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	<title>coldheat.de - Oxymoron#1</title>
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	<description>Oxymoron#1</description>
	<pubDate>Sat, 25 May 2013 08:00:08 +0000</pubDate>
	
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		<title>Weltmeister der Ausreden</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Jan 2013 17:29:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<![CDATA[Da ich momentan irgendwie an der Überarbeitung des Weblogs verzweifle, möchte mich ich mir in Form von Text, zu einem völlig anderen Thema etwas Luft verschaffen. Es gibt da diesen gesellschaftlichen Trend, der mich jeden Tag vor Apotheken kotzen lässt.&#8230;]]>
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			<p>Da ich momentan irgendwie an der Überarbeitung des Weblogs verzweifle, möchte mich ich mir in Form von Text, zu einem völlig anderen Thema etwas Luft verschaffen. Es gibt da diesen gesellschaftlichen Trend, der mich jeden Tag vor Apotheken kotzen lässt. Was bitte ist aus der deutschen Tugend geworden, einfach mal Fehler anzuerkennen und diese als Chance für später zu sehen und nicht gleich als virtuellen Totschlag?</p>

<p>Es kommt mir heute so vor, als ob keiner für nichts mehr verantwortlich ist. Fehler? Sowas machen immer nur andere. Wenn ein Großprojekt scheitert, sind es äußere, unvorhersehbare Faktoren. Wenn eine Fußballmannschaft verliert ist es der fehlende Teamgeist. Wenn die Partei stirbt, neuerdings mal eben &#8220;Ressentiments gegen den Vorsitzenden&#8221;. Wenn der Artikel nicht oder falsch geliefert wird, dann &#8220;ein Fehler in unserem System&#8221;. Tut mir Leid, aber alles Ausreden einer kranken Gesellschaft, die nicht mehr fähig ist Kritik zu verarbeiten.</p>

<p>Deutschland ist Weltmeister im Ausreden finden, im Suchen nicht personifizierbarer Ursachen. Ich habe das Gefühl, dieser Trend verstärkt sich, je höher man in der Gesellschaft steigt und endet gar in der Millionen schweren Belohnung für globale Vollpfosten, auch bekannt als Abfindung, weil man sich mal wieder &#8220;im beiderseitigen Einverständnis&#8221; trennt. Ich bin jetzt kein Konflikt suchender Mensch, aber diese panische Angst vor der schon geringsten Art einer persönlichen Auseinandersetzung, ist einfach nur traurig und auch schlecht für eine Gesellschaft.</p>

<p>Wie kann man sowas mögen? Wenn eine einzelne Person versagt, dann schaut man in Deutschland erst mal, wie man dieses Versagen verschönern kann. Wir nennen sowas dann immer noch Leistungsgesellschaft, auch wenn solche Prozesse mit Leistung nichts mehr zu tun haben. Es sei denn die Leistung besteht darin, jeden einzelnen Mitmenschen einen Superstar sein zu lassen. Nicht umsonst haben jene TV-Sendungen einen großen Erfolg, in denen Menschen sich freiwillig zu Unrecht erniedrigen lassen. Ich glaube das ist der Ausgleich, weil eine fundamentale, gesunde, positive Kritik in der heutigen Gesellschaft nicht mehr tolerierbar scheint. Danke den 68ern. Sowas hat man nun davon. Jetzt brauch ich erstmal etwas <a href="http://youtu.be/eKyGLlG2RDs?t=5s" title="Nas - Ether">Ether</a>.</p>
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		<title>Bequemlichkeit oder Freiheit bei Software</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2012/08/bequemlichkeit-oder-freiheit-bei-software</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Aug 2012 13:07:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<![CDATA[<div>
			<p>Mein erster eigener Computer war ein Comodore 64, gekauft in einer tollen Promo-Box zusammen mit dem Spiel <em>Terminator 2</em>. Mit dazu gab es eine Diskette, voller diverser kleiner Programme. Zu vielen dazu gab es ein <em>Code-Listing</em>, welche auch in vielen Zeitschriften der Zeit damals verfügbar waren. Ein analoger Download sozusagen. Man kaufte sich die Zeitschrift, ölte zuvor Tastatur und Finger und legte damit los, Seiten voller Textzeilen abzutippen. Das Ergebnis war manchmal ein hüpfendes monochromes Etwas, manchmal ein krächzender Midi-Track, oder fast immer ein Fehler, weil man sich irgendwo vertippt hatte. Das Gefühl jedoch, der Maschine selbst etwas &#8220;beigebracht&#8221; zu haben, ist besonders beim ersten Mal ein epischer <em>Frankeinstein</em>-Effekt. &#8220;It&#8217;s alive!&#8221;</p>

<p>Mehr als zwanzig Jahre später und die Welt der Programme ist eine andere. Ich bekomme ein sehr unangenehmes Gefühl, wenn ich mir anschaue, in welche Richtung heute ein neues Betriebssystem geht, dann vertiefen sich die imaginären Sorgenfalten. Der künfitge Weg von Software ist heute relativ transparent. Die Freiheit des Nutzers wird langsam aber sicher von der Bequemlicheit der Anwendung verdrängt: &#8220;Suche Freiheit, biete die Illusion von Sicherheit und einfache Nutzung.&#8221;</p>

<p>Die App Store Formel als trojanisches Pferd für die eigene Freiheit, Software zu nutzen. Sowohl Apple als auch Microsoft sind nur noch einen Steinwurf davon entfernt, ihre Desktop Systeme dikatatorisch zu kontrollieren. Das Schlimme ist, wir Nutzer haben den Köder schon lange geschluckt und er kommt in Form von ach so einfach benutzbaren Dingen wie Smartphone oder Tablet PC. Ganz offensichtlich sind bereits jetzt alle Werkzeuge installiert, damit das System dem Nutzer erlauben und verbieten kann, was er an zusätzlichen Programmen installieren darf.</p>

<p>Finanziell kann ich der Strategie auch nichts entgegen bringen. Ehrlich gesagt fände ich es auch super, immer kontrollieren zu können, was mein Nutzer so anstellt, aber wie kurzsichtig ist diese Strategie? Diese restlichen ein oder zwei Prozent an Software, die eine Plattform völlig neu definieren und voran bringen? Solche Kreationen filtert ein solches System immer aus. Ich bin gespannt, ob mein üblicher Realismus auch hier greift. Immerhin bleibt Linux und der Browser als zweite neue Ebene eines Betriebssystems.</p>

<p>Auch als Spieler bin ich hier etwas beunruhigt. Windows 8 geht auf direkten Konfrontationskurs mit diversen aktuellen Plattformen wie <em>Steam</em> oder <em>Battle.net</em>. Microsoft kann über Nacht solche Konkurrenz komplett aus Windows verbannen und so abwegig ist der Gedanke nicht, denn schließlich existiert die Mutation <em>Games for Windows Live</em> immer noch.</p>

<p>Erinnern wir uns zurück an die Klage gegen Microsoft, ihren Browser so ans OS zu koppeln, bzw. keine Alternativen anzubieten. Das viel zu späte Ergebnis? Eine Auswahl an Browsern, nach Auflage des Gerichts. Heute schreit kein Mensch mehr, dass iOS praktisch an eine Browser geschweißt ist. Wir freuen uns sogar drüber. Bequemlichkeit ist manchmal doch wichtiger &#8230; mal schauen wann die Schmerzgrenze dann doch bald wieder erreicht ist.</p>
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		<title>Filmportal des Tages und darüber hinaus</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2012/08/filmportal-des-tages-und-daruber-hinaus</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Aug 2012 09:06:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Film des Tages]]></category>
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			<p>Ich bastle schon eine ganze Weile an einer neuen kleinen Sache im Weblog. Ok, das stimmt nicht ganz, denn die <em>ganze Weile</em> bezieht sich auf sporadisches Klicken und Tippen, wenn sonst nicht Besseres zu tun war. Wirklich zufrieden bin ich zwar noch nicht, aber irgendwann muss man ja mal loslassen. Insofern existiert nun <a href="http://www.coldheat.de/film-des-tages" title="Stöbern beim Film des Tages">eine kleine neue Unterseite</a>, zum Stöbern beim <em>Film des Tages</em>. Warum? Wie so ziemliche alles hier, existiert auch diese kleine Seite aus purem Selbstwunsch. Ich wollte eine effektive Anlaufstelle, um beim Film des Tages zu stöbern.</p>

<p>Für eine erste Version funktioniert es ganz gut, auf vielen Geräten respektive Displays. Was mir noch fehlt ist eine Suche, sowie die Möglichkeit des Blätterns bei den Listen. Momentan basiert alles auf einer zufälligen Auswahl, was bei einer solchen Anzahl ganz gut funktioniert, aber eben doch nicht wirklich präzise ist. Ich war jedoch froh, überhaupt alles auf einer Seite funktionieren zu lassen, die sich dazu noch inhaltlich nur auf Film des Tages beschränkt. So gut sind meine Coding-Fähigkeiten dann auch nicht, dass ich funktional schon am Ziel wär. Für&#8217;s Erste jedoch bin ich damit zufrieden und ja, ich kenne die meisten Fehler schon. Firefox kotzt seit einem 13er Release mit diesem responsiven Video Fix und blockiert das Resize vom Browser, eher eine Kleinigkeit. Viel nerviger ist das übliche Umlautproblem bei den Tags, die intern von WordPress umgewandelt werden und so auch hier dann verwendet wird und aus <em>Komödie</em> eben <em>Komoedie</em> macht. Diese verdammten Umlaute. Grrr. Die Überschriften haben noch kein Fix für Witwen. Muss ich auch noch einbauen.</p>

<h3>Acht</h3>

<p>Das aktuelle Design der Seite schlägt sich auch nach drei Jahren noch sehr wacker und ich bin ziemlich stolz, wie sich das Ganze so entwickelt hat, <a href="http://www.coldheat.de/2008/09/sieben" title="Sieben">denn</a> <a href="http://www.coldheat.de/2009/06/fruehjahrsputz-bei-coldheatde" title="Frühjahrsputz bei coldheat.de">Sieben</a> <a href="http://www.coldheat.de/2009/05/sieben-2" title="Sieben">hat</a> <a href="http://www.coldheat.de/2009/06/sieben-was-bisher-geschah" title="Sieben - was bisher geschah">eine</a> <a href="http://www.coldheat.de/2009/11/sieben-5" title="Sieben.5">echte</a> <a href="http://www.coldheat.de/2011/08/mobile-sieben" title="mobile Sieben">Geschichte</a>. Qualität hat Bestand und so muss ich nicht wirklich alle sechs Monate hier mein Design umwerfen, nur weil ich einem Trend hinterherjage.</p>

<p>Dennoch sehe ich mittlerweile Grenzen auf der einen und Möglichkeiten für Neues auf der anderen Seite. Deshalb habe ich mit den ersten Ideen und Versuchen für eine weiterentwickelte gestalterische Version der Seite begonnen. <em>Acht</em> wird vermutlich nur eine modernere <em>Sieben</em>. Alles was bisher funktioniert und inhaltlich verfügbar ist, wird es auch weiterhin geben. Ich werde nicht einfach alles umwerfen, sondern nur der neuen Display-Welt anpassen. <a href="http://www.coldheat.de/layouts" title="Individuell gestaltete Artikel">Individuell gestaltere Artikel</a> werden weiter existieren, aber vielleicht nicht auf jedem Display. Auch dafür war das kleine <a href="http://www.coldheat.de/film-des-tages" title="Stöbern beim Film des Tages">Film des Tages Portal</a> ein Test, was überhaupt möglich ist. Grundsätzlich hab ich wieder etwas Blut geleckt, was diese Seite betrifft und nach drei Jahren, darf ich mal hier und da ein paar Elemente verschieben.</p>
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		<title>Der Travis Bickle Faktor</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2012/07/der-travis-bickle-faktor</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Jul 2012 12:12:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
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		<category><![CDATA[Taxi Driver]]></category>

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		<![CDATA[Meine bedingunslose Begeisterung für <a href="http://www.coldheat.de/2010/03/taxi-driver" title="Taxi Driver">Taxi Driver</a> ist bekannt. Immer wenn ich wie jetzt <a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-07/denver-kino-schiesserei" title="12 Tote und Dutzende Verletzte nach Amoklauf">wieder mediale Berichte</a> zu echten <em>Travis Bickle</em> Typen sehe, weiß ich wieder was den Film so&#8230;]]>
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		<![CDATA[<div>
			<p>Meine bedingunslose Begeisterung für <a href="http://www.coldheat.de/2010/03/taxi-driver" title="Taxi Driver">Taxi Driver</a> ist bekannt. Immer wenn ich wie jetzt <a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-07/denver-kino-schiesserei" title="12 Tote und Dutzende Verletzte nach Amoklauf">wieder mediale Berichte</a> zu echten <em>Travis Bickle</em> Typen sehe, weiß ich wieder was den Film so wertvoll macht. Manchmal, oder eben doch öfter als man es sich wünscht, gibt es keine einfachen Antworten und jedes mal bin ich wirklich angewidert, vom Suchen der Medien, der Emittler und der Öffentlichkeit nach der einfachen Antwort. Wieso schafft man es nicht, fehlende Kausalität einfach mal zu akzeptieren. Ist der öffentliche Horizont schon so begrenzt?</p>

<p><em>Taxi Driver</em> ist so brilliant, weil der Film diese Formel durchbricht. Es gibt keine einfache Antworten. Es gibt überhaupt keine Antworten. Der Film verlangt vom Zuschauer, was auch die Realität öfter verlangen sollte: die Auseinandersetzung außerhalb der Kausalität. Für  mich ist es völlig uninteressant, warum ein junger Mann zur Waffe greift und um sich schießt. Ich brauche keine einfach aufbereitete Erklärung, warum ein Individuum, nicht nach den Mustern handelt, auf die es Jahrzehnte konditioniert wurde. Solche Dinge passieren einfach und lassen sich nicht verhindern und nicht erklären. Es ist der <em>Travis Bickle</em> Faktor.</p>

<p>Der Umgang einer Gemeinschafft mit solchen Ereignissen, zeichnet ein unverfälschtes Bild. Dass auch 2012 nach einfachen Erklärungen gesucht wird, zeigt wie weit man sich nach vorn bewegt hat. Dem entgegen steht ein immer einfacher zu kreierendes Bild des Täters, die mal mehr, mal weniger freiwillig ihr eigenes Bild verkaufen können. Vor dem Amoklauf am besten noch Nazi-Symbole auf&#8217;s eigene Facebook-Profil kleben, damit der arme Redakteur es nicht so schwer hat, eine Geschichte zu erzählen. Wer nach Antworten auf die Fragen solcher Ereignisse sucht, sollte mehr <em>Taxi Driver</em> schauen und weniger Nachrichten. Fast-Food-Kausalität als modernes Opium für das Volk.</p>
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		<title>Nur Geduld</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2012/07/nur-geduld</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Jul 2012 12:29:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<![CDATA[<div>
			<p>Die eigentlich spannendere Geschichte hinter der Higgs Boson Nachricht, ist die seines Namensvaters. Ich bin viel zu einfach gestrickt, um der eigentlichen Nachricht irgendeinen Wert zu entziehen, aber als gestern in einem kurzen Bericht, Peter Higgs selbst gezeigt wurde, der nach mehr als vierzig Jahren des Wartens zu Tränen gerührt im Publikum der Pressekonferenz saß, da wurde der kurze Bericht für mich zum kleinen Märchen. Ich finde sowas großartig und sicherlich immer selten werdender. Die zufälligen Umstände so eines wahren Märchens, kann sich auch kein guter Autor ausdenken. Wenn ich mir vorstelle, dass nach so langer Zeit, unter so großen Umstände, die Idee eines einzelnen Menschen bestätigt wird, dann ist das ganz großes, echtes Kino des Lebens. Es ist großartig.</p>

<p>Es hat auch was mit unserer schnellen Zeit zu tun. Irgendwo hab ich auch neulich einen Artikel vom <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Sir_James_Dyson" title="James Dyson">Dyson Erfinder</a> gelesen, der beschrieben hat, wieviele Versuche es benötigt hat, um seine Idee funktionieren zu lassen und wie wertvoll es ist, Fehler zu machen. Wenn wir heute immer mit immer kürzer werdenden &#8220;Erfolgsgeschichten&#8221; bombadiert werden, dann geht am Ende eine solche schöne Geschichte wie um Peter Higgs verloren, was mehr als schade wäre. Während das Ziel heute heißt, Superstar innerhalb einer Staffel zu werden, braucht es für die waren Stars dann mehr als vier Jahrzehnte und ich kann mich irgendwie mehr für die zweite Art und Weise begeistern.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2012/07/nur-geduld#comments" title="0 Kommentare">0 Kommentare</a></p>
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		<title>Alle Jahre wieder</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2012/06/alle-jahre-wieder</link>
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		<pubDate>Mon, 18 Jun 2012 08:29:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<![CDATA[Einmal, aber nur wirklich einmal möchte ich einen sanften Umstieg von einem privaten Rechenknecht zum nächsten. Auch diesmal sollte es nicht sein und so hat sich am Wochenende mein Heim Rechner verabschiedet. <a href="http://youtu.be/-0ZTpFqJYRU" title="Break Stuff">Oh nein</a>, natürlich nicht mit&#8230;]]>
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		<![CDATA[<div>
			<p>Einmal, aber nur wirklich einmal möchte ich einen sanften Umstieg von einem privaten Rechenknecht zum nächsten. Auch diesmal sollte es nicht sein und so hat sich am Wochenende mein Heim Rechner verabschiedet. <a href="http://youtu.be/-0ZTpFqJYRU" title="Break Stuff">Oh nein</a>, natürlich nicht mit leicht überwindbaren Hürden. Von wegen einfaches neu Aufsetzen und gut. Die Partitionstabelle scheint hinüber. Ich bin technisch zu unbeholfen, um da genauere Details zu finden. Die Idiotenlösungen sind bislang alle ohne Erfolg. Nun schaue ich, ob aus den Festplatten noch irgendwas rauszuholen ist. Die wirklich wichtigen Daten sind zwar alle doppelt gesichert, aber so Details hätte ich gern auch noch zurück. iTunes Bibliothek zum Beispiel, lokale Lesezeichen und ich bin nicht sicher, wann das letzte Update des großen wichtigen Arbeitsordners war. Kurzum, ein rundum versautes Wochenende. Wobei ich Gott sei Dank nur am Sonntag Nachmittag noch letzte Rettungsaktionen eher halbherzig unternommen habe.</p>

<p>Viel wichtiger ist nun ein neues System. Wahrscheinlich hätte ich mir jetzt nichts Neues gekauft, wenn der alte nicht die Segel gestrichen hätte, aber so kann ich einen neuen Kauf durchaus besser rechtfertigen. Was uns zu dem uralten Problem bringt, dass es für mich kein wirklich passendes und fertiges Produkt gibt. Keine Frage, ich bin durchaus bereit ordentlich Geld in die Hand zu nehmen, aber dennoch kann ich keine Angebote ohne Gegenargument finden.</p>

<p>Ich brauche kein High-End Gaming System mehr, möchte aber durchaus auch aktuelle Titel mit mittleren Einstellungen <em>wirklich</em> flüssig spielen. Es dürfte auch ein Laptop sein, aber muss nicht. SSD ist Pflicht und 2012 <em>das</em> Argument für Performance überhaupt. Ein Formfaktor auf Playmobil Niveau, ist für mich ein K.O.-Kriterium. Die Illusion einer halbwegs spielbaren Laptop Lösung, löst sich damit langsam aber sicher auf. Also wirds wohl wieder ein Baukasten-Lösung. Selber schrauben fällt aus. Ich hab schon am Sonntag genug Nerven gelassen. Ich will einfach nur noch Geräte anschalten und nutzen. Klingt jetzt nicht nach wahnsinnig exotischen Ansprüchen, stellt den Markt aber schon vor unlösbare Aufgaben. Wer wissen will, wieso Apple so erfolgreich ist, braucht nur einen kurzen Blick auf den Markt für fertige PC-Systeme werfen. Selbst als versierter Nutzer, oder vielleicht nur als versierter Nutzer, hat man praktisch keine Chance gute Systeme zum fairen Preis zu bekommen, für die man sich beim Anblick nicht schämen muss, älter als 14 Jahre alt zu sein.</p>

<p>Ich will doch einfach nur ein solides, fertiges System kaufen. So schwer kann das doch nicht sein.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2012/06/alle-jahre-wieder#comments" title="3 Kommentare">3 Kommentare</a></p>
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		<title>Jurassic Recht</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2012/04/jurassic-recht</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 13:17:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<![CDATA[Vor kurzem laß ich, dass Karl May seinen 100sten Todestag feierte und dass mittlerweile eine unglaublich hohe Anzahl seiner Bücher verkauft worden sind. Zur gleichen Zeit erscheint ein <a href="http://www.drehbuchautoren.de/nachrichten/2012/03/offener-brief-von-51-tatort-autoren-0" title="Offener Brief von 51 Tatort-Autoren">offener Brief von Autoren</a>, die um&#8230;]]>
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			<content:encoded>
		<![CDATA[<div>
			<p>Vor kurzem laß ich, dass Karl May seinen 100sten Todestag feierte und dass mittlerweile eine unglaublich hohe Anzahl seiner Bücher verkauft worden sind. Zur gleichen Zeit erscheint ein <a href="http://www.drehbuchautoren.de/nachrichten/2012/03/offener-brief-von-51-tatort-autoren-0" title="Offener Brief von 51 Tatort-Autoren">offener Brief von Autoren</a>, die um ihre Lebensgrundlage fürchten. Um das Problem mit dem aktuellen Schutz von Werken auf den Punkt zu bringen: hier haben wir zwei völlig unterschiedliche Arten von Erschaffern und Werken, aber trotzdem existiert ein allumfassendes System, um deren Werke zu schützen.</p>

<p>Ich bin keiner dieser radikalen <em>Piraten</em>-Wähler. Grundsätzlich sollte jeder Konsument angemessen für Inhalte zahlen müssen. Allerdings ist unsere heutiges Recht für kreative Werke, der aktuellen Situation unangepasst. Karl May ist ein schönes Beispiel. Für diese Art Inhalt, ist das aktuelle System um die Vergütung, Verbreitung und den Schutz kreativer Werke damals geschaffen wurden. Es gab keine Möglichkeit Inhalte in Sekunden global zu vertreiben. Ein Erschaffer war von Zeit und vielen anderen Dritten abhängig, dass seine Inhalte Konsumenten fanden. Die eigentliche Schöpfung eines Werkes, war die kleine Hürde. Das Abenteuer ging erst los, als das Buch fertig geschrieben war.</p>

<p>Heute sieht die Welt anders aus. Auch dieser offene Brief der <em>Tatort</em> Autoren, illustriert die Situation ziemlich gut. Hier kämpft ein altes System gegen seine Abschaffung. Zwei Perspektiven sind essentiell für ein neues faires Schutzrecht von Inhalten. Das aktuelle System belohnt Durchschnittlichkeit und Bequemlichkeit der Erschaffer. Egal wie gut oder schlecht mein Werk ist, es gibt Dritte, die sich darum kümmern, dass der Autor in irgendeiner Form vergütet und geschützt wird. Er selbst muss sich verglichen mit der Zukunft kaum selbst kümmern und sowas lieben viele Menschen. Schauen wir mal auf egal welches Medium. Welche der aktuellen Filme, Bücher, Lieder, Serien oder was auch immer, erfordern einen über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte reichenden Werksschutz? Eben.</p>

<p>Qualität und Eigeninitiative sind jetzt nicht die markanten Eigenschaften des durchschnittlichen Erschaffers eines kreativen Werks egal welcher Form. Ein Schutz von Rechten bei kreativen Werken, geht immer zu Gunsten des Durchschnitts aus. Es gilt die kleinen Schwachen zu schützen. Der &#8220;Kunst&#8221; ist so ein Ansatz gar kontraproduktiv gegenüber. Das Medium selbst wehrt sich relativ einfach. Schaut man sich die kommerziell erfolgreichen Werke an, dann sieht man da stark sinkendes Niveau, dass sich aber auch ohne Schutz des Produkts durchsetzt.</p>

<p>Eine wirklich faire Anpassung des Schutzes von Werken ist in der Tat keine einfache Sache. Am Ende ist es eine Frage der Verteilung von Geldern. Fakt ist, dass die Umsätze mit allen Medien steigen, nur kommen die Gelder eben nicht beim den wirklich Kreativen an, sondern versacken bei den Verwertern und dem Vertrieb. Letztere könnten effektiv sofort aus dem Kreislauf genommen werden, ohne das der durchschnittliche Konsument davon was merkt. Hier sehen wir quer über alle Medien verteilt bereits erfolgreiche Ansätze, nur eben nicht bei den bequemen, chronisch unterbezahlten, auf der Straße verhungernden <em>Tatort</em> Abschreibern.</p>
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		<title>Wahrnehmung</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 11:50:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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			<p>Es wird genug geschrieben über deutsche Politik, sowohl jetzt als auch in den letzten Monaten. Für mich sind die Details weniger interessant, als das große, ganze Bild. Ich finde das wir nicht nur in der Politik, gerade schön den Sieg der Alten über die Jungen erleben. Ob Bundespräsident, oder Fußballtrainer. Sobald die Jugend aus welchen Gründen auch immer kapitulieren muss, wählt die öffentliche Weisheit, glücklicherweise die Erfahrung. Ich kann gar nicht beschreiben, wie glücklich mich sowas macht. Hier rücken wieder Menschen in den öffentlichen Fokus, die eine Vergangenheit haben, die greifbar, die für mich einfach akzeptierbar sind.</p>

<p>Mein Problem mit Politik insgesamt, ist zum Einen die verzerrte Wahrnehmung unserer Volksvertreter. Ich glaube es ist ein Generationsproblem. Es ist die Generations &#8220;Ins gemachte Nest&#8221;. Es ist die Generations Berufspolitiker. Es ist die Generation Oberfläche, mit völlig fehlender, oder verzerrter Wahrnehmung der modernen Gesellschafft. Es eint sie fehlende Reue und die Unfähigkeit zur Demut. Menschlich möchte ich ich nicht mal jemaden verurteilen. Es sind auch nur Produkte ihrer Umwelt und ihrer Zeit, aber offensichtlich inkompatibel zur Führung einer modernen Gesellschafft.</p>

<p>Langfristig mache ich mir Sorgen, dass heutige Grundsätze aber weiter und schneller den je verwässern. Ich mache mir auch Sorgen, wie wir künftig Politik wahrnehmen werden. Wenn man in zwanzig oder dreißig Jahren seine Politikernamen in die Suchbox der kontemporären Suchmaschine seiner Wahl einträgt, werden wir ein völlig anderes Bild wahrnehmen, als heute noch. Was früher BND, ist heute <em>Facebook</em>. Wer glaubt, dass Medien schon heute Dreck hervorschaufeln, der wird sich wundern, was da in den nächsten Jahrzehnten passieren wird. Die Maßstäbe an menschliche Reinheit, werden sich auf den Kopf stellen. Das wirklich Ironische ist, dass die künftigen Bundespräsidenten gerade freiwillig ihrer Saufgelage online dokumentieren. Keine Frage, es ist meine Illusion, dass Politik ein moralisches Neutrum ist, aber es ist eine schöne Illusion, mit der ich mehr anfangen kann, als die Richtung, die wir derzeit einschlagen. Irgendwann ist keine bessere Alternative mehr vorhanden. Irgendwann sind da nur noch Wulffs und keine Gaucks.</p>
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		<title>Zeit als Werkzeug</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 10:47:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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			<p>Ja es ist wieder mal soweit. Eigentlich war mein Vorsatz für 2012, einfach mal wieder Medien ohne die analytische Brille zu konsumieren. Damit war es schon am zweiten Januar vorbei und so folgen wieder folgende Notizen. Ich tue mich noch schwerer damit, längeres Dramatisches zu schauen. Selbst bei Filmen wird die Aufmerksamkeitsspanne geringer. Auf der anderen Seite fällt mir jetzt erst auf, wie effektiv und einfach Zeit als gestalterisches, dramatisches Werkzeug funktioniert.</p>

<p>Zeit ist eine Ressource. Zeit ist verbrauchte Energie und Zeit ist emotionale Bindung. Je mehr Zeit man in eine Sache investiert umso intensiver wird die Emotion. Einfaches Beispiel. Viele von uns verbringen eine lange Zeit in der Schule, soviel, dass eigentlich jeder damit eine ganz klare Emotion verbindet. Entweder man sehnt sich zurück oder ist froh drüber, kein Schüler mehr zu sein. Fakt ist, Zeit ist auch hier Nährboden für eine ausgeprägte Emotion.</p>

<p>Bei Fiktion kann man solche Mechanismen ausnutzen. In Filmen ist es schwieriger, da das Format zeitlich sehr begrenzt ist. Emotionen, Bindung muss in Lichtgeschwingidkeit erzeugt werden. Es ist eine Kunst, in geringer Zeit virtuelle Bindung zu erschaffen. Aus dem Grund sehen wir mehr und mehr TV-Dramen in Serienform. Autoren brauchen mehr Zeit um die emotionalen Schläge besser vorzubereiten.</p>

<p>Medien mit größeren Zeitfenstern haben es einfacher und erstaunlicherweise bieten Videospiele hier die perfekte Plattform. Wäre da Medium endlich über seine pubertäre Phase hinaus, gäbe es hier die wahrscheinlich intensivsten Geschichten zu erzählen. Das Spiel als Erzählmedium hat den unglaublichen Luxus von Zeit, auch wenn dieser merklich schmilzt, weil die durchschnittliche Spieldauer sinkt.</p>

<p>Jetzt kommt das Musterbeispiel und es tut mir Leid wenn es eigentlich schon ein Videospiel Klisché geworden ist, aber selbst heute noch existiert kein besseres Beispiel als <em>jener</em> Moment in <em>Final Fantasy 7</em>. Dies war einer der ersten und letzten wirklich genialen Ideen. Das Spiel lässt einen viele Stunden in einen Charakter investieren, um diesen dann abrupt sterben zu lassen. Ja, das ist einfach, aber es ist genauso unvorhersehbar und unglaublich effektiv. Erstaunlich, dass so wenige die Idee kopiert haben. Ich vermute die moderne Herangehensweise mit non-linearen Geschichten nimmt hier zu viele Möglichkeiten aus dem Spiel.</p>

<p>Zwei Dinge sind der Schlüssel zum Erfolg. Investierte <em>Zeit</em> und so erschaffener Wert der Figur. Ähnliches sieht man meist in Sitcoms, die viele Jahre laufen, aber deren Genre leider wirklich Dramatisches verbietet. Schade eigentlich.</p>
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		<title>Eine Weihnachtsgeschichte</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2011/12/eine-weihnachtsgeschichte</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 04:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<![CDATA[Dieses Jahr schließe ich mal mit einem längeren Weihnachtseintrag. Diese Weihnachten werden wieder anders. Vor wenigen Monaten ist mein zweiter Großvater verstorben, irgendwie lässt mich diese traurige Tatsache in Weihnachtsnostalgie schwelgen, in Erinnerungen baden, als sich ein kleiner Junge über&#8230;]]>
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	<img src="http://www.coldheat.de/archiv/bilder/preview/xmas-stories.jpg" alt="Thumbnail" style="display:inline; float:left; border:1px solid #bbb; padding:1.5px; margin:0 1em 1em 0; width:224px;" />		<p>Dieses Jahr schließe ich mal mit einem längeren Weihnachtseintrag. Diese Weihnachten werden wieder anders. Vor wenigen Monaten ist mein zweiter Großvater verstorben, irgendwie lässt mich diese traurige Tatsache in Weihnachtsnostalgie schwelgen, in Erinnerungen baden, als sich ein kleiner Junge über Bilderbuch-Weihnachten gefreut hat. Dies ist ein Fest für Kinder und wie schön waren meine ersten Weihnachten. Dass ich die <em>besten</em> mit schnöden Geschenke verbinde, ist ein glücklicher Umstand, auf diesem Teil des Planeten geboren sein zu dürfen.</p>

<p>Weihnachten war jedes Jahr ein Ritual, dass ganz früh am 24ten Dezember begann. Die Großeltern der väterlichen Seite wohnten weiter entfernt. Zu Weihnachten fuhr die ganze Familie zum Bahnhof, um die ersten Großeltern zu begrüßen. Die Details bleiben mir unvergessen. Die Winter waren wirklich immer <em>sehr</em> kalt, das Frühstück anschließend erwärmend. Zum Kaffee kamen Opa und Oma Nummer zwei vorbei. Ab 15 Uhr war ich nur noch am Fensterbrett sitzend zu finden, auf der verzweifelten Suche, einen Blick auf den Weihnachtsmann erhaschen zu können. Ich erinnere mich immer schreckliche Abdrücke vom Fensterbrett an den Unterarmen gehabt zu haben. Pünklich nach Kaffee und Stolle, durften die verpackten Schätze entdeckt werden.</p>

<h3>1988 &#8211; B zum M zum X</h3>

<p>In diesem Jahr hat mich mein Bruder in einem ganz schlechten Film geschleppt. <a href="http://www.coldheat.de/2010/11/film-des-tages-die-bmx-bande" title="Die BMX Bande">Die BMX Bande</a>. Danach wollte ich nur noch eines: ein BMX Fahrad. Nun waren das andere Zeiten und ein anderes Warenwirtschafftssystem. Es war unmöglich solch ein Produkt einfach so im Laden zu kaufen, was mir damals so noch nicht bewusst war, ich wollte nur einer der <em>BMX Bande</em> sein und dazu fehlte mir der einzig notwendige Gegenstand: das Rad.</p>

<p>Produktbeschaffung in der DDR funktionierte etwas anders. Nicht der direkte Kauf führte zum Erfolg, sondern Bekanntschafften und Tauschwirtschafft. Wer die richtigen Leute kannte und irgendwie selbst was zu bieten hatte, der kam an die Waare unter dem Ladentisch. Über den gleichen Weg kam 88 mein BMX Rad unter den Weihnachtsbaum, dass ich eigentlich noch zu klein dafür war, war unwichtige Nebensache. Meine Freude darüber bleibt unvergessen. Am nächsten Tag, bei arschkaltem Wetter gab es die erste Probefahrt. Näher komme ich dem Gott-Status wohl nie mehr. Dieses Rad zog vier mal mit um und hat seinen Spaßfaktor bis zum Schluss nie verloren.</p>

<h3>1989 Dinosaurier über alles</h3>

<p>Ende der 80er hatte die Industrie das geniale Konzept der Trickfilm-Spielzeug-Synergie perfektioniert. Man kreiert ein Franchise auf einer Zeichentrickserie im TV und Spielzeugen im Laden um die Ecke. Je zeitgemäßer, desto kurzweiliger, aber erfolgreicher. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dino_riders" title="Dino Riders">Dino Riders</a> war so eine geniale Marketing Idee. Dinosaurier mit Lasern. Oh <em>ja</em>. Entweder man war <em>Dino Riders</em> oder <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/M.A.S.K." title="M.A.S.K.">M.A.S.K.</a> Anhänger. Bei mir behielten am Ende die Dinosaurier die Oberhand. Die jeweils imposantesten Spielzeuge der Serie waren der <em>Brontosaurus</em> und der <em>T-Rex</em>. Am Ende war mir egal, welches der Monstren der Weihnachtsmann liefert.</p>

<p>Allein darüber zu schreiben lässt mich breit schmunzeln beim Gedanken an das Auspacken des riesigen <a href="http://www.dinoridersworld.com/Toys/Dinosaurs/Brontosaurus.html" title="M.A.S.K.">Brontosaurus</a>. Dies war der Höhepunkt meiner Spielzeugzeit. Ein Monster aus Plastik, dessen eigentliches Potential dann doch eher dürftig war. Eigentlich konnte das Biest nur brav rumstehen, aber im meiner Vorstellung erwachte das Stückchen Plastik regelmäßig zum Leben und lieferte sich einen epischen Kampf mit den Ruloniern. Ein letztes großes Aufleben des praktischen Spielzeugs, bevor die Elektronik die Oberhand gewinnen sollte, und Spielzeug für immer und ewig vom Videospiel abgelöst wurden.</p>

<h3>1995 SNES Überdosis</h3>

<p>1995 war das letzte große Jahr des <em>Super Nintendo</em>. Die <em>PlayStation</em> war als Import erhältlich aber viel zu teuer. Gleichzeitig konnte man bei Freunden das goldene Zeitalter des PCs miterleben. Aber auch dieser Traum sollte noch lange unerfüllt bleiben. Also bestand die Wunschliste &#8217;95 aus vielen potentiellen letzten SNES Spielen. Dafür muss ich mir heute immer noch mal den Preis vor Augen führen. Während meine heutigen Spiele fast alle nur wenige Euro kosten, waren Module zu SNES Zeiten im Vergleich dazu surrealistisch bepreist. Die meisten Titel meiner Liste kosteten im örtlichen Konsumtempel 149,95 DM. Selbst heutige Sondereditionen kommen an diese Preise kaum heran. Am Ende brachte der Weihnachtsmann nicht nur einen, sondern gleich zwei Titel und beide aus der teuersten Preisregion. Autsch.</p>

<p>Bekommen habe ich das <em>GTA</em> und das <em>Modern Warfare</em> der 90er. Es gab tatsächlich einen Port von <em>Doom</em> für das SNES. Ebenso frisch war der dritte Teil der <em>Mortal Kombat</em> Serie. Zu diesem Zeitpunkt war keiner der Titel schon indiziert. Da saß ich nun mit zwei potentiell verbotenen, &#8220;erwachsenen&#8221;, überteurten Titeln. Welches zuerst zocken? Erste Welt Probleme der 90er. Die Ernüchterung für <em>Doom</em> setzte schnell ein. Toll, aber auf dem PC der Freunde sah das besser aus. <em>MK3</em> dagegen war ein Super Port und blieb die nächsten Tage im Schacht der Konsole stecken. Ich erinnere mich noch, als meine Großväter einen <em>Fatality</em> sahen und ich erklären musste, was grad passiert. Wunderschöne Erinnerungen, die ich mir dieses Jahr ganz gezielt wieder in Erinnerungen rufen werde. An dieser Stelle wünsche ich allen Lesern ein schönes Weihnachstfest und ein gutes Ankommen in 2012.</p>
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