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  <title>coldheat.deC64 &#8211; coldheat.de</title>
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    <title>elitäre Nostalgie</title>
    <link>https://www.coldheat.de/2007/08/elitaere-nostalgie</link>
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    <pubDate>Mon, 20 Aug 2007 11:12:15 +0000</pubDate>
    <dc:creator><![CDATA[Chris_]]></dc:creator>
    		<category><![CDATA[Games]]></category>
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		<category><![CDATA[Elite]]></category>
		<category><![CDATA[Retro]]></category>

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    <description><![CDATA[Bei <a href="http://tobolds.blogspot.com/2007/08/silence-of-tobold.html" title="Silence of Tobold">Tobold</a> hab ich neulich mal zum Thema Podcast <a href="http://www.gametheoryshow.com" title="Game Theory Podcast">Game Theory</a> verlinkt. Für mich zur Zeit das Beste, was im Englischsprachigen zu haben ist. Knackpunkt dafür: die zwei Moderatoren sind langerprobte Gaming-Journalisten ohne jeglichen Anspruch auf Effekthascherei. Die aktuelle Folge &#8230;]]></description>
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    <img src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/entry-thumbs/480/elite.jpg" 
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         alt="elitäre Nostalgie" />

    <p>Bei <a href="http://tobolds.blogspot.com/2007/08/silence-of-tobold.html" title="Silence of Tobold">Tobold</a> hab ich neulich mal zum Thema Podcast <a href="http://www.gametheoryshow.com" title="Game Theory Podcast">Game Theory</a> verlinkt. Für mich zur Zeit das Beste, was im Englischsprachigen zu haben ist. Knackpunkt dafür: die zwei Moderatoren sind langerprobte Gaming-Journalisten ohne jeglichen Anspruch auf Effekthascherei. Die aktuelle Folge hatte u.a. zum Thema, die wichtigsten Momente der Geschichte des Mediums Videospiele. Nostalgie-Alarm.</p>
<p>Nächste Woche ist bei diesem Podcast eine wirkliche Legende zu Gast: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/David_Braben" title="David Braben">David Braben</a>, Urvater eines Spiels Namens Elite, dass vor mehr als 20 Jahren soviele Standards für dieses Medium geschaffen hat, dass ich hier nicht alle aufzählen kann. Auch bei mir bleibt Elite unvergessen, mein erster eigener Computer war vor sehr langer Zeit ein Commodore 64 und darauf lief auch Elite, welches am Anfang viel zu komplex für mich war, aber nach einigen Monaten ähnliche wie <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Pirates%21" title="Pirates">Pirates</a> seinen Reiz offenbarte.</p>
<p>Ironischerweise ist Elite wohl ein Vorreiter seiner Zeit gewesen, ein MMO ohne Internet aber mit all den Grundprinzipien, die wir auch heute so vorfinden. Entwickelt von zwei damaligen englischen Studenten für einen einen seltenen <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/BBC_Micro" title="BBC Micro">Homecomputer</a>, wurde Elite innerhalb kurzer Zeit zum Synonym einer gesamten Ära der Videospiele, auf praktisch jeder Hardware gab es damals einen Port von Elite.</p>
<p>War man bis dahin eher simple Geschicklichkeits-Spielchen mit Fokus einer ungeduldigen Spielerschaft gewohnt, so war Elite hoch-komplex, non-linear und technisch an der Spitze. Was man heute als <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Sandbox_game" title="Sandbox">Sandbox-Game</a> bezeichnet gab es damals schon. Prozedurale auf Algorithmen basierende Inhalte? Ein alter Hut, 20 Jahre her, Elite hatte es schon. Es ist ironisch wie wenig sich spielerisch eigentlich so seitdem getan hat.</p>
<p><span id="more-313"></span>
Kern von Elite war wie heute in WoW, das Verbessern eines Avatars. Damals in Form eines &#8222;Commander&#8220;-Charakters, der mit ein paar Credits und einem einfachen Schiff ausgestattet, auf einer Raumstation anfing. Von dort aus fliegt man zu anderen Stationen, Planeten und Galaxien, handelt mit verschiedenen Waren, verbessert sein Schiff und seinen Ruf bei vielen Fraktionen, ohne eine festes Ziel oder Ende vorgesetzt zu bekommen.</p>
<p>Der Kampf-Aspekt reduzierte sich bei Elite auf ein Minimum, Kern blieb immer das Erforschen der Welt und das Handeln mit Waaren. Die Komplexität und Tiefe des simplen Kerns entstand durch viele kleine geniale Details. Auf langen Reisen wurde Treibstoff zum Problem, den man nur an Stationen auftanken konnte, wofür man den Ruf und teilweise auch besondere Ausrüstung brauchte. Einige Planeten besitzen in Elite eine spezielle Atmosphere, die sich nur mit speziellen Schiffen durchfliegen lässt. Heute nennt man das &#8222;keyed content&#8220; in jedem modernen MMORPG. Mit aktueller Grafik wäre Elite auch heute modernes Gameplay.</p>
<p class="side-caption">Sowas war mal State-of-the-Art Grafik. Visuell nicht mehr ganz aktuell, aber spielerisch durchaus: Elite.</p>
<p><img decoding="async" class="smlimg" alt="Elite Screenshots" src="https://www.coldheat.de/archiv/bilder/elite.png" /></p>
<p>Für damalige Verhältnisse war Elites Wireframe-Grafik wirklich revolutionär, sah man zum ersten mal Wireframes, welche die nichtsichtbaren Kanten des Körpers ausblendete und so einen deutlich besseren visuellen Effekt bot. Dies alles sorgte dafür, dass Elite erstmal so etwas kreierte, was man heute unter dem Label &#8222;Immersion&#8220; zu verkaufen sucht. Das Spiel kreierte eine funktionierende Illusion einer künstlichen Welt.</p>
<p>Keines der Sequels konnte seitdem wieder die Qualität des Orginals bieten. Angeblich arbeitet Braben selbst an einem vierten Teil, der Angesichts des Themas Online-Gaming aktueller denn je sein könnte. Hoffentlich gibt&#8217;s dazu bald auf jenem Podcast mehr Informationen. Getreu dem Thema &#8222;Wer hat&#8217;s erfunden?&#8220; Elite, vor mehr als 20 Jahren.</p>        <p>Feedback: <a href="https://www.coldheat.de/2007/08/elitaere-nostalgie#comments" title="5 Kommentare">5 Kommentare</a></p>
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