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	<title>coldheat.de - Oxymoron#1</title>
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	<description>Oxymoron#1</description>
	<pubDate>Tue, 18 Jun 2013 06:45:47 +0000</pubDate>
	
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		<title>Benutze Hamster in Mikrowelle</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Apr 2013 12:29:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<![CDATA[<a href="http://grumpygamer.com/4103820" title="Goodbye Lucasfilm Games"><em>LucasArts</em> ist Geschichte</a>. Vielleicht, oder sicher mindestens 15 Jahre zu spät, aber besser spät als nie. Meine erste itensive Spielerfahrung besteht aus <em>Maniac Mansion</em> gespielt auf einem Commodore 64, an einem <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Junost_von_vorn.jpg" title="Junost TV">Schwarz-Weiß Junost Fernseher</a> hängend. Einmal angefixt&#8230;]]>
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			<p><a href="http://grumpygamer.com/4103820" title="Goodbye Lucasfilm Games"><em>LucasArts</em> ist Geschichte</a>. Vielleicht, oder sicher mindestens 15 Jahre zu spät, aber besser spät als nie. Meine erste itensive Spielerfahrung besteht aus <em>Maniac Mansion</em> gespielt auf einem Commodore 64, an einem <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Junost_von_vorn.jpg" title="Junost TV">Schwarz-Weiß Junost Fernseher</a> hängend. Einmal angefixt vom <em>Point &amp; Click</em> Prinzip fielen schnell auch die anderen Titel. <em>Zak McKracken</em> habe ich bis heute nicht durchgespielt, aber endlos oft begonnen. <em>Monkey Island</em>? Irgendwie lagen mir Horror-Häuser Teenager oder Zeitungsjournalisten näher als Piraten, drum hält sich meine Begeisterung dafür in Grenzen.</p>

<p>LucasArts Games, respektive Lucasfilm Games war für fast jeden Spieler meiner Generation einer der ersten Köder. Aus heutiger Sicht wirken die Spiele sowohl sehr modern, als auch völlig antik. Es ist schwierig zu sagen, wo <a href="http://www.gamasutra.com/view/feature/189899/why_are_we_still_talking_about_.php" title="Why are We Still Talking about LucasArts' Old Adventure Games?">Nostalgie aufhört und was wirklich gute Spiel beginnt</a>. Fakt ist, <em>LucasArts</em> hatte seit Jahrzehnten keine großen Titel mehr im Aufgebot. Sie waren jedoch einer <em>der</em> großen Gewinner der Home-Computer Phase und wischten in den 90ern mit der Konkurrenz den Boden auf, auch abseits vom Adventure. Die Simulationen waren alle sehr solide und spätestens mit der <em>Star Wars</em> Lizens auch massenkompatibel. <em>X-Wing vs. TIE Fighter</em> markiert ganz klar den Zenit des Genres und nicht wenige wünschten sich seit Jahren einen Wurf in die gleiche Richtung.</p>

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<p><em>LucasArts</em> viel dann in ein Loch, weil ihnen erst die Genres und damit dann später die Leute wegbröselten. Plötzlich gab es nur noch <em>Star Wars</em> und damit den Anfang vom Ende. Ich möchte fast sagen, das Studio und seine Adventure waren zur perfekten Zeit, am perfekten Ort, aber das wäre zu einfach. Die alten Titel sind bis heute spielenswert und eben textliche Meisterleistungen, nur wollte die Zielgruppe irgendwann nicht mehr lesen, um absurde Rätsel zu lösen. Die ersten Versuche den Nerv der Zeit zu treffen waren sogar wirklich gut. <em>Dark Forces</em> ist ein toller <em>Doom</em> Clone und irgendwie im Geiste ein <em>Half-Life</em> Vorreiter.</p>

<p>Als das Medium den Fokus auf Präsentation setzte starb auch die meiste Kreativität dieses Studios und erst jetzt besinnt sich die Zielgruppe von damals auf ihre spielerischen Wurzeln und finanziert mit dem heutigen Taschengeld spritituelle Enkel eines <em>Maniac Mansion</em> in Form diverser <em>Kickstarter</em> Projekte. Vielleicht haben wir sogar Glück und Disney verkennt den Wert der alten Franchises und verschleudert sie an ihre geistigen Väter zurück. So ein ideales Szenario bleibt jedoch wohl eher Wunschtraum.</p>

<p>Ich für meinen Fall nehme es als Anlass mal wieder die alten Erinnerungen wach zu rufen. Verdammt wo war das Benzin für die Kettensäge? Ach ja richtig in einem anderen Spiel. Brilliant.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2013/04/benutze-hamster-in-mikrowelle#comments" title="4 Kommentare">4 Kommentare</a></p>
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		<title>Roger Ebert, 1942-2013</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Apr 2013 18:59:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<![CDATA[Auch wenn mein Beitrag zum Tod Roger Eberts nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein mag, so muss ich zum Thema was im Blog notieren. Selbst <a href="http://www.rogerebert.com/memoriam" title="REMEMBRANCES OF ROGER">Obama hat sich mittlerweile geäußert</a>. Einfach formuliert, Ebert war&#8230;]]>
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			<p>Auch wenn mein Beitrag zum Tod Roger Eberts nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein mag, so muss ich zum Thema was im Blog notieren. Selbst <a href="http://www.rogerebert.com/memoriam" title="REMEMBRANCES OF ROGER">Obama hat sich mittlerweile geäußert</a>. Einfach formuliert, Ebert war nicht nur ein beliebiger Meckerfritze, sondern die Ikone der Filmkritik. Ich habe seinen Namen Ende der 90er in einen IRC-Chat gelesen, als der harte Kern sich penibel über den <em>Episode 1</em> Trailer aufgeregt hat. Nach dem Lesen vieler seiner Kritiken, war mir schnell klar, wie meisterhaft Ebert das Medium Film kannte und so bewerten konnte. Es ist kein Zufall, dass ich auch Dank ihm irgendwann selbst hier mehr über Filme schreiben musste. Ich war und bin Ebert Fan.</p>

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<p>Mit ihm verlieren wir nicht nur <em>die</em> Kritiker Stimme für Filme schlechthin, sondern auch einen handwerklich perfekten Autor. Seine <a href="http://rogerebert.suntimes.com/apps/pbcs.dll/section?category=REVIEWS" title="Roger Ebert Reviews">endlos vielen Kritiken</a> werden noch lange Zeit Blaupause für Nachahmer. Keiner davon wird jemals den Status seines Vorbilds erlangen. Es ist kein Zufall, dass sich so viele Websites dem Thema widmen. Viele davon sind spirituelle Söhne und Enkel Roger Eberts. Ich lese immer wieder seine Texte, auch die Bücher sind so lesenswert. Ebert war der beste Beweis, dass man als angesehener Kritiker einfach Zeit und Fähigkeiten braucht. Was ich so mochte, war seine Genreneutralität. Nicht grundlos war auch er jedem Genrefilm gegenüber offen und nicht der typische Kritikerpapst mit erhobener Nasenspitze, der sich mit Schund nicht die Finger schmutzig macht.</p>

<p>Darüber hinaus war er immer seiner Zeit voraus. Das simple <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/At_the_Movies_(U.S._TV_series)#Thumbs_Up.2FThumbs_Down" title="Thumbs up">Bewertungssystem</a> für die Fernsehsendung, ist selbst heute noch perfekt. Jedes komplexe Zahlensystem verblasst vor dieser so einfachen, wie effektiven Idee.</p>

<p>Am Ende stirbt mit Ebert nicht nur die globale Ikone der Filmkritik, sondern auch die letzte große einzelne Stimme. Kritik findet heute dezentralisiert statt. Keine einzelne Person wird heute mehr so einen Status erreichen wie Ebert es geschafft hat. Ob das gut oder schlecht ist, wird die Zeit zeigen. Es braucht jedoch so große Personen, um eine neue Generation an die Tastaturen zu locken. Nicht grundlos haben so viele Webseiten, teils wirklich tolle Texte zum Tod Roger Eberts geschrieben. Hier verabschiedet sich dann doch überraschend die vielleicht größer Kritikerstimme überhaupt. Ich empfehle jedem Leser sich Eberts Texte und TV-Sendungen anzuschauen.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2013/04/roger-ebert-1942-2013#comments" title="1 Kommentar">1 Kommentar</a></p>
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		<title>2012 im Abriss</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2012/12/2012-im-abriss</link>
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		<pubDate>Sun, 30 Dec 2012 17:05:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<![CDATA[Es ist wieder mal soweit, das Jahr ist vorbei, wir leben trotz Untergangsprophezeihung noch und ich werde das vergangene Jahr jetzt in einem Blogartikel zusammenfassen. 2012 war ok. Das Jahr zuvor war besser, aber ich möchte nicht zu sehr schimpfen.&#8230;]]>
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			<p>Es ist wieder mal soweit, das Jahr ist vorbei, wir leben trotz Untergangsprophezeihung noch und ich werde das vergangene Jahr jetzt in einem Blogartikel zusammenfassen. 2012 war ok. Das Jahr zuvor war besser, aber ich möchte nicht zu sehr schimpfen. Auf irgendeine gesunde Art und Weise, war das Jahr sehr Augen öffnend und lehrreich. Perfekt also, um genug Zeit für die so wichtige Ablenkung zu finden. Medial finde ich das Jahr als ziemlich ergiebig.</p>

<p>Hängen bleibt erst mal die persönliche Produktentdeckung des Jahres. Ich war wirklich der größte Tablet Zweifler, aber dann bekam ich ein Retina iPad geschenkt. Diese neuen Geräte sind perfekt für den puren Konsum und für mich hat das iPad alle anderen Geräte beim alltäglichen Lesen des Internets abgelöst. Ich traue es mich kaum zu schreiben, aber verdammt, dieses Tablet ist zu einem wichtigen Werkzeug geworden.</p>

<h3>Filme des Jahres</h3>

<p>Filmisch war 2012 bei mir sehr spannend. Der Film des Jahres ist sehr einfach zu finden. <a href="http://www.coldheat.de/2011/10/film-des-tages-the-raid" title="Film des Tages - The Raid">The Raid</a> ist perfektes, modernes Action Kino, ganz im Geiste der 80er und 90er Klassiker. Der Film bleibt bei mir unvergessen und er entzündet ein Feuer der Hoffnung, dass es doch noch fähige, neue Action Regisseure gibt.</p>

<p>Die restlichen Filme waren durchweg alle sehenswert. Ich habe sehr wenig wirklichen Schrott gesehen. Ein Trend? Ich habe <a href="http://www.coldheat.de/tag/deutscher-film" title="Archiv - Deutscher Film">mehr deutsche Filme</a> geschaut, allesamt im Fernsehen, aber die waren wirklich gut. Ganz offensichtlich existiert eine tolle deutsche Filmkultur abseits von Schweiger Komödien und Kinderfilmen. Im Prinzip schaue ich alles Deutsche an, was <a href="http://anmutunddemut.de/" title="anmut und demut">Ben_</a> empfiehlt und fahre damit ziemlich gut. Die Höhepunkte 2012 sind dabei <a href="http://www.coldheat.de/2011/09/film-des-tages-alle-anderen" title="Film des Tages - Alle Anderen">Alle anderen</a>, <a href="http://www.coldheat.de/2012/05/film-des-tages-morgen-das-leben" title="Film des Tages - Morgen das Leben">Morgen das Leben</a> und <a href="http://www.coldheat.de/2012/11/film-des-tages-drei" title="Film des Tages - Drei">Drei</a>.</p>

<p>Was noch? <em>Prometheus</em> ist jetzt nicht das neue <em>Alien</em> geworden, aber es bleibt für mich ein sehenswerter Film und der best aussehendste des Jahres. <em>Batman</em> war sehr mäßig, <em>Bond</em> dagegen hat sehr positiv überrascht. Der Rest war dann doch sehr durchschnittlich und teilweise immenser Spaß, aber eben auch wieder sofort vergessen. Hallo <em>The Expendables 2</em>.</p>

<h3>mal wieder Fernsehen</h3>

<p>Eine Sache hat sich aber auch dieses Jahr nicht geändert. Neue Fernsehserien und ich, das wird keine Freundschaft mehr. Ich habe es mehrfach versucht, aber ernsthaft, es funktioniert nicht. Beispiel? Wer und wie kann man bitte <em>Breaking Bad</em> genießen? Es ist die verfilmte Langeweile. <em>White angry male</em> als Protagonist und <em>Scarface</em> Komplex? Tut mir leid, damit kann ich nichts anfangen. Bei Sitcoms dagegen spielt die Familie keine Rolle mehr und damit deklassiert sich auch dieses Konzept bei mir. Eine Ausnahme ist <em>The Middle</em>, für mich das spirituelle Erbe und das modernisierte <em>Roseanne</em> Format. Die logische Folge von fehlendem tollen Neuen ist, dass ich wieder altes Zeug neu entdecke. Lief <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Taxi_(TV_series)" title="Taxi">Taxi</a> eigentlich im deutschen Fernsehen? Das ist tolle Unterhaltung, trotz des Alters.</p>

<p>Drei Kleinigkeiten aus deutscher Hand muss ich hier notieren. <a href="http://www.coldheat.de/2012/01/der-tatortreiniger" title="Der Tatortreiniger">Der Tatortreiniger</a> ist sehenswert und verdient zurecht neue Folgen im nächsten Jahr und wer bitte kam auf die geniale Idee, Helge Schneider <a href="http://www.wdr.de/tv/helge_hat_zeit/" title="Helge hat Zeit">ein TV-Format</a> zu geben? Großartigst nur noch sehr rar. Ich mag auch was die ARD schon letztes als auch dieses Jahr im Vorabend probiert. Der gleiche Sender, der den <em>Tatort</em> momentan gegen die Wand fährt, versucht sich hier im 1-Stunden-Format, an einer modernen Version des Krimis. Lustig, skuril, jung besetzt, lokalisiert. Das funktioniert nicht immer sehr gut, aber es ist neue deutsche TV-Fiktion, für die man sich nicht schämen muss.</p>

<p>An dieser Stelle möchte ich auch meine Internetvideo Höhepunkte des Jahres erwähnen. Es tut mir leid, aber Tom Jones ist noch immer eine der coolsten Säue überhaupt und <a href="http://www.coldheat.de/2012/02/randnotiz-thunderball-2012" title="Randnotiz - Thunderball (2012)">klingt auch 2012</a> besser als alle Casting-Show-Nutten zusammen. Jones lässt sich nur noch toppen, in dem man ihn neben Will Smith und Gary Barlow setzt, die zusammen <em>Prince of Bel Air</em> <a href="http://youtu.be/hFjwbKMlmF4" title="Will Smith and Gary Barlow Do 'The Fresh Prince of Bel-Air' Rap">performen</a>. Es ist seltsam zu sehen, wie die künstlerischen Helden meiner Jugend so langsam wegsterben. Die Reaktion <a href="http://youtu.be/H3ZyarkHK8M" title="LL Cool J Reacts To The Death of MCA of The Beastie Boys">anderer Künstler</a> zu sehen, fühlt sich dann noch unangenehmer an. Abschließen möchte ich aber mit zwei Helge Schneider Klassikern. <a href="http://youtu.be/lotvakQB-ds" title="Helge Schneider Fink und Zeisig">Zeisig</a> und sein Auftritt <a href="http://www.youtube.com/watch?v=oHJq5MaYglM" title="Helge Schneider Deutscher Comedypreis 2008">hier</a>.</p>

<h3>Verspieltes Jahr</h3>

<p>Bei Spielen wird es etwas ausführlicher werden. Für mich persönlich ist das Medium in diesem Jahr an einem perfekten Ort angekommen. Auch wenn es schrecklich formuliert klingt, für mich ist es perfekt. Spiele sind Fast-Food geworden. Für 1,- bis 10,- Euro pro Titel, bekomme ich endlos viele, völlig unterschiedliche Erlebnisse. Es ist kein Zufall, dass ich dieses Jahr kein MMO mehr spiele. 2012 ist auch mein Ende bei <em>World of Warcraft</em>. Die Idee, heute einen monatlichen Betrag von 15,- Euro zu bezahlen, ist plötzlich so lächerlich geworden, wenn ich für den gleichen Betrag mehrere Titel bei <em>Steam</em> kaufen kann. Insgesamt habe ich in den letzten zwölf Monaten 34 Spiele bei <em>Steam</em> gekauft. Maximal ein Drittel davon habe ich durchgespielt und das ist großartig. Dieser Balast einen Titel abzuschließen ist weg. Wenn der Spaß weg ist, dann ist Schluss, egal ob es 1,- Euro Indie Titel sind, oder gehypte 90er Metacritic AAA-Produktionen. Genug Allegemeines, kommen wir zu einzelnen Titeln.</p>

<p>Mein Spiel des Jahres ist so eindeutig wie beim Film. <a href="http://www.coldheat.de/2012/10/xcom-enemy-unkown-first-impressions" title="XCOM">XCOM</a> ist grandios und bietet ein Erlebnis, wie man es seit Ewigkeiten nicht bekommen hat. Das Spiel ist nicht perfekt und definitiv altbacken und nicht massen-kompatibel, aber gerade deshalb mag ich es so. <a href="http://www.coldheat.de/2012/09/walking-dead-the-game" title="Walking Dead: The Game">The Walking Dead</a>, deklassifiziert sich bei mir als Spiel des Jahres, weil es für mich kein Spiel ist. Der Titel bietet aber wie viele in diesem Jahr, eine einzigartige Erfahrung und für mich so wunderschön ist die Tatsache, dass <a href="http://www.coldheat.de/2012/09/walking-dead-the-game" title="Walking Dead: The Game">The Walking Dead</a> nur Dank einer Hand vonn Autoren so gut geworden ist.</p>

<p>Was ist noch in Erinnerung? <em>FTL</em> beweist, dass Kickstarter Spiele wirklich gut sein können. Definitiv eines der besten Spiele des Jahres. <em>Diablo 3</em> war eine kurze Zeit lang perfekt, aber hat bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Interessant fand ich <em>Borderlands 2</em> oder <em>Diablo</em> ohne Blizzard Politur mit Gewehren und Pistolen. <em>Borderlands 2</em> ist toll gemacht und bis auf das eigentlich Gameplay beeindruckend, aber es ist auch ein <em>EverQuest</em>, dass auf sein <em>World of Warcraft</em> wartet, soll heißen der Kern des Spiels, auch <em>Gameplay Loop</em> genannt, ist für mich auf lange Zeit zu belastend. Ich bleibe dabei, dass eine FPS-Mechanik wie hier 1:1 übertragen, sich nicht für ein PvE-Gameplay, dass sich über so viele Stunden zieht, anbietet. <em>Borderlands 2</em> beweist mir, dass die Idee eine enorme Zukunft hat, aber es braucht ein erfahreneres Studio, um ein FPS-MMO zu perfektionieren.</p>

<p><em>Legends of Grimlock</em> bringt perfekte <em>Dungeon Master</em> Stimmung ins Jahr 2012. Verdammt gut, aber auch verdammt schwierig. <em>Dishonored</em> ist so nahe wie man einem neuen <em>Half-Life</em> kommen kann. Das Spiel ist allein für seine Präsentation ein muss. Ansonsten ist es die Form eines <em>Stealth</em> Games, die mir noch grade so gefällt. Ganz klar einer der Höhepunkte des Jahres.</p>

<p>2012 hat mir auch gezeigt, dass ich als Spieler für bestimmte Genres zu alt bin. Es tut mir leid, aber Single Player FPS Spiele sind entweder das Entlanglaufen eines Korridors und warten auf geskriptete Evente, während einem NPCs die Ohren voll schreien, oder Open-World-Konzepte, bei denen man sich selbst unterhalten muss. Das ist nicht mehr mein Geschmack. Auch außerhalb meines Verständnisses sind <em>MOBAs</em> wie <em>League of Legends</em> oder <em>DOTA 2</em>. Vor zehn oder fünfzehn Jahren wäre das genau mein Ding gewesen, aber heute bin ich schon abgeschreckt, wenn ich nur die <a href="http://www.dota-two.com/dota2-heroes" title="Dota 2">Auswahl</a> der <a href="http://na.leagueoflegends.com/champions" title="League of Legends">Charaktere</a> sehe. Meine Fresse, mehr scheint 2012 <em>wirklich</em> mehr zu sein.</p>

<p>Insgesamt halte ich 2012 für ein tolles Jahr des Mediums. <em>Free to play</em> ist kein Makel mehr, sondern Gegenwart auf einigen und Zukunft auf anderen Plattformen. Was man momentan für Lau spielen kann ist irre. <em>MMORPGs</em> haben ihren Zenit endgültig überschritten und es ist ein Armutszeugnis, dass <em>World of Warcraft</em> nach 8 Jahren noch mit der Konkurrenz den Boden wischt. <a href="http://www.coldheat.de/2012/02/crowdfunding-fur-spiele" title="Crowdfunding für Spiele">Kickstarter</a> (ähnliche wie Free-to-Play) ist Segen und Fluch für das Medium. <em>Steam</em> bleibt auch in diesem Jahr die beste Plattform, was ich wieder realisieren musste, als ich einen neuen Rechner gekauft habe. Nur ein Login und man kann sofort wieder jeden Titel spielen, muss sich um Abwärtskompatibilität keine Sorgen machen und bekommt neue Titel für wirklich lächerliche Preise. Nur diese Zensur für deutsche Käufer ist lächerlich. Ich freue mich sehr auf das nächste Jahr, denn der Markt wird weiter fragmentieren und besonders abseits eines <em>Call of Duty</em> unterhalten.</p>

<h3>So klingt und liest sich 2012</h3>

<p>Auch dieses Jahr bin ich nicht der große Album Käufer geworden. Künstler von denen ich blind jedes neue Werk kaufen würde, sind halt nicht mehr so produktiv. Das einzige Album was ich hier erwähnen möchte ist <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Life_Is_Good_(Nas_album)" title="Nas - Life is good">Life is good</a>. Nach vielen mäßigen Versuchen, kehrt Nas zu altem Niveau zurück und erreicht dabei fast wieder <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Illmatic" title="Nas - Illmatic">Illmatic</a> Form. Im gleichen Kontext bleibt mir <a href="http://youtu.be/FkGHxcLy-cM?t=16s" title="DJ Khaled Ft. Nas, Scarface &amp; DJ Premier - Hip Hop">ein Lied</a> definitiv weit über das Jahr hinaus in Erinnerung. Es ist wirklich sehr lange her, dass das Genre solch guten Texte bekommen hat und wieder zeigt sich, es geht nichts über Erfahrung.</p>

<p>Darüberhinaus entdecke ich wieder alte Musik, teilweise wovon ich dachte, sowas nie mögen zu können. Erstmal muss ich der Terror-Dubsteb-Hysterie des Jahres dafür danken, mir wieder elektronische Musik der 90er schmackhaft gemacht zu haben. Irgendwann gebe ich mir die Chemical Brothers definitiv mal <a href="http://youtu.be/eloU8S9XvlU" title="Dust Up Beats + Loops Of Fury + Prescription Beats - The Chemical Brothers">live</a> &#8230; irgendwann. Ich muss auch zugeben, dass YouTube für mich zur reichen Quelle für Musik geworden ist. <a href="http://youtu.be/lXCNw1DaIzo" title="?uestlove 60 min DJ Set RBMA takeover BR NYC">?uestloves 60 Minuten Dilla Mix</a> habe ich endlos oft gehört. Ist auch ein perfekter Abschluss des Jahres.</p>

<p>Bücher kamen dieses Jahr sehr kurz. Primär hab ich nur altes Zeug gelesen. Anthony Bourdain <em>Kitchen Confidential</em> war eine tolle kleine Mahlzeit, sehr unterhaltsam geschrieben, auch wenn man das Thema sicherlich mögen muss. Mein Palahniuk Buch in diesem Jahr war <em>Stranger Than Fiction</em>, eine Art Geschichten Sammlung, ganz was anderes als man sonst von ihm gewöhnt ist. Nach <em>Prometheus</em> habe ich auch noch mal Lovecrafts <em>At the mountains of madness</em> gelesen, um meinen Verdacht zu bestätigen. Ich muss zugeben, dies ist eine sehr solide kleine Geschichte und war so ziemlich die einzige gelese Fiktion des Jahres. Empfehlen möchte ich auch noch ein Buch über Schriften. Die meisten seiner Art sind ehehr trockene Hausaufgaben, aber <em>Just My Type: A Book About Font</em> von Simon Garfield kann man auch als Nicht-Schrift-Experte genießen.</p>

<p>Dank Kindle App auf dem iPad habe ich mir fest vorgenommen wieder mehr zu lesen, auch weil es bei eBooks so einfach ist, kostenlos an Public Domain Material zu kommen und da sind so viele große Werke dabei, vor denen ich bisher immer kapituliert habe.</p>

<p>Wenn ich mir diesen Text so anschaue, muss ich feststellen, dass 2012 ziemlich gut gefüllt war, war verschiedenste Medien betrifft. Das übergeordnete Thema scheint hier aber wirklich zu sein, alte Werke neu zu entdecken. Ich merke dass sich mein Geschmack im Laufe der Jahr ändert und ich Zugang zu Werken bekomme, die ich vor Jahren noch belacht habe. Sowas finde ich spannend.</p>

<p>Mal schauen was 2013 so zu bieten hat.</p>
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		<title>Sky High Resolution</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Jun 2012 11:09:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<![CDATA[<a href="http://www.apple.com/macbook-pro/features/" title="Retina MacBook">Es beginnt also</a>. Endlich verwässert der Begriff <em>High Resolution</em> noch mehr und zwar da, wo die meisten Recher stehen. Auf der einen Seite freue ich mich, auf der anderen Seite sehe ich mehr Probleme als Vorteile. Wer mit dem neuen&#8230;]]>
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			<p><a href="http://www.apple.com/macbook-pro/features/" title="Retina MacBook">Es beginnt also</a>. Endlich verwässert der Begriff <em>High Resolution</em> noch mehr und zwar da, wo die meisten Recher stehen. Auf der einen Seite freue ich mich, auf der anderen Seite sehe ich mehr Probleme als Vorteile. Wer mit dem neuen <em>iPad</em> mal nicht optimierte Inhalte konsumiert, der freut sich über <em>Retina</em> Matschbilder. Sicher erkennt man keine Pixel mehr, aber bei hochskalierten, interpolierten Bildmaterial, spielt das auch keine Rolle mehr. Pixel oder Matsch. Dazwischen wird es noch lange Zeit nichts geben.</p>

<p>Einer muss immer der Erste sein. Nur Apple kann so einen neuen Weg gehen. Ich fürchte jedoch, die Macher von digitalen Inhalten, sind noch lange nicht bereit für so eine Generation von <em>Displays</em>. Selbst <a href="http://www.theverge.com/2012/6/12/3079887/retina-display-new-macbook-pro-apps" title="Chrome vs. Safari browsers on the MacBook Pro's Retina display">Display Schriften</a>, werden noch lange brauchen, bis sie ihren passenden Platz gefunden haben.  Am Ende ist es diese Bild von <em>Diablo 3</em> auf dem neuen Apple Spielzeug, dass mich lockt. Spiele in dieser Auflösung sind sowohl Fluch als auch Segen. Wer sich Reviews aktueller GPUs anschaut, weiß wie schlecht diese bei steigenden Aufösungen skalieren. Ich bezeweifle sehr, dass selbst ein <em>Diablo</em> nativ mit so einer Auflösung angenehme 60+ Frames bieten kann&#8230;oh und offensichtlich ist meine Vermutung schon <a href="http://images.anandtech.com/doci/5998/Screen%20Shot%202012-06-11%20at%208.39.24%20PM.png" title="Diablo 3 Screenshot">bestätigt</a>. Selbst GPUs sind noch nicht für eine Zeit nach 1080p vorbereitet.</p>

<p>So ist dieses neue <em>MacBook</em>  mehr Blick in die Zukunft, als in die Gegenwart, denn die Vorzüge eines solchen Display, sind heute noch nicht wirklich zu genießen. Für einen solchen Kaufpreis jedoch, hätte ich gern weniger Nachteile.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2012/06/sky-high-resolution#comments" title="0 Kommentare">0 Kommentare</a></p>
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		<title>pass the mic to Yauch</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2012/05/pass-the-mic-to-yauch</link>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 20:34:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Beastie Boys]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<![CDATA[<a href="http://beastieboys.com/" title="Adam Yauch 1964-2012">Seltsam</a>, so langsam aber sicher sterben gehäuft Ikonen meiner Jugend. Ich bin seit Ewigkeiten <em>Beastie Boys</em> <a href="http://www.coldheat.de/2010/03/3-mcs-and-1-dj" title="3MCs">Fan</a>, das letzte Album war sogar richtig gut und nun hinterlässt das wahre Leben seine Spuren in den Büchern einer wirklich einzigartigen&#8230;]]>
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		<![CDATA[<div>
			<p><a href="http://beastieboys.com/" title="Adam Yauch 1964-2012">Seltsam</a>, so langsam aber sicher sterben gehäuft Ikonen meiner Jugend. Ich bin seit Ewigkeiten <em>Beastie Boys</em> <a href="http://www.coldheat.de/2010/03/3-mcs-and-1-dj" title="3MCs">Fan</a>, das letzte Album war sogar richtig gut und nun hinterlässt das wahre Leben seine Spuren in den Büchern einer wirklich einzigartigen Musikgeschichte. Nicht das erste Beispiel, leider eher einen von vielen, was mein Bild einer schnell alternden, ja <em>meiner</em> Jugendkultur mehr und mehr in ein zu realistisches Licht rückt. Im Gegensatz zu vielen ähnlichen Beispielen, hat es diese Gruppe immer noch geschafft auch mit fast 50 <em>wirklich</em> jung zu wirken und dabei nicht wie deutsche Vertreter schon 10 Jahre früher peinlich zu wirken. Auch als Film Fanatiker ist <em>MCA</em> ein sichere Bank. Er war federführend bei vielen der Videokonzepte und besaß einen <a href="http://www.criterion.com/explore/57-adam-yauch-s-top-10" title="Adam Yauch’s Top 10">exzellenten Filmgeschmack</a>. &#8220;Viel zu jung.&#8221; klingt so oft nach Floskel, hier darf man es durchaus so formulieren.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2012/05/pass-the-mic-to-yauch#comments" title="0 Kommentare">0 Kommentare</a></p>
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		<title>Die Illusion interaktiver Geschichten</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2012/04/die-illusion-interaktiver-geschichten</link>
		<comments>http://www.coldheat.de/2012/04/die-illusion-interaktiver-geschichten#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Apr 2012 09:09:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Games]]></category>
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		<category><![CDATA[Mass Effect]]></category>
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		<![CDATA[Ok. <em>Mass Effect 3</em>. Noch nicht gespielt, aber ich fand die ersten beiden Teile wirklich nett, wenn auch maßlos überbewertet als Spiel, objektiv eher als Erlebnis angemessen kritisiert. Spannend beim dritten Teil ist die Geschichte um die Veröffentlichung und die&#8230;]]>
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			<p>Ok. <em>Mass Effect 3</em>. Noch nicht gespielt, aber ich fand die ersten beiden Teile wirklich nett, wenn auch maßlos überbewertet als Spiel, objektiv eher als Erlebnis angemessen kritisiert. Spannend beim dritten Teil ist die Geschichte um die Veröffentlichung und die Kritik um das Ende des Spiels. Für den weiteren Verlauf des Eintrags, ist es notwendig über Details zu sprechen, drum hier ein kurzer Abriss der Handlung.</p>

<p><em>Mass Effect</em> ist Fan-Fiction auf hohem Nivau und bedient sich alt bekannter Elemente. Es ist eine klassische Heldengeschichte. Das Universum ist bedroht und unser Held muss eingreifen. Dazu gibt es den Puppenspieler, die wechselnden Helfer und mehr oder weniger wechselnde Bösewichte. Kern des Universums ist eine allem übergeordnete Bedrohung und eine Art Tor zwischen vielen Welten.</p>

<p>Das Ende ist offensichtlich ein Hybrid aus <em>Matrix</em> und <em>2001</em>. Der Puppenspieler unseres Helden ist vom Bösen kontrolliert und die finale Entscheidung des Helden ist ala <em>Matrix</em>, ein sich wiederholendes Ereignis um wieder und wieder den Reset-Knopf zu drücken. Egal welche der Variationen der finalen Entscheidung der Spieler trifft, es sind nur Grautöne des schwarzen Ausgangs der Geschichte und der Reset-Knopf wird so oder so gedrückt. Allein vom Lesen gefällt <em>mir</em> so ein Ende sehr, wenn es auch nicht sehr originell ist, aber welche Sci-Fi ist das schon noch?</p>

<p>Viele sind davon offensichtlich weniger beeindruckt und erwarten ein typischeres Videospiel Happy End. Der Druck wurde so groß, dass Bioware selbst leider <a href="http://blog.bioware.com/2012/03/21/4108/" title="TO MASS EFFECT 3 PLAYERS, FROM DR. RAY MUZYKA, CO-FOUNDER OF BIOWARE">reagiert</a> hat. Allein diese Tatsache zeigt, wie kindlich das Medium Videospiel noch immer ist, besonders wenn es um den Aspekt des Erzählens einer Geschicht geht. Was ich grandios finde ist Folgendes. Endlich öffnet Bioware der Masse die Augen, die seit vielen Jahren der Bioware Formel, immer noch an interaktive Geschichten glauben. &#8220;<em>Ich</em> entscheide über den Ausgang der Handlung!&#8221; Bitte? Wie naiv kann man sein. Jedes Bioware Spiel dieser Art ist 100% linear. Der Spieler kann an der Oberfläche kratzen, mehr nicht. Selbst dann sind die Optionen lächerlich binär, siehe das Ende von <em>Knights of the Old Republic</em>.</p>

<p>Darüber hinaus spielt noch ein weiterer Faktor mit, der den Aspekt der Fiktion dieses Mediums für mich noch lange Zeit schwächen wird. Es gibt keinen führenden Autoren. Viel mehr ist Videospiel Fiktion <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Design_by_committee" title="Design by committee">design by committee</a>. Stimmt nicht? Ich <a href="http://drewkarpyshyn.com/c/?p=381" title="Drew Karpyshyn - One day late with the update">zitiere</a> einen ehemaligen Lead Writer der Serie:</p>

<blockquote>
  <p>Of course, some of you are also pinging me to find out what the “original” ending of the series was when we started planning out the trilogy. Sorry, but that’s not something I’m even going to attempt to answer. <strong>The collaborative creative process is incredibly complicated, and the story and ideas are constantly evolving as you go forward.</strong> Yes, we had a plan, but it was very vague. We knew we wanted to focus on some key themes and bring in certain key elements: organics vs synthetics; the Reapers; the Mass Relays. Beyond that, we didn’t go into detail because we knew it would change radically as the game continued to evolve.</p>
</blockquote>

<p>Übersetzt heißt dass, man zieht sich die Ideen aus dem Arsch, nur ist es schöner formuliert. Wer glaubt, Studios wie Bioware hätten einen großen allumfassenden Plan für solche Franchises, tja der glaubt auch noch an den Weihnachtsmann. Um das ganz klar auszudrücken. Ich mag <em>Mass Effect</em>. Ich mag die Bioware Formel für diese Titel und ich mag so ein Ende, aber ich hatte auch nicht die Illusion, eine interaktive, fein entwickelte Geschichte zu spielen. Videospiel Fiktion bleibt Fiktion niederer Gattung. <em>Mass Effect 3</em>, die Reaktion der Fans und Macher beweisen es nur zu gut.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2012/04/die-illusion-interaktiver-geschichten#comments" title="2 Kommentare">2 Kommentare</a></p>
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		<title>Jurassic Recht</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2012/04/jurassic-recht</link>
		<comments>http://www.coldheat.de/2012/04/jurassic-recht#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 13:17:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Off-Topic]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<![CDATA[Vor kurzem laß ich, dass Karl May seinen 100sten Todestag feierte und dass mittlerweile eine unglaublich hohe Anzahl seiner Bücher verkauft worden sind. Zur gleichen Zeit erscheint ein <a href="http://www.drehbuchautoren.de/nachrichten/2012/03/offener-brief-von-51-tatort-autoren-0" title="Offener Brief von 51 Tatort-Autoren">offener Brief von Autoren</a>, die um&#8230;]]>
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		<![CDATA[<div>
			<p>Vor kurzem laß ich, dass Karl May seinen 100sten Todestag feierte und dass mittlerweile eine unglaublich hohe Anzahl seiner Bücher verkauft worden sind. Zur gleichen Zeit erscheint ein <a href="http://www.drehbuchautoren.de/nachrichten/2012/03/offener-brief-von-51-tatort-autoren-0" title="Offener Brief von 51 Tatort-Autoren">offener Brief von Autoren</a>, die um ihre Lebensgrundlage fürchten. Um das Problem mit dem aktuellen Schutz von Werken auf den Punkt zu bringen: hier haben wir zwei völlig unterschiedliche Arten von Erschaffern und Werken, aber trotzdem existiert ein allumfassendes System, um deren Werke zu schützen.</p>

<p>Ich bin keiner dieser radikalen <em>Piraten</em>-Wähler. Grundsätzlich sollte jeder Konsument angemessen für Inhalte zahlen müssen. Allerdings ist unsere heutiges Recht für kreative Werke, der aktuellen Situation unangepasst. Karl May ist ein schönes Beispiel. Für diese Art Inhalt, ist das aktuelle System um die Vergütung, Verbreitung und den Schutz kreativer Werke damals geschaffen wurden. Es gab keine Möglichkeit Inhalte in Sekunden global zu vertreiben. Ein Erschaffer war von Zeit und vielen anderen Dritten abhängig, dass seine Inhalte Konsumenten fanden. Die eigentliche Schöpfung eines Werkes, war die kleine Hürde. Das Abenteuer ging erst los, als das Buch fertig geschrieben war.</p>

<p>Heute sieht die Welt anders aus. Auch dieser offene Brief der <em>Tatort</em> Autoren, illustriert die Situation ziemlich gut. Hier kämpft ein altes System gegen seine Abschaffung. Zwei Perspektiven sind essentiell für ein neues faires Schutzrecht von Inhalten. Das aktuelle System belohnt Durchschnittlichkeit und Bequemlichkeit der Erschaffer. Egal wie gut oder schlecht mein Werk ist, es gibt Dritte, die sich darum kümmern, dass der Autor in irgendeiner Form vergütet und geschützt wird. Er selbst muss sich verglichen mit der Zukunft kaum selbst kümmern und sowas lieben viele Menschen. Schauen wir mal auf egal welches Medium. Welche der aktuellen Filme, Bücher, Lieder, Serien oder was auch immer, erfordern einen über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte reichenden Werksschutz? Eben.</p>

<p>Qualität und Eigeninitiative sind jetzt nicht die markanten Eigenschaften des durchschnittlichen Erschaffers eines kreativen Werks egal welcher Form. Ein Schutz von Rechten bei kreativen Werken, geht immer zu Gunsten des Durchschnitts aus. Es gilt die kleinen Schwachen zu schützen. Der &#8220;Kunst&#8221; ist so ein Ansatz gar kontraproduktiv gegenüber. Das Medium selbst wehrt sich relativ einfach. Schaut man sich die kommerziell erfolgreichen Werke an, dann sieht man da stark sinkendes Niveau, dass sich aber auch ohne Schutz des Produkts durchsetzt.</p>

<p>Eine wirklich faire Anpassung des Schutzes von Werken ist in der Tat keine einfache Sache. Am Ende ist es eine Frage der Verteilung von Geldern. Fakt ist, dass die Umsätze mit allen Medien steigen, nur kommen die Gelder eben nicht beim den wirklich Kreativen an, sondern versacken bei den Verwertern und dem Vertrieb. Letztere könnten effektiv sofort aus dem Kreislauf genommen werden, ohne das der durchschnittliche Konsument davon was merkt. Hier sehen wir quer über alle Medien verteilt bereits erfolgreiche Ansätze, nur eben nicht bei den bequemen, chronisch unterbezahlten, auf der Straße verhungernden <em>Tatort</em> Abschreibern.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2012/04/jurassic-recht#comments" title="2 Kommentare">2 Kommentare</a></p>
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		<title>Crowdfunding für Spiele</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2012/02/crowdfunding-fur-spiele</link>
		<comments>http://www.coldheat.de/2012/02/crowdfunding-fur-spiele#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 09:15:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Games]]></category>
		<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
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		<![CDATA[Link des Tages: Adventure Urgestein versucht neuen Titel <a href="http://www.kickstarter.com/projects/66710809/double-fine-adventure" title="Double Fine Adventure">per Kickstarter zu finanzieren</a>. Den ersten Reaktionen nach zu urteilen, ist das Ziel schnell erreicht. Hier sind viele Details wirklich interessant, zum einen die finanzielle Seite. Das Ziel&#8230;]]>
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		<![CDATA[<div>
			<p>Link des Tages: Adventure Urgestein versucht neuen Titel <a href="http://www.kickstarter.com/projects/66710809/double-fine-adventure" title="Double Fine Adventure">per Kickstarter zu finanzieren</a>. Den ersten Reaktionen nach zu urteilen, ist das Ziel schnell erreicht. Hier sind viele Details wirklich interessant, zum einen die finanzielle Seite. Das Ziel sind 400k $. Damit plant man sechs bis acht Monate lang, innerhalb eines &#8220;kleinen&#8221; Teams zu entwickeln. Ich nehme an, das Studio plant mit dem Titel nicht reich zu werden, aber immerhin auch kein Minus zu machen. Der Vetrieb scheint über Steam zu laufen, die dann vom Kuchen sicherlich ein finanzielles Stück abbekommen werden.</p>

<iframe frameborder="0" height="442px" src="http://www.kickstarter.com/projects/66710809/double-fine-adventure/widget/video.html" width="590px"></iframe>

<p>Warum kann sich das rechnen? Nun nur über diese Plattform und diesen Vertrieb geht so eine Rechnung auf. Ich nehme an konzeptionell ist der Titel fertig und muss &#8220;nur&#8221; noch umgesetzt werden. Alle großen Kostenfaktoren sind hier nicht existent: keine Kosten für klassischen Vertrieb, für Marketing, keine Kosten für den Wasserkopf. Bezahlt werden muss nur die effektive Leistung der wenigen Entwickler. Zugegeben, so ein Titel erfordert jetzt auch weniger Aufwand, als ein <em>Call of Duty</em>, aber auch das ist Absicht.</p>

<p>Die Entwickler gehen hier den klassischen Weg der lukrativen Nische. Wer hier mitfinanziert, ist nicht der typische <em>Call of Duty</em> Teenager, sondern wie seine Entwickler auch, mit den Anfängen des Mediums aufgewachsen. Die meisten haben heute mehr Geld zur Verfügung, dass der Mainstream Markt nicht wirklich abschöpfen kann. Man schaue sich nur an, wie viele <em>weit</em> mehr als die erforderlichen 15,- gezahlt haben. Wieso nicht also über diesen Weg, ein Produkt anbieten, das:</p>

<ul>
<li>im konventionellen Entwicklungsprozess keine Chance hätte</li>
<li>seine Nische perfekt bedient (&#8220;Für nur 15,- kaufe die ein Stück Nostalgie zurück!&#8221;)</li>
<li>hoffentlich zum Musterbeispiel für Nachahmer wird.</li>
</ul>

<p>Ich hoffe, das Produkt wird für alle Beteiligten ein Erfolg, wenn auch nur im kleinen Rahmen. Es ist sicherlich illusorisch große AAA-Produktionen über diesen Weg zu finanzieren, aber das möchte auch sicher niemand. Viel spannender ist es, dass Produktionen dieser Art über solche neuen Wege eine realistische Chance haben. Ich glaube wir erleben hier die Geburt einer neuen Gattung Spiel: weder wirklich <em>Call of Duty</em>, noch <em>Farmville</em>.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2012/02/crowdfunding-fur-spiele#comments" title="0 Kommentare">0 Kommentare</a></p>
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		<item>
		<title>Chrome für Android</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2012/02/chrome-fur-android</link>
		<comments>http://www.coldheat.de/2012/02/chrome-fur-android#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 15:07:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Android]]></category>
		<category><![CDATA[Browser]]></category>
		<category><![CDATA[Chrome]]></category>
		<category><![CDATA[Webdesign]]></category>

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		<![CDATA[Gestern Abend erschien plötzlich eine <a href="http://chrome.blogspot.com/2012/02/introducing-chrome-for-android.html" title="Introducing Chrome for Android">Chrome Beta für Android 4.0</a>. Als Besitzer eines Nexus S kann ich glücklicherweise testen, wie gut der beste Browser im Hosentaschenformat geworden ist. Der Standardbrowser von Android 4 ist schon&#8230;]]>
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		<![CDATA[<div>
			<p>Gestern Abend erschien plötzlich eine <a href="http://chrome.blogspot.com/2012/02/introducing-chrome-for-android.html" title="Introducing Chrome for Android">Chrome Beta für Android 4.0</a>. Als Besitzer eines Nexus S kann ich glücklicherweise testen, wie gut der beste Browser im Hosentaschenformat geworden ist. Der Standardbrowser von Android 4 ist schon ein deutlicher Schritt nach vorn gewesen. Irgendwie fand ich es immer seltsam, dass es bisher noch keinen Android Port von Chrome gab. Offensichtlich existieren hier andere Probleme und einige davon adressiert die Beta schon ziemlich gut.</p>

<p class="sideCaption">Sicherlich eine der besseren neuen Ergänzungen, was mobile Browser betrifft. Androids Versuch, dichte Linkbereiche besser zugänglich für ein Touch-Interface zu machen:</p>

<p><img class="xsmlimg-ir" src="http://www.coldheat.de/archiv/bilder/link-zoom-chrome-mobile.jpg" alt="Automatischer Popup Zoom für dichte Linkbereiche - Chrome Mobile" /></p>

<p>Es ist und bleibt jedoch eine Beta. Abstürze habe ich zwar noch nicht erlebt, aber einige Seiten verhalten sich seltsam. Mal scrollt es sich doch sehr stockend, mal butterweich, selbst auf der schon alten Hardware des Nexus S. Das Design versucht eine Brücke zu schlagen, zwischen der Google Desktop Experience und dem Android UI. Hier müssen noch einige Ecken rund geschliffen werden. Die Analogie zu einem Kartensystem bei Tabs ist sehr gewöhnungsbedürftig.</p>

<p>Wirklich gelungen und für mich endlich ein richtiger Ansatz zur Lösung des Problems &#8220;Wie zum Teufel soll ich diesen Link treffen, ohne mir den Finger blutig zu zoomen?&#8221;, ist eine Funktion, die bei längerer Berührung eines solchen Bereichs, einen Popup öffnet, in dem man seine Auswahl verfeinern kann. Klingt zuerst wie eine Vorschlaghammer Lösung, möchte man aber schnell <em>wirklich</em> nicht mehr missen. Auch besser geworden: die Suchfunktion innerhalb einer Seite.</p>

<p>Allen in allem ein sehr guter erster Eindruck. Chrome scheint auch auf der mobilen Seite die Messlatte voran zu treiben. Schade nur, dass durch die Fragmentierung der Android Plattform, kaum jemand in den Genuss der letzten wichtigen Verbesserungen kommen wird.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2012/02/chrome-fur-android#comments" title="0 Kommentare">0 Kommentare</a></p>
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		<item>
		<title>Der Tatortreiniger</title>
		<link>http://www.coldheat.de/2012/01/der-tatortreiniger</link>
		<comments>http://www.coldheat.de/2012/01/der-tatortreiniger#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 16:14:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Komödie]]></category>

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		<![CDATA[Dem Produktionsteam um das <em>Stromberg</em> Ensemble, ist es wieder gelungen, ein neues Format zu realisieren. Nach <em>Stromberg</em>, <em>Dr. Psycho</em>, <em>Der kleine Mann</em> nun also <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Tatortreiniger" title="Der Tatortreiniger">Der Tatortreiniger</a>. Was haben alle Serien gemeinsam? Die meisten sind gelobt und eingestellt&#8230;]]>
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		<![CDATA[<div>
			<p>Dem Produktionsteam um das <em>Stromberg</em> Ensemble, ist es wieder gelungen, ein neues Format zu realisieren. Nach <em>Stromberg</em>, <em>Dr. Psycho</em>, <em>Der kleine Mann</em> nun also <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Tatortreiniger" title="Der Tatortreiniger">Der Tatortreiniger</a>. Was haben alle Serien gemeinsam? Die meisten sind gelobt und eingestellt worden. Diesmal kann ich garnicht meckern, dass man sich mal wieder bei ausländischen Produktionen &#8220;Inspiration&#8221; geholt hat. <em>Der Tatortreiniger</em> ist durch und durch Deutsch. Der Geniestreich hier, ist ein winziges Format, mit endloser Freiheit.</p>

<p>Bjarne Mädel gibt optisch angepasst, den <em>Rüdiger Bunz</em> 2.0. Das Format ist einfach. Sein Beruf gibt ihm genug Plattform um Folge für Folge, komplett neue Geschichten zu erzählen. Zugegeben, der Pilot zieht schon die Trumpfkarten und mischt die fiktional wahrscheinlich unterhaltsamsten Berufe miteinander, ohne jedoch ins Absurde zu verfallen. Neudeutsch <em>Crime Comedy</em>, ist das Genre schon jetzt totgeschlagen und in wirklich fast jedem Vorabend plaziert. Die meisten davon verkrampfen sich bei zu langer Laufzeit und einem zu großen Rahmen. Hier scheitern die Macher wieder am großen Vorbild diverser US-Formate. <em>Der Tatortreiner</em> behält bisher in allen vier Folgen seinen Fokus, auf eine geschlossene Geschichte, einem Drehort und oft nur zwei Figuren.</p>

<p>Im Gegensatz zu <em>Stromberg</em> und Co. bleibt dieses Format immer reserviert. Zum sich vor Lachen wegschmeißen, eignet sich <em>Der Tatortreiniger</em> nicht. Es ist ein bisken Situationshumor, viel sprachliches Geschick und primär markante Figuren. Prägnanter kann eine deutsche Serie kaum sein. Dass man so ein Juwel ohne Ankündigung im Nachtprogramm eines dritten Senders versteckt, zeigt wie es um das anspruchsvolle deutsche Autorenfernsehen bestellt ist. Keine Frage, nach so einem Lauf, entpuppt sich das Produktionsteam als würdiges Erbe des großen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Menge" title="Wolfgang Menge">Wolgang Menge</a>.</p>
    		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/2012/01/der-tatortreiniger#comments" title="1 Kommentar">1 Kommentar</a></p>
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		</div>]]>
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