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	<title>coldheat.de - Oxymoron#1</title>
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	<description>Oxymoron#1</description>
	<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 06:00:15 +0000</pubDate>
	
	<language>en</language>
	
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		<title>Eine Weihnachtsgeschichte</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 04:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<![CDATA[Dieses Jahr schließe ich mal mit einem längeren Weihnachtseintrag. Diese Weihnachten werden wieder anders. Vor wenigen Monaten ist mein zweiter Großvater verstorben, irgendwie lässt mich diese traurige Tatsache in Weihnachtsnostalgie schwelgen, in Erinnerungen baden, als sich ein kleiner Junge über&#8230;]]>
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	<img src="http://www.coldheat.de/archiv/bilder/preview/xmas-stories.jpg" alt="Thumbnail" style="display:inline; float:left; border:1px solid #bbb; padding:1.5px; margin:0 1em 1em 0; width:224px;" />		<p>Dieses Jahr schließe ich mal mit einem längeren Weihnachtseintrag. Diese Weihnachten werden wieder anders. Vor wenigen Monaten ist mein zweiter Großvater verstorben, irgendwie lässt mich diese traurige Tatsache in Weihnachtsnostalgie schwelgen, in Erinnerungen baden, als sich ein kleiner Junge über Bilderbuch-Weihnachten gefreut hat. Dies ist ein Fest für Kinder und wie schön waren meine ersten Weihnachten. Dass ich die <em>besten</em> mit schnöden Geschenke verbinde, ist ein glücklicher Umstand, auf diesem Teil des Planeten geboren sein zu dürfen.</p>

<p>Weihnachten war jedes Jahr ein Ritual, dass ganz früh am 24ten Dezember begann. Die Großeltern der väterlichen Seite wohnten weiter entfernt. Zu Weihnachten fuhr die ganze Familie zum Bahnhof, um die ersten Großeltern zu begrüßen. Die Details bleiben mir unvergessen. Die Winter waren wirklich immer <em>sehr</em> kalt, das Frühstück anschließend erwärmend. Zum Kaffee kamen Opa und Oma Nummer zwei vorbei. Ab 15 Uhr war ich nur noch am Fensterbrett sitzend zu finden, auf der verzweifelten Suche, einen Blick auf den Weihnachtsmann erhaschen zu können. Ich erinnere mich immer schreckliche Abdrücke vom Fensterbrett an den Unterarmen gehabt zu haben. Pünklich nach Kaffee und Stolle, durften die verpackten Schätze entdeckt werden.</p>

<h3>1988 - B zum M zum X</h3>

<p>In diesem Jahr hat mich mein Bruder in einem ganz schlechten Film geschleppt. <a href="http://www.coldheat.de/2010/11/film-des-tages-die-bmx-bande" title="Die BMX Bande">Die BXM Bande</a>. Danach wollte ich nur noch eines: ein BMX Fahrad. Nun waren das andere Zeiten und ein anderes Warenwirtschafftssystem. Es war unmöglich solch ein Produkt einfach so im Laden zu kaufen, was mir damals so noch nicht bewusst war, ich wollte nur einer der <em>BMX Bande</em> sein und dazu fehlte mir der einzig notwendige Gegenstand: das Rad.</p>

<p>Produktbeschaffung in der DDR funktionierte etwas anders. Nicht der direkte Kauf führte zum Erfolg, sondern Bekanntschafften und Tauschwirtschafft. Wer die richtigen Leute kannte und irgendwie selbst was zu bieten hatte, der kam an die Waare unter dem Ladentisch. Über den gleichen Weg kam 88 mein BMX Rad unter den Weihnachtsbaum, dass ich eigentlich noch zu klein dafür war, war unwichtige Nebensache. Meine Freude darüber bleibt unvergessen. Am nächsten Tag, bei arschkaltem Wetter gab es die erste Probefahrt. Näher komme ich dem Gott-Status wohl nie mehr. Dieses Rad zog vier mal mit um und hat seinen Spaßfaktor bis zum Schluss nie verloren.</p>

<h3>1989 Dinosaurier über alles</h3>

<p>Ende der 80er hatte die Industrie das geniale Konzept der Trickfilm-Spielzeug-Synergie perfektioniert. Man kreiert ein Franchise auf einer Zeichentrickserie im TV und Spielzeugen im Laden um die Ecke. Je zeitgemäßer, desto kurzweiliger, aber erfolgreicher. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dino_riders" title="Dino Riders">Dino Riders</a> war so eine geniale Marketing Idee. Dinosaurier mit Lasern. Oh <em>ja</em>. Entweder man war <em>Dino Riders</em> oder <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/M.A.S.K." title="M.A.S.K.">M.A.S.K.</a> Anhänger. Bei mir behielten am Ende die Dinosaurier die Oberhand. Die jeweils imposantesten Spielzeuge der Serie waren der <em>Brontosaurus</em> und der <em>T-Rex</em>. Am Ende war mir egal, welches der Monstren der Weihnachtsmann liefert.</p>

<p>Allein darüber zu schreiben lässt mich breit schmunzeln beim Gedanken an das Auspacken des riesigen <a href="http://www.dinoridersworld.com/Toys/Dinosaurs/Brontosaurus.html" title="M.A.S.K.">Brontosaurus</a>. Dies war der Höhepunkt meiner Spielzeugzeit. Ein Monster aus Plastik, dessen eigentliches Potential dann doch eher dürftig war. Eigentlich konnte das Biest nur brav rumstehen, aber im meiner Vorstellung erwachte das Stückchen Plastik regelmäßig zum Leben und lieferte sich einen epischen Kampf mit den Ruloniern. Ein letztes großes Aufleben des praktischen Spielzeugs, bevor die Elektronik die Oberhand gewinnen sollte, und Spielzeug für immer und ewig vom Videospiel abgelöst wurden.</p>

<h3>1995 SNES Überdosis</h3>

<p>1995 war das letzte große Jahr des <em>Super Nintendo</em>. Die <em>PlayStation</em> war als Import erhältlich aber viel zu teuer. Gleichzeitig konnte man bei Freunden das goldene Zeitalter des PCs miterleben. Aber auch dieser Traum sollte noch lange unerfüllt bleiben. Also bestand die Wunschliste ’95 aus vielen potentiellen letzten SNES Spielen. Dafür muss ich mir heute immer noch mal den Preis vor Augen führen. Während meine heutigen Spiele fast alle nur wenige Euro kosten, waren Module zu SNES Zeiten im Vergleich dazu surrealistisch bepreist. Die meisten Titel meiner Liste kosteten im örtlichen Konsumtempel 149,95 DM. Selbst heutige Sondereditionen kommen an diese Preise kaum heran. Am Ende brachte der Weihnachtsmann nicht nur einen, sondern gleich zwei Titel und beide aus der teuersten Preisregion. Autsch.</p>

<p>Bekommen habe ich das <em>GTA</em> und das <em>Modern Warfare</em> der 90er. Es gab tatsächlich einen Port von <em>Doom</em> für das SNES. Ebenso frisch war der dritte Teil der <em>Mortal Kombat</em> Serie. Zu diesem Zeitpunkt war keiner der Titel schon indiziert. Da saß ich nun mit zwei potentiell verbotenen, “erwachsenen”, überteurten Titeln. Welches zuerst zocken? Erste Welt Probleme der 90er. Die Ernüchterung für <em>Doom</em> setzte schnell ein. Toll, aber auf dem PC der Freunde sah das besser aus. <em>MK3</em> dagegen war ein Super Port und blieb die nächsten Tage im Schacht der Konsole stecken. Ich erinnere mich noch, als meine Großväter einen <em>Fatality</em> sahen und ich erklären musste, was grad passiert. Wunderschöne Erinnerungen, die ich mir dieses Jahr ganz gezielt wieder in Erinnerungen rufen werde. An dieser Stelle wünsche ich allen Lesern ein schönes Weihnachstfest und ein gutes Ankommen in 2012.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2011/12/eine-weihnachtsgeschichte#comments" title="0 Kommentare">0 Kommentare</a></p>
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		<title>Being Perfect</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2011/09/being-perfect</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 12:49:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<![CDATA[I say never be complete. I say stop <em>being perfect</em>. I say let’s evolve. Let the chips fall where they may. <a href="http://www.imdb.com/title/tt0137523/" title="Fight Club">#</a>

<img class="maximg" src="http://www.coldheat.de/archiv/entry-styles/grafiken/perfect.jpg" alt="Stop being perfect" />
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	<img src="http://www.coldheat.de/archiv/bilder/preview/being-perfect.jpg" alt="Thumbnail" style="display:inline; float:left; border:1px solid #bbb; padding:1.5px; margin:0 1em 1em 0; width:224px;" />		<p>I say never be complete. I say stop <em>being perfect</em>. I say let’s evolve. Let the chips fall where they may. <a href="http://www.imdb.com/title/tt0137523/" title="Fight Club">#</a></p>

<p><img class="maximg" src="http://www.coldheat.de/archiv/entry-styles/grafiken/perfect.jpg" alt="Stop being perfect" /></p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2011/09/being-perfect#comments" title="0 Kommentare">0 Kommentare</a></p>
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		<title>Dosierung</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2011/07/dosierung</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Jul 2011 14:07:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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			<p>Gestern habe ich bei Google+ einen <a href="http://plus.google.com/118184049347414893960/posts/JQ81vNckaaH" title="Screenshot">Screenshot</a> veröffentlicht und bei <a href="http://anmutunddemut.de/2011/07/12/unerwartetes-und-ueberraschendes.html" title="Unerwartetes">Ben_</a> lamentiert, welch schreckliche Ablenkung soziale Webseiten seien. Am Ende kommt heraus, dass auch ich nachgelassen habe, was neue Inhalte im Weblog betrifft. Hierzu möchte ich ein paar Sätze schreiben. Primärer Grund für die geringe Rate neuer Artikel ist mein normales Tagesgeschäfft. Mein derzeitiger Job verlangt dann doch etwas mehr Energie, als der vorherige. Wenn ich am Ende des Tages die Wohnungstür hinter mir schließe, dann sinkt die Motivation für weiteres HTML/CSS/Javaskript in negative Bereiche. Selbst an Wochenende ist es nicht viel besser.</p>

<p>Die Gründe dafür sind (noch) kein Thema für den Blog. Läuft der private Rechner dann mal, dann zum puren Konsum. Das gefällt mir selber wenig, ist aber nun einmal der aktuelle Status. Deshalb mag ich <em>Film des Tages</em> so sehr. Es kostet wenige Minuten und schafft mir selber eine äußerst wertvolle Liste für die Seite. Aktuell ist es auch jene Art Inhalt, die ich selber lesen möchte.</p>

<p>Ein zweiter Grund, ist vielleicht noch entscheindender. Es mag nicht den Anschein machen, aber in vielen aufwändigeren Artikeln, stecken einige Stunden Arbeit. Mein persönlicher Anspruch ist einfach sehr hoch. Wenn mir etwas nicht gefällt, dann verwerfe ich auch mal Artikel, die 90% der Erwartungen erfüllen. Ein kleiner Einblock zum aktuell entstehenden Artikel. Den Text habe ich in drei Sitzungen geschrieben. Mittlerweile ist er mir immer noch zu lang und wird wahrscheinlich nochmal gekürzt werden.</p>

<p>Mehr Zeit frisst die Gestaltung. Der Vorsatz ist immer, etwas <em>wirklich</em> Neues zu schaffen. Entweder geht es von einer festen Idee aus, oder ich muss diese erst finden. Beispiel zwei: es existiert ein quasi fertiger Artikel zu <em>Aliens</em>, aber ich finde einfach kein ordentliches Bildmaterial und so bleibt alles auf Halde liegen. Bei <em>Terminator 2</em> habe ich nach Bildern und Ideen gesucht. Alles nur so halbwegs zufriedenstellend und das Ergebnis, sind vier völlig verschiedene, praktisch im Browser funktionierende Entwürfe, die bisher alle Sackgassen sind:</p>

<p><img class="lrgimg" src="http://www.coldheat.de/archiv/bilder/t2-concepts.jpg" alt="Entwürfe Terminator 2 Artikel" /></p>

<p>Ich glaube nicht, dass ich so schnell hier wieder zur quantitativen Hochform finden werde. Ich blogge nicht über Tagesthemen, über nichts Persönliches und auch nicht mehr über Technologien. Da bleibt am Ende des Tages nicht mehr viel und deshalb, müssen die wenigen Schüsse sitzen. Ein guter Blogartikel ist wie ein lang erwartetes und seltenes Geschenk. Alles andere ist Rauschen und dafür existieren genug Alternativen zu dieser Seite. Weniger ist manchmal auch inhaltlich am Ende mehr. Würde ich gern wieder mehr bloggen? Ja. Werde ich Klasse der Masse opfern? Nein.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2011/07/dosierung#comments" title="3 Kommentare">3 Kommentare</a></p>
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		<title>Häppchen Konsum</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2011/04/happchen-konsum</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Apr 2011 09:30:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<![CDATA[Ich gestehe. Auch ich bin nicht immun. Meine Aufmerksamkeitsspanne für alles Digitale schrumpft in einem mir Angst machenden Tempo. Sich über mehrere DVD-Boxen erstreckende Serien? Furchtbar. Video-/Computerspiele? Ab Spielstunde 10 setzt der Horror ein. Ich finde es schade, aber es&#8230;]]>
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			<p>Ich gestehe. Auch ich bin nicht immun. Meine Aufmerksamkeitsspanne für alles Digitale schrumpft in einem mir Angst machenden Tempo. Sich über mehrere DVD-Boxen erstreckende Serien? Furchtbar. Video-/Computerspiele? Ab Spielstunde 10 setzt der Horror ein. Ich finde es schade, aber es ist Zeitgeist, sich aus allem Medialen die Rosinen zu picken. Was war das mal für ein Spaß. Videospiel geschenkt bekommen und die folgenden Wochen damit verbracht einem Abspann entgegen zu fiebern, in einer Zeit, als ein <em>Abspann</em> scrollender Pixelfont aus einem 320x240 und 16-farbigem Pixelbild bestand. Wenn ich stolz einen Titel abschließen wollte, musste ich ohne gamefaqs.com oder youtube.com selbst ran. Was für eine heute antik wirkende Zeit?!</p>

<p>Ich habe es versucht und mein Lieblingsmedium Film schütze ich auch noch, aber beim Rest ist es unmöglich geworden, die alte Art des Konsums weiterzuführen. Auch auf die Gefahr hin, durch unseren <em>Häppchen Konsum</em> so wichtigen Kontext zu verlieren, ist es eine Frage der Bequemlichkeit und Zeit. Nebenbei habe ich auch <a href="http://www.coldheat.de/tag/world-of-warcraft" title="Archiv - World of Warcraft">World of Warcraft</a> erstmal aufgegeben. Nicht weil ich keinen Spaß mehr hatte, aber die Zeit bis zum Endorphin ausschütendem Glücksmoment dauerte länger und länger. Mir tut es auch hier leid, aber mein so geliebtes altes MMORPG Konzept hat sich überlebt - auch weil die Zielgruppe so nicht mehr existiert. Ich bin nicht der einzige, der sich sein Stück Kuchen nicht mehr aufwendig erspielen möchte. Mir reichen momenten kleine Krümel, die allerdings eben nicht mehr so lange binden.</p>

<h3>Bon Appetit</h3>

<p>Ich möchte nicht Intensität und Tiefe gegen Vielfalt abwägen, aber heute sehe ich eine so dermaßen gigantische Masse neuer Angebote bei Film, Fernsehen, Spielen, Musik und Büchern, dass Vielfalt am Ende langsam den Sieg erringt. Momentan bin ich bei mindestens fünf neuen Filmen die Woche. Viel davon im Fernsehen und auch hier ist hat “nur Durchschnitt” es schwer, mich für mehr als die magische 60 Minuten Marke zu fesseln. Bücher sind hier die letzte Bastion der langfristig gebündelten Aufmerksamkeitsspanne. Aber hier bin ich weg von Fiktion oder Sachbuch un am Ende bei Biografien gelandet. Sowas funktioniert auch in winzigsten Frühstückstisch Häppchen über Wochen hinweg. Beim Buch habe ich nicht das Gefühl etwas zu verpassen. Das Buch ist dann doch ein völlig zeitloses Medium. Hier werde ich nicht von Marketing in die Enge gedrängt, um ja nicht das neueste Produkt zu verpassen.</p>

<p>Am Ende sehe ich die Veränderungen beim Medienkonsum mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Mehr Vielfalt ist immer gut. Auf der anderen Seite werden einzelnde Werke nie mehr den Einfluss haben, wie es vor vielen Jahren der Fall war. Alle neuen <em>Star Wars</em> oder <em>Herr der Ringe</em> sind lauwarme Kopien, die vom nächsten Abklatsch zwei Wochen später aus dem Gedächtnis verdrängt werden. Sämtliche Medienindustrien geben einzelnen Ideen keine Zeit mehr sich zu entwickeln und ich als Konsumen gebe einzelnen Werken auch leider weniger und weniger Zeit sich bei mir zu beweisen. Momentan ist dies ein Prozess, dem ich mich leider nicht mehr entziehen kann. Rosinenpicken der Häppchen. Eigentlich keine so schlechte neue Zeit?</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2011/04/happchen-konsum#comments" title="2 Kommentare">2 Kommentare</a></p>
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		<title>Wann ist das passiert?</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2010/03/wann-ist-das-passiert</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 09:40:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<![CDATA[Als ich mir gestern noch einmal das Video zum <a href="http://blogs.tampabay.com/80s/2010/03/video-the-oscars-honor-john-hughes.html" title="John Hughes Oscar Tribute">John Hughes Tribut bei den Oscars</a> angeschaut habe, da kam der die Frage auf, ob Filme heute überhaupt noch so einen Wert haben wie vor zehn,&#8230;]]>
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			<p>Als ich mir gestern noch einmal das Video zum <a href="http://blogs.tampabay.com/80s/2010/03/video-the-oscars-honor-john-hughes.html" title="John Hughes Oscar Tribute">John Hughes Tribut bei den Oscars</a> angeschaut habe, da kam der die Frage auf, ob Filme heute überhaupt noch so einen Wert haben wie vor zehn, zwanzig oder dreizig Jahren? Keiner der Hughes Filme hat einen Oskar bekommen und dennoch organisierte man eine Show, wie ich sie noch nicht gesehen habe, vermutlich weil man um die Bedeutung seiner Arbeit weiß, die sich eben nicht in Preisen definieren lässt.</p>

<p>Hughes-Filme waren der perfekte mediale Sturm, als mit der VHS eine neue Technologie eine Generation von Jugendlichen prägen sollte und zwar nicht in Form verpixelter 40 Sekunden Daumenkinos. Ich bin überzeugt, dass Film an seiner Bedeutung für junge Menschen verloren hat. Zu schnell wird man mit Neuem bombadiert. Das einzelne Werk, kann die große Masse kaum mehr wirklich prägen. Zu schnelllebig ist unsere mediale Umwelt geworden. Es existieren zu viele Alternativen zur bewehrten nicht interaktiven 90 minüten Realitätsflucht. Medialer Konsum hat den Fokus vom eigentlich Inhalt, eher auf das Erlebnis an sich verlagert, drum ist es für viele eine völlig neue Erfahrung, mal einen Film allein zu sehen. Wenn ich heute im Kinosessel sitze, dann frage ich mich oft, ob der Film eher nur Anlass ist, jemanden neben sich sitzen zu haben, der zuhört, was man zu sagen hat.</p>

<p>Film als (Jugend-)Kultur prägendes Medium schwächelt in den letzten 10 Jahren zweifellos. Zu stark ist die Konkurrenz aus Internet und Videospielen geworden. Zu sehr hat sich die Zielgruppe fragmentiert und ja zu einfach ist es geworden Werke in dahin geworfenen Brocken zu konsumieren, die nur einer von vielen sind. Schade eigentlich aber das ist wohl Zeitgeist.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2010/03/wann-ist-das-passiert#comments" title="9 Kommentare">9 Kommentare</a></p>
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		<title>Hummer Time!</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 11:03:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<![CDATA[<a href="http://www.zeit.de/auto/2010-02/gm-hummer-china-verkauf" title="GM macht Schluss mit dem Hummer">Der Hummer stirbt aus</a>. Ich glaube es gibt kein besseres Symbol für Verschwendung als dieses Auto. Dass der Hummer nun den Weg des Dodos geht, ist eigentlich nur konsequent. Ich glaube in zwanzig Jahren wird so ein Gegenstand die Ikone&#8230;]]>
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	<img src="http://www.coldheat.de/archiv/bilder/preview/hummer-time.jpg" alt="Thumbnail" style="display:inline; float:left; border:1px solid #bbb; padding:1.5px; margin:0 1em 1em 0; width:224px;" />		<p><a href="http://www.zeit.de/auto/2010-02/gm-hummer-china-verkauf" title="GM macht Schluss mit dem Hummer">Der Hummer stirbt aus</a>. Ich glaube es gibt kein besseres Symbol für Verschwendung als dieses Auto. Dass der Hummer nun den Weg des Dodos geht, ist eigentlich nur konsequent. Ich glaube in zwanzig Jahren wird so ein Gegenstand die Ikone für die Vergeudung von Ressourcen der 00er Jahre. Wer einmal das Vergnügen hatte so ein Monster live vor sich stehen zu sehen, der wird spontan zum besseren Menschen, denn so viel kompensierten und unnützen Überfluss wird man niemals überbieten können. <em><a href="http://www.youtube.com/watch?v=mCzCXyQ-bv0" title="Canyonerooohooohoo">Canyonerooohooohoo</a></em>.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2010/02/hummer-time#comments" title="2 Kommentare">2 Kommentare</a></p>
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		<title>Wunderkinder</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 10:09:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<![CDATA[Unwürdig ist nicht wer <a href="http://www.literaturcafe.de/plagiatsfall-hegemann-feuilleton-findet-abschreiben-ohne-quellenangabe-ok/" title="Plagiatsfall Hegemann: Das Feuilleton findet Abschreiben ohne Quellenangabe voll OK">kopiert</a> und es als eigenes Werk verkauft, sondern wer den Köder blind schluckt und detailiert berichtet wie gut er schmeckt. Popmedien haben irgendwann ihre Erdung&#8230;]]>
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			<p>Unwürdig ist nicht wer <a href="http://www.literaturcafe.de/plagiatsfall-hegemann-feuilleton-findet-abschreiben-ohne-quellenangabe-ok/" title="Plagiatsfall Hegemann: Das Feuilleton findet Abschreiben ohne Quellenangabe voll OK">kopiert</a> und es als eigenes Werk verkauft, sondern wer den Köder blind schluckt und detailiert berichtet wie gut er schmeckt. Popmedien haben irgendwann ihre Erdung verloren, so surreal dies auch klingen mag. Wichtig ist nicht mehr was geschaffen wird, sondern wie groß das wirtschaftliche Potential um Werk und Macher ist. Besonders in der Literatur zählt nur noch noch die Oberfläche. Sämtliche “Volksbücher” haben sich in den letzten zehn Jahren nur über ihre Marke verkauft. Wenn ein brav aussehendes Etwas über versaute Details schreibt, dann greift der verkappte Pöbel natürlich zu. Der professionalisierte Dr. Sommer als literarisches Opium fürs Volk. Die fomulierte virtuelle Sehnsucht nach Drogen, Sex und Gewalt, am liebsten aus der Feder von Schwiegersohn oder -tochter. Das ist so innovativ wie Schweinskopfsülze und offensichtlich auch so beliebt.</p>

<p><img class="xsmlimg-ir illustration" src="http://www.coldheat.de/archiv/bilder/muelleimer.jpg" alt="Mülleimer" /></p>

<p>Schuld ist die Kritik, die seit Ewigkeiten nicht mehr ihrer Aufgabe nachkommen kann und möchte. Statt sich eine echte Stimme zu verschaffen, was zugegeben in Zeiten der gelesenen Pixel schwieriger geworden ist, verkauft man sich als Werbemittel für Verleger. Dass kopierter Deck durchs Raster fällt ist nichts Neues. Dass man es der Zielgruppe aber als neuen Koks verkaufen möchte schon. Es ist kein Wunder, dass jetzt Blogger jene Aufgabe übernehmen müssen, wofür andere noch heute teuer bezahlt werden. Eine zu harsche Kritik ist für die Kunst förderlicher, als eine  wöchentliche Wunderkind-Mentalität. Es ist ok negativ zu urteilen, selbst oder besonders über kommerziell erfolgreiche Werke. Einfach mal wieder die Hausaufgaben machen. Ist nervig aber für manche Berufe dann doch noch essentiell.</p>
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		<title>oben ohne</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 07:48:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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	<img src="http://www.coldheat.de/archiv/bilder/preview/oben-ohne.jpg" alt="Thumbnail" style="display:inline; float:left; border:1px solid #bbb; padding:1.5px; margin:0 1em 1em 0; width:224px;" />		<p>Habe neulich mal wieder ältere Fotos angesehen, auf denen auch ich zu sehen war. Da wurden so mehr als zehn Jahre in Bildern abgefertigt und mir viel ein winziges Detail auf: ich habe immer etwas auf dem Kopf. Ich bin unbewusst irgendwann zum Mensch der Gattung <em>Hut</em> geworden. Es gibts zwei Arten von Menschen, die einen können einen Hut tragen und bei den anderen sieht es immer seltsam aus. Glücklicherweise gehöre ich zu den Ersten.</p>

<p>Ich bin mir unsicher woher diese Affinität für Kopfbedeckungen kommt. Mein Großvater mütterlicherseits ist noch heute konsequenter Hutträger, war für mich in früher Jugend schon prägend war und noch immer ist. Der Schlüsselmoment war aber ein paar Jahre später, die guten alten 90er. Irgendwann spülte eine Welle mit einem Schwung dutzende US-Trends zu uns, darunter auch diverse amerikanische Sportarten. Man musste sich nur entscheiden welcher Clique man angehören wollte: Football, Basketball, Hokey oder Baseball. Passend dazu bot der Markt Merchandise an und es gehörte dazu, dass man “seine” Mannschaft als Schirmütze oder neudeutsch <em>Basecap</em> mehr oder weniger stolz öffentlich präsentierte. Geboren war mein Faible für die Kopfbekleidung. Ein paar Jahre später als der deutsche Sprechgesang das kommerzielle Licht der Welt erblickte, diente die Mütze auch hier als klare Aussage, die viel zu große Hosen, Sneaker ohne Schnürsenkel und Hoodie komplettierte. Plötzlich war man <em>Hip-Hop</em>.</p>

<p>Ein Hut dient oft als Versteck für den schwindenden Haaransatz oder die nicht vorhandene modische Frisur. Zweites lässt sich hin und wieder auch bei mir nicht leugnen. Mittlerweile merke ich spätestes beim Schließen der Haustür ab und zu oben ohne zu sein, mit anschließender panischen Suche nach der passenden Kopfbedeckung. Im Laufe der Jahre ist es dann aber doch eine sehr übersichtliche Sammlung zusammen gekommen. Weggeschmissen hab ich noch keinen, auch weil an einigen verdammt viele Erinnerungen hängen.</p>

<p>Leider ist die Kopfbedeckung in den letzten zehn Jahren zum trendigen Accessoire diverser Hippster geworden. Was früher Vokuhila ist heute möglichst künstlich und schnell abgewetzter Truckker-Hat, der selbst die flachste Oberfläche <em>“Bad to the Bone”</em> machen soll. Schrecklich auch jene Gattung, die den Slogan auf dem Kopf nicht mal richtig aussprechen kann, oder jenes Exemplar, dass den Schirm so tief gezogen hat, um beim Geradeausschauen schwere Nackenschäden riskieren zu müssen. Gott verdammt ist es Zeit der gewohnten Kopfbekleidung <em>Leb wohl</em> zu sagen? Oben ohne? Noch immer unvorstellbar.</p>
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		<title>Cool Readings</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 10:01:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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	<img src="http://www.coldheat.de/archiv/bilder/preview/cool-readings.jpg" alt="Thumbnail" style="display:inline; float:left; border:1px solid #bbb; padding:1.5px; margin:0 1em 1em 0; width:224px;" />		<p>Nun sickern die ersten semi-glaubwürdigen Details durch und schon geht es in die Endphase der Euphorie um Apple’s neues Spielzeug für die Massen. Es gilt nichts anderes für Text und Bild zu realisieren, was man vor knapp 10 Jahren mit Musik gemacht hat. Die Aufgabe des neuen Geräts ist das Lesen wieder “cool” und somit massenkompatibel zu machen. Manchmal braucht es dafür eben nur ein ansehnliches Gerät, denn weit vor dem iPod konnten wir Musik hören nur brauchte es weiße Inohr-Kopfhörer, um den guten alten <em>Walkman</em> auch für den letzten Hipster wieder attraktiv zu machen. Zwar hört man noch immer den gleichen Stoff, aber nun unter dem Segen der Apple-Kirche.</p>

<p>So oder so ähnlich wird Apple auch das Lesen wieder reaktivieren müssen und zwar so sehr, dass der Durchschnittskunde dafür gern bereit ist zu zahlen, eben jenes Problem lösen, dass die Industrie überhaupt erst in die Krise geführt hat und aus der sie sich selbst wohl nicht zu befreien weiß. Jobs’ Aufgabe ist es in wenigen Stunden, einen Silberstreif am Horizont Tausender Autoren und Redakteure zu malen. Gib dem geschriebenem Wort wieder sein Mojo zurück.</p>
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		<title>2010</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 14:40:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<![CDATA[Zweitausendzehn

Zwanzighundertzehn

Zwanzig Zehn

Alles nicht falsch. Ha ha.
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	<img src="http://www.coldheat.de/archiv/bilder/preview/2010.jpg" alt="Thumbnail" style="display:inline; float:left; border:1px solid #bbb; padding:1.5px; margin:0 1em 1em 0; width:224px;" />		<p>Zweitausendzehn</p>

<p>Zwanzighundertzehn</p>

<p>Zwanzig Zehn</p>

<p>Alles nicht falsch. Ha ha.</p>
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