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	<title>coldheat.de - Oxymoron#1</title>
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	<description>Oxymoron#1</description>
	<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 06:00:15 +0000</pubDate>
	
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		<title>Zeit als Werkzeug</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 10:47:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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			<p>Ja es ist wieder mal soweit. Eigentlich war mein Vorsatz für 2012, einfach mal wieder Medien ohne die analytische Brille zu konsumieren. Damit war es schon am zweiten Januar vorbei und so folgen wieder folgende Notizen. Ich tue mich noch schwerer damit, längeres Dramatisches zu schauen. Selbst bei Filmen wird die Aufmerksamkeitsspanne geringer. Auf der anderen Seite fällt mir jetzt erst auf, wie effektiv und einfach Zeit als gestalterisches, dramatisches Werkzeug funktioniert.</p>

<p>Zeit ist eine Ressource. Zeit ist verbrauchte Energie und Zeit ist emotionale Bindung. Je mehr Zeit man in eine Sache investiert umso intensiver wird die Emotion. Einfaches Beispiel. Viele von uns verbringen eine lange Zeit in der Schule, soviel, dass eigentlich jeder damit eine ganz klare Emotion verbindet. Entweder man sehnt sich zurück oder ist froh drüber, kein Schüler mehr zu sein. Fakt ist, Zeit ist auch hier Nährboden für eine ausgeprägte Emotion.</p>

<p>Bei Fiktion kann man solche Mechanismen ausnutzen. In Filmen ist es schwieriger, da das Format zeitlich sehr begrenzt ist. Emotionen, Bindung muss in Lichtgeschwingidkeit erzeugt werden. Es ist eine Kunst, in geringer Zeit virtuelle Bindung zu erschaffen. Aus dem Grund sehen wir mehr und mehr TV-Dramen in Serienform. Autoren brauchen mehr Zeit um die emotionalen Schläge besser vorzubereiten.</p>

<p>Medien mit größeren Zeitfenstern haben es einfacher und erstaunlicherweise bieten Videospiele hier die perfekte Plattform. Wäre da Medium endlich über seine pubertäre Phase hinaus, gäbe es hier die wahrscheinlich intensivsten Geschichten zu erzählen. Das Spiel als Erzählmedium hat den unglaublichen Luxus von Zeit, auch wenn dieser merklich schmilzt, weil die durchschnittliche Spieldauer sinkt.</p>

<p>Jetzt kommt das Musterbeispiel und es tut mir Leid wenn es eigentlich schon ein Videospiel Klisché geworden ist, aber selbst heute noch existiert kein besseres Beispiel als <em>jener</em> Moment in <em>Final Fantasy 7</em>. Dies war einer der ersten und letzten wirklich genialen Ideen. Das Spiel lässt einen viele Stunden in einen Charakter investieren, um diesen dann abrupt sterben zu lassen. Ja, das ist einfach, aber es ist genauso unvorhersehbar und unglaublich effektiv. Erstaunlich, dass so wenige die Idee kopiert haben. Ich vermute die moderne Herangehensweise mit non-linearen Geschichten nimmt hier zu viele Möglichkeiten aus dem Spiel.</p>

<p>Zwei Dinge sind der Schlüssel zum Erfolg. Investierte <em>Zeit</em> und so erschaffener Wert der Figur. Ähnliches sieht man meist in Sitcoms, die viele Jahre laufen, aber deren Genre leider wirklich Dramatisches verbietet. Schade eigentlich.</p>
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		<title>Film des Tages - Wall Street (1987)</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jan 2012 04:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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<em>Wall Street</em> ist mehr als Douglas’ <em>Gordon Gecko</em>. Es ist der gelungene Versuch, ein eher weniger spektakuläres Thema, in ein fesselndes Drama zu verwandeln. Charlie Sheen war ganz offensichtlich mal mehr, als die heutige Karrikatur. Besonders die Szenen mit&#8230;]]>
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<p><em>Wall Street</em> ist mehr als Douglas’ <em>Gordon Gecko</em>. Es ist der gelungene Versuch, ein eher weniger spektakuläres Thema, in ein fesselndes Drama zu verwandeln. Charlie Sheen war ganz offensichtlich mal mehr, als die heutige Karrikatur. Besonders die Szenen mit seinem Vater, sind einfach Filmgeschichte. Dass viele Ideen und Grundsätze des Films, heute weniger kraftvoll sind, lässt sich verschmerzen, ist <em>Wall Street</em> doch auch nach dem x-ten Ansehen sehr unterhaltsames und zeitloses Kino. <em>Quality is good</em>. Nur das Ende…da fehlt irgendwie der letzte Pay-Off.</p>
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		<title>Film des Tages - Die Firma (1993)</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 04:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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John Grisham Filme lassen sich am Besten mit meinem Lieblingszitat aus <em>As good as it gets</em> zusammenfassen: “That’s not true. Some of us have great sto­ries… pretty sto­ries that take place at lakes with boats and fri­ends and noodle&#8230;]]>
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<p>John Grisham Filme lassen sich am Besten mit meinem Lieblingszitat aus <em>As good as it gets</em> zusammenfassen: “That’s not true. Some of us have great sto­ries… pretty sto­ries that take place at lakes with boats and fri­ends and noodle salad. Just not any­body in this car. But lots of people -- that’s their story -- good times and noodle salad… and that’s what makes it hard. Not that you had it bad but being that pis­sed that so many had it good.”</p>

<p>Auch <em>Die Firma</em> spielt in seinem Universum der perfekten Welt voller gleicher Kopien der perfekten Menschen. Abgesehen davon bietet der Film eine solide Geschichtes, eines jungen Anwalts in den Fängen seiner ersten Kanzlei. Seine Darsteller machen den Film sehenswert, besonders die Randfiguren. Hackman ist immer grandios, aber Highlight hier ist Gary Buseys kurze Einlage als Privatdektektiv. Allein dafür ist <em>Die Firma</em> auch heute noch zu empfehlen.</p>
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		<title>Film des Tages - 21</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 04:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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Die Meister-Autoren zeigen sich im Film, wenn sie eher weniger Dramatisches zu einer 90 minütigen Achterbahnfahrt werden lassen. <em>21</em> versucht sich daran und scheitert dabei auf ganzer Linie. Basierend auf einer wahren Begebenheit, ist der Film der Versuch aus&#8230;]]>
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<p>Die Meister-Autoren zeigen sich im Film, wenn sie eher weniger Dramatisches zu einer 90 minütigen Achterbahnfahrt werden lassen. <em>21</em> versucht sich daran und scheitert dabei auf ganzer Linie. Basierend auf einer wahren Begebenheit, ist der Film der Versuch aus Karten zählenden MIT Studenten, eine spannende Geschichte zu basteln. Das ist so unterhaltsam wie es sich liest und dabei auch passend langweilig besetzt mit jener Garde Jungschauspieler, die schon mit einer Mimik überfordert sind. <em>21</em> sollte man meiden. Das aufgesetzte Drama um einen mauen Plot, macht die Nerds hier noch lange nicht zu Comic-Helden. Netter Versuch, mieses Endergebnis.</p>
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		<title>Film des Tages - The Girl with the Dragon Tattoo (2009)</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2012/01/film-des-tages-the-girl-with-the-dragon-tattoo-2</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 04:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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<p>Viel ist drüber geschrieben wurden, auch zum Fincher Remake innerhalb kürzester Zeit. <em>The Girl with the Dragon Tattoo</em> ist ein solider Film, den man jedoch im Original sehen muss. Die Hauptdarsteller sind <em>das</em> Argument für den Film und die deutsche Fassung zerstört Noomi Rapaces <em>Lisbeth Salander</em> mit einer furchtbaren Stimmwahl. Beide Hauptdarsteller sind wirklich top. Rapace ist ein weiterer Grund sich auf <em>Prometheus</em> zu freuen. Der Rest des Films? Der eigentliche Plot ist schwach, schnell uninteressant und mies aufgelöst.</p>

<p>Am Ende bleibt eine Antiheldin, mit geringster Halbwertszeit. So brutal kontemporär habe ich Fiktion noch nie erlebt. Verfilmter <em>Suicide Girls</em> Fetisch mit Krimi-Einschlag. Sehr durchschnittliches Popkino für die Generation <em>Feuchgebiete</em>, dessen Fincher Remake wohl existiert, um die gleiche Geschichte mit US-Markt kompatibleren Darstellern zu erzählen. Sehenswert dank seiner Hauptdarstellerin. Aus allen anderen Blickwinkeln durchaus zu ignorieren.</p>
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		<title>Film des Tages - Der Unbeugsame</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Jan 2012 04:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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Amerikanische Sportfilme. Nun ja, meist verschließen sich große Teile des Films, einem nicht amerikanischen Publikum. Auch <em>Der Unbeugsame</em> ist hier nicht anders. Trotzdem bleibt auch unter der Oberfläche genug, um den Film zu einem echten Klassiker werden zu lassen.&#8230;]]>
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<p>Amerikanische Sportfilme. Nun ja, meist verschließen sich große Teile des Films, einem nicht amerikanischen Publikum. Auch <em>Der Unbeugsame</em> ist hier nicht anders. Trotzdem bleibt auch unter der Oberfläche genug, um den Film zu einem echten Klassiker werden zu lassen. Robert Redford als Baseball Spieler, erfordert das Ausschalten <em>sehr</em> vieler Zweifel. Dann jedoch öffnet sich der Film als klassische, epische Filmbiografie. Am Ende muss man sowieso jeden Film mit Robert Duvall anschauen.</p>
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		<title>Film des Tages - Amadeus</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 04:00:11 +0000</pubDate>
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<p>Oft bin ich von solch epischen Filmen wie <em>Amadeus</em> verschreckt. Zu viel Lob, zu viele Preise, zu viele Kostüme, zu viel alles. Es ist schwer dann diese erste Hürde zu nehmen und den Film einfach so auf sich wirken zu lassen, ohne die sekündliche Analyse: “Und stimmt das alles?” In diesem Fall kann die Antwort nur lauten ja. Hier haben wir einen sehr guten Film, dem keine Zutat fehlt, mit einer ganz einfachen und universellen Geschichte im Kern. Einer dieser Klassiker, die man wirklich nicht anzweifeln braucht, es sei denn man hat die <em>Simpsons</em> Version des Themas gesehen und fragt sich, wann die <em>Straight out of Salzburg</em> Witze kommen.</p>
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		<title>Film des Tages - Der Gott des Gemetzels</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 05:00:08 +0000</pubDate>
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<p><em>Der Gott des Gemetzels</em> ist die Verfilmung des gleichnamigen und sehr erfolgreichen Kammerspiels. Beides sieht man dem Film bereits innerhalb der ersten Minuten mehr als deutlich an, also sein Kammerspieldasein und den Erfolg des Stücks. Eigentlich hätte es gar nicht eines so heterogendnen wie grandiosen Ensembles bedruft, um daraus einen großartigen Film zu machen. Aber Roman Polanski muss nicht geizen und so dürfen wir genüßlich dabei zusehen, wie sich Jodie Foster, Kate Winslet, Christoph Walz und John C. Reilly als Ehepaare fleißig über einen Streit ihrer Söhne in sehr kurzweiligen 75 Minuten malerisch dahinmetzlen.</p>
    <hr /><p class="guest-author-mark">Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von <a href="http://www.anmutunddemut.de" title="Anmut und Demut">Ben_</a>.</p>		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2011/12/film-des-tages-der-gott-des-gemetzels#comments" title="2 Kommentare">2 Kommentare</a></p>
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		<title>Film des Tages - Feivel der Mauswanderer</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 11:39:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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Ah die Weihnachtszeit, oder wenn mein Verlangen nach kitschigen Animationsfilmen alle Jahre wieder neu erwacht. <em>Feivel der Mauswanderer</em> ist jetzt kein anspruchsvolles Kunstkino, sondern solide Familienunterhaltung, mit einem dann doch bitterem Beigeschmack des erhobenen Zeigefingers seiner Macher. Wofür der&#8230;]]>
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<p>Ah die Weihnachtszeit, oder wenn mein Verlangen nach kitschigen Animationsfilmen alle Jahre wieder neu erwacht. <em>Feivel der Mauswanderer</em> ist jetzt kein anspruchsvolles Kunstkino, sondern solide Familienunterhaltung, mit einem dann doch bitterem Beigeschmack des erhobenen Zeigefingers seiner Macher. Wofür der Film versucht zu stehen, muss man heute einfach ignorieren und bekommt dann doch wieder seichte unterhaltsame Filmminuten, mit der verloren gegangenen Ästhetik alter Zeichentrickkunst.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2011/12/film-des-tages-feivel-der-mauswanderer#comments" title="0 Kommentare">0 Kommentare</a></p>
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		<title>Film des Tages - Moby Dick (2011)</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2011/11/film-des-tages-moby-dick-2011</link>
		<comments>http://www.coldheat.de/2011/11/film-des-tages-moby-dick-2011#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 09:41:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ben</dc:creator>
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Aus <a href="http://anmutunddemut.de/2011/11/26/vermag-ein-herz-zu-fullen.html" title="...vermag ein Menschenherz zu auszufüllen">Vorfreude</a> habe ich Sonntag ca. 6 Stunden mit ungekürzten, <a href="http://anmutunddemut.de/2007/12/31/30-stunden-kampf.html" title="30 Stunden Kampf">30-stündigen Hörbuch-Einspielung Moby Dicks von Christian Brückner</a> verbracht. Ich bin zwar noch nicht einmal bei der Hälfte, habe aber&#8230;]]>
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<p>Aus <a href="http://anmutunddemut.de/2011/11/26/vermag-ein-herz-zu-fullen.html" title="...vermag ein Menschenherz zu auszufüllen">Vorfreude</a> habe ich Sonntag ca. 6 Stunden mit ungekürzten, <a href="http://anmutunddemut.de/2007/12/31/30-stunden-kampf.html" title="30 Stunden Kampf">30-stündigen Hörbuch-Einspielung Moby Dicks von Christian Brückner</a> verbracht. Ich bin zwar noch nicht einmal bei der Hälfte, habe aber schon einen ganz guten Eindruck vom Buch und freue mich sehr auf die restlichen Stunden und die für 2012 geplante Lektüre.</p>

<p>Was ich inzwischen sagen kann: <em>Moby Dick</em> ist eine Metapher für sich selbst. Das Buch ist ein Leviathan. Und so so naheliegend die vielen Verfilmungen sind, so absurd erscheint mir inzwischen der Versuch, das Buch zu Verfilmen. Wollte man wirklich einen Film schaffen, der dem Werk gerecht wird, man bräuchte wohl eine Anstrengung, wie wir sie zum letzten Mal für den Herrn der Ringe unternommen wurde. Und das Ergebnis würde zwingend weitaus enttäuschender, denn wo Tolkien auf die Schicksale von Königreichen und Völkern blickt, schaut Melville in unsere Herzen. Und was sich dort abspielt, läßt sich nicht so gut mit Computern animieren.</p>

<p>Aber selbst, wenn ich nicht just gerade so tief in dieses Werk eingetaucht wäre, hätte mich der Film wohl enttäuscht. Zugegeben, William Hurt gibt – wie erwartet – den wahrscheinlich menschlichsten und damit nachvollziehbarsten aller bisherigen Ahabs. Das gefällt mir zwar gut, weil ich den diabolischen Gregory Peck zwar immer schaurig schön anzusehen, aber doch nie glaubwürdig fand. Ganz schafft es aber auch Hurt nicht, uns den Wahnsinn schlüssig zu verkaufen. Die Gratwanderung zwischen Manie und Berechnung gelingt ihm nicht immer. Und jedes Mal, wenn er danebentritt, bekommt die Figur, die Geschichte einen Sprung.</p>

<p>Noch schlimmer ist eigentlich Ismael. Der wird von irgendeinem Jüngelchen gespielt, den ich noch nie gesehen habe. Zumindest kann ich mich nicht an ihn erinnern. In der Vorlage erzählt Ismael seine Geschichte aus sehr weiter Entfernung, vermutlich als alter Mann, als jemand der inzwischen praktisch alles über den Wal udn den Walfang weiß, was es im späten 19. Jahrhundert darüber zu wissen gab. Aber selbst die Darstellung seines jüngeren Ichs, ist die eines gebildeten, besonnen Mannes und nicht die eines Milchbubbies.</p>

<p>Die größte Enttäuschung ist aber eigentlich Ethan Hawke. Den moralisch integreren, tiefgläubigen Starbuck, kann er kaum glaubwürdig geben. Zuwenig nimmt man ihm den Christen und den gereiften Mann ab. Traurig …</p>

<p>… aber, ich würde lügen, wenn ich behauptete, ich wäre nicht froh, dass es diese Verfilmung gibt. Ich hab sie eigentlich gern gesehen und ich freue mich, dass es dieses Facette des Weißen Wals und seiner Jäger gibt.</p>
    <hr /><p class="guest-author-mark">Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von <a href="http://www.anmutunddemut.de" title="Anmut und Demut">Ben_</a>.</p>		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2011/11/film-des-tages-moby-dick-2011#comments" title="0 Kommentare">0 Kommentare</a></p>
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