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	<title>coldheat.de - Oxymoron#1</title>
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	<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 13:52:30 +0000</pubDate>
	
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		<title>Lesefluss online</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 13:52:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrismue</dc:creator>
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		<![CDATA[Je mehr Geräte wir nutzen um Text zu lesen, umso mehr verändert sich der Lesefluss. Der klassische Spaltensatz fühlt sich fast schon exotisch an und besonders die Idee, jenen Spaltensatz 1:1 online zu übertragem, wirkt befremdlich. Noch finden sich <a&#8230;]]>
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		<p>Je mehr Geräte wir nutzen um Text zu lesen, umso mehr verändert sich der Lesefluss. Der klassische Spaltensatz fühlt sich fast schon exotisch an und besonders die Idee, jenen Spaltensatz 1:1 online zu übertragem, wirkt befremdlich. Noch finden sich <a href="http://weblogs.mozillazine.org/roc/archives/2010/01/video_freedom_a.html" title="Video, Freedom And Mozilla">wenige Beispiele</a>, auch weil es einfach sehr unangenehm ist, so dargestellte Texte zu lesen. Jener Lesefluss wird angenehmer, wenn man statt einer Maus, direkt mit den Fingern auf einer Oberfläche “scrollt”. Es ist präziser und schneller zum Scannen der Texte und ich gebe zu, es kommt der Haptik des Umblätterns einer Seite Papier näher, als die Nutzung einer Maus.</p>

<p>Es wird langfristig kein Dogma geben, wie längere Texte darzustellen sind, dafür existieren zu viele Plattformen und die Technologie entwickelt sich zu schnell fort. Umfang, Format und Plattform, werden Anpassungen erfordern. So war es immer und so wird es immer sein. Auch wenn uns Standards heute vieles erleichtern, die Suche nach dem einen heiligen Gral wird auch in Zukunft erfolglos sein. Außer Konkurrenz und damit das rettende Netz wir der ganz klassische 1-Spalten-Satz. Ein Spalte liest sich einfach egal mit welcher Steuerung, egal bei welcher Auflösung am einfachsten. Wenn es nur darum geht Text zu transportieren, dann bitte hiermit. Diese Art hat für mich aber zu viele Einschränkungen in der Gestaltung, weshalb ich hier immer wieder mal mehr als eine Spalte aufmache.</p>

<p><span id="more-3733"></span></p>

<p><img src="http://www.coldheat.de/archiv/bilder/next-paragraph.jpg" class="stdimg illustration" alt="Lesfluss als Labyrinth" /></p>

<p>Ich versuche hier wieder und wieder den klassischen Lesefluss bekannt aus Zeitungen zu umgehen. Dieser Ansatz unterbricht mir das Lesen zu sehr. Weil man nicht nur mit dem Augen springen, sondern dabei auch scrollen muss. Ein Bildschirm ist kein fixes Format aus Papier. Was die Sache online erschwert, ist das Float-Modell von CSS. Statt sich vertikal anzuordnen, nehmen sich Text-Blöcke erstmal die Horizontale. Für das geschulte Online-Auge kein Problem, wir wissen wie der Text zu lesen ist, aber wer mehr Gedrucktes liest, dem wird ungewohnt sein Textblockzeile für Textblockzeile abzuarbeiten, statt Spalte für Spalte. Einige Artikel bei <a href="http://www.thebolditalic.com" title="The Bold Italic">The Bold Italic</a> wirken zwar eindrucksvoll gesetzt, erweisen sich doch aber leichter im RSS-Reader zu lesen.</p>

<p>Auf meiner Seite hier versuche ich immer zu tricksen, um das Auge möglichst eindeutig zum nächst richtigen Textblock zu führen. Alle “hängenden” Textblöcke sind optisch oft so gut separiert und inhaltlich so geschrieben, dass sie selbst in der falschen Reihenfolge gelesen Sinn ergeben. Das klingt jetzt seltsam, ist jedoch ein Aspekt, den ich hier im Blog immer wieder beachte. Solange keine wirklich gute Lösung für das Problem Spaltensatz existiert, ist es immer ein Mittelweg zwischen Augenwischerei, logischem Lesefluss und sinnvolle Nutzung des Raumes. Ich bin überzeugt, dass diverse Randspalten, also jene Klickfänger, die so gut beim Lesen stören, <em>eigentlich</em> praktisch sind, da sie die Seite füllen ohne was am Text verändern zu müssen. Eine schmale Textspalte sähe auch ziemlich verloren aus. Nicht alles was widerum schick aussieht, liest sich auch gut bzw. besser. Im Zweifel lieber die langweiligere aber sicher Variante, als ein Labyrinth aus Textblöcken, deren Navigation bzw. Lesefluss man in den letzten 10 Jahren verlernt haben mag.</p>
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		<title>Randnotiz - Nicht zur Nachahmung empfohlen</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 10:48:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrismue</dc:creator>
				<category><![CDATA[Randnotizen]]></category>

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		<![CDATA[Das wahre Geheimnis von RMT/Microtransactions: <a href="http://www.sirlin.net/blog/2010/3/10/gdc-2010-the-day-before-day-1.html" title="Game Design, Psychology, Flow, and Mastery - Blog - GDC 2010, The Day Before Day 1">“The first was the suggestion that you could add a bunch of clicks to your game intentionally, then</a>&#8230;]]>
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		<p>Das wahre Geheimnis von RMT/Microtransactions: <a href="http://www.sirlin.net/blog/2010/3/10/gdc-2010-the-day-before-day-1.html" title="Game Design, Psychology, Flow, and Mastery - Blog - GDC 2010, The Day Before Day 1">“The first was the suggestion that you could add a bunch of clicks to your game intentionally, then sell the ability to bypass those clicks.”</a>. Nach dem gleichen Prinzip funktionieren viele “Premium”-Version diverser kostenloser Inhalte und Services. Statt echtem Mehrwert gibt’s weniger Hindernisse. Tolles Konzept.</p>
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		<title>Misery</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 07:12:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrismue</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cinema]]></category>
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		<category><![CDATA[Horror]]></category>
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		<![CDATA[Ich mag kleine Filme. Wenige Figuren, noch weniger Lokalitäten und möglichst wenige Handlungsstränge. <em>Misery</em> ist so ein Film und ein so furchtbar altmodischer dazu. Er erzählt die Geschichte des Kitsch-Autors <em>Paul Sheldon</em> der durch einen Unfall in die <em>Sorgfalt</em> eines&#8230;]]>
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	<img src="http://www.coldheat.de/archiv/bilder/preview/misery.jpg" alt="Thumbnail" style="display:inline; float:left; border:1px solid #bbb; padding:1.5px; margin:0 1em 1em 0; width:224px;" />	
		<p>Ich mag kleine Filme. Wenige Figuren, noch weniger Lokalitäten und möglichst wenige Handlungsstränge. <em>Misery</em> ist so ein Film und ein so furchtbar altmodischer dazu. Er erzählt die Geschichte des Kitsch-Autors <em>Paul Sheldon</em> der durch einen Unfall in die <em>Sorgfalt</em> eines fanatischen Fans gerät. Für <em>Annie Wilkes</em> ist <em>Paul</em> das Zentrum ihres Universums und durch Schicksal nun ins eigene abgeschiedene Häuschen verschlagen, werden wir Zeuge einer sehr gut inszenierten Kammergeschichte. Mehr muss man über den Film eigentlich nicht mehr schreiben. Er lief und läuft so oft noch immer im Fernsehen, dass er mittlerweile sehr viele Zuschauern gefunden haben sollte. Die Vorlage zum Film stammt von Stephen King und ist wahrscheinlich die beste Filmadaption seiner Werke.</p>

<p>Aus heutiger Sicht funktioniert die Logik des Films eigentlich nicht mehr. Zu viele Hürden der Handlung wären heute durch Technologie leicht überwindbar, aber genau deshalb behält der Film bei mir immer seinen Charme. Natürlich ist die Qualität der einzelnen Zutaten bei so einem einfachen Werk entscheidend und <em>Misery</em> ist nur so gut wie seine beiden Hauptdarsteller. Es gibt nur noch wenige Rollen für weniger Mainstream gerechte Frauen wie Kathy Bates, damals und noch heute es ist. Es ist schwierig sich irgendjemand anders als <em>Annie Wilkes</em> vorzustellen, zu sehr ist Schauspieler und Rolle miteinander verbunden. Nicht grundlos hat sie hierfür den <em>Oscar</em> bekommen und wenn man den Vergleich mal zu 2010 zieht, dann hat sich doch viel verändert. 2010 gabs mehr Trostpreise als echten Lohn für aktuelle Leistung.</p>

<p>Lange bevor <em>Torture Porn</em> nur feuchter Traum eines geldgeilen B-Movie Regisseurs war, zeigt <em>Misery</em> wie man dieses Genre dominiert ohne anzuwidern. Die “Schlüsselszene” ist kurz, noch immer unglaublich fies anzusehen, aber die Gewalt ist hier nicht eigentlicher Inhalt. Viel mehr dominiert der Kampf Verstand gegen Wahnsinn den Film und Bates spielt auch nur mit dem, was James Caan als <em>Paul Sheldon</em> liefert. Als sein akribisch ausgearbeiteter Plan wieder und wieder misslingt, muss man als Zuschauer mit ihm leiden, ohne das Gewalt gezeigt wird. Das ist smartes Kino, auch wenn die Spannungsbrocken im Film sich dann doch abgenutzt haben. Die Schnitte zwischen Bates und Caan, als sie wieder zum Haus kommt und er panisch wieder in sein Zimmer möchte, sind dann doch sehr direkt parallelisiert.</p>

<p>Den Hintergrund der <em>Annie Wilkes</em> Figur hätte man sich sparen können. Diese Frau definiert sich einzig durch die vorherigen Filmminuten, man braucht ihr keinen noch düstereren Hintergrund per Zeitungsüberschrift verpassen. Vermutlich dienen diese Szenen nur, als Brücke um den Sheriff auf die Spur kommen zu lassen, aber das sind alles Randdetails, die vom sauberen Kern nicht ablenken. <em>Misery</em> ist noch heute ein sehr guter und einfacher Film. Mainstream-Horror ohne Übernatürliches, eine Art verfilmtes Theaterspiel mit zwei <em>wirklich</em> sehenswerten Darstellern, die sogar eine ordentliche deutsche Synchronisation bekommen haben.</p>

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<h3>“God came to me last night and told me your purpose for being here. I am going to help you write a new book.”</h3>
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		<title>Wann ist das passiert?</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 09:40:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrismue</dc:creator>
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		<category><![CDATA[John Hughes]]></category>
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		<![CDATA[Als ich mir gestern noch einmal das Video zum <a href="http://blogs.tampabay.com/80s/2010/03/video-the-oscars-honor-john-hughes.html" title="John Hughes Oscar Tribute">John Hughes Tribut bei den Oscars</a> angeschaut habe, da kam der die Frage auf, ob Filme heute überhaupt noch so einen Wert haben wie vor zehn,&#8230;]]>
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		<p>Als ich mir gestern noch einmal das Video zum <a href="http://blogs.tampabay.com/80s/2010/03/video-the-oscars-honor-john-hughes.html" title="John Hughes Oscar Tribute">John Hughes Tribut bei den Oscars</a> angeschaut habe, da kam der die Frage auf, ob Filme heute überhaupt noch so einen Wert haben wie vor zehn, zwanzig oder dreizig Jahren? Keiner der Hughes Filme hat einen Oskar bekommen und dennoch organisierte man eine Show, wie ich sie noch nicht gesehen habe, vermutlich weil man um die Bedeutung seiner Arbeit weiß, die sich eben nicht in Preisen definieren lässt.</p>

<p>Hughes-Filme waren der perfekte mediale Sturm, als mit der VHS eine neue Technologie eine Generation von Jugendlichen prägen sollte und zwar nicht in Form verpixelter 40 Sekunden Daumenkinos. Ich bin überzeugt, dass Film an seiner Bedeutung für junge Menschen verloren hat. Zu schnell wird man mit Neuem bombadiert. Das einzelne Werk, kann die große Masse kaum mehr wirklich prägen. Zu schnelllebig ist unsere mediale Umwelt geworden. Es existieren zu viele Alternativen zur bewehrten nicht interaktiven 90 minüten Realitätsflucht. Medialer Konsum hat den Fokus vom eigentlich Inhalt, eher auf das Erlebnis an sich verlagert, drum ist es für viele eine völlig neue Erfahrung, mal einen Film allein zu sehen. Wenn ich heute im Kinosessel sitze, dann frage ich mich oft, ob der Film eher nur Anlass ist, jemanden neben sich sitzen zu haben, der zuhört, was man zu sagen hat.</p>

<p>Film als (Jugend-)Kultur prägendes Medium schwächelt in den letzten 10 Jahren zweifellos. Zu stark ist die Konkurrenz aus Internet und Videospielen geworden. Zu sehr hat sich die Zielgruppe fragmentiert und ja zu einfach ist es geworden Werke in dahin geworfenen Brocken zu konsumieren, die nur einer von vielen sind. Schade eigentlich aber das ist wohl Zeitgeist.</p>
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		<title>iSteam</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 10:39:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrismue</dc:creator>
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		<![CDATA[Nun ist es offiziell. Valve’s <a href="http://store.steampowered.com/news/3569/" title="Valve to Deliver Steam &#38; Source on the Mac"><em>Steam</em> kommt für den Mac</a> und damit auch ein nativer Port der Source-Engine, nicht zu vergessen <a href="http://savygamer.co.uk/2010/03/03/here-is-a-list-of-games-currently-on-steam-that-already-have-a-native-mac-port-in-existence/" title="Steam Mac Port List">jene Beispiele</a>, für die&#8230;]]>
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		<p>Nun ist es offiziell. Valve’s <a href="http://store.steampowered.com/news/3569/" title="Valve to Deliver Steam &amp; Source on the Mac"><em>Steam</em> kommt für den Mac</a> und damit auch ein nativer Port der Source-Engine, nicht zu vergessen <a href="http://savygamer.co.uk/2010/03/03/here-is-a-list-of-games-currently-on-steam-that-already-have-a-native-mac-port-in-existence/" title="Steam Mac Port List">jene Beispiele</a>, für die schon lange Mac-Ports existieren und die über Steam dann leicht zugänglich werden. Die Details sind noch besser. Cross-Plattform-Play und Besitzt sind bereits bestätigt. Egal ob Mac- oder PC-Version, beides gilt als ein Produkt, was wenig verwunderlich sein sollte. Wer hat schon PC und Mac auf Niveau eines Spielsystems in Besitz?</p>

<p>Die Frage nach dem Warum und Wieso sind eigentlich nebensächlich. Grundsätzlich gilt, <em>Steam</em> ist schon lange als Plattform Valve’s eigentliche Einnahmequelle. Sie verdienen als Publisher viel mehr als mit den eigenen Spielen. Mac als Plattform wächst, drum muss man als Marktführer einfach reagieren. Ich wundere mich immer noch, wie unabhängig Valve hier reagieren kann. Meine Vermutung war eher, dass man <em>Steam</em> verkaufen würde, um es expandieren zu können. Offensichtlich ist dem nicht so. Es ist ein offenes Geheimnis, dass der Markt für Mac-Spiele klein aber sehr effizient ist, denn es fehlen die Alternativen und es existiert eine sehr zahlungsbereite und treue Kundschaft. Besonders bei <em>World of Warcraft</em> wird schnell klar, dass die Mac-Spieler sicherlich die geringste Population stellen, aber jene sind, die dem Spiel noch lange die Treue halten werden, wenn PC-Spieler schon längst auf ein anderes Pferd setzen. Der Rest sind Zahlenspiele. Wieviel kostet ein Mac-Port und wie lange lässt sich Umsatz generieren.</p>

<p>Mac Steam ist auch ein grandioser Sieg für Open-Source. Steam wird fortan in der neuen Version von Webkit und Source-Engine sicherlich primär mit Open-GL befeuert. Dies ist kein gloreicher Sieg für Direct-X und dazu sage ich Bravo. Valve ist Valve. Die Produkte werden über Jahrzehnte gespielt und ein Open-GL Source hat noch einen sehr langen Weg vor sich. Sicherlich wird auch Source weiterhin parallel Direct-X Features unterstützen, aber der Wahn nach grafischen Innovation ist für Valve-Produkte gebremst und gleicht sich damit dem Markt an.</p>

<p>Dies ist auch eine Fußnote für die Dominanz eines unabhängigen Entwicklers auf einer offenen Plattform. Die Details der Nachrichte würde die Konkurrenz auf separaten Pressekonferenzen groß propagieren. Hier jedoch ist es eigentlich selbstverständlich. Steamworks wird voll unterstützt zwischen beiden Plattformen, d.h. egal auf welchen System ich spiele, Steam synchronisiert Spiestände und Optionen zwischen Mac und PC. So schlecht geschrieben PC-Gaming auch sein mag, nur hier ist jetzt schon da, was die Konkurrenz noch grad zu entwickeln versucht. Strategisch ist klar, was Valve hier macht. Mehr denn je werden sie zur eigenen Plattform. Open-Source und Steam APIs machen aus der Software selbst eine eigene Plattform, die bald auf praktisch allen Desktop-System unterstützt wird. Gleichzeitig bietet man direkten Vertrieb und wird so zum meiner Meinung nach fortschrittlichsten Service für digitalen Vertrieb von Software. Selbst ein <em>iTunes</em> hat hier schon lange das Nachsehen.</p>

<p>A-Kaliber Spiele nativ auf einem Mac. Wer hätte das vor 10 Jahren gedacht? Gibt Apple noch einen Pfifferling auf das brave und saubere Image des Macs als pures Werkzeug zum seriösen Arbeiten oder werden nun selbst Power-Macs zum <em>“Funnest Mac ever”</em>? Valve hat mit Steam nicht nur den fortschrittlichsten Service dieser Art, sondern auf für den Markt des digitalen Vertriebs ein halbes Monopol, dass sie mit diesen Neuerungen nur noch weiter ausbauen. Diese Art Innovation ist nur möglich, wenn ein unabhängiger Entwickler auf einer offenen Plattform arbeiten kann. Es ist unglaublich schön zu sehen, wie ein kleines winziges Studio ehemaliger Microsoft-Entwickler, die alte Firma in einem so wichtigen Segment völlig deklassiert und jetzt eben nicht mehr nur auf Windows-Systemen.</p>
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		<title>Randnotiz - Tim Burton’s Alice in Wonderland</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 10:01:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrismue</dc:creator>
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		<![CDATA[Ich glaube Burton ist für diesen Film überhaupt erst geboren worden. Selten passte ein visueller Stil so zum Film. Allein optisch eine Wucht. Die Hauptdarstellerin wird die nächsten Jahre ganz große Filme tragen. Burton’s Alice ist 120% Optik. Unbedingt anschauen.&#8230;]]>
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		<p>Ich glaube Burton ist für diesen Film überhaupt erst geboren worden. Selten passte ein visueller Stil so zum Film. Allein optisch eine Wucht. Die Hauptdarstellerin wird die nächsten Jahre ganz große Filme tragen. Burton’s Alice ist 120% Optik. Unbedingt anschauen.</p>
		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/archiv/2010/03/randnotiz-tim-burtons-alice-in-wonderland#comments" title="4 Kommentare">4 Kommentare</a></p>
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		<title>Randnotiz - Hitchcock Cameos</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 20:26:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrismue</dc:creator>
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		<p><object width="640" height="505" data="http://www.youtube.com/v/OW6Rdiqlg2E">
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		<title>Jason und die Argonauten</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 13:10:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrismue</dc:creator>
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		<![CDATA[<b>Der Stop-Motion-Trickeffekt auf seinem Zenit in diesem Abenteuer Film der 60er Jahre.</b>]]>
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	<img src="http://www.coldheat.de/archiv/bilder/preview/jason.jpg" alt="Thumbnail" style="display:inline; float:left; border:1px solid #bbb; padding:1.5px; margin:0 1em 1em 0; width:224px;" />	
		<h3>“The epic story that was destined to stand as a colossus of adventure!”</h3>

<p>Eigentlich schafft es auch <em>Jason und die Argonauten</em> Film nur als Fußnote des Meister der Stop-Motion-Animation in die Geschichtsbücher. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ray_Harryhausen" title="Wikipedia - Ray Harryhausen">Ray Harryhausen</a> ist ein Name, der bei Generationen von Film-Buffs feuchte Augen verusacht. An meinen ersten CGI-Effekt kann ich mich nicht erinnern, an den ersten Minotaur animiert von Ray Harryhausen schon. Diese Filme sind ganz klar das <em>Transformers</em> der damaligen Zeit. Pure Plattform für Trickeffekte, aber im Gegensatz zu heutigen Werken auch im Kern absolut solides pures Unterhaltungskino zur 90 minütigen Flucht in die Fantasie.</p>

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<p>Die Geschichten sind immer ähnlich. Unsere Helden werden auf eine Reise geschickt, um den bösen Zauberer zu besiegen und die Prinzessin zu retten. Während ihres Abenteuers treffen sie dabei auf diverse Fantasy-Kreaturen. Am Ende ist das Böse besiegt und unser Held befindet sich in den Armen einer leicht bekleideten zuvor geretteten Schönen. Bekannt, vorhersehbar aber eben auch bewehrt. Bei <em>Jason</em> ist es nicht anders. Diese Filme wissen genau, dass die eigentlichen Stars doch die Trickeffekte sind. Auffällig bleibt aber immer, wie sorgfältig man die Effekte damals noch dosiert, sicherlich auch aus Kosten- und Zeitgründen.</p>

<p><em>Jason und die Argonauten</em> ist für mich der beste Harryhausen. Alle Kreaturen sind pures Trickeffekt-Gold. Herausragend und noch heute beeindurckend anzusehen ist Harryhausen’s Magnus Opus: der Kampf der Skelletkriegern gegen die Argonauten. Jene Szenen umhüllt eine Magie, die einfach für mich nicht verschwinden will. Diese Effekte sind über 40 Jahre alt und besitzen mehr Seele als irgendein zusammengeklickter CGI-Effekt. Die Animationen sind handwerklich extrem sauber und unglaublich synchron zum echten gefilmten Bild. Man kann sich den Aufwand nur im Ansatz vorstellen und doch zahlt er sich aus, denn diese Bilder bleiben unvergessen. In diesem Effekt allein stecken vier Monate Arbeit.</p>

<p>Szenen wie diese waren und sind Köder, den alle großen heutigen Hollywood-Größen geschluckt haben und besonders auch ein <em>Avatar</em> ist nur der Enkel einer <em>Harryhausen</em>-Schöpfung, die in <em>Jason und die Argonauten</em> sicherlich ihren Zenit erklommen hat. Für mich waren diese Filme immer ein Subgenre des <em>Sandalenfilms</em> nur eben weniger für die Kritiker und mehr für ein junge gebliebenes Publikum.</p>

<p>Keine Frage alle diese Filme bedie­nen pri­mär das Kind in einem. Irgend­wie sind es bild­ge­wor­dene Spiel­zeug­fan­ta­sien und Ray Har­ry­hau­sen ist der Pup­pen­spie­ler. Zahl­rei­che Bil­der der Filme haben sich nicht nur bei mir in die Netz­haut gebrannt. In der sel­te­nen Situa­tion, dass ich mal einen ande­ren Harryhausen-Fan treffe, dann fin­det da sofort eine non-verbale Kom­mu­ni­ka­tion statt, die sich in einem brei­ten Grin­sen äußert, bei dem man die Bil­der aller sei­ner Krea­tu­ren noch ein­mal vor dem inne­ren Auge abspult.</p>

<p>Man kann strei­ten wie gut diese Filme altern, aber sie wer­den mit den Jah­ren für mich immer ein­zig­ar­ti­ger. Sie sind Bilddokument eines ausgestorbenen Handwerks, ohne dass die erfolgreichsten Filme heute einfach so nicht existieren würden. Auch Harryhausens Schöpfungen ist es zu verdanken, dass die Fantasie unzähliger Autoren überhaupt erst wachgekitzelt worden ist. Viele Geschichten wären uns verwehrt geblieben ohne die dreckigen Finger damaliger Trick-Spezialisten.</p>

<p>Bildreferenzen des Artikels: Filmposter von <a href="http://forgottensilver.wordpress.com/2008/10/07/jason-et-les-argonautes-generique-alternatif/" title="Forgotten Silver">Forgotten Silver</a>, Skelettkrieger von <a href="http://www.zoloworld.com/" title="Zoloworld">Zoloword</a> und Talos von <a href="http://scotchcorner.blogspot.com/2009/07/mighty-talos.html" title="Mighty Talos">Scotch Corner</a>.</p>
		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/archiv/2010/03/jason-und-die-argonauten#comments" title="4 Kommentare">4 Kommentare</a></p>
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		<title>eRSSichtlich</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 09:36:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrismue</dc:creator>
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		<p>Erinnert sich noch jemand an RSS? Es ist zurück und damit auch jene <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/03/04/basic-thinking-warum-der-rss-feed-gekuerzt-wurde/" title="Basic Thinking: Warum der RSS-Feed gekürzt wurde">verzweifelte Versuche</a><sup id="fnref:1"><a href="#fn:1" rel="footnote">1</a></sup> den eigenen Feed auf Twitter-Niveau zu verkleinern. Der war jetzt nicht so gut, gebe ich zu. Halten wir mal die Fakten fest. Ich kenne kein einziges Beispiel, wo das Kürzen der Inhalte für Feeds von Vorteil war. Mehr als oft war es das Klammern an den Strohhalm, vielleicht doch mehr auf die eigene Seite zu locken, denn Bloggen ist <em><a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/03/07/basic-flashback-danke-fuer-das-arschloch-lieber-leser/" title="Basic Flashback: Danke für das ‘Arschloch’, lieber Leser!">kein Kinderspiel</a></em>! Es ist schwierig für mich hier aus einer neutralen Perspektive zu kommentieren, denn allein dieser zweite Kommentar der Redaktion beweist, dass man sich mit Hintergründen rechtfertigen muss, weil es die eigenen Inhalte offensichtlich nicht schaffen. Wäre das Produkt selbst gut genug, käme man ganz einfach mit allen Hürden - und das sind gekürzte RSS-Feeds nun mal - davon. Bei Blog egal ob privat oder kommerziell gilt: “If you build it they’ll come.” Wenn niemand kommt, dann wahrscheinlich weil es <a href="http://www.google.de/search?q=tech+news" title="Google Query Tech News">87.600.000 Alternativen</a> gibt, viele ohne aufgestellte RSS-Hürden.</p>

<p>Natürlich geht es wieder um das liebe Geld, allerdings sollte so ein Blog wissen, wie seine Leserschafft aussieht und dass man nicht so einfach die RSS-Sau durchs Dorf jagen kann, ohne dann doch unglaublich überzogene Kommentare zu bekommen, übrigens auch ein Punkt der angesichts solcher Beiträge überdenkenswert ist. <em>Kostenloskultur</em> ist nur eine schönere Formulierung für Einheitsbrei. Jeder zahlt sofort, wenn er den Mehrwert sieht, der allerdings online durchaus sehr schwierig zu transportieren ist. Als deutschsprachiges, redaktionales und unabhängiges Blog zu diesem Thema ist es aber ein Kampf gegen die Windmühlen. Würde man seine Zeit statt auf Umsatzstrategien auf pure eigene Inhalte konzentrieren, gäbe es das Schlagwort <em>Kostenloskultur</em> nicht, denn wir wären alle bereit für Gutes auch online zu bezahlen. Übrigens sind 9 von 10 Bekundigungen man würde ja so gern für seine Blogs bezahlen auch nur geheuchelt. Das Medium, was so eine Bezahlkultur bereits lange installiert hat sind <em>Free to Play</em> MMOs, wo 1% der Spieler freiwillig zahlen und so das Produkt für die restlichen 99% finanzieren. So sehen <em>wirklich</em> realistische Zahlen aus.</p>

<div class="footnotes">
<hr />
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<li id="fn:1">
<p>Übrigens mal ins <a href="http://www.basicthinking.de/blog/impressum-basic-thinking/" title="Impressum">Impressum</a> der Seite schauen und über die dort verwendete “Image Replacement” Technik staunen. <a href="#fnref:1" rev="footnote">↩</a></p>
</li>

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		<title>Randnotiz - Was von Bühne frei#1 übrig blieb</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 13:49:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrismue</dc:creator>
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