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	<title>coldheat.de - Oxymoron#1</title>
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	<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 06:00:15 +0000</pubDate>
	
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		<title>Film des Tages - Aliens</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 11:57:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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<p>Da ich die Woche noch genüßlich Stubenhocking praktizieren kann, rotiert der Bluray Player viel zu lang am Tag. Endlich hab ich die <em>Alien</em> Box in aller Ruhe verzehren dürfen. <em>Aliens</em> ist ein perfekter Film. Zwar bleibt er bei mir hinter dem Original, aber für das was Cameron hier schaffen wollte - Action im Achterbahn Stil - existiert bis heute kaum ein Film, der so wenig falsch macht und so gut altert. Der erste <em>Die Hard</em> spielt in der gleichen Liga. Ansonsten? Nichts.</p>
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		<title>Film des Tages - The Abyss</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Aug 2011 04:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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<p>Themenwoche beim <em>Film des Tages</em>. Im heißen deutschen Endsommer, kommen  Wasser-Filme ganz gut, drum wird es diese Woche nass und kalt. Los geht’s mit <em>dem</em> Genreklassiker und meinem persönlichen Lieblingsfilm von James Cameron. <em>The Abyss</em> ist kein perfekter Film, aber er bleibt auch nach zwanzig Jahren so gut. Effekte, Figuren, Drehbuch, Umsetzung. Alles makellos. Ich kenne kaum einen anderen Film mit so einer Länge, bei dem ich nicht auf die Uhr schauen muss. Noch heute fesseln die Figuren und ihre Darsteller. Cameron zeigt keine geschönten Superhelden, sondern wirklich glaubhafte Arbeiter. Hoher Erfrischungsfaktor dank Gänsehautgarantie, feuchter Umgebung und mehr als einmal frierenden Helden.</p>

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<p>Ich würde gern sagen, die kommenden Filme haben hier kopiert, aber im gleichen Jahr scheint eine Armee an Filmen zum Thema gruselige Tiefsee erschienen zu sein. Alle unterscheiden sich von <em>The Abyss</em> im Anspruch. Cameron erzählt eine Geschichte. Die anderen Filme überbrücken nur die Zeit, bis die junge attraktive weibliche Hauptdarstellerin, im nassen Unterhemdchen vor dem Ungeheuer flieht. Auch das kann sehr gut unterhalten, ist aber eher tolles B-Movie. Nur so zur Vorwarnung.</p>
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		<title>Terminator 2</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2011/07/terminator-2</link>
		<comments>http://www.coldheat.de/2011/07/terminator-2#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 16 Jul 2011 10:01:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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	<img src="http://www.coldheat.de/archiv/bilder/preview/t2.jpg" alt="Thumbnail" style="display:inline; float:left; border:1px solid #bbb; padding:1.5px; margin:0 1em 1em 0; width:224px;" />		<p>Zwanzig Jahre später und ein Film markiert noch immer den Zenit seines Genres. <em>Terminator 2</em> war einer jener Filme, bei denen ich als viel zu junger Zuschauer still und heimlich durch den Seiteneingang reingeschleußt wurde. Wirklich verstanden habe ich damals allerdings wenig. Es war laut, bunt und lang. Mehr Anforderungen gab es an einen guten Film damals nicht. Die Effekte waren schon schick und bahnbrechend. Bemerkenswert genial war auch, einen der Helden der Zielgruppe perfekt anzupassen. Mit einem jungen <em>John Connor</em>, konnten wir uns gut identifizieren.</p>

<p>So richtig genießen konnte ich <em>Terminator 2</em> erst später als VHS. Ich kann nur schätzen, wie oft in den Film mittlerweile komplett am Stück gesehen habe. Mit DVDs kam englischer Surround-Ton, der das Erlebnis <a href="http://www.coldheat.de/the-terminator" title="The Terminator">Terminator</a> noch einmal intensivierte. Heute schaue ich mir den Film mit anderen Augen an. Zwar hat sich mein Geschmack verändert, aber was das Genre Blockbuster-Action betrifft, so bleibt <em>Terminator 2</em> auch noch heute mein Lieblingsfilm seiner Art. Perfekt für das was es ist. Wir erleben gerade wieder den Blockbuster Sommer und auch dieses Jahr sind viele erfolgreiche Monster-Produktionen am Start. Erfolgreich? Ja. Gut? Nein.</p>

<h4>“Dyson listened while the Terminator laid it all down: Skynet, Judgment Day, the history of things to come. It’s not everyday you find out that you’re responsible for 3 billion deaths. He took it pretty well.”</h4>

<p>Ich weiß nicht wieso und wann die Qualität solcher Produktionen verloren gegangen ist. Fakt ist, dass James Cameron in den späten 80ern und 90ern einen sagenhaften Lauf hatte. Alle Filme waren erfolgreich und <em>sind</em> noch immer gut. Viele stammen aus seiner Feder und entstanden in Zusammenarbeit mit einem festen Kern immer gleicher Mitarbeiter. Zugegeben war es vor <em>Jurassic Park</em> einfacher die Massen zu beeindrucken. Heute sind wir geblendet von Spezialeffekten, für wahre Überraschungen einfach blind geworden. Auch deshalb altert <em>Terminator 2</em> ziemlich gut. Handwerk ist Handwerk. Nur mit gut gemachter Action, würde heute jedoch kein Mensch mehr über den Film schreiben. Es muss mehr dran sein.</p>

<p>Cameron scheint besonders mit diesem Franchise ein neue Art Kino kreiert zu haben: einen Hybriden aus Autoren- <em>und</em> Blockbuster-Kino. Auch <em>Terminator 2</em> lebt und fällt mit dem Drehbuch. In dieser Beziehung ist der Film eines der besten Sequels aller Zeiten. Natürlich nimmt sich der Film viel Spielraum für seine Logik. Zeitreisen sind immer eine sichere Bank für mögliche Logikfehler. <em>Terminator 2</em> ist aber mehr als nur die gleiche Formel des ersten Teils, ist mehr als nur Überbrückung zum nächsten Set-Piece, ist mehr als nur Lückenfüller für Effektorgien.</p>

<p>Der Film findet noch Beachtung, weil seine Helden so gut sind. Der Trick des Films ist natürlich Schwarzeneggers Rolle. Kern aller beiden Teile ist jedoch <em>Sarah Connor</em>. Ohne diese Figur ist die Serie am Ende. Was Linda Hamilton liefert, ist der Prototyp der <a href="http://www.coldheat.de/oh-sister-where-art-thou" title="Oh sister where art thou?">90er Heldin</a>. Sie ist die einzige Figur, die eine echte Entwicklung im Film vollzieht. In meiner Lieblingsszene des Films wird <em>Sarah</em> selbst zur Maschine und zerbricht kurz vor dem größten Fehler ihres Lebens. Auch wenn es einfach aussieht, gemessen am Kanon des Franchise, ist der Moment einfach großartig umgesetzt. Sowas ist einfach noch tolles Kino, auch im Jahr 2011.</p>

<p>Came­ron ist ein Meis­ter der Waffen-Pornografie und in die­ser Hin­sicht ist <em>Ter­mi­na­tor 2</em> sein gro­ßer Wurf. Die Waffe als Werk­zeug, wird nir­gends so absurd zele­briert wie hier. <em>Ter­mi­na­tor 2</em> meis­tert aber auch Ver­fol­gungs­jag­den. Die Sequenz mit dem Heli­ko­pter sieht auch nach zwan­zig Jah­ren noch beeindruckend aus, weil eben ein ech­ter prak­ti­scher Effekt Grund­lage ist. Die CGI-Effekte dagegen…nun ja, hier sieht man dann doch das Alter des Films. Die <em>Jud­ge­ment Day</em> Sequenz kann sich noch sehen las­sen. Stan Winstons Makeup-FX haben ihre Zeit aber hinter sich. Einzig hier sind die Sequels <em>T2</em> überlegen.</p>

<p>Viele Bilder sind dennoch einfach zu sekundenlangen Legenden geworden. Wenn Linda Hamilton am Ende einarmig nachlädt, dann pinkeln sich Generationen junger Möchtegern-Action-Regisseure vor Scham in die Hose. Die Balance aller Sequenzen ist einfach stimmig. Es gibt nicht <em>die</em> Action-Sequenz im Film. Vielmehr sind alle Szenen gleichwertig beeindruckend. In seiner Art ist <em>Terminator 2</em> schon wieder so alt, dass er in Zeiten von Wackel-Schnitt-Semi-Doku-Optik, frisch wirkt. Camerons Action bleibt nachvollziehbar, ganz im Gegensatz zu modernen Action-Filmen. Ganz in der Tradition des Genres, muss der Zuschauer natürlich mehr als einmal den Verstand ausschalten. Das Finale ist einer der absurdesten Zufälle der Filmgeschichte, aber visuell so stimmig, dass man den Zweifel für kurze Zeit ausschaltet.</p>

<p>Meine Wahrnehmung in Bezug auf ältere Filme ist sicherlich nicht vollkommen ungetrübt. Zur Zeit eines <em>Terminator</em> war ein Film dieses medialen Ausmaßes eine seltene Erscheinung. Ein Blockbuster solchen Formats gibt es heute mehrmals pro Monat. Das mag für die Studios gut sein, ist aber schlecht für den Film. Ein <em>Terminator 2</em> bleibt unvergessen. Es war einer der letzten großen Filme, die dem Hype stand gehalten haben. Selbst ein für damalige Verhältnisse gigantischer Mediensturm, konnte meine Erwartungen an den Film nicht überspitzen. <em>Terminator 2</em> war und ist ein Meilenstein des Mediums, dessen damalige Wucht man vielleicht heute nicht mehr vollständig nachvollziehen kann, aber dessen Qualität zweifelsfrei unangefochten ist. Popcorn Mainstream-Action mit ganz viel Substanz <em>und</em> polierter Oberfläche.</p>

<h4>“The unknown future rolls toward us. I face it for the first time with a sense of hope. Because if a machine, a Terminator can learn the value of human life maybe we can too.”</h4>

<!--
http://www.themoviedb.org/movie/280/backdrops
http://www.ftmovie.com/terminator-2-judgment-day-movie.html
http://www.youtube.com/watch?v=tPAfwBKZ9T8
http://www.youtube.com/watch?v=BR_midwZ2f0
http://www.dvdbeaver.com/film2/DVDReviews45/t2_skynet_blu-ray.htm
-->
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2011/07/terminator-2#comments" title="0 Kommentare">0 Kommentare</a></p>
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		<title>Film des Tages - Aliens</title>
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		<comments>http://www.coldheat.de/2011/05/film-des-tages-aliens#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 14 May 2011 04:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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<p><em>Aliens</em> ist mein nächstes Ziel für einen ausführlicheren Artikel im Blog und als kleines Warmschreiben nun <em>Film des Tages</em>. Es ist erstaunlich wie sehr ich den Film trotz seiner epischen Länge, seiner Intensität und seiner unzähligen Anzahl des Anschauens, wieder und wieder genießen kann. Es ist die Art Sommer-Blockbuster, wie ich sie heute nicht mehr finden kann. Es ist der Film, der aus der Serie ein Franchise machte, weil er so radikal das Genre wechselt. <em>Aliens</em> ist verglichen mit heutigen Werken fast schon zu Kunst-Kino mutiert, auch wenn es sprödes <em>Gun-Porn</em>, mit einem verdammt soliden Drehbuch und einer Umsetzung ohne Zufälle bleibt. Ein Klassiker auf so vielen Ebenen.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2011/05/film-des-tages-aliens#comments" title="0 Kommentare">0 Kommentare</a></p>
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		<title>Oh sister where art thou?</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2011/04/oh-sister-where-art-thou</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Apr 2011 12:12:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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  In Hollywood, though, not all quadrants are created equal. If you, for instance, have a vagina, you’re pretty much out of luck, because women, in studio thinking, are considered a niche audience […] Not to the studios, which have</blockquote>&#8230;]]>
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			<blockquote>
  <p>In Hollywood, though, not all quadrants are created equal. If you, for instance, have a vagina, you’re pretty much out of luck, because women, in studio thinking, are considered a niche audience […] Not to the studios, which have realized that the closer you get to (or the farther you get from) your thirtieth birthday, the more likely you are to develop things like taste and discernment, which render you such an exhausting proposition in terms of selling a movie that, well, you might as well have a vagina. <a href="http://www.gq.com/entertainment/movies-and-tv/201102/the-day-the-movies-died-mark-harris" title="The Day the Movies died">#</a></p>
</blockquote>

<p>Das obere Zitat stammt aus dem schon jetzt legendären Artikel <a href="http://www.gq.com/entertainment/movies-and-tv/201102/the-day-the-movies-died-mark-harris" title="The Day the Movies died">The Day the Movies died</a> und soll mein Aufhänger für folgenden Artikel sein, auch wenn ich mich nur an einem kleinen Winkel des Quellartikels bedienen möchte. In den letzten Jahren ist das Bild der Heldin nicht nur seltener und seltener geworden, es hat sich auch stark verändert. Vorbei sind die Zeiten des bleibenden Eindrucks. Willkommen in der Welt der übersexualisierten Püppchen.</p>

<p>Warum existieren keine halbwegs realistischen weiblichen Helden mehr? Ist es nur der Halbstarken-Faktor, wie im Quellartikel angesprochen? Werden Filmhelden nur noch für betrunkene Jugendliche entwickelt, die von einer heutigen <em>Ellen Ripley</em> eingeschüchtert würden und deshalb lieber mit Bildern von Lolita-Püppchen berieselt werden, geschrieben von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Zack_Snyder" title="Zack Snyder">Autoren</a>, für die <em>Top Gun</em> wirklich der beste Film aller Zeiten ist?<sup id="fnref:1"><a href="#fn:1" rel="footnote">1</a></sup></p>

<p>Ich hätte nicht vermutet, dass <em>Ellen Ripley</em> wirklich ein Unikat sei, aber ein Blick in <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_female_action_heroes">diese Liste</a> offenbart die schreckliche Wahrheit, dass abseits dieser Figur, kaum eine Heldin existiert, die allein ein populäres Franchise getragen hat. Die Nachgeburt des <em>Ellen Ripley</em> Faktors ist zweifellos Core Designs <em>Lara Croft</em>, deren Entstehung ein ähnlicher Zufall<sup id="fnref:2"><a href="#fn:2" rel="footnote">2</a></sup> ist. Man wollte sich von der offensichtlichen Inspiration <em>Indiana Jones</em> distanzieren und geboren war <em>Lara Croft</em>. Der Rest ist moderne Mediengeschichte. Weil sowohl Medium als auch Zielgruppe ein anderes waren, ist <em>Lara Croft</em> jene übersexualisierte Karikatur und Schablone geworden. Der Sprung von <em>Tomb Raider</em> zu <em>Sucker Punch</em> ist nur ein kleiner. Da Bilder immer mehr als Wörter sagen ein, schneller Vergleich des fiktionalen weiblichen Held gestern und heute:</p>

<p><img class="maximg" src="http://www.coldheat.de/archiv/bilder/heroin.jpg" alt="Vergleich weibliche Filmhelden" /></p>

<p class="caption max">Fiktionale Heldinnen im Vergleich: <em>Alien</em> Protagonistin Lt. Ellen Ripley und die <em>Sucker Punch</em> Püppchen.</p>

<p>Zum Thema gibt’s natürlich auch eine <a href="http://www.springerlink.com/content/j6923218724t7430/" title="Violent Female Action Characters in Contemporary American Cinema">passende Studie</a>. Das Fazit lautet hier, während <em>Ripley</em> die Tür für weibliche Helden dieser Kategorie aufgestoßen haben mag, so gehen die meisten Heldinnen heute nur an der Hand ihrer männlichen Kollegen hindurch. Der Prototyp des weiblichen Helden ist seit den 90ern auf dem Rückzug. Ich bin jedoch nicht der Überzeugung, dass dieser Trend ein Spiegel der modernen Gesellschafft ist. Vielmehr unterstreicht es die Kernaussage des GQ-Artikels<sup id="fnref:3"><a href="#fn:3" rel="footnote">3</a></sup>, dass moderne Fiktion fast ausschließlich für ein männliches Publikum unter 25 Jahren gemacht wird. Aber nicht nur die Zielgruppe ist Schuld.</p>

<h3>“Get away from her, you bitch!”</h3>

<p>In seinen späten Zwanzigern schrieb ein junger James Cameron ein Treatment zu <a href="http://www.coldheat.de/the-terminator" title="The Terminator">The Terminator</a>. Es ist kein Zufall, dass besonders dieser Autor das Bild populärer Heldinnen prägen sollte. Cameron’s wichtigste Filme bauen alle auf einen ähnlichen Prototypen und spiegeln irgendwie den Hintergrund des Autors selbst wieder. Sie behaupten sich in einer typischen Männerdomäne und sind selten nur Anhängsel des eigentlichen Protagonisten. Cameron hat es auch immer geschafft, seine Heldinnen perfekt zu besetzen. Nie war die Oberfläche der einzige Faktor. Das Ergebnis? Während heutige Gesichter völlig austauschbar sind, sind Camerons Darstellerinnen fest mit jenen Rollen verbunden. Übrig bleiben drei Filme, dessen Heldinnen mehr Substanz aufweisen, als komplette Lebenswerke heutiger Mode-Autoren: <em>Lt. Ellen Ripley</em> in <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Aliens_(film)" title="Aliens">Aliens</a>, <em>Lindsey Brigman</em> in <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_Abyss" title="The Abyss">The Abyss</a>, <em>Sarah Connor</em> in beiden <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Terminator_2:_Judgment_Day" title="Terminator 2">Terminator</a> Filmen.<sup id="fnref:4"><a href="#fn:4" rel="footnote">4</a></sup></p>

<p><img class="stdimg" src="http://www.coldheat.de/archiv/bilder/clarice.jpg" alt="Clarice Starling" /></p>

<h3>Clarice Starling</h3>

<p>Erwähnung finden sollte hier auch <em>Clarice Starling</em>. Sicherlich nur einer von vielen Bausteinen des Films, hat diese Darstellung zweifellos einen bleibenden Eindruck hinterlassen und geht nicht im Sog des Anti-Helden unter. Auch <em>Das Schweigen der Lämmer</em> ist zwanzig Jahre später ein Meilenstein des Mediums Films und die Rolle der <em>Clarice</em> ist zur Schablone für weiblichen Helden geworden, deren Zeit aber vergangen zu sein scheint. Im Gegensatz zu Cameron’s Heldinnen, hat <em>Clarice Starling</em> eher den klassischen Entwicklungsbogen vor sich. Trotzdem lebt der Film und die Rolle ohne die typischen Bilder. In diese Falle ist man nur mit dem Sequel gelaufen.</p>

<p><img class="stdimg" src="http://www.coldheat.de/archiv/bilder/lola.jpg" alt="Run Lola Run" /></p>

<h3>bitter-süße Ironie</h3>

<h4 class="inlineHeadRight">“…ich hatte seit Ewigkeiten ein Bild im Kopf, das Bild einer Frau mit feuerroten Haaren, die verzweifelt und entschlossen rennt und rennt und rennt.” <span class="lowered">Tom Tykwer zur Entstehung von “Lola rennt”</span></h4>

<p>Es ist fast schon zu komisch, aber es ist ausgerechnet ein deutscher Film, der eine der unterhaltsamsten und einzigartigsten Heldinnen aller Zeiten auf die (internationale) Leinwand bringt. Man mag vom Regisseur und Autor halten was man mag, aber <em>Lola</em> ist ein kleiner Geniestreich. Tykwer hat es geschafft, seine <em>Lola</em> in keine typische Schublade zu stecken. Auch wenn das Motiv sehr klassisch sein mag, so bleibt die Heldin einer der besten und realistischsten weiblichen Protagonisten aller Zeiten. Auch deswegen ist der Film trotz seines so durch und durch deutschen Oberfläche, international erfolgreich. Alles hängt an dieser rothaarigen Läuferin.<sup id="fnref:5"><a href="#fn:5" rel="footnote">5</a></sup></p>

<p>Daneben ist das aktuelle Frauenbild in Mainstream Fiktion eigentlich keines mehr. Vielmehr rennt auch das Heldenbild dem Jugendwahn hinterher und nähert sich mit schnellen Schritten dem Windelalter. Die jetzige Schablone hat ihre Wurzeln sicherlich in den 90ern, dem aufkommenden Exzess und dem Aufbrechen von Nischen(-medien). Ein endloser Fundus an Comicvorlagen und moderne Tricktechnik lässt Ikonen erschaffen, die wie im Beispiel von <em>Sucker Punch</em> ihre Aufgabe erfüllen: rein ins Kino, raus gehen und vergessen, damit man ja empfänglich für den nächsten Schuss bleibt.</p>

<p>Auch hier werden sich die Trends hoffentlich relativieren. Die heutige Zielgruppe ist in zehn Jahren auch raus aus dem Blickpunkt von Marketing, Autoren und Produzenten. Ich möchte noch nicht beurteilen, welchen Typ Heldin heutige 10-Jährige in ein paar Jahren serviert bekommen, ob es mehr <em>Ellen Ripley</em> oder mehr <em>Baby Doll</em> ist. Die vergangenen Jahre aber, gehen nicht mal als verwischte Fußnote in die Geschichte des Mediums ein, wenn es um fortschrittliche, weibliche Heldenbilder geht. Am Ende verdient jede Generation auch ihre eigenen Helden und ein Ende der puren Oberfläche scheint noch lange nicht absehbar. Wer weiß. Irgendeiner der hippen Fünfundzwanzigjährigen, das Kino verlassenden, von <em>Sucker Punch</em> enttäuschten Zuschauer, setzt sich vielleicht mit der Frage nach mehr Substanz an die Tastatur und schreibt eine würdige <em>Lt. Ellen Ripley</em> Erbin. Nötig wäre es.</p>

<div class="footnotes">
<hr />
<ol>

<li id="fn:1">
<p>That generation of 16-to-24-year-olds—the guys who felt the rush of Top Gun because it was custom-built to excite them—is now in its forties, exactly the age of many mid- and upper-midrange studio executives. And increasingly, it is their taste, their appetite, and the aesthetic of their late-‘80s postadolescence that is shaping moviemaking. <a href="http://www.gq.com/entertainment/movies-and-tv/201102/the-day-the-movies-died-mark-harris" title="The Day the Movies died">#</a> <a href="#fnref:1" rev="footnote">↩</a></p>
</li>

<li id="fn:2">
<p>Wikipedia - The Making of Lara Croft <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Lara_Croft#Development_history" title="Development history">#</a> <a href="#fnref:2" rev="footnote">↩</a></p>
</li>

<li id="fn:3">
<p>GQ.com - The Day the Movies Died by Mark Harris <a href="http://www.gq.com/entertainment/movies-and-tv/201102/the-day-the-movies-died-mark-harris" title="The Day the Movies died">#</a> <a href="#fnref:3" rev="footnote">↩</a></p>
</li>

<li id="fn:4">
<p>In James Cameron’s worlds, women lead the charge <a href="http://articles.latimes.com/2010/feb/28/entertainment/la-ca-notebook28-2010feb28" title="">#</a> <a href="#fnref:4" rev="footnote">↩</a></p>
</li>

<li id="fn:5">
<p>Tom Tykwer: <em>Lola rennt</em> - rororo-Verlag <a href="#fnref:5" rev="footnote">↩</a></p>
</li>

</ol>
</div>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2011/04/oh-sister-where-art-thou#comments" title="1 Kommentar">1 Kommentar</a></p>
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		<title>Film des Tages - True Lies</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2011/04/film-des-tages-true-lies</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Apr 2011 08:45:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film des Tages]]></category>
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		<category><![CDATA[Action]]></category>
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		<category><![CDATA[Cinema]]></category>
		<category><![CDATA[James Cameron]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzenegger]]></category>

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Jetzt da <em>Ahnold</em> wieder ins Filmgeschäfft eintritt, lohnt ein Blick auf mögliche potentielle neue Filme und da ist ein Sequel zum heutigen <em>Film des Tages</em> nicht mal unrealistisch. <em>True Lies</em> ist ein gelungenes Randprojekt des Traum-Duos Schwarzenegger-Cameron. Es ist&#8230;]]>
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			<p><object width="590" height="473"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/3B7HG8_xbDw?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;hd=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/3B7HG8_xbDw?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;hd=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="590" height="473"></embed></object></p>

<p>Jetzt da <em>Ahnold</em> wieder ins Filmgeschäfft eintritt, lohnt ein Blick auf mögliche potentielle neue Filme und da ist ein Sequel zum heutigen <em>Film des Tages</em> nicht mal unrealistisch. <em>True Lies</em> ist ein gelungenes Randprojekt des Traum-Duos Schwarzenegger-Cameron. Es ist mit Abstand auch <em>Ahnold’s</em> beste Schauspielerische Leistung und einfach tolles Unterhaltungskino. <em>TTrue Lies</em> ist auch handwerklich einfach auf dem typischen Cameron Niveau und so herlich 90er.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2011/04/film-des-tages-true-lies#comments" title="0 Kommentare">0 Kommentare</a></p>
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		<title>James Cameron’s Avatar</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2009/12/james-camerons-avatar</link>
		<comments>http://www.coldheat.de/2009/12/james-camerons-avatar#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 10:52:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cinema]]></category>
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			<p>Eigentlich mag ich nichts über aktuelle Filme im Blog schreiben, aber ich mach mal eine Ausnahme. Auch <em>Avatar</em> ist nur ein Film, wer hätte das gedacht. Es ist aber auch ein Film, auf den man in zehn Jahren zurückblicken wird mit den Gedanken “Stimmt, der war der Erste.” Es gibt zwei Arten von Reviews zum Film: Frustrierte Mittzwanziger bis Mittdreiziger, die von Cameron konditioniert sind und ein Stück ihrer Jugend wiederbekommen wollten…und der objektive Rest. Alle <em>wirklich</em> negativen Reviews sind maßlos überzogen. Wer sich bei <em>Avatar</em> über Logikfehler beschwert und im gleichen Atemzug Cameron’s frühe Werke refenrenziert, disqualifiziert sich sofort. <em>Alle</em> seine Drehbücher stecken voller Logikfehler nur ist man eben keine 14 Jahre mehr und sieht drüber weg, sondern holt den augesetzten Kritiker in sich heraus und schreibt seinen Frust von der Seele, nicht mehr vierzehn Jahre alt zu sein.</p>

<p>Nach dem ersten Trailer waren meine Erwartungen an den Film relativiert. Wer auch nur einen kleinen Einblick in Filmproduktionen dieser Größe hat, der weiß was zu erwarten war. <em>Avatar</em> ist Proof-of-Concept für CGI 2.0. Nicht mehr und nicht weniger. Ob die Geschichte an den Haaren herbei gezogen, dutzendfach erzählt und mit Logikfehlern befrachtet sei, ist hier nebensächlich. So abwegig es klingt, aber <em>Avatar’s</em> Intention ist es nicht, eine neue irre Geschichte zu erzählen, sondern mehr denn je möchte Cameron seine virtuelle Welt funktionieren lassen. <em>Escapism</em>. Auf dieser Ebene funktioniert der Film nach dem Einstieg, wie ganz wenige die ich bisher gesehen habe.</p>

<p>Die Tiefe eines <em>Hamlet</em> mit der Optik eines <em>Avatar</em> würde weitere zehn Jahre dauern. Wer einige der Promo-Interviews gesehen hat, wird eine Ahnung haben, wie viel stärker der technische Fokus der Produktion war. Cameron ist erstmal Handwerker und dann erst Geschichtenerzähler. <em>Avatar</em> beweist immerhin, dass er handwerklich noch immer alle anderen großen Namen deklassiert. Wer <em>Avatar</em> kritisiert, sollte es immer im Kontext zu aktuellen Alternativen tun. Übertrifft <em>Avatar</em> ein <em>Abyss</em>, ein <em>Terminator</em> oder <em>Aliens</em>?. Sicher nicht. Ist es das beste aufgeblaßene Pop-Action-Kino der letzten Jahre? Absolut.</p>

<p>Jetzt warten wir auf <em>Battle Angel</em>.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2009/12/james-camerons-avatar#comments" title="7 Kommentare">7 Kommentare</a></p>
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		<title>Alien Quadrilogy</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2009/11/alien-quadrilogy</link>
		<comments>http://www.coldheat.de/2009/11/alien-quadrilogy#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 14:21:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cinema]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
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		<category><![CDATA[Ridley Scott]]></category>
		<category><![CDATA[Sigourney Weaver]]></category>

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		<![CDATA[Vor einigen Tage habe ich mir die komplette Dröhnung <em>Alien</em> verpasst: alle vier Teile der <em>Quadrilogy</em> DVD-Box, und zusätzlich noch einmal jeden Teil mit dem Kommentar der Macher. Irgendwie war mir mal wieder danach. Jeden Film einzeln zu behandeln übersteigt&#8230;]]>
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		<![CDATA[<div>
	<img src="http://www.coldheat.de/archiv/bilder/preview/alien-quadrilogy.jpg" alt="Thumbnail" style="display:inline; float:left; border:1px solid #bbb; padding:1.5px; margin:0 1em 1em 0; width:224px;" />		<p>Vor einigen Tage habe ich mir die komplette Dröhnung <em>Alien</em> verpasst: alle vier Teile der <em>Quadrilogy</em> DVD-Box, und zusätzlich noch einmal jeden Teil mit dem Kommentar der Macher. Irgendwie war mir mal wieder danach. Jeden Film einzeln zu behandeln übersteigt derzeit mein Zeitpensum, aber irgendwas wollte ich im Blog dazu schreiben. Ich kenne keine andere Serie, die sich noch immer so gut behaupten kann, sowohl als Ganzes, als auch im einzelnen Teil der Serie.</p>

<h3>Alien</h3>

<p>Ich weiß nicht was es ist, aber der Film drückt bei mir noch immer alle Knöpfe. <em>Alien</em> ist Ridley Scott Optik in ihrer Blütezeit. Selbst nach Jahrzehnten sieht der Film noch gut aus und Scott schafft es seinen Trickeffekt im Gummianzug ziemlich lange zu verschleiern. In einem Kommentar heißt es, dass <em>Alien</em> der erste Sci-Fi-Genre Film ist, bei dem die Protagonisten Hawaii-Hemden statt Raumanzügen tragen. Solch kleine Details machen den Film realistischer.</p>

<p>Meine Lieblingsszenen sind wohl der Gang in das verlassene Schiff, dass den Notruf sendet. Das sieht alles noch immer so gut aus. <em>Alien</em> tropft Stil über Substanz aus jeder einzelnen Sekunde. Ellen Ripley ist auch ein purer Zufall. Das Skript definierte diesen Charakter völlig generisch. Dass es eine Frau wurde, war glück­li­ches Schick­sal und nicht nur Saat für diese Serie, sondern auch dutzende Nachahmer.</p>

<h3>Aliens</h3>

<p>Dieses Sequel realisiert einen Genrewechsel auf verdammt hohem Niveau. Die Darstellung der Marines ist zur Schablone für folgende Generationen geworden. Noch heute bedient sich jedes Videospiel und jeder Actionfilm dieser Vorlage. Verglichen mit heutigen Actionfilmen, baut Cameron hier tatsächlich ganz langsam ein Feuerwerk auf, um am Ende aus allen Rohren zu feuern. Er hat ein glückliches Händchen für seine Nebenfiguren. Wirklich niemand ist hier nicht unsymphatisch besetzt.</p>

<p>In einem Punkt versagt <em>Aliens</em> 2009 aber völlig. In keinem anderen Teil der Serie sind die Effekte so schlecht gealtert wie hier. Cameron zeigt zu Viel der <em>Aliens</em> und verschlimmbessert gleichzeitig Gigers Design. Im Kommentar der DVD gibt er selbst zu, sein Designer-Ego sei zu groß gewesen, um Giger für den zweiten Teil zu engagieren und das sieht man eben auch. Ich hätte lieber ein Giger Queen Design gesehen. Für mich ist auch die kürzere Version des Films die bessere.</p>

<h3>Alien 3</h3>

<p>Der Bastard der Serie und abgesehen vom ersten Teil, der am besten gealterte. Dies war der erste Teil, den ich im Kino gesehen habe. Trotz seiner riesigen Probleme beweist sich der Film mittlerweile erstaunlich gut. <em>Alien 3</em> bietet die vielleicht beste Optik der Serie. Der Film sieht noch heute aus, als wäre er frisch abgedreht. Sie haben einen visuellen Stil geschaffen, der so neutral ist, dass er in jede Zeit passt, auch wenn sich die so tief sitzende Kamera schnell verbaucht. Wenn Fincher eines geschafft hat, dann ein <em>Alien</em> zu verfilmen, dass noch immer sehenswert ist. <em>Alien 3</em> hat so viele Probleme, dass man kaum alle nennen kann.</p>

<p>Die Vorlage von Cameron war zu weit weg vom Ursprung den <em>Alien 3</em> versucht wieder aufzunehmen. In den ersten Minuten tötet man zwei Figuren, die beim Zuschauer sehr beliebt sind. Man ändert komplett den Stil (Suspense statt Action) und vergisst dabei sympathische Figuren zu schaffen. Für mich rangiert <em>Alien 3</em> heute trotzdem vor dem zweiten Teil, weil er der Formel dieser Lizens näher kommt und weil Camerons Beitrag aus heutiger Sicht zu generisch wirkt. Das Erbe von <em>Aliens</em> hat <em>Alien 3</em> vergiftet, eigentlich hätten beide Teile im Kanon der Serie ausgetauscht werden müssen. Teil <em>3</em> wäre ein toller Teil <em>2</em>.</p>

<h3>Alien Ressurection</h3>

<p><em>Ressurection</em> nimmt bei mir den hintersten Platz der Serie ein. Teil <em>4</em> Film symbolisiert perfekt den Übergang vom Genrefilm mit Herz, zum austauschbaren Popkino. Wieder greift man auf einen europäischen Macher zurück und gibt das Drehbuch in die Hand eines Fernseh-Autoren (Joss Whedon). Das Ergebnis ist ein völlig charakterloser Sci-Fi Film guten Handwerks, welchen wenig mit dem Ursprung der Serie verbindet. Die Idee des Klons ist aufgesetzt und wie schon im zweiten Teil, sind die Ergänzungen zum Kanon der Kreaturen, ohne Gigers Mitwirkung fehl am Platz. Dieser Mensch-Alien-Hybrid ist lächerlich und Videospielniveau.</p>

<p><em>Ressurection</em> ist ein sehenswerter Sci-Fi und ein mieser <em>Alien</em> Film. Was den Film rettet sind seine Darsteller und sein <em>City of Lost Children</em>-Flair, eine Winona Ryder mit bester Bambi-Mimik und eine Sigourney Weaver, die nach einem neuen Anstrich für ihren Charakter sucht. Schaut man sich an, was Jeunet nach <em>Ressurection</em> so gemacht hat, dann muss der Film auch bei ihm eine negative Spuren hinterlassen haben.</p>

<h3>Lt. Ellen Ripley</h3>

<p>Die Figur der Ellen Ripley ist einzigartig und diese Serie ist ihre Geschichte. Ohne diesen Charakter und ohne Sigourney Weaver, ist <em>Alien</em> am Ende. Mir fällt keine andere Figur ein, die so lang so gut funktioniert, wie Sigourney Weaver’s <em>Ellen Ripley</em>. Weaver gibt der Figur auch die richtige Optik. Der perfekte Mittelweg zwischen Plastik und Rambo, die sich selbst gegen die männlichsten Protagonisten behaupten kann. Weaver’s Physik passt einfach zu dieser Figur.</p>

<p>Solche Figuren sind aus der Mode gekommen. Starke weibliche Helden mutieren heute nur noch zu flachen Abbildern ihrer männlichen Nebendarsteller. Lange bevor Videospiele mit <em>Tomb Raider</em> einen neuen plastischen und überzeichneten Prototypen des weiblichen Helden schafften, war <em>Ellen Ripley</em> weiter, als man selbst heute ist. Hier haben wir eine starke Frau, die völlig allein auf sich gestellt funktioniert. Es ist kein Zufall, dass Cameron so interessiert war. Dieser Typ Frau ist seine Domäne.</p>

<p>Auch wenn mich die Nachricht eines fünften Teils dann doch irgendwo erfreut, eigentlich ist diese Serie mit Teil <em>3</em> abgeschlossen. Zwar lautet der Titel <em>Alien</em>, aber die Serie braucht <em>Ellen Ripley</em>. Einen Teil könnte man sicherlich noch mit Weaver funktionieren lassen. Es wird aber nicht funktionieren, die Serie um eine neue Figur herum zu basteln. Was dabei zu erwarten ist, kann man in den <em>Predator</em>-Crossovers sehen. Wenn überhaupt hätte man <em>Ripley</em> eine Tochter zur Seite stellen müssen, aber auch diese Chance ist nun vertan.</p>

<p>Ich finde auch, dass diese Serie schon illustriert, wie Charakter und Handlung im Laufe der Zeit Trickeffekten weichen musste. Heutige Autoren wissen um die Möglichkeiten von CGI und legen bewusst oder unbewusst den Fokus auf den schnellen Trick. Selbst aktuelle tolle Vertreter des Genres ( <em>Distric 9</em>) schaffen es kaum noch Figuren zu schaffen, die allein eine Lizens so tragen können wie Weaver’s <em>Ripley</em>. Kombiniert mit der Tatsache, dass man heute Serien und Schauspielern einfach nicht mehr die Zeit lässt sich zu entwickeln, dürfte Alien auch die nächsten 30 Jahre Genregeschichte schreiben. Und wer weiß, vielleicht schafft ein fünfter Teil das Unmögliche und ergänzt die Serie <em>wirklich</em> sinnvoll. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2009/11/alien-quadrilogy#comments" title="8 Kommentare">8 Kommentare</a></p>
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		<title>“Atme verdammt!”</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2009/10/atme-verdammt</link>
		<comments>http://www.coldheat.de/2009/10/atme-verdammt#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 11:30:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cinema]]></category>
		<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
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		<category><![CDATA[Mary Elizabeth Mastrantonio]]></category>
		<category><![CDATA[The Abyss]]></category>

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		<![CDATA[Drehbuch Autor John August nimmt in seinem Blog immer wieder herliche Film-Klischees auseinander. <a href="http://johnaugust.com/archives/2009/breathe-damnit" title="Breath Damnit">Heute</a> auch jenes der Ertrunkenen, die vom Helden durch Mund zu Mund Beatmung gerettet wird. Jeder kennt Dutzende Beispiele für ähnliche Szenen. Stop. Es&#8230;]]>
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			<p>Drehbuch Autor John August nimmt in seinem Blog immer wieder herliche Film-Klischees auseinander. <a href="http://johnaugust.com/archives/2009/breathe-damnit" title="Breath Damnit">Heute</a> auch jenes der Ertrunkenen, die vom Helden durch Mund zu Mund Beatmung gerettet wird. Jeder kennt Dutzende Beispiele für ähnliche Szenen. Stop. Es gibt dafür einen Prototypen, der nicht nur um das Klischee herum arbeitet, sondern den Standard so hoch legt, dass man so eine Szene eigentlich mehr verwenden kann. Nach <em>The Abyss</em> ist jeder Versuch zum Scheitern verurteilt.</p>

<p><object width="590" height="370">
<param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/RSRm0l_escg&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;hd=1" />
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</object></p>

<p>Es ist schwierig die Szene aus dem Kontext zu reißen, denn um diese paar Minuten herum existiert ein Spannunfsbogen der knapp 30 Minuten anhält. Vor dieser Szene durchläuft man schon einen Gefühlsmarathon. Hier springt man als Zuschauer nur noch über die Klippe. James Cameron hat nie eine ehrlichere Liebesszene geschrieben und verfilmt als diese hier. Es braucht kein Kerzenlicht, schnulzige Hintergrundmusik und Vaseline Optik. So macht man aus einem Klischee einen Klassiker, den die deutsche Synchro etwas verschlimmbessert hat.</p>

<p>Szenen dieser Art sind immer grenzwertigst, denn in neun von zehn Fällen, weiß man als Zuschauer, dass die Figur nicht sterben kann, da sonst der Film zu Ende ist. Als ich <em>The Abyss</em> zum ersten Mal gesehen habe, war ich mir bei dieser Szene <em>wirklich</em> unsicher, ob <em>Lindsey</em> überleben wird. Ein größeres Kompliment kann man einer solchen Szene nicht machen.</p>

<p>Ist auch ein wunderschönes Beispiel für die Wirkung einer Filmszene in Relation zur der Substanz der Figuren. So viel man Cameron auch kritisieren mag, er hat bis <em>Titanic</em> immer auf Substanz gesetzt und nicht auf <a href="http://www.coldheat.de/archiv/2009/05/von-fiktional-langweiliger-jugend.php" title="Fiktional langweilige Jugend">langweilige Oberfläche</a>, was seine Charaktere betrifft.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2009/10/atme-verdammt#comments" title="0 Kommentare">0 Kommentare</a></p>
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		<item>
		<title>The Terminator</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2009/06/the-terminator</link>
		<comments>http://www.coldheat.de/2009/06/the-terminator#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2009 12:43:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cinema]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[80s]]></category>
		<category><![CDATA[James Cameron]]></category>
		<category><![CDATA[Layout]]></category>
		<category><![CDATA[Terminator]]></category>

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		<![CDATA[<h3 class="intro">“The machines rose from the ashes of the nuclear fire. Their war to exterminate mankind had raged for decades, but the final battle would not be fought in the future. It would be fought here, in our present. Tonight…”</h3>&#8230;]]>
		</description>
			<content:encoded>
		<![CDATA[<div>
	<img src="http://www.coldheat.de/archiv/bilder/preview/the-terminator.jpg" alt="Thumbnail" style="display:inline; float:left; border:1px solid #bbb; padding:1.5px; margin:0 1em 1em 0; width:224px;" />		<h3 class="intro">“The machines rose from the ashes of the nuclear fire. Their war to exterminate mankind had raged for decades, but the final battle would not be fought in the future. It would be fought here, in our present. Tonight…”</h3>

<p>Es brauchte drei Anläufe diesen Text zu schreiben. Die erste Version verlief nach Schema-X, wie ich schon einige Filme hier festgehalten habe. Für diesen Film erschien mir diese Variante unpassend. Zu bekannt ist das Material. In 25 Jahren ist alles darüber dutzendfach geschrieben worden, was sollte ich alles noch einmal wiederholen? Versuch Nummer Zwei sollte alles anders machen und wieder fiel ich in die gleiche Falle. Jetzt aber…</p>

<p>Ich habe nun <em>Terminator Salvation</em> mehrfach angeschaut. Ich bin ein <em>wirklicher</em> Fan dieser Serie. Einzig <em>Alien</em> hat im meinem Fan-Herzen einen ähnlich großen Platz. Natürlich wurden die Erwartungen nicht erfüllt, was mich wieder zum Anfang der Serie bringt. Direkt nach <em>T4</em> habe ich mir die ersten Teile auf DVD angeschaut. Ewigkeiten ist es her, dass ich The Terminator<sup id="fnref:1"><a href="#fn:1" rel="footnote">1</a></sup> komplett angeschaut habe. Ich verzichte auf Details der Handlung und der Macher. <em>T1</em> ist Filmgeschichte, die jeder kennt, stattdessen möchte ich meinen persönlichen Blick schildern.</p>

<p><span id="more-1893"></span></p>

<p><object width="590" height="357" id="eins" data="http://www.youtube.com/v/JMxEa4njsl8&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;hd=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999">
<param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/JMxEa4njsl8&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;hd=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" />
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<param name="allowscriptaccess" value="always" />
<embed src="http://www.youtube.com/v/JMxEa4njsl8&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;hd=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="590" height="357" />
</object></p>

<h4 class="inlineHeadRight">“I’m here to help you. I’m Reese, Sergeant/Tech-Com, DN38416… Assigned to protect you. You’ve been targetted for termination.”</h4>

<p><em>The Terminator</em> ist für mich die erste echte Kino-Umsetzung eines Comics, der nur in James Cameron’s Kopf existierte. Ich bin ein visueller Mensch und jedes einzelne Bild dieses Films ist makellos konstruriert, angelehnt an Panels in einem Comic. Der Film funktioniert mit so wenigen Figuren, wie es heute eigentlich unvorstellbar geworden ist. 3 Charaktere, wovon nur 2 Dialoge miteinander haben. Solch ein Drehbuch würde heute keine Chance mehr haben.</p>

<p>Viel wichtiger noch ist die Qualität der Charaktere. Wer sich nur etwas für Erzählstukrur interessiert, wird feststellen wie beeindruckend hier <em>T1</em> ist. Dieser Film ist die Story des <em>Kyle Reese</em> Charakters. Diese Figur ist das einzige Element, dass den Zuschauer mit wichtigen Informationen versorgt. Es sind keine langweiligen minutenlangen Expositionen, sondern kleine Brocken zwischen den Actionszenen. Man kommt gar nicht erst dazu die Fehler zu suchen. Jede Figur in diesem Film ist zu einem Archetyp geworden. Man weiß nach den wenigen Minuten mehr über <em>Kyle Resse</em> als nach einer kompletten Trilogie aktuelle Filme.</p>

<h3>Minimalismus</h3>

<p>Was <em>T1</em> für mich noch immer so perfekt macht ist sein Minimalismus. <em>T1</em> schafft so viel mit so wenigen Mitteln, in jeder Beziehung. Alles wird sparsam eingesetzt, mit so großer Wirkung. Die Dialoge im Film lassen sich wahrscheinlich auf eine A4-Seite drucken und dennoch hat Cameron ein Universum geschaffen, dass nun mehr als 20 Jahre lang begeistert.</p>

<h4 class="inlineHeadLeft">“Listen. Understand. That Terminator is out there. It can’t be reasoned with, it can’t be bargained with…it doesn’t feel pity of remorse or fear… and it absolutely will not stop. Ever. Until you are dead.”</h4>

<p>Ich muss ein paar Worte zum Stil der Action festhalten. Wie alles im Film sind auch die Actionszenen einfach nur effektiv inszeniert und sind damit 2009 die Dinosaurier der Action. Nach <em>Matrix</em> war es Trend, dass selbst jeder Familienfilm mit aufgesetzten Bullet-Time und Wire-Jumps ausgestattet wurde. Tiefpunkt hier war sicherlich <em>3 Engel für Charlie</em> vom gleichen Regisseur wie <em>T4</em>. Nachdem dieser Stil totgeschlagen war, hüpfte Mainstream-Action auf den Stil der <em>Bourne</em>-Filme: Handheld-Kamera, 1000 Schnitte und Blur-Effekte am Avid-Rechner. Das ist 70er-Action mit technischen Mitteln von heute. Davon bekomme ich Kopfschmerzen und diese Art der Action kreiert Situationen, bei denen man nicht mal mehr der Handlung folgen kann. “Oh da fliegt ein Auto durch die Luft. Wer sitzt da eigentlich drin?”</p>

<p><img class="stdimg" src="http://www.coldheat.de/archiv/bilder/cinema/terminator/window-scene.jpg" alt="Terminator - Fenster Szene" /></p>

<p>James Cameron hat hier seinen eigenen Stil gefunden, der den Grundstein für seine folgenden Arbeiten legte. <em>T1</em> verzichtet auf alles Unnötige, auch bei der Action. Wenige Schnitte, extrem gewinkelte tiefe Einstellungen. Den Rest erledigt der Sound. Mehr brauche ich nicht.</p>

<p><object width="468" height="375" data="http://www.youtube.com/v/P4dz2sbv_o0&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999&amp;hd=1">
<param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/P4dz2sbv_o0&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999&amp;hd=1" />
<param name="allowFullScreen" value="true" />
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<embed src="http://www.youtube.com/v/P4dz2sbv_o0&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999&amp;hd=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="468" height="375" />
</object></p>

<p>Dieser Film prägte den Begriff <em>Gun Porn</em> bevor ihn sich jemand ausgedacht hat. Die Inszenierung der Waffen in diesem Film ist fast schon pervers und setzt sich in allen folgenden Cameron Filmen fort. Waffen werden hier zur Feder unserer lyrischen Helden, deren Arbeit mit Bild und Sound zelebriert wird. Es gibt keine Shotgun, die besser klingt als in diesem Film. Ich bin noch immer begeistert von der TechNoir-Szene.</p>

<h3>“You’re terminated fucker.”</h3>

<p>Spätestens wenn man im politischen Zusammenhang einen R-Rated Actionfilm zitiert sieht, dann muss mehr im Spiel sein, als nur gutes Handwerk. Dieser Film ist für mich einer der besten und wichtigsten Beiträge des amerikanischen Kinos. Aus jeder Bildzeile tropfen hier die drei Buchstaben USA. Alle Beteiligten an diesem Film, haben nach <em>T1</em> mehr als Filmgeschichte geschrieben und schreiben sie immer noch. FX-Meister Stan Winston eine nach <em>T1</em> eine komplette Industrie salonfähig gemacht, Schwarzenegger ist zu einer eigenen Marke geworden und James Cameron wird im nächsten Jahr mit <em>Avatar</em> zum dritten Mal das Kino retten.</p>

<p><em>The Terminator</em> ist diese Art Film, die heute nicht mehr möglich ist, betrachtet man seine Langzeitwirkung. Sicher gibt es immer gute Filme, aber solche die praktisch 3 Ikonen über Jahrzehnte etablieren ist unmöglich geworden. <em>T1</em> ist auch ein ehrlicher Film. Er braucht keine politisch korrekten Randfiguren, die Moral repräsentieren, um den Zuschauer vor Augen zu führen, was er denken soll, darf oder muss. Es ist einfach gutes Unterhaltungskino, ambitionierter Macher. So etwas ist leider selten geworden.</p>

<p>Kleine Randbemerkungen. <em>T2</em> ist praktisch <em>T1</em> mit größerem Budget. Reiner Zufall oder genialer Weitblick, dass Cameron schon hier einige markante Elemente und komplette Szenen des zweiten Teils skizziert? Schwarzenegger ist als Bösewicht besser, einfach weil das Element Mensch gegen Maschine besser funktioniert. Schwarzeneggers Frisur ändert sich mitten im Film, vom Versicherungsvertreter zum Rockstar. Einige Effekte sind recht gut gealtert, andere dagegen furchtbar schlecht. Die Miniatur-Effekte halten sich ziemlich gut. Dagegen ist der Stop-Motion-Animations-Effekt am Ende des Films echt eine Hürde geworden.</p>

<div class="footnotes">
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<li id="fn:1">
<p>Bildmaterial des Eintrags stammt von <a href="http://www.foundation3d.com/gallery/showphoto.php/photo/158/size/big/si/Terminator" title="Foundation 3D">Foundation 3D</a>. <a href="#fnref:1" rev="footnote">↩</a></p>
</li>

</ol>
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    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2009/06/the-terminator#comments" title="8 Kommentare">8 Kommentare</a></p>
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