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	<title>coldheat.de - Oxymoron#1</title>
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	<description>Oxymoron#1</description>
	<pubDate>Thu, 24 May 2012 08:13:36 +0000</pubDate>
	
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		<title>Jaws</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Oct 2010 14:34:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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  “On her and torpedoed right off her. Into the drink with 900 other clowns. Started with 900 anyway…floating in that big warm Pacific. Must have been like a dinner bell in there…Explosions, and half the guys bleeding.”
  
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  <p>“On her and torpedoed right off her. Into the drink with 900 other clowns. Started with 900 anyway…floating in that big warm Pacific. Must have been like a dinner bell in there…Explosions, and half the guys bleeding.”</p>
  
  <p>“Soon as the <em>sharks</em> came homing in on us, we went by the Manual, of course… Kept trying to float in groups…doin’ what if said, splash at ‘em, yell at ‘em, hit ‘em on the nose, they won’t bother you…all that.”</p>
  
  <p>“They tore apart about a hundred men, the first night. And pretty soon, when they stepped it up, and you’d feel ‘em bump you, and guys’d get pulled down a couple of yards away, and it got to two days…and three…Well, some fellas couldn’t take it no more, just peeled off their life-jackets, got it over with.”</p>
  
  <p>“We were in the water 110 hours. <em>Sharks</em> averaged six men an hour. They’re all experts.”</p>
</blockquote>

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<p>Sommerfilme sind ein Thema für sich. Dieses Jahr war der Sommer ok, aber die Filmauswahl 2010 ließ zu wüschen übrig, mit Ausnahme von <em>Toy Story 3</em>. Wieso also nicht den ultimativen Sommerfilm schlechthin einmal angemessen im Blog würdigen? <em>Jaws</em>. Schon der Titel ist perfekt. Das für den deutschen Markt angepasste <em>Der weiße Hai</em> dagegen klingt mehr nach einer Nachmittagsdokumentation, als nach dem ersten Blockbuster aller Zeiten, der schließlich Hollywood insgesamt vor dem Untergang retten sollte.</p>

<p>Es war eine viel zu warme Sommernacht irgendwann Anfang der 90er. Ich war mit meinem großen Bruder allein zu Haus und natürlich lockte das Nachtprogramm, des damals noch tollen deutschen Fernsehens. Wir sahen die letzten Minuten von <em>Miami Vice</em>, um anschließend den Spätfilm zu schauen. Es sollte <em>Der weiße Hai</em> sein. Ich glaube <em>Jaws</em> war der erste Film, der meinen jungen Verstand damals traumatisiert hat. Bei der Tauchszene war der Punkt erreicht, wo ich mich vom Fernseher abgewandt habe. Von diesem Moment an, war <em>Jaws</em> etwas Besonders für mich.</p>

<p>Zwanzig Jahre später ist <em>Jaws</em> für mich besser denn je. Dieser Film ist <em>perfekt</em> und steigert seinen Wert, mit jedem neuen Monsterfilm, den wir präsentiert bekommen. Die Struktur ist ungewöhnlich. Eigentlich gibt es vier Akte, wobei der letzte Akt extrem verzögert erscheint. Gleichzeitig wechselt <em>Jaws</em> fast auch sein Genre. Wir haben einen der effektivsten Scores eines John Williams und die schon damals so eigenständige Art eines blutjungen Steven Spielberg. Ich glaube man kann die Wirkung, die dieser Film damals hatte, nicht mehr nachvollziehen. Wir sind zu sehr geprägt vom Medium, um diese ersten Schritte nachstellen zu können. Wie muss dieser Film nur bei seiner Vorstellung 1975 gewirkt haben?</p>

<p>Meine Lieblingszene? Der <em>USS Indinanapolis Monolog</em>. Wie zeitlos gut ist diese kleine Anekdote im Film und wie riesig der Mythos, welcher diese wenigen Zeilen umgibt? Noch heute streiten sich Autoren, um die Rechte an diesen Monolog. Für mich ist die Sache klar. Nur ein John Milius bringt sowas zustande. Ich mag den Film auch für seine wirklich greifbaren Figuren. <em>Jaws</em> ist aus einer Ära, als Sommer-Blockbuster noch nicht Vehikel für aufstrebende Stars waren. Mein Musterbeispiel für das <a href="http://www.coldheat.de/archiv/2009/05/von-fiktional-langweiliger-jugend" title="von fiktional langweiliger Jugend">Fehlen flacher junger Figuren</a>? <em>Der weiße Hai</em>. Was heute Hauptdarsteller wäre, ist hier glücklicherweise nur Opfer.</p>

<p>Der einzige fade Beigeschmack des Films, sind seine Folgen für die Industrie. Es gibt viele Dokumentationen, die den Wechsel Hollywoods zue Zeit <em>Jaws</em>’ erzählen. Die Nerds haben damals das Studiosystem mit Werken wie diesem, vor dem Untergang gerettet. <em>Jaws</em> hat ein neues Publikum erkannt oder geschaffen, nämlich den jungen Zuschauer, der mehrfach für den gleichen Film bezahlt. Eine bis dahin völlig ignorierte Zielgruppe. Dreizig Jahre später ist das Erbe auch dieses Films, ein “neues” Zielpublikum der 14- bis 24-Jährigen, welches Jahr für Jahre das Blockbuster Konzept am Leben hält und wieder und wieder neue Tiefpunkte an der Kasse belohnt. Irgendwo zwischen dem Release dieses Films und einem <em>Transformers 2</em>, hat Hollywood den Anspruch verloren. Auch deshalb alter <em>Jaws</em> außer Konkurrenz.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2010/10/jaws#comments" title="5 Kommentare">5 Kommentare</a></p>
		<hr/>
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		<title>E.T.</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 14:36:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<![CDATA[Das Schöne an <em>E.T.</em> ist, ich muss nichts über den Film selbst schreiben. <em>E.T.</em> ist für mich <em>der</em> Film. Hiermit verbinde ich die ersten Erinnerungen an Kino überhaupt. Im Familienurlaub 1987 war ich gerade Jahre alt genug und eines Nachmittags&#8230;]]>
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	<img src="http://www.coldheat.de/archiv/bilder/preview/et.jpg" alt="Thumbnail" style="display:inline; float:left; border:1px solid #bbb; padding:1.5px; margin:0 1em 1em 0; width:224px;" />		<p>Das Schöne an <em>E.T.</em> ist, ich muss nichts über den Film selbst schreiben. <em>E.T.</em> ist für mich <em>der</em> Film. Hiermit verbinde ich die ersten Erinnerungen an Kino überhaupt. Im Familienurlaub 1987 war ich gerade Jahre alt genug und eines Nachmittags sollte es ins Kino gehen. Der Ort an sich war unvergesslich. Ein ehemaliges Lagerhaus aus Blech wurde zum Kino umfunktioniert. Es war unglaublich heiß und ich hatte noch nie zuvor einen Film im Kino gesehen. Zwei Stunden später war ich um eine Erfahrung reicher, die ich niemals vergessen werde. Film gab es zu diesem Zeitpunkt für mich nicht. Es war medial eine wirklich andere Zeit als heute. Unterhaltung mit bewegten Bildern, war eine mir noch völlig unbekannte Erfahrung und plötzlich bekomme ich einen der wertvollsten und besten Filme präsentiert. Eine Überdosis Kino.</p>

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<h4 class="inlineHeadRight">“And so it came as something of a shock to see him sobbing, tear-tracks on each side of his face, as he watches this little rubber suit die on screen. He was profoundly moved by this children’s film. And my dad, at that moment, ceased to be The Great Impenetrable in my life, and became a living, breathing person.” <a href="http://www.aintitcool.com/node/31765" title="25 Years Ago - The Best Genre Year Ever, Part I: Nordling Remembers E.T.!!">#</a></h4>

<p>Ich weiß noch wie mich die Leinwand förmlich verschlungen hat und ich selbst Tage später noch von den ersten Eindrücken gezerrt habe. Ich bin aufgewachsen mit Eltern und Großeltern, die einem noch vorgelesen haben. Nicht gelegentlich, sondern sehr oft. Für Märchen war und bin ich sehr empfänglich. <em>E.T.</em> war damals das perfekte Märchen mit echten Bildern und ich weiß noch, dass ich anschließend nichts mehr wollte, als ein BMX-Fahrrad. So viele Elemente im Film waren damals wie aus meinem Leben gegriffen, was den Film noch heute so besonders macht.</p>

<p>Als <em>E.T.</em> als Neuauflage noch einmal in die Kinos kam, saß ich wieder drin und wieder war die Magie dar. Der Film ist furchtbar gut gealtert, denn die starken Elemente im Film sind völlig zeitlos. <em>E.T.</em> ist ein Film, der alle fünf Jahre in die Kinos kommen sollte, weil es Grundlage für guten Filmgeschmack ist - generationsübergreifend. Es ist egal wie abgedroschen und überfrachtet man Spielberg’s Symbolik finden mag. Niemand hat das Gefühl von Familie und Kindheit so eingefangen wie dieser Film. Selten hat man eine so glaubwürdige Filmfamilie gesehen.</p>

<p><em>E.T.</em> schafft mich immer noch zu Tränen zu rühren. Es ist vielleicht der einzige Film, den dabei nichts aufhalten kann. Es sind weniger die typischen Szenen, die drauf abzielen, sondern mehr die kleinen Momenten dazwischen. Wenn Elliot <em>E.T.</em> seine Spielzeuge zeigt und wir nur im Gegenlicht die Augen der Kreatur erkennen, dann ist das <em>wirklich</em> ganz großes Kino. Das wichtigste Element des Films ist wahrscheinlich seine Musik und hier liefert <em>John Williams</em> klar eine seiner besten Arbeiten ab. Auf der DVD gibt es einen kurzen Ausschnitt, als er Spielberg zum ersten mal Themen des Films am Piano vorspielt. Wertvolleres kann man nicht filmen.</p>

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<p><em>E.T.</em> wird ewig eine Anomalie in der Filmwelt sein. Es ist jener völlig glückliche Unfall, der sich nicht reproduzieren lässt. Der Film ist auch wie bei mir, für viele Millionen Menschen der erste Kontakt mit <em>Blockbuster</em> Kino und Generationen von Zuschauern altern mit dem Film mit. Allein der Titel zaubert oft ein Schmunzeln ins Gesicht und spätestens wenn das musikalische Thema des Films erscheint, ist man spontan wieder 20 Jahre jünger. Für mich wird er umso wertvoller, weil er als Produkt so antik ist und wir keine neuen Nachahmer oder gar Sequels sehen werden. In einer Zeit wo die Kopie zum Geschäfftsmodell gewurden ist, ist dieser Film wirklich einzigartig und das in jeder Beziehung.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2010/01/et#comments" title="5 Kommentare">5 Kommentare</a></p>
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