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	<title>coldheat.de - Oxymoron#1</title>
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	<description>Oxymoron#1</description>
	<pubDate>Thu, 24 May 2012 08:13:36 +0000</pubDate>
	
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		<title>Jurassic Recht</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 13:17:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<![CDATA[Vor kurzem laß ich, dass Karl May seinen 100sten Todestag feierte und dass mittlerweile eine unglaublich hohe Anzahl seiner Bücher verkauft worden sind. Zur gleichen Zeit erscheint ein <a href="http://www.drehbuchautoren.de/nachrichten/2012/03/offener-brief-von-51-tatort-autoren-0" title="Offener Brief von 51 Tatort-Autoren">offener Brief von Autoren</a>, die um&#8230;]]>
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		<![CDATA[<div>
			<p>Vor kurzem laß ich, dass Karl May seinen 100sten Todestag feierte und dass mittlerweile eine unglaublich hohe Anzahl seiner Bücher verkauft worden sind. Zur gleichen Zeit erscheint ein <a href="http://www.drehbuchautoren.de/nachrichten/2012/03/offener-brief-von-51-tatort-autoren-0" title="Offener Brief von 51 Tatort-Autoren">offener Brief von Autoren</a>, die um ihre Lebensgrundlage fürchten. Um das Problem mit dem aktuellen Schutz von Werken auf den Punkt zu bringen: hier haben wir zwei völlig unterschiedliche Arten von Erschaffern und Werken, aber trotzdem existiert ein allumfassendes System, um deren Werke zu schützen.</p>

<p>Ich bin keiner dieser radikalen <em>Piraten</em>-Wähler. Grundsätzlich sollte jeder Konsument angemessen für Inhalte zahlen müssen. Allerdings ist unsere heutiges Recht für kreative Werke, der aktuellen Situation unangepasst. Karl May ist ein schönes Beispiel. Für diese Art Inhalt, ist das aktuelle System um die Vergütung, Verbreitung und den Schutz kreativer Werke damals geschaffen wurden. Es gab keine Möglichkeit Inhalte in Sekunden global zu vertreiben. Ein Erschaffer war von Zeit und vielen anderen Dritten abhängig, dass seine Inhalte Konsumenten fanden. Die eigentliche Schöpfung eines Werkes, war die kleine Hürde. Das Abenteuer ging erst los, als das Buch fertig geschrieben war.</p>

<p>Heute sieht die Welt anders aus. Auch dieser offene Brief der <em>Tatort</em> Autoren, illustriert die Situation ziemlich gut. Hier kämpft ein altes System gegen seine Abschaffung. Zwei Perspektiven sind essentiell für ein neues faires Schutzrecht von Inhalten. Das aktuelle System belohnt Durchschnittlichkeit und Bequemlichkeit der Erschaffer. Egal wie gut oder schlecht mein Werk ist, es gibt Dritte, die sich darum kümmern, dass der Autor in irgendeiner Form vergütet und geschützt wird. Er selbst muss sich verglichen mit der Zukunft kaum selbst kümmern und sowas lieben viele Menschen. Schauen wir mal auf egal welches Medium. Welche der aktuellen Filme, Bücher, Lieder, Serien oder was auch immer, erfordern einen über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte reichenden Werksschutz? Eben.</p>

<p>Qualität und Eigeninitiative sind jetzt nicht die markanten Eigenschaften des durchschnittlichen Erschaffers eines kreativen Werks egal welcher Form. Ein Schutz von Rechten bei kreativen Werken, geht immer zu Gunsten des Durchschnitts aus. Es gilt die kleinen Schwachen zu schützen. Der “Kunst” ist so ein Ansatz gar kontraproduktiv gegenüber. Das Medium selbst wehrt sich relativ einfach. Schaut man sich die kommerziell erfolgreichen Werke an, dann sieht man da stark sinkendes Niveau, dass sich aber auch ohne Schutz des Produkts durchsetzt.</p>

<p>Eine wirklich faire Anpassung des Schutzes von Werken ist in der Tat keine einfache Sache. Am Ende ist es eine Frage der Verteilung von Geldern. Fakt ist, dass die Umsätze mit allen Medien steigen, nur kommen die Gelder eben nicht beim den wirklich Kreativen an, sondern versacken bei den Verwertern und dem Vertrieb. Letztere könnten effektiv sofort aus dem Kreislauf genommen werden, ohne das der durchschnittliche Konsument davon was merkt. Hier sehen wir quer über alle Medien verteilt bereits erfolgreiche Ansätze, nur eben nicht bei den bequemen, chronisch unterbezahlten, auf der Straße verhungernden <em>Tatort</em> Abschreibern.</p>
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		<title>Wahrnehmung</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 11:50:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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			<p>Es wird genug geschrieben über deutsche Politik, sowohl jetzt als auch in den letzten Monaten. Für mich sind die Details weniger interessant, als das große, ganze Bild. Ich finde das wir nicht nur in der Politik, gerade schön den Sieg der Alten über die Jungen erleben. Ob Bundespräsident, oder Fußballtrainer. Sobald die Jugend aus welchen Gründen auch immer kapitulieren muss, wählt die öffentliche Weisheit, glücklicherweise die Erfahrung. Ich kann gar nicht beschreiben, wie glücklich mich sowas macht. Hier rücken wieder Menschen in den öffentlichen Fokus, die eine Vergangenheit haben, die greifbar, die für mich einfach akzeptierbar sind.</p>

<p>Mein Problem mit Politik insgesamt, ist zum Einen die verzerrte Wahrnehmung unserer Volksvertreter. Ich glaube es ist ein Generationsproblem. Es ist die Generations “Ins gemachte Nest”. Es ist die Generations Berufspolitiker. Es ist die Generation Oberfläche, mit völlig fehlender, oder verzerrter Wahrnehmung der modernen Gesellschafft. Es eint sie fehlende Reue und die Unfähigkeit zur Demut. Menschlich möchte ich ich nicht mal jemaden verurteilen. Es sind auch nur Produkte ihrer Umwelt und ihrer Zeit, aber offensichtlich inkompatibel zur Führung einer modernen Gesellschafft.</p>

<p>Langfristig mache ich mir Sorgen, dass heutige Grundsätze aber weiter und schneller den je verwässern. Ich mache mir auch Sorgen, wie wir künftig Politik wahrnehmen werden. Wenn man in zwanzig oder dreißig Jahren seine Politikernamen in die Suchbox der kontemporären Suchmaschine seiner Wahl einträgt, werden wir ein völlig anderes Bild wahrnehmen, als heute noch. Was früher BND, ist heute <em>Facebook</em>. Wer glaubt, dass Medien schon heute Dreck hervorschaufeln, der wird sich wundern, was da in den nächsten Jahrzehnten passieren wird. Die Maßstäbe an menschliche Reinheit, werden sich auf den Kopf stellen. Das wirklich Ironische ist, dass die künftigen Bundespräsidenten gerade freiwillig ihrer Saufgelage online dokumentieren. Keine Frage, es ist meine Illusion, dass Politik ein moralisches Neutrum ist, aber es ist eine schöne Illusion, mit der ich mehr anfangen kann, als die Richtung, die wir derzeit einschlagen. Irgendwann ist keine bessere Alternative mehr vorhanden. Irgendwann sind da nur noch Wulffs und keine Gaucks.</p>
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		<title>Der Tatortreiniger</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 16:14:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<![CDATA[Dem Produktionsteam um das <em>Stromberg</em> Ensemble, ist es wieder gelungen, ein neues Format zu realisieren. Nach <em>Stromberg</em>, <em>Dr. Psycho</em>, <em>Der kleine Mann</em> nun also <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Tatortreiniger" title="Der Tatortreiniger">Der Tatortreiniger</a>. Was haben alle Serien gemeinsam? Die meisten sind gelobt und eingestellt&#8230;]]>
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		<![CDATA[<div>
			<p>Dem Produktionsteam um das <em>Stromberg</em> Ensemble, ist es wieder gelungen, ein neues Format zu realisieren. Nach <em>Stromberg</em>, <em>Dr. Psycho</em>, <em>Der kleine Mann</em> nun also <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Tatortreiniger" title="Der Tatortreiniger">Der Tatortreiniger</a>. Was haben alle Serien gemeinsam? Die meisten sind gelobt und eingestellt worden. Diesmal kann ich garnicht meckern, dass man sich mal wieder bei ausländischen Produktionen “Inspiration” geholt hat. <em>Der Tatortreiniger</em> ist durch und durch Deutsch. Der Geniestreich hier, ist ein winziges Format, mit endloser Freiheit.</p>

<p>Bjarne Mädel gibt optisch angepasst, den <em>Rüdiger Bunz</em> 2.0. Das Format ist einfach. Sein Beruf gibt ihm genug Plattform um Folge für Folge, komplett neue Geschichten zu erzählen. Zugegeben, der Pilot zieht schon die Trumpfkarten und mischt die fiktional wahrscheinlich unterhaltsamsten Berufe miteinander, ohne jedoch ins Absurde zu verfallen. Neudeutsch <em>Crime Comedy</em>, ist das Genre schon jetzt totgeschlagen und in wirklich fast jedem Vorabend plaziert. Die meisten davon verkrampfen sich bei zu langer Laufzeit und einem zu großen Rahmen. Hier scheitern die Macher wieder am großen Vorbild diverser US-Formate. <em>Der Tatortreiner</em> behält bisher in allen vier Folgen seinen Fokus, auf eine geschlossene Geschichte, einem Drehort und oft nur zwei Figuren.</p>

<p>Im Gegensatz zu <em>Stromberg</em> und Co. bleibt dieses Format immer reserviert. Zum sich vor Lachen wegschmeißen, eignet sich <em>Der Tatortreiniger</em> nicht. Es ist ein bisken Situationshumor, viel sprachliches Geschick und primär markante Figuren. Prägnanter kann eine deutsche Serie kaum sein. Dass man so ein Juwel ohne Ankündigung im Nachtprogramm eines dritten Senders versteckt, zeigt wie es um das anspruchsvolle deutsche Autorenfernsehen bestellt ist. Keine Frage, nach so einem Lauf, entpuppt sich das Produktionsteam als würdiges Erbe des großen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Menge" title="Wolfgang Menge">Wolgang Menge</a>.</p>
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		<title>“Gestatten, mein Name ist Lohse und ich kaufe hier ein.”</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2011/08/gestatten-mein-name-ist-lohse-und-ich-kaufe-hier-ein</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Aug 2011 11:41:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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			<p>Vicco von Bülow ist gestorben und damit verabschiedet sich nach Evelyn Hamann, die zweite geniale Hälfte des deutschen Humors. Ich nehme den Begriff Idol selten in den Mund. Auch tue ich mich schwer damit, Menschen, die ich nicht persönlich kenne zu bewundern. Aber <em>Loriot</em> bzw. seine Arbeit hat mich mein ganzes Leben begleitet und wird dies auch bis zum Ende weiterhin. Jeder, der auch nur irgendwas mit deutscher Sprache zu tun hat, dem wird der Name <em>Loriot</em> immer ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Seine Arbeit ist auch heute bemerkenswert gut. Es ist eine andere Liga. Untastbar in Qualität und Anspruch.</p>

<p>In Zeiten in denen Humor zu einer Wegwerfwahre für die zerklüftete Gesellschafft geworden ist, bleibt die akribische Arbeit des klein-großen Preußen, das einsame Licht im ewigen Dunkel. Was mich an der Person und der Arbeit ewig begeistern wird, ist der Beweis für Sorgfalt als Garant für Qualität. Ich bin mir sicher, für jeden <em>Loriot</em> Klassiker, den wir heute kennen, hat er dutzende andere Versionen verworfen. Genau jene, die uns heute als neue “Klassiker” der neuen Künstler unterhalten sollen. <em>Loriot</em> war und ist die gute alte deutsche humoristische Wertarbeit. Außer Karl Valentin, ist es kein anderer Name wert, mit ihm in einem Satz genannt zu werden. Der Tod eines ganz großen deutschen Künstlers der Neuzeit, ist auch das endgültige Ende von Anspruch in deutscher, humorvoller Unterhaltung. Hier verabschiedet sich ein ganz großer Mann, der so viele Menschen nur positiv geprägt hat. <em>Loriot</em> wird auf ewig für mich eine positive charakterliche Eigenschaft bleiben. Wer diese Form der Unterhaltung mag, ist ein guter Mensch. Ein wertvolleres Lebenswerk, kann man kaum erreichen. Ein Leben ohne die Arbeit eines Loriot ist möglich, aber sinnlos.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2011/08/gestatten-mein-name-ist-lohse-und-ich-kaufe-hier-ein#comments" title="0 Kommentare">0 Kommentare</a></p>
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		<title>Randnotiz - Kesslers Expedition</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Aug 2011 09:05:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<![CDATA[Michael “Ich piss mir in Manta, Manta in die Stiefel” Kessler, hat sich in den letzten Jahren zum Grundpfeiler guter deutscher Fernsehunterhaltung gemausert. Mittlerweile ist <em>Kesslers Expedition</em> in der <a href="http://www.xn--rockbr-fua.de/2048/interview-michael-kessler.html" title="Mit leisen Sohlen zum Quotenrekord">dritten Staffel</a> und gehört trotz&#8230;]]>
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		<![CDATA[<div>
			<p>Michael “Ich piss mir in Manta, Manta in die Stiefel” Kessler, hat sich in den letzten Jahren zum Grundpfeiler guter deutscher Fernsehunterhaltung gemausert. Mittlerweile ist <em>Kesslers Expedition</em> in der <a href="http://www.xn--rockbr-fua.de/2048/interview-michael-kessler.html" title="Mit leisen Sohlen zum Quotenrekord">dritten Staffel</a> und gehört trotz sehr subtoptimalem Sendeplatz zu den besten Formaten der letzten Jahre.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2011/08/randnotiz-kesslers-expedition#comments" title="0 Kommentare">0 Kommentare</a></p>
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		<title>Film des Tages - Alles auf Zucker</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2011/03/film-des-tages-alles-auf-zucker</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Mar 2011 10:02:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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Mein Problemen mit deutschen Filmen ist oft ihr verzweifelter Griff nach amerikanischen Vorbildern und auch <em>Alles auf Zucker</em> erfindet das Genre jetzt nicht neu, aber es es bleibt völlig objektiv betrachtet eine sehr gut gemachte Komödie, mit einigen wenigen&#8230;]]>
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			<p><object width="590" height="473"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/9hZ8a4McwQY?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;hd=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/9hZ8a4McwQY?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;hd=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="590" height="473"></embed></object></p>

<p>Mein Problemen mit deutschen Filmen ist oft ihr verzweifelter Griff nach amerikanischen Vorbildern und auch <em>Alles auf Zucker</em> erfindet das Genre jetzt nicht neu, aber es es bleibt völlig objektiv betrachtet eine sehr gut gemachte Komödie, mit einigen wenigen Überraschungen, tollen Figuren, lustigen Szenen und dem richtigen Ende. Ein deutscher Film den ich uneingeschränkt empfehlen kann.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2011/03/film-des-tages-alles-auf-zucker#comments" title="0 Kommentare">0 Kommentare</a></p>
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		<title>Wunderkinder</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 10:09:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<![CDATA[Unwürdig ist nicht wer <a href="http://www.literaturcafe.de/plagiatsfall-hegemann-feuilleton-findet-abschreiben-ohne-quellenangabe-ok/" title="Plagiatsfall Hegemann: Das Feuilleton findet Abschreiben ohne Quellenangabe voll OK">kopiert</a> und es als eigenes Werk verkauft, sondern wer den Köder blind schluckt und detailiert berichtet wie gut er schmeckt. Popmedien haben irgendwann ihre Erdung&#8230;]]>
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			<p>Unwürdig ist nicht wer <a href="http://www.literaturcafe.de/plagiatsfall-hegemann-feuilleton-findet-abschreiben-ohne-quellenangabe-ok/" title="Plagiatsfall Hegemann: Das Feuilleton findet Abschreiben ohne Quellenangabe voll OK">kopiert</a> und es als eigenes Werk verkauft, sondern wer den Köder blind schluckt und detailiert berichtet wie gut er schmeckt. Popmedien haben irgendwann ihre Erdung verloren, so surreal dies auch klingen mag. Wichtig ist nicht mehr was geschaffen wird, sondern wie groß das wirtschaftliche Potential um Werk und Macher ist. Besonders in der Literatur zählt nur noch noch die Oberfläche. Sämtliche “Volksbücher” haben sich in den letzten zehn Jahren nur über ihre Marke verkauft. Wenn ein brav aussehendes Etwas über versaute Details schreibt, dann greift der verkappte Pöbel natürlich zu. Der professionalisierte Dr. Sommer als literarisches Opium fürs Volk. Die fomulierte virtuelle Sehnsucht nach Drogen, Sex und Gewalt, am liebsten aus der Feder von Schwiegersohn oder -tochter. Das ist so innovativ wie Schweinskopfsülze und offensichtlich auch so beliebt.</p>

<p><img class="xsmlimg-ir illustration" src="http://www.coldheat.de/archiv/bilder/muelleimer.jpg" alt="Mülleimer" /></p>

<p>Schuld ist die Kritik, die seit Ewigkeiten nicht mehr ihrer Aufgabe nachkommen kann und möchte. Statt sich eine echte Stimme zu verschaffen, was zugegeben in Zeiten der gelesenen Pixel schwieriger geworden ist, verkauft man sich als Werbemittel für Verleger. Dass kopierter Deck durchs Raster fällt ist nichts Neues. Dass man es der Zielgruppe aber als neuen Koks verkaufen möchte schon. Es ist kein Wunder, dass jetzt Blogger jene Aufgabe übernehmen müssen, wofür andere noch heute teuer bezahlt werden. Eine zu harsche Kritik ist für die Kunst förderlicher, als eine  wöchentliche Wunderkind-Mentalität. Es ist ok negativ zu urteilen, selbst oder besonders über kommerziell erfolgreiche Werke. Einfach mal wieder die Hausaufgaben machen. Ist nervig aber für manche Berufe dann doch noch essentiell.</p>
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		<title>MySpass.de</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2009/11/myspass-de</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 14:26:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<![CDATA[Ich hatte schon mal im letzten Jahr über das Videoportal einer deutschen TV-Produktionsfirma <a href="http://www.myspass.de" title="MySpass">MySpass.de</a> geschrieben. Schon damals gab es viel Lob und das muss ich an dieser Stelle wiederholen. Seit dem Start der neuen Staffeln von <em>Pastewka</em> und&#8230;]]>
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		<![CDATA[<div>
			<p>Ich hatte schon mal im letzten Jahr über das Videoportal einer deutschen TV-Produktionsfirma <a href="http://www.myspass.de" title="MySpass">MySpass.de</a> geschrieben. Schon damals gab es viel Lob und das muss ich an dieser Stelle wiederholen. Seit dem Start der neuen Staffeln von <em>Pastewka</em> und <em>Stromberg</em> schaue ich mir neue Folgen wieder auf der Seite an. Die Videoqualität ist deutlich besser geworden. Vorher habe ich im iTunes-Store geschaut und überlegt, ob ich die Folgen kaufe oder nicht. Ich habe mich dagegen entschieden, auch weil MySpass den gleichen Inhalt für lau liefert. Mittlerweile hinterfrage ich sehr stark den Preis von TV-Sendungen bei iTunes. Ein Lied konsumiere ich mehrmals im Laufe der Jahre. Diese Serien werden einmal geschaut und sind dann überflüssig. Ich bin zu verwöhnt von der Kostenlos-Kultur und eben MySpass, um 1,29€ für eine Folge zu zahlen.</p>

<p>MySpass ist in dieser Form perfekt. Es kostet nichts und liefert die Inhalte recht zeitnah in guter Qualität. Da bekommt man eine Vorstellung, was die Amerikaner bei Hulu.com so genießen dürfen. Es ist für mich die ideale Form des Mediums “Fernsehen”.</p>

<p>Schade nur, dass hier nur ein Bruchteil aller Inhalte gezeigt werden. Die bereits angesprochenen Serien sind sehenswert, wobei besonders <em>Stromberg</em> mächtig abgebaut hat. Es war ein Fehler die Figur der Erika aus der Serie zu nehmen. Nun befindet sich das Charakter-Klima wieder voll im Hipster-Niveau. Sehr schade. Angeblich soll mit Staffel 4 Schluss sein, aber man hält sich die Tür für’s Kino offen. Mir ist klar, wieso die Serie im TV nicht ankommt, wie so ziemlich alles vom Autor, trotzdem ist es das beste Fiktionale aus deutscher Schreibe, was ich in den letzten zehn Jahren gesehen habe. Die Sorgfalt bei Namen der Figuren ist herausragend und erinnert entfernt an Vicco von Bülow’s Akribie.</p>

<p>Mit <em>Stromberg</em>, <em>Pastweka</em> und <em>Der kleine Mann</em> erhält man viele kostenlose Stunden Unterhaltung auf MySpass.de. Klingt schrecklich nach Werbung, ist es aber nicht. Ist nur selten geworden, dass man für Lau in guter Qualität unterhalten wird und keine Abmahnungen fürchten muss.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2009/11/myspass-de#comments" title="0 Kommentare">0 Kommentare</a></p>
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		<title>The Untouchables</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Oct 2009 10:09:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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			<p>2009 assoziieren wir mit dem Begriff Blog nur noch Linklisten, zu Heimvideos, in denen Katzen vom Schrank springen, Vorstellungen neuer Produkte oder endlos hohe Textwände zu jedem noch so kleinen Nischenthema. Was irgendwie weniger und weniger mit dem Begriff Blog in Verbindung gebracht wird, ist die persönliche Schilderung wildfremder Menschen über ihr Dasein und zwar über die Beschreibung ihres Frühstücksbrotes hinausgehend.</p>

<p>Von wahren persönlichen Seiten bin ich immer noch großer Fan, auch wenn es 2009 immer schwieriger wird <em>echte</em> und gute Beispiele zu finden. Zu sehr bin ich auf falsche Alter-Egos fixiert, die sich schnell als verzweifelter Ausguss eines <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung" title="Wikipedia - ADS">ADS-Patienten</a> entpuppen. Selten, ganz selten spült der Strom an Links aber immer wieder <a href="http://www.indigoidian.de/2009/10/04/take-it-or-leave-it/" title="indigoidian.de">kleine Perlen</a> an die Oberfläche. Ich möchte niemanden vom Wert solcher Texte überzeugen, aber davon, dass hier jemand schon nach ganz wenigen Texten einen echten Eindruck hinterlassen kann. Es geht für mich nicht darum mit möglichst ausgetüftelter und feingeschliffener Sprache, über sich zu jammern oder gar aus der eigenen Person eine sprachliche Karrikatur werden zu lassen, sondern beim Schreiben eigene Bestätigung zu bekommen, auf die man vielleicht an anderer Stelle vergeblich wartet. Damit unbekannte Leser ein paar Minuten pro Woche zu unterhalten, ist nur ein positiver Randeffekt und Grund dieses Eintrags.</p>

<p>In Zeiten, in denen 140 Zeichen lange Texte als heiliger Gral angesehen werden, sind es eben jene Beispiele, die mehr als aus der Masse heraus ragen. Ein guter, ehrlicher und persönlicher textlicher Output ist heute mehr denn je die Ausnahme. Während die Masse der Nutzer ihre Profile in irgendwelchen sozialen Netzwerken zu formen und zu bestätigen versucht, welche in ein paar Jahren sowieso im Nirvana des Netzes versinken werden, bleiben einfache Texte dieser Art zeitlos (gut).</p>

<p>Richtig einfach punkten solche Beispiele bei mir, wenn ich persönliche Parallelen finde und wenn der Gesamteindruck nicht zu direkt in die Fresse schlägt. Ein Fehler, den zu viele Alter-Ego-Blogs begehen. Eine simple Erwähnung von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/A_League_Of_Their_Own" title="Wikipedia - A League of Their Own"><em>A League of Their Own</em></a> zaubert mir ein Schmunzeln ins Gesicht. <em>“There’s no crying in baseball.”</em>.</p>

<p>Dies soll ein Aufruf sein, rein blogtechnisch auch heute immer wieder mal über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen, ansonsten übersieht man zahlreiche textliche <a href="http://www.indigoidian.de/" title="indigoidian.de">Schätze</a> im Internet.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2009/10/the-untouchables#comments" title="7 Kommentare">7 Kommentare</a></p>
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		<title>die deutsche Wählerstimme</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2009/09/die-deutsche-waehlerstimme</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 07:02:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<![CDATA[Die Mehrheit der gestrigen Stimmen landet aller Voraussicht nach in einer Oppositionspartei. Die sich neu bildende Regierung wird nicht die Mehrheit der abgegeben Stimmen repräsentieren. Wäre das Wahlsystem ein Computerprogramm, würde man die Programmierer Sonderschichten schieben lassen, bis das System&#8230;]]>
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			<p>Die Mehrheit der gestrigen Stimmen landet aller Voraussicht nach in einer Oppositionspartei. Die sich neu bildende Regierung wird nicht die Mehrheit der abgegeben Stimmen repräsentieren. Wäre das Wahlsystem ein Computerprogramm, würde man die Programmierer Sonderschichten schieben lassen, bis das System logisch funktioniert. Wenn man es nicht mal schafft die Grundlagen an das 21. Jahrundert anzupassen, dann braucht man sich über viele positive und negative Randerscheinungen nicht mehr wundern.</p>

<p>Auch meine Stimme ist in der Opposition gelandet. Schade um die nächsten vier Jahre.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2009/09/die-deutsche-waehlerstimme#comments" title="5 Kommentare">5 Kommentare</a></p>
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