sein, aber wenn ich mich noch nicht mal von meiner Sau trennen kann, gehts auch nicht ohne den Wichtel. Ich bin da ziemlich unflexibel.</p>
<p>Schami ist deswegen nett, weil er recht vielseitig ist. Damage, Support und Heilung, alles recht gut. Aber: er ist nirgendwo &#8222;spitze&#8220;. Und das passt mir gar nicht. Auf der anderen Seite ists mal nett, eine Klasse zu spielen, die wirklich gebraucht wird und auch einmal in einer wichtigen Position und eben nicht eine von vielen zu sein. Werd aber beim Schamanen bleiben, höchstens irgendwann einmal einen Todesritter anfangen, oder was ganz anderes&#8230; 😛</p>
<p>Aber  Veränderungen an sich habe ich nicht viele bemerkt, liegt aber daran, dass ich in 1 1/2 Jahren BC Jäger, Druide (Eule), Hexer, Druide (Feral), Schami hochgezogen und mit ihnen geraidet habe. Da bin ich nie wirklich lang am Ball geblieben. Ich gehöre auch zu den Leuten, die sich weigern, in die Zukunft zu blicken, auf das, was da kommt. Also über Wotlk weiß ich so gut wie nix, und will es auch nicht.</p>
<p><strong>Chris: Egal welche, du warst mit deinen Klassen spielerisch immer ganz weit vorn (/schleim). Die These, weibliche Spieler seien die schlechteren ist hiermit widerlegt. Auffällig auch, dass du besonders mit Hexer und Jäger zwei Klassen beherrscht hast, die komplexer zu spielen sind. Woher kam da das Grundwissen der jeweiligen Klasse?</strong></p>
<p><strong>Anna:</strong> Ich halte die These, dass Frauen die schlechteren Spieler sind für wahr. Und wie immer bestätigen Ausnahmen die Regel. Die meisten weiblichen Spieler, die ich kenn spielen grottig, haben aber den so genannten &#8222;Titten-Bonus&#8220;. (Und hier ein Verweis zum unisex Namen). Meiner Meinung nach fehlt Frauen der nötige Ehrgeiz, wirklich gut zu sein, wenn sich alle lieb haben ist doch die Welt schon in Ordnung. Wie viele Frauen siehst du schon ein Dmg-Meter posten? Gut, ich starr die ganze Zeit drauf, aber nicht um gut zu sein, sondern besser 😉</p>
<p>Und deine Meinung von meiner Spielweise wäre eine andere, wenn du mich von Anfang an in WOW gekannt hättest. Mich und meinen Schurken. Meinen Gimpschurken. Mit dem hab ich so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Ich war richtig schlecht; nie Geld gehabt für irgendwas, schon gar nicht für Skills, und als ich die Skills endlich hatte, war ich zu faul zum Beschreibung lesen. Talentpunkte wurden nach Zufall verteilt, in Random-Ini-Gruppen war ich der Schreck aller Mitspieler. So war ich irgendwann 60 und ziemlich frustiert. Weil wegen &#8222;Titten-Bonus&#8220; bin ich in ein paar <a href="https://www.coldheat.de/archiv/2006/02/zulgurub-zone-review.php" title="Zul'Gurub">Zul´Gurub-Raids</a> gekommen, aber da richtig mies abgeschnitten&#8230;. Weil ich aber so eine lustige schwarze Sau haben wollte, einfach mal einen Jäger angefangen&#8230; Den Rest kennst du 😉</p>
<p class="side-caption">Anmerkung: Rolf ist ein weiterer mittlerweile fester Mitspieler und sicherlich mal ein separates Thema wert.</p>
<p>Jäger lag mir einfach, war damals mehr der Typ Solo-Spieler, es war kurz vor BC, da war eh alles leer. Rolf hat mich damals viel gezogen (wir haben Druide und Schurke zusammen gelevelt) und ich hab einfach viel ausprobiert. Und anfangs ist der Jäger auch sehr leicht zu spielen. Hatte also viel Zeit zu lernen und durch den Schurken habe ich auch ne Menge mitgenommen, ich mach zwar manchmal wirklich blöde Fehler, aber diese meistens auch nur einmal. Also an Hintergrundwissen hatte ich bis vor ca. 2 Wochen vom Jäger nichts, war alles nach Gefühl.</p>
<p>Hexer war schon bissel anders, da habe ich die Wow-Foren entdeckt und eine Menge gelesen, aber das meiste lief auch hier noch nach Try&amp;Error-Prinzip. Ich glaub, dass macht auch ein bissel was aus. Ich verlass mich eben nicht auf das, was gerade angesagt ist und was andere für gut halten, wenn es heißt, man soll aus den Feuersäulen raus laufen bin ich die erste, die drin steht um zu schauen, was dann passiert. Ansonsten war das der Zeitpunkt, an dem ich die Mathematik hinter WOW kennengelernt habe. Und wo ich mir im Vorhinein Gedanken um meine Ausrüstung und so gemacht habe, der Hexer war also bisher der durchdachteste Charakter.</p>
<p><strong>Chris: Zur Mathematik bei WoW im Hintergrund. Für einige Spieler mag es spannender sein, Zahlentabellen aufzustellen, als das eigentliche Spiel zu genießen. Ich selbst kann dem Zahlenbrei sogar auch noch was abgewinnen. Wie sieht es bei dir aus? Notwendiges Übel oder eine Herausforderung abseits des eigentlich Spiels?</strong></p>
<p><strong>Anna:</strong> Naja, mit Taschenrechner hab ich hier noch nie gesessen, obwohl ich der Mathematik nicht abgeneigt bin und auch immer einen TR griffbereit habe, in letzter Zeit lese ich schon recht viel. Aber ich glaube einfach, wenn es heißt, beim Hexer ist Hit-Cap 203, das rechne ich nicht nach.</p>
<p>Es interessiert mich auch nicht wirklich, wenn ich solche Postings durchschau, filter ich. Ich suche nur die benötigte Information, der Rest&#8230; naja&#8230; ne&#8230;</p>
<p>Auch verpulver ich recht viel Gold mit Sockeln und Verzauberungen um die richtige zu finden, anstatt es vorher mal durchzurechnen.</p>
<p>Also das Grundwissen habe ich, der Rest geht nach Glück und Latenz 😉</p>
<p><strong>Chris: Gehen wir mal ein paar Schritte in die Vergangenheit. Ist WoW dein erstes Spiel? Ich vermute mal nicht. Neulich meintest du, dein Freund verzweifle bei einer Szene in <em>God of War</em> und du konntest ihm leicht aushelfen. Ich vermute da steckt mehr spielerische Vergangenheit dahinter, als WoW?</strong></p>
<p><strong>Anna:</strong> Nein, WOW ist nicht mein erstes Spiel, das erste war <a href="https://www.coldheat.de/archiv/2006/02/zulgurub-zone-review.php" title="Zul'Gurub">King&#8217;s Quest</a> oder so. Bei einer Freundin am PC ihres Vaters, haben wir manchmal stunden lang gezockt, eine Art Adventure-Spiel. Dann hat mein Bruder sich früher immer irgendwoher Spiele-Konsolen ausgeliehen, Nintendo und so, darauf haben wir auch ne Menge gespielt, dann ist der Sack zum Bund gegangen und ich habe sein Zimmer und meinen eigenen Pc bekommen :D. Ich glaub, dass war da für ein 14-jähriges Mädel nicht üblich. Mein aller erstes Spiel, was ich wirklich bis zum Erbrechen gespielt habe, war die &#8222;Das schwarze Auge&#8220; Triologie (Rollenspiel), wovon ich aber nur Teil 2 und 3 spielen konnte, 1 war einfach zu alt. War schon richtig geil. Würde sagen, das hat mich &#8222;geprägt&#8220;. Ansonsten habe ich gesiedelt, geempiret, gekaisert, gepizzat, getycoont, gedungeonkeepert&#8230;</p>
<p>Dann kam unsere kleine PS2 auf die Welt 😉 Und darauf habe ich dann regelmäßig meinen Freund und meinen Bruder verkloppt (Tekken).</p>
<p>Irgendwann wurde die alte Kiste (PC) geschrottet und ein neuer kam her. Und ein Zauberwort: DSL. Und Guild Wars. Eigenlob und so stinkt, aber bei dem Wetter stinkt ja eh jeder&#8230; In GW gehört ich schon zu den &#8222;besseren&#8220; Spielern, frag Rolf 😉 Ich glaub, es lag bei mir am besseren Verständnis und der Fähigkeit zum Multitasking. Hatte in unserer Gilde auch ne tolle &#8222;Offi&#8220;-Position, habe das GW-Äquivalent zu WoW-Raids geleitet, naja, dann ist alles ein bissel schief gelaufen, paar Leute wollten sich halt von mir jungen Spund nix sagen lassen, vorallem da ich an ein paar Stühlen gesägt habe, da mir das dicke Eiergetue von ein paar Egolosen aufm Sack ging. Gebranntes Kind scheut das Feuer, also werd ich auch in Zukunft um Raidleitungen und sowas einen Bogen machen.</p>
<p>Und dann kam WoW, nur die Testversion, nur mal ausprobieren&#8230; und auf einmal waren da paar von den GW-Leuten dabei, irgendwie alle, mit denen ich damals gut klar kam. Nun gut, nur Rolf und Thegnar (der Schluchti-Priester von Tirion) sind dabei geblieben. Und da sich mein Freund gerade nach Italien abgesetzt hatte, hatte ich auch viiiiiel Zeit.</p>
<p>Allgemein kann man wohl sagen, dass ich in Sachen Technik eine natürliche Begabung mitbringe und auch nicht gerade ungeschickt bin (meine gesamte Familie besteht aus Handwerkern); äußert sich zb. darin, dass mein Freund verzweifelt, weil während er noch die Beschreibung von einem Technischen Spielzeug am auspacken ist, ich schon längst alle Knöpfe mindestes einmal gedrückt und alles nach meinen Wünschen programmiert habe.</p>
<p><strong>Chris: 10er oder 25er Raids und warum?</strong></p>
<p><strong>Anna:</strong> 10er, 1. schafft mein PC eher, 2. weniger Leute, es kommt mehr auf den Einzelnen an, die Deppenquote ist geringer und man weiß sofort, wer den Mist gebaut hat, im 25 können sich zu viele Leute hinter anderen Verstecken.</p>
<p>Und es ist leichter 10 Gute zu finden als 25. Das die Raids dann zu leicht werden glaub ich nicht, 10 Man(n) sind unflexibler als 25, wenn das Setup nicht optimal ist (bei 25ern ist&#8217;s eh meistens gleich) muss man sich halt irgendwie durch beißen, aber dafür ist man dann auch eingespielter, ich weiß zb. was der andere Heiler packt und was nicht, bei sieben anderen kann ich das einfach nicht überblicken.</p>
<p><strong>Chris: Teamspeak, Ventrilo, Voice-Chat. Mittlerweile hat man sich dran gewöhnt, dass hinter den kleinen weiblichen rosa Gnomen, plötzlich die tiefste verrauchte Männerstimme erscheint. Hat Voice-Chat die Wahrnehmung weiblicher Spieler verändert? Um hier gleich was dranzuhängen: gab oder gibt es aufdringliche Textmeldungen fremder Spieler, sobald sie merken, da sitzt wohl kein Kerl hinter dem Bildschirm?</strong></p>
<p><strong>Anna:</strong> Anfangs habe ich mir nie Gedanken über die Leute hinter dem Charaktaer gemacht, sie waren mir mehr oder weniger egal, also war es dann auch keine Überraschung, als sich hinter den meisten weiblichen Avataren Männer verbargen. Und dann hatte ich mich dran gewohnt.</p>
<p>Zum zweiten Teil: Ist dir schon mal aufgefallen, wie oft ich in fremden Teamspeak´s<sup id="fnref1:1"><a href="#fn:1" class="footnote-ref">1</a></sup> oder Raids auch nur einen Piep sage? Genau. Nie.</p>
<p>Also gibts diese Textmeldungen auch nicht, aber ja, es gab sie. Es fing von einfachen &#8222;netten&#8220; Kommentaren, dass sich jemand einfach nur gefreut hat, auch mal mit einem weiblichen Spieler zu spielen bis zu ganz miesen plumpen Sprüchen. Was einfach deswegen ins Gewicht fällt, weil ich genau weiß, das solche Typen im &#8222;RL&#8220; nie das Maul aufbekommen würden, aber durch die Anonymität des Internets meinen sie, sich so ein Verhalten rausnehmen zu können. Man fühlt sich als Frau (diese Erfahrung teilen auch andere) einfach irgendwo schutzlos. Klar, ignorieren und gut, aber in dem jeweiligen Moment&#8230;</p>
<p>Da kommen Kommentare wie &#8222;Wow, ein weiblicher Tank&#8230; ich mag starke Frauen&#8230;&#8220; nur blöd. Und solche Sachen kamen recht oft. So war es früher zum Bespiel üblich, uns im Teamspeak<sup id="fnref2:1"><a href="#fn:1" class="footnote-ref">1</a></sup> mit Vornamen anzusprechen, auch wenn Fremde dabei waren, irgendwann hab ich die Leute dann gebeten, mich eben nicht mehr mit Vornamen anzusprechen, was auch alle verständnissvoll aufgenommen haben.</p>
<p>Ein weiteres Problem ist der schon erwähnte &#8222;Titten-Bonus&#8220;, einerseits ganz nett, auf der anderen Seite: man weiß nicht, ob man wegen seiner Leistung gewürdigt wird, oder nur, weil man eine Frau ist. Besonders da früher oder später die ganzen Neider auftauchen. Naja, es ist auch meistens auch ziemlich lästig. Die meisten bleiben an einem kleben, sind zwar nett dabei, aber sie nerven trotzdem.</p>
<p><strong>Chris: Ein dickes <em>Danke</em> für das Interview. 🙂 Dies ist quasi eine weibliche, spielerische Bilderbuch-Kariere. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/King%27s_Quest" title="Wikipedia - King's Quest">King&#8217;s Quest</a>? Es kann kein Zufall sein, gilt dieses Spiel doch bis heute als eines der ersten und erfolgreichen Spiele aus <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Roberta_Williams" title="Wikipedia - Roberta Williams">Frauenhand</a>.</strong></p>
<hr />
<h4 class="inline-head-right">&#8222;By the by: There are games out there that reward strong social skills, with lots of cooperative elements, and you can choose whether to accept or reject slutty stereotypes. We call them MMOs.&#8220;<a href="http://eatingbees.brokentoys.org/2008/07/29/way-to-confuse-the-issue/">#</a></h4>
<p>Ich erinnere mich noch an ganz frühe Forentreffen, bei denen die Demografie zu 120% aus Kerlen im Alter zwischen 15 und 35 bestand. Wenn da mal jemand ein weibliches Wesen auftauchte, dann war das höchstens eine Ablenkung für viele Anwesende. Heute sind wir zum Glück ein paar Jahre weiter und das Medium entdeckt eine völlig neue Zielgruppe: den weiblichen Spieler mit Anspruch. Es reicht nicht mehr nur Reiter-Hof-Simlulationen in rosa Boxen zu packen. Auch weibliche Spieler wissen schon lange was gut für sie ist und was nicht. Das Thema steck dennoch in den Kinderschuhen. Auf der Suche nach einem passenden Symbolbild für den Eintrag hab ich mal bei google nach female gaming gesucht und wurde erschlagen mit den üblichen Vorurteilen. Hierbei ist dieses Medium aber nicht allein. Jede ehemalige Männeromäne tut sich schwer damit, das weibliche Geschlecht angemessen für sich zu präsentieren. Verdammte Doppel-Moral.</p>
<div class="footnotes">
<hr>
<ol>
<li id="fn:1">
<p>[Teamspeak][5] ist eine separate Applikation zum Voice-Chat und für Online-Spiele optimiert. <a href="#fnref1:1" rev="footnote" class="footnote-backref">↩</a> <a href="#fnref2:1" rev="footnote" class="footnote-backref">↩</a></p>
</li>
</ol>
</div>        <p>Feedback: <a href="https://www.coldheat.de/2008/07/mythos-weibliche-spieler-ein-interview#comments" title="10 Kommentare">10 Kommentare</a></p>
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