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	<title>coldheat.de - Oxymoron#1</title>
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	<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 06:00:15 +0000</pubDate>
	
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		<title>Der Tatortreiniger</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 16:14:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<![CDATA[Dem Produktionsteam um das <em>Stromberg</em> Ensemble, ist es wieder gelungen, ein neues Format zu realisieren. Nach <em>Stromberg</em>, <em>Dr. Psycho</em>, <em>Der kleine Mann</em> nun also <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Tatortreiniger" title="Der Tatortreiniger">Der Tatortreiniger</a>. Was haben alle Serien gemeinsam? Die meisten sind gelobt und eingestellt&#8230;]]>
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			<p>Dem Produktionsteam um das <em>Stromberg</em> Ensemble, ist es wieder gelungen, ein neues Format zu realisieren. Nach <em>Stromberg</em>, <em>Dr. Psycho</em>, <em>Der kleine Mann</em> nun also <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Tatortreiniger" title="Der Tatortreiniger">Der Tatortreiniger</a>. Was haben alle Serien gemeinsam? Die meisten sind gelobt und eingestellt worden. Diesmal kann ich garnicht meckern, dass man sich mal wieder bei ausländischen Produktionen “Inspiration” geholt hat. <em>Der Tatortreiniger</em> ist durch und durch Deutsch. Der Geniestreich hier, ist ein winziges Format, mit endloser Freiheit.</p>

<p>Bjarne Mädel gibt optisch angepasst, den <em>Rüdiger Bunz</em> 2.0. Das Format ist einfach. Sein Beruf gibt ihm genug Plattform um Folge für Folge, komplett neue Geschichten zu erzählen. Zugegeben, der Pilot zieht schon die Trumpfkarten und mischt die fiktional wahrscheinlich unterhaltsamsten Berufe miteinander, ohne jedoch ins Absurde zu verfallen. Neudeutsch <em>Crime Comedy</em>, ist das Genre schon jetzt totgeschlagen und in wirklich fast jedem Vorabend plaziert. Die meisten davon verkrampfen sich bei zu langer Laufzeit und einem zu großen Rahmen. Hier scheitern die Macher wieder am großen Vorbild diverser US-Formate. <em>Der Tatortreiner</em> behält bisher in allen vier Folgen seinen Fokus, auf eine geschlossene Geschichte, einem Drehort und oft nur zwei Figuren.</p>

<p>Im Gegensatz zu <em>Stromberg</em> und Co. bleibt dieses Format immer reserviert. Zum sich vor Lachen wegschmeißen, eignet sich <em>Der Tatortreiniger</em> nicht. Es ist ein bisken Situationshumor, viel sprachliches Geschick und primär markante Figuren. Prägnanter kann eine deutsche Serie kaum sein. Dass man so ein Juwel ohne Ankündigung im Nachtprogramm eines dritten Senders versteckt, zeigt wie es um das anspruchsvolle deutsche Autorenfernsehen bestellt ist. Keine Frage, nach so einem Lauf, entpuppt sich das Produktionsteam als würdiges Erbe des großen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Menge" title="Wolfgang Menge">Wolgang Menge</a>.</p>
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		<title>“Gestatten, mein Name ist Lohse und ich kaufe hier ein.”</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2011/08/gestatten-mein-name-ist-lohse-und-ich-kaufe-hier-ein</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Aug 2011 11:41:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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			<p>Vicco von Bülow ist gestorben und damit verabschiedet sich nach Evelyn Hamann, die zweite geniale Hälfte des deutschen Humors. Ich nehme den Begriff Idol selten in den Mund. Auch tue ich mich schwer damit, Menschen, die ich nicht persönlich kenne zu bewundern. Aber <em>Loriot</em> bzw. seine Arbeit hat mich mein ganzes Leben begleitet und wird dies auch bis zum Ende weiterhin. Jeder, der auch nur irgendwas mit deutscher Sprache zu tun hat, dem wird der Name <em>Loriot</em> immer ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Seine Arbeit ist auch heute bemerkenswert gut. Es ist eine andere Liga. Untastbar in Qualität und Anspruch.</p>

<p>In Zeiten in denen Humor zu einer Wegwerfwahre für die zerklüftete Gesellschafft geworden ist, bleibt die akribische Arbeit des klein-großen Preußen, das einsame Licht im ewigen Dunkel. Was mich an der Person und der Arbeit ewig begeistern wird, ist der Beweis für Sorgfalt als Garant für Qualität. Ich bin mir sicher, für jeden <em>Loriot</em> Klassiker, den wir heute kennen, hat er dutzende andere Versionen verworfen. Genau jene, die uns heute als neue “Klassiker” der neuen Künstler unterhalten sollen. <em>Loriot</em> war und ist die gute alte deutsche humoristische Wertarbeit. Außer Karl Valentin, ist es kein anderer Name wert, mit ihm in einem Satz genannt zu werden. Der Tod eines ganz großen deutschen Künstlers der Neuzeit, ist auch das endgültige Ende von Anspruch in deutscher, humorvoller Unterhaltung. Hier verabschiedet sich ein ganz großer Mann, der so viele Menschen nur positiv geprägt hat. <em>Loriot</em> wird auf ewig für mich eine positive charakterliche Eigenschaft bleiben. Wer diese Form der Unterhaltung mag, ist ein guter Mensch. Ein wertvolleres Lebenswerk, kann man kaum erreichen. Ein Leben ohne die Arbeit eines Loriot ist möglich, aber sinnlos.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2011/08/gestatten-mein-name-ist-lohse-und-ich-kaufe-hier-ein#comments" title="0 Kommentare">0 Kommentare</a></p>
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		<title>Randnotiz - Kesslers Expedition</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Aug 2011 09:05:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<![CDATA[Michael “Ich piss mir in Manta, Manta in die Stiefel” Kessler, hat sich in den letzten Jahren zum Grundpfeiler guter deutscher Fernsehunterhaltung gemausert. Mittlerweile ist <em>Kesslers Expedition</em> in der <a href="http://www.xn--rockbr-fua.de/2048/interview-michael-kessler.html" title="Mit leisen Sohlen zum Quotenrekord">dritten Staffel</a> und gehört trotz&#8230;]]>
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			<p>Michael “Ich piss mir in Manta, Manta in die Stiefel” Kessler, hat sich in den letzten Jahren zum Grundpfeiler guter deutscher Fernsehunterhaltung gemausert. Mittlerweile ist <em>Kesslers Expedition</em> in der <a href="http://www.xn--rockbr-fua.de/2048/interview-michael-kessler.html" title="Mit leisen Sohlen zum Quotenrekord">dritten Staffel</a> und gehört trotz sehr subtoptimalem Sendeplatz zu den besten Formaten der letzten Jahre.</p>
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		<title>Film des Tages - Alles auf Zucker</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2011/03/film-des-tages-alles-auf-zucker</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Mar 2011 10:02:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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Mein Problemen mit deutschen Filmen ist oft ihr verzweifelter Griff nach amerikanischen Vorbildern und auch <em>Alles auf Zucker</em> erfindet das Genre jetzt nicht neu, aber es es bleibt völlig objektiv betrachtet eine sehr gut gemachte Komödie, mit einigen wenigen&#8230;]]>
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			<p><object width="590" height="473"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/9hZ8a4McwQY?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;hd=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/9hZ8a4McwQY?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;hd=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="590" height="473"></embed></object></p>

<p>Mein Problemen mit deutschen Filmen ist oft ihr verzweifelter Griff nach amerikanischen Vorbildern und auch <em>Alles auf Zucker</em> erfindet das Genre jetzt nicht neu, aber es es bleibt völlig objektiv betrachtet eine sehr gut gemachte Komödie, mit einigen wenigen Überraschungen, tollen Figuren, lustigen Szenen und dem richtigen Ende. Ein deutscher Film den ich uneingeschränkt empfehlen kann.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2011/03/film-des-tages-alles-auf-zucker#comments" title="0 Kommentare">0 Kommentare</a></p>
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		<title>Wunderkinder</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2010/02/wunderkinder</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 10:09:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<![CDATA[Unwürdig ist nicht wer <a href="http://www.literaturcafe.de/plagiatsfall-hegemann-feuilleton-findet-abschreiben-ohne-quellenangabe-ok/" title="Plagiatsfall Hegemann: Das Feuilleton findet Abschreiben ohne Quellenangabe voll OK">kopiert</a> und es als eigenes Werk verkauft, sondern wer den Köder blind schluckt und detailiert berichtet wie gut er schmeckt. Popmedien haben irgendwann ihre Erdung&#8230;]]>
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			<p>Unwürdig ist nicht wer <a href="http://www.literaturcafe.de/plagiatsfall-hegemann-feuilleton-findet-abschreiben-ohne-quellenangabe-ok/" title="Plagiatsfall Hegemann: Das Feuilleton findet Abschreiben ohne Quellenangabe voll OK">kopiert</a> und es als eigenes Werk verkauft, sondern wer den Köder blind schluckt und detailiert berichtet wie gut er schmeckt. Popmedien haben irgendwann ihre Erdung verloren, so surreal dies auch klingen mag. Wichtig ist nicht mehr was geschaffen wird, sondern wie groß das wirtschaftliche Potential um Werk und Macher ist. Besonders in der Literatur zählt nur noch noch die Oberfläche. Sämtliche “Volksbücher” haben sich in den letzten zehn Jahren nur über ihre Marke verkauft. Wenn ein brav aussehendes Etwas über versaute Details schreibt, dann greift der verkappte Pöbel natürlich zu. Der professionalisierte Dr. Sommer als literarisches Opium fürs Volk. Die fomulierte virtuelle Sehnsucht nach Drogen, Sex und Gewalt, am liebsten aus der Feder von Schwiegersohn oder -tochter. Das ist so innovativ wie Schweinskopfsülze und offensichtlich auch so beliebt.</p>

<p><img class="xsmlimg-ir illustration" src="http://www.coldheat.de/archiv/bilder/muelleimer.jpg" alt="Mülleimer" /></p>

<p>Schuld ist die Kritik, die seit Ewigkeiten nicht mehr ihrer Aufgabe nachkommen kann und möchte. Statt sich eine echte Stimme zu verschaffen, was zugegeben in Zeiten der gelesenen Pixel schwieriger geworden ist, verkauft man sich als Werbemittel für Verleger. Dass kopierter Deck durchs Raster fällt ist nichts Neues. Dass man es der Zielgruppe aber als neuen Koks verkaufen möchte schon. Es ist kein Wunder, dass jetzt Blogger jene Aufgabe übernehmen müssen, wofür andere noch heute teuer bezahlt werden. Eine zu harsche Kritik ist für die Kunst förderlicher, als eine  wöchentliche Wunderkind-Mentalität. Es ist ok negativ zu urteilen, selbst oder besonders über kommerziell erfolgreiche Werke. Einfach mal wieder die Hausaufgaben machen. Ist nervig aber für manche Berufe dann doch noch essentiell.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2010/02/wunderkinder#comments" title="6 Kommentare">6 Kommentare</a></p>
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		<title>MySpass.de</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2009/11/myspass-de</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 14:26:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<![CDATA[Ich hatte schon mal im letzten Jahr über das Videoportal einer deutschen TV-Produktionsfirma <a href="http://www.myspass.de" title="MySpass">MySpass.de</a> geschrieben. Schon damals gab es viel Lob und das muss ich an dieser Stelle wiederholen. Seit dem Start der neuen Staffeln von <em>Pastewka</em> und&#8230;]]>
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		<![CDATA[<div>
			<p>Ich hatte schon mal im letzten Jahr über das Videoportal einer deutschen TV-Produktionsfirma <a href="http://www.myspass.de" title="MySpass">MySpass.de</a> geschrieben. Schon damals gab es viel Lob und das muss ich an dieser Stelle wiederholen. Seit dem Start der neuen Staffeln von <em>Pastewka</em> und <em>Stromberg</em> schaue ich mir neue Folgen wieder auf der Seite an. Die Videoqualität ist deutlich besser geworden. Vorher habe ich im iTunes-Store geschaut und überlegt, ob ich die Folgen kaufe oder nicht. Ich habe mich dagegen entschieden, auch weil MySpass den gleichen Inhalt für lau liefert. Mittlerweile hinterfrage ich sehr stark den Preis von TV-Sendungen bei iTunes. Ein Lied konsumiere ich mehrmals im Laufe der Jahre. Diese Serien werden einmal geschaut und sind dann überflüssig. Ich bin zu verwöhnt von der Kostenlos-Kultur und eben MySpass, um 1,29€ für eine Folge zu zahlen.</p>

<p>MySpass ist in dieser Form perfekt. Es kostet nichts und liefert die Inhalte recht zeitnah in guter Qualität. Da bekommt man eine Vorstellung, was die Amerikaner bei Hulu.com so genießen dürfen. Es ist für mich die ideale Form des Mediums “Fernsehen”.</p>

<p>Schade nur, dass hier nur ein Bruchteil aller Inhalte gezeigt werden. Die bereits angesprochenen Serien sind sehenswert, wobei besonders <em>Stromberg</em> mächtig abgebaut hat. Es war ein Fehler die Figur der Erika aus der Serie zu nehmen. Nun befindet sich das Charakter-Klima wieder voll im Hipster-Niveau. Sehr schade. Angeblich soll mit Staffel 4 Schluss sein, aber man hält sich die Tür für’s Kino offen. Mir ist klar, wieso die Serie im TV nicht ankommt, wie so ziemlich alles vom Autor, trotzdem ist es das beste Fiktionale aus deutscher Schreibe, was ich in den letzten zehn Jahren gesehen habe. Die Sorgfalt bei Namen der Figuren ist herausragend und erinnert entfernt an Vicco von Bülow’s Akribie.</p>

<p>Mit <em>Stromberg</em>, <em>Pastweka</em> und <em>Der kleine Mann</em> erhält man viele kostenlose Stunden Unterhaltung auf MySpass.de. Klingt schrecklich nach Werbung, ist es aber nicht. Ist nur selten geworden, dass man für Lau in guter Qualität unterhalten wird und keine Abmahnungen fürchten muss.</p>
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		<title>The Untouchables</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Oct 2009 10:09:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<![CDATA[<div>
			<p>2009 assoziieren wir mit dem Begriff Blog nur noch Linklisten, zu Heimvideos, in denen Katzen vom Schrank springen, Vorstellungen neuer Produkte oder endlos hohe Textwände zu jedem noch so kleinen Nischenthema. Was irgendwie weniger und weniger mit dem Begriff Blog in Verbindung gebracht wird, ist die persönliche Schilderung wildfremder Menschen über ihr Dasein und zwar über die Beschreibung ihres Frühstücksbrotes hinausgehend.</p>

<p>Von wahren persönlichen Seiten bin ich immer noch großer Fan, auch wenn es 2009 immer schwieriger wird <em>echte</em> und gute Beispiele zu finden. Zu sehr bin ich auf falsche Alter-Egos fixiert, die sich schnell als verzweifelter Ausguss eines <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung" title="Wikipedia - ADS">ADS-Patienten</a> entpuppen. Selten, ganz selten spült der Strom an Links aber immer wieder <a href="http://www.indigoidian.de/2009/10/04/take-it-or-leave-it/" title="indigoidian.de">kleine Perlen</a> an die Oberfläche. Ich möchte niemanden vom Wert solcher Texte überzeugen, aber davon, dass hier jemand schon nach ganz wenigen Texten einen echten Eindruck hinterlassen kann. Es geht für mich nicht darum mit möglichst ausgetüftelter und feingeschliffener Sprache, über sich zu jammern oder gar aus der eigenen Person eine sprachliche Karrikatur werden zu lassen, sondern beim Schreiben eigene Bestätigung zu bekommen, auf die man vielleicht an anderer Stelle vergeblich wartet. Damit unbekannte Leser ein paar Minuten pro Woche zu unterhalten, ist nur ein positiver Randeffekt und Grund dieses Eintrags.</p>

<p>In Zeiten, in denen 140 Zeichen lange Texte als heiliger Gral angesehen werden, sind es eben jene Beispiele, die mehr als aus der Masse heraus ragen. Ein guter, ehrlicher und persönlicher textlicher Output ist heute mehr denn je die Ausnahme. Während die Masse der Nutzer ihre Profile in irgendwelchen sozialen Netzwerken zu formen und zu bestätigen versucht, welche in ein paar Jahren sowieso im Nirvana des Netzes versinken werden, bleiben einfache Texte dieser Art zeitlos (gut).</p>

<p>Richtig einfach punkten solche Beispiele bei mir, wenn ich persönliche Parallelen finde und wenn der Gesamteindruck nicht zu direkt in die Fresse schlägt. Ein Fehler, den zu viele Alter-Ego-Blogs begehen. Eine simple Erwähnung von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/A_League_Of_Their_Own" title="Wikipedia - A League of Their Own"><em>A League of Their Own</em></a> zaubert mir ein Schmunzeln ins Gesicht. <em>“There’s no crying in baseball.”</em>.</p>

<p>Dies soll ein Aufruf sein, rein blogtechnisch auch heute immer wieder mal über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen, ansonsten übersieht man zahlreiche textliche <a href="http://www.indigoidian.de/" title="indigoidian.de">Schätze</a> im Internet.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2009/10/the-untouchables#comments" title="7 Kommentare">7 Kommentare</a></p>
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		<title>die deutsche Wählerstimme</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2009/09/die-deutsche-waehlerstimme</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 07:02:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<![CDATA[Die Mehrheit der gestrigen Stimmen landet aller Voraussicht nach in einer Oppositionspartei. Die sich neu bildende Regierung wird nicht die Mehrheit der abgegeben Stimmen repräsentieren. Wäre das Wahlsystem ein Computerprogramm, würde man die Programmierer Sonderschichten schieben lassen, bis das System&#8230;]]>
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		<![CDATA[<div>
			<p>Die Mehrheit der gestrigen Stimmen landet aller Voraussicht nach in einer Oppositionspartei. Die sich neu bildende Regierung wird nicht die Mehrheit der abgegeben Stimmen repräsentieren. Wäre das Wahlsystem ein Computerprogramm, würde man die Programmierer Sonderschichten schieben lassen, bis das System logisch funktioniert. Wenn man es nicht mal schafft die Grundlagen an das 21. Jahrundert anzupassen, dann braucht man sich über viele positive und negative Randerscheinungen nicht mehr wundern.</p>

<p>Auch meine Stimme ist in der Opposition gelandet. Schade um die nächsten vier Jahre.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2009/09/die-deutsche-waehlerstimme#comments" title="5 Kommentare">5 Kommentare</a></p>
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		<title>24 Stunden Fernsehgeschichte</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2009/09/24-stunden-fernsehgeschichte</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 08:39:46 +0000</pubDate>
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		<![CDATA[Ich wage es kaum zu schreiben, aber das deutsche Fernsehen, hat am vergangenem Wochenende Geschichte geschrieben. Die Idee ist einfach, die Umsetzung sicher ein Albtraum. Man filme eine deutsche Metropole, oder besser gesagt <em>die</em> deutsche Metropole mit dutzenden Kamera-Teams für&#8230;]]>
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			<p>Ich wage es kaum zu schreiben, aber das deutsche Fernsehen, hat am vergangenem Wochenende Geschichte geschrieben. Die Idee ist einfach, die Umsetzung sicher ein Albtraum. Man filme eine deutsche Metropole, oder besser gesagt <em>die</em> deutsche Metropole mit dutzenden Kamera-Teams für 24 Stunden und schneide dann aus dem Material einen Echtzeit Tagesbericht zusammen. Im letzten Jahr gefilmt, wurde <em>24h Berlin</em> am Samstag ausgestrahlt und ist nun <a href="http://plus7.arte.tv/de/1697480.html" title="24 Berlin">auch online zu sehen</a> und ja es sind echte 24 Stunden Filmmaterial.</p>

<p>Sieht man auf einschlägigen deutschen Privatsendern meist fabrizierte Realität, schickt sich Arte an hier ohne Skandalwinkel zu filmen. Es heißt, das Leben schreibe die besten Geschichten. Das hier dokumentierte Leben schreibt zumindestens die lückenlosesten Figuren. Diese Dokumentation ist beste Schule für das Kreieren fiktionaler Figuren. Hier kann man einfach die Realität nicht übertreffen. Allein deshalb sollte man in <em>24h Berlin</em> reingeschnuppert haben. Mein persönliches Highlight hier ist ein Tag im Leben einer 86-jährigen an Pakinson erkrankten Frau, die ihr komplettes Leben allein verbracht hat und die ihren Haushalt beneidenswert gut meistert.</p>

<p>Sicherlich hat man sich Berlin nicht grundlos als Bühne ausgewählt. Ja, es werden auch viele Klischés dokumentiert und somit bestätigt, aber es bleiben Einzelteile eines großen Puzzles. Wenn ich heute über die Quoten lese, scheinen viele vom Erfolg überrascht. Überraschter dürfte man auch drüber sein, wie gut sich das Material im Laufe der Jahre behaupten wird. Allein der epische Aufwand, wird schlechte Nachahmer verhindern. Für mich selbst bleibt dann dennoch ein kleiner Beigeschmack, denn zwischen all den Lichtpunkten dieses Werks, zeichnet es insgesamt dann doch ein eher düsteres Bild. Dreckig, stinkend, mit vielen Texturen und wenigen reinen Stellen, genau was eine gute Geschichte braucht, nur dass es eben keine Fiktion ist.</p>

<p>Was hier geschaffen wurde, kann man nicht hoch genug loben.</p>
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		<title>falsch, falscher, am falschesten</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2009/07/falsch-falscher-am-falschesten</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Jul 2009 12:25:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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  Der Deutsche Journalisten-Verband hat Verleger und Politik zu einer konzertierten Aktion mit den Urhebern gegenüber dem Monopolisten Google aufgefordert. Vor dem Hintergrund der wachsenden Meinungsmacht von Google seien gesetzliche Regelungen dringend nötig, forderte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. „Der Gesetzgeber muss</blockquote>&#8230;]]>
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			<blockquote>
  <p>Der Deutsche Journalisten-Verband hat Verleger und Politik zu einer konzertierten Aktion mit den Urhebern gegenüber dem Monopolisten Google aufgefordert. Vor dem Hintergrund der wachsenden Meinungsmacht von Google seien gesetzliche Regelungen dringend nötig, forderte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. „Der Gesetzgeber muss einerseits der Gratis-Kultur des Internets zu Gunsten der Urheber einen wirksamen Riegel vorschieben und andererseits die Befugnisse des Bundeskartellamtes so ausweiten, dass die Behörde Meinungsmonopole im Internet verhindern kann.“ 
  Google verharmlose sein wachsendes Monopol in den Medienmärkten, kritisierte Konken. „Die Firma vereinigt in bisher nie gekannter Weise Funktionen als Anbieter von Betriebssystemen für Computer und Handys, Internetsuchdiensten, Inhalten wie komplett digitalisierten Büchern sowie ganz besonders auch die Anzeigenvermittlung. Hier droht ein Monopol mit nie gekannter Meinungsmacht.“ Es sei nicht hinnehmbar, dass die Urheber ohne Zustimmung ihre Werke Google zu dessen kommerziellen Zwecken überließen.</p>
</blockquote>

<p><a href="http://www.djv.de/SingleNews.20+M5da369da453.0.html" title="">Hierfür</a> eine passende Analogie zu finden, dürfte nicht schwer sein. Man stelle sich vor, der Junkie gehe juristisch gegen den Drogendealer vor, mit der Argumentation seine Drogen seien süchtig machend. Langsam sinkt das Thema auf Kindergarten-Niveau. “Nein Fritz hat mich zuerst gehauen!” “Stimmt nicht Max war der Böse!”.</p>

<p>Wieviele Jahre sehen wir das Internet nun offiziell im Fokus der Massen? 10 Jahre vielleicht? Seitdem sollte man gelernt haben, dass man seine Seele nicht an den Teufel verkaufen und damit nur profitieren kann. Ich erwarte ja garnicht, dass die Generation Notizblock-Recherche ein komplexes System wie das Internet oder Google im Speziellen objektiv durchschauen kann. Das kann außer Google sicherlich niemand.</p>

<p><span id="more-2229"></span></p>

<p>Aber man sollte 2009 doch verstanden haben, dass man mit dem Produkt Information an sich, kein Geld mehr verdienen kann, auch nicht wenn man den Staat oder die Zensur zur Hilfe ruft. Das Produkt Information ist online wertlos. Wert besitzt wer davon überzeugen kann, die Information übermitteln zu dürfen - das Konzept iPod. Für Urheber in welcher Form auch immer, mag das ein schrecklicher Gedanke sein, aber es ist Realität. Überleben tun nicht die Stärkeren, sondern die Anpassungsfähigsten. Hier passt sich niemand an, sondern versucht sich mit Hilfe der Politik zu stärken, statt sich anzupassen. Erst empört man sich über Chinas virtuelle Mauer und nun möchte man um sich selbst auch eine gebaut bekommen, aber mit absoluter Kontrolle wer drüber weg steigen darf.</p>

<p>Ich erwarte ja auch nicht, dass man <a href="http://www.coldheat.de/archiv/category/games" title="Kategorie Archiv - Games"><em>mein</em> Medium</a> versteht, aber in jenem wo man Geld verdienen möchte, sollte man eine gewisse Grundlagenforschung betreiben, denn dann wäre man vor 10 Jahren schon über <a href="http://googlepolicyeurope.blogspot.com/2009/07/working-with-news-publishers.html" title="Haha"><em>User-agent: * Disallow</em> </a> gestolpert worden. So hat man die Hausaufgaben nicht gemacht und möchte nun vom Direktor, die 6 auf dem Zeugnis in eine 1 umschreiben lassen. Schlecht bleibt schlecht, ob staatlich geschützt oder nicht.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2009/07/falsch-falscher-am-falschesten#comments" title="2 Kommentare">2 Kommentare</a></p>
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