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	<title>coldheat.de - Oxymoron#1</title>
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	<description>Oxymoron#1</description>
	<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 11:23:07 +0000</pubDate>
	
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		<title>Star Wars - Episode V</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 16:56:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrismue</dc:creator>
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		<![CDATA[<b>Auch dreizig  Jahre nach Veröffentlichung, markiert der zweite <em>Star Wars</em> Film den Gipfel des Franchise.</b>]]>
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		<p>Der klassische zweite Akt, wenn die Helden in eine ausweglose Situation geworfen werden.  <em>Empire</em> ist der beste Teil der epischen <em>Star Wars</em> Saga und die Gründe sind leicht zu finden. Immer wenn George Lucas die Zügel aus der Hand gibt, stieg die Qualität. Bei <em>Empire</em> war er zu sehr mit dem Verkaufen von Spielzeugen beschäftigt und überließ fast alle Entscheidungen anderen. Ich glaube dieser Film sticht aus dem Franchise heraus, weil er die so weit weg von der Märchen-Formel ist. Es ist kompensierter zweiter Akt, den man in einem anderen Film auflöst. Heute starten neue Filme mit dem gleichen Konzept. Die Trilogie ist nicht umsonst so populär geworden.</p>

<p><em>Empire</em> deutet an, wie gut <em>Star Wars</em> sein kann, wenn Lucas es für Dritte öffnet. Alle starken Elemente der Serie, werden in diesem Teil aufgebaut. Es ist schwierig es auf einzelnde Details zu beschränken. Der Twist ist sicherlich nicht mal das beste Detail. <em>Han Solo</em> bekommt in <em>Empire</em> seine echte Form verpasst und eine kleine Handpuppe schreibt Filmgeschichte, abseits des lustigen Puppentheaters für Kinder. Die besten Randfiguren der Serie, kommen in diesem Film ins Spiel, auch weil es eben keine Puppenschablonen für das Merchandise sind. Selbt die so nervigen Droiden kochen hier auf ganz kleiner Flamme und die beste Komik in <em>Empire</em> ist sowieso, wenn C3PO zerlegt ist.</p>

<p>Ich finde <em>Empire</em> ist auch der minimalistischste Teil, was bei einer Spezialeffekt-Orgie dieser Kategorie schon absurd klingen mag. Diesen Teil der Serie, habe ich vor allen anderen gesehen. Kleine Anekdote hierzu. Die Filme liefen irgendwann in den frühen 90ern bei Sat-1. Den ersten konnte ich nicht sehen, weil ich nicht zu Hause war. Hochmoderne VHS-Technologie existierte nicht, aber ein Kassettenrekorder. <em>Star Wars</em> lernte ich so als “Hörspiel” kennen und lieben. <em>Empire</em> dagegen konnte ich in all seiner 60cm Röhren-TV-Pracht genießen. Erst Jahre später waren Filme mehr als nur die gelegentliche Abendunterhaltung. Die ruhigen Stellen im Film sind meine persönlichen Highlights. Wie <em>Yoda</em> inszeniert ist, die Zweifel Luke’s, die Ruhe vor dem Sturm in der Wolkenstadt, der völlig zerstörte Held am Ende. Selbst ohne seine grandiosen Actionsequenzen funktioniert <em>Empire</em> brilliant.</p>

<p><object width="895" height="538" data="http://www.youtube-nocookie.com/v/8Hm-9Sai9To&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;hd=1">
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<h3>“We have a new enemy, the young Rebel who destroyed the Death Star. I have no doubt this boy is the offspring of Anakin Skywalker.”</h3>

<p>Ich würde mich nicht als absoluten <em>Star Wars</em> Fan bezeichnen. Ich mag die alte Trilogie für das was sie ist: hervorragendes Unterhaltungskino und technische Revolution. <em>Empire</em> ist mehr, es ist zur Schablone der heutigen Fortsetzung geworden und bleibt dennoch Beweis, dass auch die Sci-Fi-Klassiker, mit einem guten Drehbuch beginnen. <em>Empire</em> zeigt so gut, warum die späteren Teile so schlecht sind, nicht nur im Fankanon, sondern besonders als separater Film. Der Film ist <em>Star Wars</em> in seiner besten und nie wieder erreichten Form und zählt zweifellos zu den Klassikern des Genre-Kinos. Selbst wenn nach Jahren der Glanz abgegriffen sein mag, so ist <em>Empire</em> auch dreizig Jahre später die Messlatte für Sequels, <em>Star Wars</em> und Blockbuster-Kino.</p>

<p>Bildrechte bei <a href="http://www.steveargyle.com/?cmd=news_ex&amp;news_id=57" title="Steve Argyle">Steve Argyle</a></p>
		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/archiv/2010/06/star-wars-episode-v#comments" title="1 Kommentar">1 Kommentar</a></p>
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		<title>Jason und die Argonauten</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 13:10:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrismue</dc:creator>
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		<![CDATA[<b>Der Stop-Motion-Trickeffekt auf seinem Zenit in diesem Abenteuer Film der 60er Jahre.</b>]]>
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		<![CDATA[<div>
	<img src="http://www.coldheat.de/archiv/bilder/preview/jason.jpg" alt="Thumbnail" style="display:inline; float:left; border:1px solid #bbb; padding:1.5px; margin:0 1em 1em 0; width:224px;" />	
		<h3>“The epic story that was destined to stand as a colossus of adventure!”</h3>

<p>Eigentlich schafft es auch <em>Jason und die Argonauten</em> Film nur als Fußnote des Meister der Stop-Motion-Animation in die Geschichtsbücher. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ray_Harryhausen" title="Wikipedia - Ray Harryhausen">Ray Harryhausen</a> ist ein Name, der bei Generationen von Film-Buffs feuchte Augen verusacht. An meinen ersten CGI-Effekt kann ich mich nicht erinnern, an den ersten Minotaur animiert von Ray Harryhausen schon. Diese Filme sind ganz klar das <em>Transformers</em> der damaligen Zeit. Pure Plattform für Trickeffekte, aber im Gegensatz zu heutigen Werken auch im Kern absolut solides pures Unterhaltungskino zur 90 minütigen Flucht in die Fantasie.</p>

<p><object width="468" height="369">
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</object></p>

<p>Die Geschichten sind immer ähnlich. Unsere Helden werden auf eine Reise geschickt, um den bösen Zauberer zu besiegen und die Prinzessin zu retten. Während ihres Abenteuers treffen sie dabei auf diverse Fantasy-Kreaturen. Am Ende ist das Böse besiegt und unser Held befindet sich in den Armen einer leicht bekleideten zuvor geretteten Schönen. Bekannt, vorhersehbar aber eben auch bewehrt. Bei <em>Jason</em> ist es nicht anders. Diese Filme wissen genau, dass die eigentlichen Stars doch die Trickeffekte sind. Auffällig bleibt aber immer, wie sorgfältig man die Effekte damals noch dosiert, sicherlich auch aus Kosten- und Zeitgründen.</p>

<p><em>Jason und die Argonauten</em> ist für mich der beste Harryhausen. Alle Kreaturen sind pures Trickeffekt-Gold. Herausragend und noch heute beeindurckend anzusehen ist Harryhausen’s Magnus Opus: der Kampf der Skelletkriegern gegen die Argonauten. Jene Szenen umhüllt eine Magie, die einfach für mich nicht verschwinden will. Diese Effekte sind über 40 Jahre alt und besitzen mehr Seele als irgendein zusammengeklickter CGI-Effekt. Die Animationen sind handwerklich extrem sauber und unglaublich synchron zum echten gefilmten Bild. Man kann sich den Aufwand nur im Ansatz vorstellen und doch zahlt er sich aus, denn diese Bilder bleiben unvergessen. In diesem Effekt allein stecken vier Monate Arbeit.</p>

<p>Szenen wie diese waren und sind Köder, den alle großen heutigen Hollywood-Größen geschluckt haben und besonders auch ein <em>Avatar</em> ist nur der Enkel einer <em>Harryhausen</em>-Schöpfung, die in <em>Jason und die Argonauten</em> sicherlich ihren Zenit erklommen hat. Für mich waren diese Filme immer ein Subgenre des <em>Sandalenfilms</em> nur eben weniger für die Kritiker und mehr für ein junge gebliebenes Publikum.</p>

<p>Keine Frage alle diese Filme bedie­nen pri­mär das Kind in einem. Irgend­wie sind es bild­ge­wor­dene Spiel­zeug­fan­ta­sien und Ray Har­ry­hau­sen ist der Pup­pen­spie­ler. Zahl­rei­che Bil­der der Filme haben sich nicht nur bei mir in die Netz­haut gebrannt. In der sel­te­nen Situa­tion, dass ich mal einen ande­ren Harryhausen-Fan treffe, dann fin­det da sofort eine non-verbale Kom­mu­ni­ka­tion statt, die sich in einem brei­ten Grin­sen äußert, bei dem man die Bil­der aller sei­ner Krea­tu­ren noch ein­mal vor dem inne­ren Auge abspult.</p>

<p>Man kann strei­ten wie gut diese Filme altern, aber sie wer­den mit den Jah­ren für mich immer ein­zig­ar­ti­ger. Sie sind Bilddokument eines ausgestorbenen Handwerks, ohne dass die erfolgreichsten Filme heute einfach so nicht existieren würden. Auch Harryhausens Schöpfungen ist es zu verdanken, dass die Fantasie unzähliger Autoren überhaupt erst wachgekitzelt worden ist. Viele Geschichten wären uns verwehrt geblieben ohne die dreckigen Finger damaliger Trick-Spezialisten.</p>

<p>Bildreferenzen des Artikels: Filmposter von <a href="http://forgottensilver.wordpress.com/2008/10/07/jason-et-les-argonautes-generique-alternatif/" title="Forgotten Silver">Forgotten Silver</a>, Skelettkrieger von <a href="http://www.zoloworld.com/" title="Zoloworld">Zoloword</a> und Talos von <a href="http://scotchcorner.blogspot.com/2009/07/mighty-talos.html" title="Mighty Talos">Scotch Corner</a>.</p>
		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/archiv/2010/03/jason-und-die-argonauten#comments" title="4 Kommentare">4 Kommentare</a></p>
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		<title>E.T.</title>
		<link>http://www.coldheat.de/archiv/2010/01/et</link>
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		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 14:36:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrismue</dc:creator>
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		<![CDATA[<b>"It's a miracle and you did the best that anybody could do. I'm glad he met you first. "</b>]]>
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		<![CDATA[<div>
	<img src="http://www.coldheat.de/archiv/bilder/preview/et.jpg" alt="Thumbnail" style="display:inline; float:left; border:1px solid #bbb; padding:1.5px; margin:0 1em 1em 0; width:224px;" />	
		<p>Das Schöne an <em>E.T.</em> ist, ich muss nichts über den Film selbst schreiben. <em>E.T.</em> ist für mich <em>der</em> Film. Hiermit verbinde ich die ersten Erinnerungen an Kino überhaupt. Im Familienurlaub 1987 war ich gerade Jahre alt genug und eines Nachmittags sollte es ins Kino gehen. Der Ort an sich war unvergesslich. Ein ehemaliges Lagerhaus aus Blech wurde zum Kino umfunktioniert. Es war unglaublich heiß und ich hatte noch nie zuvor einen Film im Kino gesehen. Zwei Stunden später war ich um eine Erfahrung reicher, die ich niemals vergessen werde. Film gab es zu diesem Zeitpunkt für mich nicht. Es war medial eine wirklich andere Zeit als heute. Unterhaltung mit bewegten Bildern, war eine mir noch völlig unbekannte Erfahrung und plötzlich bekomme ich einen der wertvollsten und besten Filme präsentiert. Eine Überdosis Kino.</p>

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<h4 class="inlineHeadRight">“And so it came as something of a shock to see him sobbing, tear-tracks on each side of his face, as he watches this little rubber suit die on screen. He was profoundly moved by this children’s film. And my dad, at that moment, ceased to be The Great Impenetrable in my life, and became a living, breathing person.” <a href="http://www.aintitcool.com/node/31765" title="25 Years Ago - The Best Genre Year Ever, Part I: Nordling Remembers E.T.!!">#</a></h4>

<p>Ich weiß noch wie mich die Leinwand förmlich verschlungen hat und ich selbst Tage später noch von den ersten Eindrücken gezerrt habe. Ich bin aufgewachsen mit Eltern und Großeltern, die einem noch vorgelesen haben. Nicht gelegentlich, sondern sehr oft. Für Märchen war und bin ich sehr empfänglich. <em>E.T.</em> war damals das perfekte Märchen mit echten Bildern und ich weiß noch, dass ich anschließend nichts mehr wollte, als ein BMX-Fahrrad. So viele Elemente im Film waren damals wie aus meinem Leben gegriffen, was den Film noch heute so besonders macht.</p>

<p>Als <em>E.T.</em> als Neuauflage noch einmal in die Kinos kam, saß ich wieder drin und wieder war die Magie dar. Der Film ist furchtbar gut gealtert, denn die starken Elemente im Film sind völlig zeitlos. <em>E.T.</em> ist ein Film, der alle fünf Jahre in die Kinos kommen sollte, weil es Grundlage für guten Filmgeschmack ist - generationsübergreifend. Es ist egal wie abgedroschen und überfrachtet man Spielberg’s Symbolik finden mag. Niemand hat das Gefühl von Familie und Kindheit so eingefangen wie dieser Film. Selten hat man eine so glaubwürdige Filmfamilie gesehen.</p>

<p><em>E.T.</em> schafft mich immer noch zu Tränen zu rühren. Es ist vielleicht der einzige Film, den dabei nichts aufhalten kann. Es sind weniger die typischen Szenen, die drauf abzielen, sondern mehr die kleinen Momenten dazwischen. Wenn Elliot <em>E.T.</em> seine Spielzeuge zeigt und wir nur im Gegenlicht die Augen der Kreatur erkennen, dann ist das <em>wirklich</em> ganz großes Kino. Das wichtigste Element des Films ist wahrscheinlich seine Musik und hier liefert <em>John Williams</em> klar eine seiner besten Arbeiten ab. Auf der DVD gibt es einen kurzen Ausschnitt, als er Spielberg zum ersten mal Themen des Films am Piano vorspielt. Wertvolleres kann man nicht filmen.</p>

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<p><em>E.T.</em> wird ewig eine Anomalie in der Filmwelt sein. Es ist jener völlig glückliche Unfall, der sich nicht reproduzieren lässt. Der Film ist auch wie bei mir, für viele Millionen Menschen der erste Kontakt mit <em>Blockbuster</em> Kino und Generationen von Zuschauern altern mit dem Film mit. Allein der Titel zaubert oft ein Schmunzeln ins Gesicht und spätestens wenn das musikalische Thema des Films erscheint, ist man spontan wieder 20 Jahre jünger. Für mich wird er umso wertvoller, weil er als Produkt so antik ist und wir keine neuen Nachahmer oder gar Sequels sehen werden. In einer Zeit wo die Kopie zum Geschäfftsmodell gewurden ist, ist dieser Film wirklich einzigartig und das in jeder Beziehung.</p>
		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/archiv/2010/01/et#comments" title="5 Kommentare">5 Kommentare</a></p>
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		<title>Anticitizen One</title>
		<link>http://www.coldheat.de/archiv/2009/11/anticitizen-one</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 18:55:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrismue</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feature]]></category>
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		<category><![CDATA[Half-Life]]></category>
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		<category><![CDATA[Valve]]></category>

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		<![CDATA[<b>"Well done Mr. Freeman." - Fünf Jahre <em>Half-Life<sup>2</sup></em></b>]]>
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	<img src="http://www.coldheat.de/archiv/bilder/preview/anticitizen-one.jpg" alt="Thumbnail" style="display:inline; float:left; border:1px solid #bbb; padding:1.5px; margin:0 1em 1em 0; width:224px;" />	
		<p>Vor knapp fünf Jahren erschien <em>Half-Life 2</em>. Ich habe lange überlegt, ob und wie ich dem Titel einen Eintrag widmen soll. Gründe gibt es genug, aber das <em>Wie</em> ist schon schwieriger. Ich kann kaum noch etwas Neues zum Thema hinzufügen. Der alternative Titel lautet übrigens <em>Citizen Game</em> als Anlehnung auf die Frage, wann das Medium Videospiel wohl sein <em>Citizen Kane</em> bekommt - es hat es schon längst.</p>

<p>Wo ansetzen? Vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich den ersten Teil zu seiner Zeit damals gespielt habe. Die Serie hat bei mir also seine Spuren hinterlassen. Eigentlich konnte ich mir nicht vorstellen, wie man Teil 1 abseits des Mediumstandards toppen kann. Das erste mal, dass ich von diesem Titel wirklich gepackt werden konnte, war seine Demonstration auf der E3 2003. Seitdem hat mich nichts mehr wirklich beeindrucken können. Wer sich an die Bilder und Filme damals erinnert, wird die Eindrücke von damals schnell abrufen können. Während noch heute schön vorbereitete Trailer mit aufwendigen Cutscenes zur Vorstellung neuer Titel genutzt werden, zeigte man bei <em>HL2</em> einfach nur echte Spielszenen, eine Fußmarke, die der Serie ewig Substanz verleihen soll.</p>

<h3>“You are the Freeman”</h3>

<p><em>HL2</em> ist meine Messlatte für interaktives Geschichtenerzählen. Mittlerweile erstreckt sich die Handlung über einen beachtlichen Umfang und zu keiner Sekunde nimmt man dabei dem Spieler das Steuer aus der Hand. <em>Half-Life</em> kennt keine CutsCene im eigentlichen Sinn. Die Kamera wechselt nie vom Auge des Spielers. Gordon Freeman <em>ist</em> der Spieler, ein winziges Detail, dass die Serie so unverwechselbar macht, in einer Zeit als das Genre im Sog der generischen Aufgüsse untergeht. <em>Half-Life</em> bleibt auch im zweiten Teil seiner Linie so verdammt treu, dass mir als Spieler erster Stunde warm ums Herz wird.</p>

<p>Das Spiel überspringt auch keine Geografie oder Zeit. Jeden Schritt der Handlung, muss man als Spieler tätigen. Es gibt kein Zurücklehnen und überproduzierte Filmchen genießen. Wer mehr erleben möchte muss die W-Taste drücken. Das macht diesen Teil so furchtbar altbacken aber eben auch einzigartig. Kombiniert man dieses Detail mit der Größe des Spiels ist <em>Half-Life 2</em> ein wirkliches Abenteuer, eine Achterbahnfahrt ganz alter Schule. Was man im zweiten Teil alles sieht, unternimmt, rettet, beschützt und erobert würde den Umfang dieses Textes sprengen.</p>

<h3>“We Don’t Go To Ravenholm…”</h3>

<p>Die größte Errungenschaft von <em>Half-Life 2</em> sind seine virtuellen Protagonisten, die dem Spieler zur Seite gestellt werden. Selbst heute, schafft es kaum einer dass Niveau einer <em>Alyx Vance</em> zu erreichen. Mimik, Gestik, Text, Stimme, Optik, alles ist stimmig. Spätestens am Ende der zweiten Episode, erntet Valve die Früchte jahrelanger Arbeit und darf sich mit der einzigen emotionalen Szene in einem Spiel brüsten, die bei mir funktioniert (ab Minute 5:20 im folgenden Video und größter Spoiler der Serie). Wichtige Zutat sind hier professionelle (englische) Sprecher, saubere Textzeilen und eine stimmige Optik. In diesene Charakteren steckt viel Arbeit, vor der man im <a href="http://www.amazon.de/Half-Life-Raising-Official-Strategy-Guide/dp/" title="Amazon - Half-Life 2 Raising the Bar">Buch zum Spiel</a> einen kleinen Eindruck bekommt.</p>

<p><em>Alyx Vance</em> ist nur die Spitze des Eisbergs. Alle Charaktere in <em>HL2</em> glänzen und hinterlassen einen bleibenden Eindruck. <em>Father Grigori</em> ist der einzige Grund das Ravenholm-Kapitel zu spielen. Mit <em>Alyx’</em> mechanischem Schoßhündchen <em>Dog</em> hat man klar den besten Sidekick-Roboter überhaupt geschaffen. Ich kenne nicht mal einen Film, der hier besseres Material liefert. Überhaupt weiß man die Figuren sehr gekonnt zu dosieren. Es gibt immer wieder Abschnitte, in denen man als Spieler allein ist, um sich dann umso mehr über den virtuellen Beistand zu freuen. Besonders in den letzten Episoden ist dies auffällig, wie gezielt hier der Rhythmus verändert wird. Spätestens wenn <em>Dog</em> in <em>Episode 2</em> seine großen Auftritt hat, wird man nur breit grinsend vor <em>HL2</em> sitzend.</p>

<p><object width="956" height="537" data="http://www.youtube.com/v/wDjLiV0HtT4&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;hd=1">
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<h3>erwachsene Inhalte und Optik</h3>

<p>Prangt auf einem Spiel heute ein “ab 18″-Sticker, dann bedeutet dies in neun von zehn Beispielen völlig überzeichnete Gewaltdarstellungen, aufgesetzte Sprache mit vielen F-Wörtern und entblöste virtuelle D-Körbchen seiner Barbie-Darsteller. Das sind keine erwachsenen Inhalte, sondern das Bedienen von feuchten Träumen der pubertären Zielgruppe. Egal wie verkrampft man sich als erwachsener Inhalt etablieren möchte, die meisten versagen kläglich. <em>Half-Life 2</em> war von Anfang an der realistischere Ableger des Marktes. Die Serie lizensierte zu Beginn eine Engine (<em>Quake</em>), die noch heute stilistischer Prototyp für das Genre ist. Valve wusste, wie wichtig es ist sich hier in jeder Form zu distanzieren. Dazu gehören realistische Charaktere in einem überzeugendem Setting. Mehr braucht es nicht. Jeder Aspekt des zweiten Teils wirkt so ungezwungen, wie schon beim Vorgänger.</p>

<p>Es gibt wenige Titel, der ihre Figuren in realistischeren Proportionen darstellen. Ich erinnere mich noch (und das muss jetzt mindestens sieben Jahre her sein) an ein Forum für digitale Kunst. Das war grad zu meiner Möchtegern-Spielentwickler-Phase. Dort zeigte man seine Arbeiten um <em>wirklich</em> gute Kritik zu bekommen. Dort zeigte auch der Kopf des Forums seine Arbeiten. Er sei Konzeptkünstler für ein kommendes Spiel. Alles was er dort zeigte sollte sich als Concept Art für <em>HL2</em> herausstellen. In Zeiten einer völlig austauschbaren Optik bekannter Genrevertreter, kann sich <em>HL2</em> abheben. Hier hat jemand eine wirklich frische und markante Optik geschaffen. Der Art Director für <em>HL2</em> ist osteuropäischer Herkunft, was meines Wissens nach einmalig für ein westliches Studio ist und sich hier auszahlt.</p>

<h3>das nicht perfekte Spiel</h3>

<p>Ich glaube <em>HL2</em>’s Charme liegt auch darin, dass es viele Schwächen besitzt, welche die guten Seiten noch heller strahlen lassen. Es hat einen <em>wirklich</em> antiquierten <em>Aufbau</em> und schreckliche Jump’n’Run Passagen, aber eben auch die beste Waffe des Genres (wann konnte man schon mal riesige Käfer auf seine Gegner hetzen) und eine zweite Spielhälfte, die für die anfänglichen bester Ausgleich ist. <em>HL2</em> macht es einem wirklich einfach es zu mögen, besonders auch in den folgenden Episoden. Dass Valve sich im Zeitplan völlig verstrickt hat, ist schade aber nachvollziehbar. Wir warten auf <em>Episode 3</em> und warten und warten und warten…</p>

<p>Wie im ersten Teil fügt auch <em>HL2</em> dem Genre viele neue Standards hinzu. Sowohl das Medium, als auch das Genre hat sich in den letzten fünf Jahren verändert. <em>Half-Life</em> als Konzept ist ein pures PC-Produkt, dass sich schon in den folgenden Episoden verändert hat und Teil 2 zu einem letzten Vertreter seiner Art macht. <em>Half-Life 2</em> ist das letzte große erfolgreiche und pure PC-Single-Player FPS, das seine Gene längst weitervererbt hat und dann verstorben ist. Worin diese Serie noch immer brilliert ist sein Lego-Ansatz, immer neue Dinge aus den wenigen Zutaten des Genres zu basteln und damit einen Spannungsbogen für viele Stunden zu halten. <em>Half-Life 2</em> wird auch in weiteren fünf Jahren noch großartige interaktive Unterhaltung sein.</p>
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		<title>Alien Quadrilogy</title>
		<link>http://www.coldheat.de/archiv/2009/11/alien-quadrilogy</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 14:21:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrismue</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Sigourney Weaver]]></category>

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		<![CDATA[<b>"In space no one can hear you scream."</b>]]>
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		<p>Vor einigen Tage habe ich mir die komplette Dröhnung <em>Alien</em> verpasst: alle vier Teile der <em>Quadrilogy</em> DVD-Box, und zusätzlich noch einmal jeden Teil mit dem Kommentar der Macher. Irgendwie war mir mal wieder danach. Jeden Film einzeln zu behandeln übersteigt derzeit mein Zeitpensum, aber irgendwas wollte ich im Blog dazu schreiben. Ich kenne keine andere Serie, die sich noch immer so gut behaupten kann, sowohl als Ganzes, als auch im einzelnen Teil der Serie.</p>

<h3>Alien</h3>

<p>Ich weiß nicht was es ist, aber der Film drückt bei mir noch immer alle Knöpfe. <em>Alien</em> ist Ridley Scott Optik in ihrer Blütezeit. Selbst nach Jahrzehnten sieht der Film noch gut aus und Scott schafft es seinen Trickeffekt im Gummianzug ziemlich lange zu verschleiern. In einem Kommentar heißt es, dass <em>Alien</em> der erste Sci-Fi-Genre Film ist, bei dem die Protagonisten Hawaii-Hemden statt Raumanzügen tragen. Solch kleine Details machen den Film realistischer.</p>

<p>Meine Lieblingsszenen sind wohl der Gang in das verlassene Schiff, dass den Notruf sendet. Das sieht alles noch immer so gut aus. <em>Alien</em> tropft Stil über Substanz aus jeder einzelnen Sekunde. Ellen Ripley ist auch ein purer Zufall. Das Skript definierte diesen Charakter völlig generisch. Dass es eine Frau wurde, war glück­li­ches Schick­sal und nicht nur Saat für diese Serie, sondern auch dutzende Nachahmer.</p>

<h3>Aliens</h3>

<p>Dieses Sequel realisiert einen Genrewechsel auf verdammt hohem Niveau. Die Darstellung der Marines ist zur Schablone für folgende Generationen geworden. Noch heute bedient sich jedes Videospiel und jeder Actionfilm dieser Vorlage. Verglichen mit heutigen Actionfilmen, baut Cameron hier tatsächlich ganz langsam ein Feuerwerk auf, um am Ende aus allen Rohren zu feuern. Er hat ein glückliches Händchen für seine Nebenfiguren. Wirklich niemand ist hier nicht unsymphatisch besetzt.</p>

<p>In einem Punkt versagt <em>Aliens</em> 2009 aber völlig. In keinem anderen Teil der Serie sind die Effekte so schlecht gealtert wie hier. Cameron zeigt zu Viel der <em>Aliens</em> und verschlimmbessert gleichzeitig Gigers Design. Im Kommentar der DVD gibt er selbst zu, sein Designer-Ego sei zu groß gewesen, um Giger für den zweiten Teil zu engagieren und das sieht man eben auch. Ich hätte lieber ein Giger Queen Design gesehen. Für mich ist auch die kürzere Version des Films die bessere.</p>

<h3>Alien 3</h3>

<p>Der Bastard der Serie und abgesehen vom ersten Teil, der am besten gealterte. Dies war der erste Teil, den ich im Kino gesehen habe. Trotz seiner riesigen Probleme beweist sich der Film mittlerweile erstaunlich gut. <em>Alien 3</em> bietet die vielleicht beste Optik der Serie. Der Film sieht noch heute aus, als wäre er frisch abgedreht. Sie haben einen visuellen Stil geschaffen, der so neutral ist, dass er in jede Zeit passt, auch wenn sich die so tief sitzende Kamera schnell verbaucht. Wenn Fincher eines geschafft hat, dann ein <em>Alien</em> zu verfilmen, dass noch immer sehenswert ist. <em>Alien 3</em> hat so viele Probleme, dass man kaum alle nennen kann.</p>

<p>Die Vorlage von Cameron war zu weit weg vom Ursprung den <em>Alien 3</em> versucht wieder aufzunehmen. In den ersten Minuten tötet man zwei Figuren, die beim Zuschauer sehr beliebt sind. Man ändert komplett den Stil (Suspense statt Action) und vergisst dabei sympathische Figuren zu schaffen. Für mich rangiert <em>Alien 3</em> heute trotzdem vor dem zweiten Teil, weil er der Formel dieser Lizens näher kommt und weil Camerons Beitrag aus heutiger Sicht zu generisch wirkt. Das Erbe von <em>Aliens</em> hat <em>Alien 3</em> vergiftet, eigentlich hätten beide Teile im Kanon der Serie ausgetauscht werden müssen. Teil <em>3</em> wäre ein toller Teil <em>2</em>.</p>

<h3>Alien Ressurection</h3>

<p><em>Ressurection</em> nimmt bei mir den hintersten Platz der Serie ein. Teil <em>4</em> Film symbolisiert perfekt den Übergang vom Genrefilm mit Herz, zum austauschbaren Popkino. Wieder greift man auf einen europäischen Macher zurück und gibt das Drehbuch in die Hand eines Fernseh-Autoren (Joss Whedon). Das Ergebnis ist ein völlig charakterloser Sci-Fi Film guten Handwerks, welchen wenig mit dem Ursprung der Serie verbindet. Die Idee des Klons ist aufgesetzt und wie schon im zweiten Teil, sind die Ergänzungen zum Kanon der Kreaturen, ohne Gigers Mitwirkung fehl am Platz. Dieser Mensch-Alien-Hybrid ist lächerlich und Videospielniveau.</p>

<p><em>Ressurection</em> ist ein sehenswerter Sci-Fi und ein mieser <em>Alien</em> Film. Was den Film rettet sind seine Darsteller und sein <em>City of Lost Children</em>-Flair, eine Winona Ryder mit bester Bambi-Mimik und eine Sigourney Weaver, die nach einem neuen Anstrich für ihren Charakter sucht. Schaut man sich an, was Jeunet nach <em>Ressurection</em> so gemacht hat, dann muss der Film auch bei ihm eine negative Spuren hinterlassen haben.</p>

<h3>Lt. Ellen Ripley</h3>

<p>Die Figur der Ellen Ripley ist einzigartig und diese Serie ist ihre Geschichte. Ohne diesen Charakter und ohne Sigourney Weaver, ist <em>Alien</em> am Ende. Mir fällt keine andere Figur ein, die so lang so gut funktioniert, wie Sigourney Weaver’s <em>Ellen Ripley</em>. Weaver gibt der Figur auch die richtige Optik. Der perfekte Mittelweg zwischen Plastik und Rambo, die sich selbst gegen die männlichsten Protagonisten behaupten kann. Weaver’s Physik passt einfach zu dieser Figur.</p>

<p>Solche Figuren sind aus der Mode gekommen. Starke weibliche Helden mutieren heute nur noch zu flachen Abbildern ihrer männlichen Nebendarsteller. Lange bevor Videospiele mit <em>Tomb Raider</em> einen neuen plastischen und überzeichneten Prototypen des weiblichen Helden schafften, war <em>Ellen Ripley</em> weiter, als man selbst heute ist. Hier haben wir eine starke Frau, die völlig allein auf sich gestellt funktioniert. Es ist kein Zufall, dass Cameron so interessiert war. Dieser Typ Frau ist seine Domäne.</p>

<p>Auch wenn mich die Nachricht eines fünften Teils dann doch irgendwo erfreut, eigentlich ist diese Serie mit Teil <em>3</em> abgeschlossen. Zwar lautet der Titel <em>Alien</em>, aber die Serie braucht <em>Ellen Ripley</em>. Einen Teil könnte man sicherlich noch mit Weaver funktionieren lassen. Es wird aber nicht funktionieren, die Serie um eine neue Figur herum zu basteln. Was dabei zu erwarten ist, kann man in den <em>Predator</em>-Crossovers sehen. Wenn überhaupt hätte man <em>Ripley</em> eine Tochter zur Seite stellen müssen, aber auch diese Chance ist nun vertan.</p>

<p>Ich finde auch, dass diese Serie schon illustriert, wie Charakter und Handlung im Laufe der Zeit Trickeffekten weichen musste. Heutige Autoren wissen um die Möglichkeiten von CGI und legen bewusst oder unbewusst den Fokus auf den schnellen Trick. Selbst aktuelle tolle Vertreter des Genres ( <em>Distric 9</em>) schaffen es kaum noch Figuren zu schaffen, die allein eine Lizens so tragen können wie Weaver’s <em>Ripley</em>. Kombiniert mit der Tatsache, dass man heute Serien und Schauspielern einfach nicht mehr die Zeit lässt sich zu entwickeln, dürfte Alien auch die nächsten 30 Jahre Genregeschichte schreiben. Und wer weiß, vielleicht schafft ein fünfter Teil das Unmögliche und ergänzt die Serie <em>wirklich</em> sinnvoll. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.</p>
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		<title>Léon</title>
		<link>http://www.coldheat.de/archiv/2009/09/leon-the-professional</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 15:55:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrismue</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Jean Reno]]></category>
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		<category><![CDATA[Leon]]></category>
		<category><![CDATA[Luc Besson]]></category>
		<category><![CDATA[Natalie Portman]]></category>

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		<![CDATA[<b>Luc Besson's 15 Jahre alter Klassiker, über einen der besten Anti-Helden der Filmgeschichte.</b>]]>
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		<p>Zeitlos. Eine wertvollere Auszeichnung kann ein Werk eigentlich nicht erlangen. <em>Léon</em> ist mittlerweile ein fünfzehn Jahre alter Film und was für einer. Wie so viele meiner Lieblingsfilme, darf man auch hier von einem unglücklichen Unfall sprechen. Dieser Film markiert klar den Höhepunkt des europäischen Actionkinos der 90er. Was den Film noch heute so frisch wirken lässt, ist der so durch und durch europäische Stil Lúc Besson’s. Das Drehbuch zum Film entstand an Anlehnung einer Randfigur im Film <em>Nikita</em>, den Besson zuvor mit Jean Reno abgedreht hatte. Reno spielt hier eine sehr ähnliche Figur, die so gut funktioniert, dass Besson ihr einen kompletten Film widmet.</p>

<h4 class="inlineHeadRight pulr">“Tony, you’ve killed for us in the past, and we’ve always been satisfied, which is why it’s very hard for me to come down here today. One of my men was killed today in your territory, and the chinks tell me the killer was of the… Italian persuasion. Now, wait, there’s more. You’ll love this. Not two hours later, a little twelve-year-old girl comes to my building, armed to the teeth with the sole intention of sending me straight to the morgue. And guess who comes to get her? The very same Italian hit man.”</h4>

<p>Es ist jene Rolle, die einen Schauspieler für den Rest seines Lebens verfolgen wird. Reno hat keine Chance als diesem Charakter zu erliegen. Für die wenigen Minuten des Films <em>ist</em> er der Einzelgänger Léon, dessen Routine aus den Fugen gerät, als er die junge Mathilda trifft. Die Geschichte ist nicht innovativ. Besonders das japanische Kino hat hier etliche Vorlagen geliefert, aber keine mit einem so durch und durch europäischen Blick inszeniert.</p>

<p><em>Léon</em> lebt durch seinen Darsteller und eine Optik, die Stil aus jeder Bildzeile tropfen lässt. Besson schafft es einfach eine eigentlich schrecklich unrealistische Figur funktionieren zu lassen. <em>Léon</em> drückt bei mir alle Knöpfe. Jenen kleinen Details, die mir persönlich so wichtig für fiktionale Charakter sind, werden hier nicht nur erwähnt sondern zelebriert. <em>Léon</em> trinkt seine Milch und pflegt seine Pflanze. Mehr braucht es eigentlich nicht.</p>

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<p>Die lange Fassung des Films legt den Fokus dann jedoch auf das fragwürdige Element des Films: der Beziehung zwischen einem alterndem Auftragskiller und einem zwölf jährigen Mädchen. Es gibt mehr als eine Szene, die einfach unangenehm wirkt und einen Unterton in den Film bringt, der erst im letzten Akt wieder verdrängt wird. Dieser letzte Akt ist es auch, der dann aus einem kleinen ruhigen Film, eine brachiale Lawine macht. Ich kenne keinen anderen Film, der seine Action so clever inszeniert. Es braucht keine einstürzenden Brücken, keine mit Benzin beladenen Trucks, keine endlosen Straßen, nur einen kleinen Flur und ein gekonnte Kameraführung.</p>

<p><em>Léon</em> bekommt kein Happy End. Der Held spielt mit dem Feuer, verbrennt sich dabei die Finger und erlöst sich selbst. Der Schluss ist so konsequent wie die vielen Minuten zuvor. Eigentlich muss man dankbar sein, dass diese Figur stirbt. Der Gedanke an eine Fortsetzung ist einfach falsch. Zwar gab es viele Jahre lang den Wunsch Mathilda’s Geschichte weiter zu erzählen, aber so einen Film hat Besson schon vor <em>Léon</em> gemacht - <em>Nikita</em>. Es ist unmöglich mit einer älteren Mathilda ein so gut funktionierendes Duo aufzubauen, wie es hier schon gelingt. Hierbei sei auch zu erwähnen, dass die <a href="http://sfy.ru/sfy.html?script=leon_ds" title="Leon Script 1st Draft">erste Fassung des Drehbuchs</a> auch Mathilda sterben lässt, was dann aber doch einen Schritt zu weit geht.</p>

<p>Der Film ist wie so viele Klassiker nur die Summe seiner wenigen perfekten Zutaten. Besson hat hier seine zwei besten Figuren geschrieben und perfekt besetzt. Egal in welches Szenario man Reno’s <em>Léon</em>  und Portman’s Mathilda steckt, es wäre immer sehenswert. Selten bekommt man so überzeugende Darstellungen ganz klassischer Charaktere. <em>Léon</em> ist im Kern so altbacken wie die griechische Sage, des tragischen Helden, die Besson hier wirklich selbst noch heute zeitlos gut inszeniert. Immer wieder erstaunlich, wie gut echte Qualität altert. <em>Léon</em> befindet sich hier ganz klar in der Kategorie Film, die man jährlich einmal ansehen kann.</p>
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		<title>10 Jahre Sega Dreamcast</title>
		<link>http://www.coldheat.de/archiv/2009/09/10-jahre-sega-dreamcast</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 13:27:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrismue</dc:creator>
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		<![CDATA[<b>Eine zu fortschrittliche Konsole feiert 2009 ein würdiges Jubiläum.</b>]]>
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		<div id="erste-spalte">

<p>Heute vor zehn Jahren nutzte Sega das so prägnante Datum 09.09.1999 zur Ver­öf­fent­li­chung der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dreamcast" title="Wikipedia - Dreamcast"><em>Dream­cast</em></a> auf dem ame­ri­ka­ni­schen Markt. Anläss­lich die­ses so ein­präg­sa­men Datums, nutze ich die Gele­gen­heit der <em>Dream­cast</em> ein wür­di­ges Jubi­läum zu schrei­ben. Meine Kon­sole hatte ich schon wenige Wochen vor­her bekom­men. Es war die Hong Kong Ver­sion (ohne Modem) mit einem Spiel nach Wahl für dama­lige 599,- DM. Bis dato war dies meine teu­erste und am frühs­ten impor­tierte Kon­sole… und sollte es auch ewig blei­ben. Ich setzte meine gesamte Hoff­nung als Spie­ler auf diese Kon­sole trotzt­dem Sony mit der Play­Sta­tion 2 schon ein neues Pferd im Stall hatte. Sega war für mich immer die coole Alter­na­tive zum Mas­sen­ge­schmack und dies­mal wollte ich dabei sein, nach­dem ich erst beim <em>Mega Drive</em>, dann beim <em>Saturn</em> noch wider­ste­hen konnte.</p>

<p><em>Der Grund</em> für die <em>Dream­cast</em> lässt sich auf einen Titel redu­zie­ren: <em>Sould Cali­bur</em>. Sie sind sel­ten gewor­den, diese Momente, bei denen man als Spie­ler noch völ­lig beein­druckt vor dem Medium kapi­tu­liert, weil es zu einer uner­klär­li­chen Magie gewor­den ist. Jene Momente kann ich an einer Hand abzäh­len. <em>Soul Cali­bur</em> das erste Mal live zu sehen gehört dazu. Ab die­sem Moment, hat das Medium erst­mals seit vie­len Jah­ren wie­der, einen ech­ten Gene­ra­ti­ons­sprung hin­ge­legt, wie man ihn viel­leicht seit zehn Jah­ren ver­geb­lich sucht. Hier gab es nicht nur bes­sere Tech­nik zu sehen, das kom­plette Packet ließ keine Fra­gen offen. Allein für die­sen Titel hat sich die <em>Dream­cast</em> gerecht­fer­tigt.</p>

<p>Diese Jahre waren auch meine Hochzeit der Foren­tref­fen, jene seltsamen Ereignisse, bei denen man völlig fremde Menschen trifft, die man glaubt durch das Lesen von Texten zu kennen. Ich bin damals noch mit dem <em>ech­ten</em> Wochen­end­ti­cket, quer durch Deutsch­land gefah­ren, um irgendwo andere ver­rückte Spie­ler zu tref­fen. Legen­där waren und sind die Tref­fen des <a href="http://www.maniac-forum.de/forum/" title="Maniac Forum">Man!ac-Forums</a>. Die <em>Dream­cast</em> domi­nierte hier für viele Jahre den Spaß­fak­tor. Hier wur­den nach zwei Uhr Nachts nur noch die abso­lu­ten Klas­si­ker gespielt. Die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Neo_Geo_(console)" title="Wikipedia - Neo Geo">Neo Geo</a> Frak­tion klebte an <em>Garou - Mark of the Wol­ves</em> - von siebzehn Uhr nach­mit­tags bis acht Uhr führ Non-Stop. <em>Mario Kart</em>, <em>Street Figh­ter</em>, <em>Gol­de­neye</em> blie­ben noch erhal­ten, der Rest lief auf der <em>Dream­cast</em>: <em>Vir­tua Ten­nis</em>, <em>Soul Cali­bur</em>, <em>Samba de Amigo</em>, <em>House of the Dead 2</em>, <em>Space Chan­nel</em>, <em>REZ</em>. Es brauchte lange Zeit, bis man hier wür­dige Nach­fol­ger auf der Playstation 2 fand.</p>

<p>Die <em>Dream­cast</em> war ihrer Zeit zu weit vor­aus, war vor XBOX Online- und vor Wii Party-Konsole. Sega selbst hat sich im west­li­chen Markt zu sehr in Arcade-Spielen ver­rannt, zu einer Zeit, als der Markt lie­ber epi­sche sechzig Stun­den RPGs sehen wollte. Ich jedoch war damals mehr für die kur­zen aber inten­si­ven Augen­bli­cke zu haben. Online-Gaming auf der Dreamcast sollte dann schließ­lich auch der Anfang vom Ende für mich als Kon­so­len­spie­ler bedeuten.</p>

<h3>Das gewisse Etwas</h3>

<p>Meine <em>Dream­cast</em> läuft immer noch und wird regel­mä­ßig immer wie­der akti­viert. Die Kon­sole ist ein extrem robus­tes Teil Mecha­nik. Der Con­trol­ler bleibt ein Schwach­punkt, der <a href="http://images.google.com/images?q=dreamcast%20arcade%20stick">Arcade Stick</a> dage­gen gehört zur obers­ten Kate­go­rie und erfüllt noch heute dank USB-Adapter selbst am PC sei­nen Dienst. Das Lauf­werk hus­tet nach all den Jah­ren zwar ab und zu, aber es läuft und läuft und läuft.</p>

<p>Der Grund noch selbst heute eine Dream­cast zu haben, sind die end­los vie­len per­fek­ten Ports diver­ser japa­ni­scher Arcade-Spiele. Jene Gen­res, die in den letz­ten zehn Jah­ren ein­fach nicht ver­bes­sert wer­den konn­ten. Güns­ti­ger wird man selbst heute nicht an das per­fekte Spiel­hal­len­er­leb­nis kom­men.</p>

<h3 id="push">Ein rie­si­ges Erbe</h3>

<p>Die <em>Dream­cast</em> ist nicht nur für mich, die beste Kon­sole aller Zei­ten. Man bekam hier zum ers­ten mal das Erleb­nis Spiel­halle nach Hause gelie­fert. Die Ports der Arcade-Spiele waren alle durch­weg schnell und makel­los. Nicht nur dass, son­dern die Spiele selbst waren ein­fach gran­dios gut, auch wenn es noch Jahre brauchte, bis mehr als die weni­gen Käu­fer sehen konn­ten. <em>REZ</em> ist selbst heute noch sei­ner Zeit vor­raus. <em>Vir­tua Ten­nis</em> gilt als beser Ver­tre­ter des Gen­res. Kein <em>Soul Cali­bur</em> kommt an den Erst­ling heran und die <em>Dream­cast</em> hatte ein MMO bevor ein PS3 Spie­ler auch nur was mit dem Kür­zel anfan­gen konnte. Wel­che Ver­sion von <em>Mar­vel vs Cap­com 2</em> nahm man kürz­lich als Quelle für den PS360-Port? Rich­tig. <em>Dream­cast</em>.</p>

<p>Es lohnt auch ein Blick hin­ter die Kulis­sen. Sega hatte mit Peter Moore den viel­leicht bes­ten Ver­käu­fer der Bran­che. Erst nach­dem Moore zu Micro­soft kam, wurde die XBOX zu einem Erfolg. Mitt­ler­weile sind die Strei­tig­kei­ten zwi­schen den Japa­nern und Moore zu <em>Dream­cast</em>-Zei­ten legen­där.</p>

<p>Was die Kon­sole so beson­ders macht ist ihre Geschichte und ihre Eigen­schaf­ten, abseits der Soft­ware. Hier haben wir ein per­fek­tes Pro­dukt zur fal­schen Zeit, mit so vie­len neuen Ansät­zen, dass man den durch­schnitt­li­chen Käu­fer über­for­derte. Man werfe einen Blick auf Microsoft’s Natal Demo, die bis­her den Namen <em>Milo</em> trägt. Sieht revo­lu­tio­när aus? <em>Sea­man</em> auf der Dream­cast ist prak­tisch <em>Milo</em> nur 10 Jahre frü­her. <em>REZ</em> zählt noch heute als unüber­trof­fen. <em>MvsC2</em> ist gerade wie­der ver­öf­fent­licht wur­den und die frü­hen 3D Sonics zäh­len noch heute als ein­zig gelun­ge­ner Ver­such, die Ikone um eine Dimen­sion zu erwei­tern.</p>

<h3>Games, Games, Games</h3>

<p>Es gibt nur ein einziges wahres Indiz für die Qualität eines Spiels, die Spielzeit und hier finden sich viele Beispiele, die noch heute wenig verändert sehr populär sind. Die letzten Jahre und Monate konnten wir auffällig viele Wiederveröffentlichungen alter Dreamcast Games auf neuen Plattformen sehen. Ein Blick auf Microsoft’s “Killerapplikation” <em>Milo</em> für Natal, zeigt wie weit Sega schon mit der Dreamcast der Zeit vorraus war.<em>REZ</em>, <em>Marvel vs Capcom 2</em> sind noch heute Meilensteine. <em>Seaman</em> war schon vor viele Jahren, was <a href="http://www.youtube.com/watch?v=yDvHlwNvXaM" title="YouTube - Milo E3 Präsentation"><em>Milo</em></a> versucht zu werden. Hoffentlich diesmal erfolgreicher.</p>

<p>Der Titel, der auf alle Zeiten mit der Dreamcast genannt werden wird, ist eindeutig <em>Soul Calibur</em>. Dieses Spiel ist ein glücklicher Unfall und gilt nich grundlos als noch immer bester Teil der Serie. Ich werde nie vergessen, wie dieser Titel über einen Beamer im Tunier gespielt wurde. Es war 2002, wenn ich mich recht erinnere. Ich wurde auf dem Tunier des Forumstreffens zweiter von gut einem Dutzend Teilnehmer und auch nur, weil mein Semi-Exploit vom Sieger durchschaut wurde. Über dieses Spiel gibt es nichts mehr zu schreiben, was nicht schon woanders erwähnt wurde. Mehr Videospielgeschichte geht nicht.</p>

<p>Sega hat massiv auf Multi- bzw. Online-Spiele gesetzt und damit verloren, womit Microsoft und Nintendo heute gewinnen. Segea’s interne Entwickler wuchs über sich hinaus. Heute ist man nur ein Schatten seiner selbst, auch weil die führenden Köpfe weg sind. Auffällig ist, wie sehr man den Weg nach vorn gesucht hat und zwar in allen Disziplinen: Gameplay und Präsentation.</p>

<p>Als Fußmarke wird die Dreamcast primär als erste echte Online-Konsole in die Geschichte eingehen. Sega hatte ganz klar die besten Titel der Zeit, aber keinen Markt, der den wahren Wert schon damals hat erkennen können. Die Infrastruktur für Online-Gaming war damals noch viel zu schwach. Ohne eine Flatrate spielt es sich online doch eher suboptimal.</p>

<h3>Ein Abschied</h3>

<p>Die Dream­cast sollte bis heute Sega’s letzte Kon­sole sein. Finan­zi­ell brach die <em>Dream­cast</em> Sega das Rück­rat und man kapi­tu­lierte vor der Kon­kur­renz, viel­leicht war man auch hier­mit wie­der sei­ner Zeit vor­raus, was mehr als eine Anspielung auf die kommende Generation der Konsolen sein soll. Für mich war die Dreamcast, der eigent­li­che Abschied der Konsolen und der Ein­tritt in die noch damals ver­hasste PC-Gemeinschafft. Zwar gab und gibt es bei mir Kon­so­len nach der <em>Dreamcast</em>, aber keine mehr so inten­siv wie vor zehn Jah­ren.</p>

<p>Rück­bli­ckend ist es eigent­lich nur bizarr, wie Sega mit die­sem Pro­dukt so schlecht beim Käu­fer lan­den konnte. Vor zehn Jah­ren war der Markt ein­fach noch nicht groß genug, um so eine Semi-Nische finan­zi­ell funk­tio­nie­ren zu las­sen. Zu viele kleine falsche Details auf einer zu ungeraden Linie.</p>

<p>Bei mir hat die Dreamcast ganz klar den Thron der Konsolen eingenommen. Zu viele, zu gute Erinnerungen sind mit diesem kleinen Stück Elektronikspielzeug verbunden. Ich habe noch heute “Freunde”, die vor vielen Jahren als Mitspieler online auf der Dreamcast zugestossen sind. Blicke ich zurück auf die vergangenen spielerischen Jahre, dann bleiben da nicht viele echte Schritte nach vorn, verglichen mit dieser Konsole.</p>

<p>Wie muss das Fazit der Dreamcast lauten? Das zu fortschrittliche Produkt zu falschen Zeit, resultiert im finanziellen Ruin und im Platz der Herzen der wenigen aber intensiven Fans. Ich kenne keinen Dreamcast Spieler, der seine Konsole selbst heute nicht in höchsten Tönen lobt. Von dieser Sorte Käufer gab es einfach zu wenige, sonst sähe der Markt heute sicher anders aus. Sega’s Rückzug aus dem Markt, war schließlich der Auslöser für Microsoft’s Einstieg mit der XBOX.</p>

</div>

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		<title>Das dreckige Dutzend</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Aug 2009 13:06:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrismue</dc:creator>
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		<![CDATA[<b>"Train them! Excite them! Arm them!...Then turn them loose on the Nazis!"</b>]]>
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	<img src="http://www.coldheat.de/archiv/bilder/preview/dreckiges-dutzend.jpg" alt="Thumbnail" style="display:inline; float:left; border:1px solid #bbb; padding:1.5px; margin:0 1em 1em 0; width:224px;" />	
		<h4>“… But along with these other results, it gives you just about the most twisted, anti-social bunch of psychopathic deformities I have ever run into! And the worst, the most dangerous of the bunch, is Maggott. You’ve got one religious maniac, one malignant dwarf, two near-idiots… and the rest I don’t even wanna think about! ”</h4>

<p>Seit heute also läuft der <em>Inglourirous Basterds</em> PR-Zug auf vollen Touren. Was die Kampagne dabei aber überzieht, ist die Tatsache, dass der Film nicht ist, was die Werbung verspricht. <em>Basterds</em> sollte Tarantinos Opus sein. Ein Film, der seit praktisch weit mehr als zehn Jahren in Entwicklung ist und Anfangs als simples Konzept vorgestellt wurde: <em>Das dreckige Dutzend</em> mit Action-Legenden der 80er. Was also liegt näher jene Vorlage zu bejubeln, die <em>Basterds</em> eigentlich mal hätte werden sollen.</p>

<p><em>Das dreckige Dutzend</em> hält was es verspricht. Die Handlung könnte nicht einfacher sein. Ein Major der Alliierten bekommt 1944 einen geheimen Auftrag zugewiesen. Er soll ein Schloss voll mit hochrangigen Nazis infiltrieren und so viele wie möglich töten. Als Handlanger soll er dafür zwölf Schwerstkrimminelle und zum Tode Verurteilte ausbilden. Wer dem Plan zustimmt entkommt dem Todesurteil. Das war’s. Komplexer ist der Film nicht.</p>

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<p>Wieso <em>Das dreckige Dutzend</em> noch heute grandios ist, liegt einzig und allein an den Darstellern, die den Film selbst bei langsamen Abschnitten nie langweilig werden lassen: Lee Marvin, Ernest Borgnine, Charles Bronson, Jim Brown, John Cassavetes, George Kennedy, Telly Savalas, Donald Sutherland. Schon einer allein kann hiervon einen Film tragen. Zusammen ergibt es eine Kombination, die man bis heute nicht übertreffen kann.</p>

<p>Die Dynamik der Figuren ist zar vorhersehbar, aber trotzdem unterhaltsman. Fast jeder bekommt seinen Moment des Glanzes. Anfangs traut keiner dem anderen, es bilden sich Grüppchen, Konflikte werden kreiert und gelöst. Beim Finale blitzen viele unterdrückte Persönlichkeiten wieder auf. Es ist schwer einen Favoriten zu finden. John Cassavetes <em>Franko</em> bebt aber von der ersten bis zur letzten Sekunde. Highlight des Films für mich, sind die kurze Szenen, als die Einheit das Schloss infiltriert. So schnell sieht man einen deutsch sprechenden, Nazi-Uniform tragenden Charles Bronson nicht mehr. Immer wieder fesselnd.</p>

<p>Die Gewalt im Film, war einmal legendär. Verglichen mit heutigen Standards ist der Film dann doch eher zahnlos geworden. Gibt’s was zu kritisieren? Die Zielgruppe für diesen Film dürfte mikroskopisch sein. Es gibt nicht eine Frauenrolle im Film. Dies ist kein Film für Zuschauer des weiblichen Geschlechts. Man sieht meist nur alte, dreckige, fluchende Kerle, die sich gegenseitig Schmerzen zufügen. Wer also von Tarantino’s <em>Basterds</em> einen Actionreißer erwartet, der ist beim dreckigen Dutzend besser aufgehoben. Mehr Klassiker geht nicht.</p>
		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/archiv/2009/08/das-dreckige-dutzend#comments" title="3 Kommentare">3 Kommentare</a></p>
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		<title>Learning</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Jul 2009 10:14:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrismue</dc:creator>
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		<![CDATA[<b>"I am <em>Fight Club's</em> 10 year anniversary."</b>]]>
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		<p>“We’re the middle children of history, with no special purpose or place.
We don’t have a great war in our generation, or a great depression.
The great depression is our lives.  The great war is a spiritual war.”</p>

<p>“We were raised by television to believe that someday we’ll all be
millionaires and movie stars and rock stars -- but we won’t.  And we’re
<em>learning</em> that fact.”</p>

<p><span id="more-2201"></span></p>

<h4 class="inlineHeadLeft">“I Am Joe’s Complete Lack Of Surprise.”</h4>

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		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/archiv/2009/07/learning#comments" title="8 Kommentare">8 Kommentare</a></p>
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		<title>The Terminator</title>
		<link>http://www.coldheat.de/archiv/2009/06/the-terminator</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Jun 2009 12:43:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrismue</dc:creator>
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		<![CDATA[<b>"Come with me if you want to live."</b>]]>
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		<h3 class="intro">“The machines rose from the ashes of the nuclear fire. Their war to exterminate mankind had raged for decades, but the final battle would not be fought in the future. It would be fought here, in our present. Tonight…”</h3>

<p>Es brauchte drei Anläufe diesen Text zu schreiben. Die erste Version verlief nach Schema-X, wie ich schon einige Filme hier festgehalten habe. Für diesen Film erschien mir diese Variante unpassend. Zu bekannt ist das Material. In 25 Jahren ist alles darüber dutzendfach geschrieben worden, was sollte ich alles noch einmal wiederholen? Versuch Nummer Zwei sollte alles anders machen und wieder fiel ich in die gleiche Falle. Jetzt aber…</p>

<p>Ich habe nun <em>Terminator Salvation</em> mehrfach angeschaut. Ich bin ein <em>wirklicher</em> Fan dieser Serie. Einzig <em>Alien</em> hat im meinem Fan-Herzen einen ähnlich großen Platz. Natürlich wurden die Erwartungen nicht erfüllt, was mich wieder zum Anfang der Serie bringt. Direkt nach <em>T4</em> habe ich mir die ersten Teile auf DVD angeschaut. Ewigkeiten ist es her, dass ich The Terminator<sup id="fnref:1"><a href="#fn:1" rel="footnote">1</a></sup> komplett angeschaut habe. Ich verzichte auf Details der Handlung und der Macher. <em>T1</em> ist Filmgeschichte, die jeder kennt, stattdessen möchte ich meinen persönlichen Blick schildern.</p>

<p><span id="more-1893"></span></p>

<p><object width="590" height="357" id="eins" data="http://www.youtube.com/v/JMxEa4njsl8&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;hd=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999">
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</object></p>

<h4 class="inlineHeadRight">“I’m here to help you. I’m Reese, Sergeant/Tech-Com, DN38416… Assigned to protect you. You’ve been targetted for termination.”</h4>

<p><em>The Terminator</em> ist für mich die erste echte Kino-Umsetzung eines Comics, der nur in James Cameron’s Kopf existierte. Ich bin ein visueller Mensch und jedes einzelne Bild dieses Films ist makellos konstruriert, angelehnt an Panels in einem Comic. Der Film funktioniert mit so wenigen Figuren, wie es heute eigentlich unvorstellbar geworden ist. 3 Charaktere, wovon nur 2 Dialoge miteinander haben. Solch ein Drehbuch würde heute keine Chance mehr haben.</p>

<p>Viel wichtiger noch ist die Qualität der Charaktere. Wer sich nur etwas für Erzählstukrur interessiert, wird feststellen wie beeindruckend hier <em>T1</em> ist. Dieser Film ist die Story des <em>Kyle Reese</em> Charakters. Diese Figur ist das einzige Element, dass den Zuschauer mit wichtigen Informationen versorgt. Es sind keine langweiligen minutenlangen Expositionen, sondern kleine Brocken zwischen den Actionszenen. Man kommt gar nicht erst dazu die Fehler zu suchen. Jede Figur in diesem Film ist zu einem Archetyp geworden. Man weiß nach den wenigen Minuten mehr über <em>Kyle Resse</em> als nach einer kompletten Trilogie aktuelle Filme.</p>

<h3>Minimalismus</h3>

<p>Was <em>T1</em> für mich noch immer so perfekt macht ist sein Minimalismus. <em>T1</em> schafft so viel mit so wenigen Mitteln, in jeder Beziehung. Alles wird sparsam eingesetzt, mit so großer Wirkung. Die Dialoge im Film lassen sich wahrscheinlich auf eine A4-Seite drucken und dennoch hat Cameron ein Universum geschaffen, dass nun mehr als 20 Jahre lang begeistert.</p>

<h4 class="inlineHeadLeft">“Listen. Understand. That Terminator is out there. It can’t be reasoned with, it can’t be bargained with…it doesn’t feel pity of remorse or fear… and it absolutely will not stop. Ever. Until you are dead.”</h4>

<p>Ich muss ein paar Worte zum Stil der Action festhalten. Wie alles im Film sind auch die Actionszenen einfach nur effektiv inszeniert und sind damit 2009 die Dinosaurier der Action. Nach <em>Matrix</em> war es Trend, dass selbst jeder Familienfilm mit aufgesetzten Bullet-Time und Wire-Jumps ausgestattet wurde. Tiefpunkt hier war sicherlich <em>3 Engel für Charlie</em> vom gleichen Regisseur wie <em>T4</em>. Nachdem dieser Stil totgeschlagen war, hüpfte Mainstream-Action auf den Stil der <em>Bourne</em>-Filme: Handheld-Kamera, 1000 Schnitte und Blur-Effekte am Avid-Rechner. Das ist 70er-Action mit technischen Mitteln von heute. Davon bekomme ich Kopfschmerzen und diese Art der Action kreiert Situationen, bei denen man nicht mal mehr der Handlung folgen kann. “Oh da fliegt ein Auto durch die Luft. Wer sitzt da eigentlich drin?”</p>

<p><img class="stdimg" src="http://www.coldheat.de/archiv/bilder/cinema/terminator/window-scene.jpg" alt="Terminator - Fenster Szene" /></p>

<p>James Cameron hat hier seinen eigenen Stil gefunden, der den Grundstein für seine folgenden Arbeiten legte. <em>T1</em> verzichtet auf alles Unnötige, auch bei der Action. Wenige Schnitte, extrem gewinkelte tiefe Einstellungen. Den Rest erledigt der Sound. Mehr brauche ich nicht.</p>

<p><object width="468" height="375" data="http://www.youtube.com/v/P4dz2sbv_o0&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999&amp;hd=1">
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<p>Dieser Film prägte den Begriff <em>Gun Porn</em> bevor ihn sich jemand ausgedacht hat. Die Inszenierung der Waffen in diesem Film ist fast schon pervers und setzt sich in allen folgenden Cameron Filmen fort. Waffen werden hier zur Feder unserer lyrischen Helden, deren Arbeit mit Bild und Sound zelebriert wird. Es gibt keine Shotgun, die besser klingt als in diesem Film. Ich bin noch immer begeistert von der TechNoir-Szene.</p>

<h3>“You’re terminated fucker.”</h3>

<p>Spätestens wenn man im politischen Zusammenhang einen R-Rated Actionfilm zitiert sieht, dann muss mehr im Spiel sein, als nur gutes Handwerk. Dieser Film ist für mich einer der besten und wichtigsten Beiträge des amerikanischen Kinos. Aus jeder Bildzeile tropfen hier die drei Buchstaben USA. Alle Beteiligten an diesem Film, haben nach <em>T1</em> mehr als Filmgeschichte geschrieben und schreiben sie immer noch. FX-Meister Stan Winston eine nach <em>T1</em> eine komplette Industrie salonfähig gemacht, Schwarzenegger ist zu einer eigenen Marke geworden und James Cameron wird im nächsten Jahr mit <em>Avatar</em> zum dritten Mal das Kino retten.</p>

<p><em>The Terminator</em> ist diese Art Film, die heute nicht mehr möglich ist, betrachtet man seine Langzeitwirkung. Sicher gibt es immer gute Filme, aber solche die praktisch 3 Ikonen über Jahrzehnte etablieren ist unmöglich geworden. <em>T1</em> ist auch ein ehrlicher Film. Er braucht keine politisch korrekten Randfiguren, die Moral repräsentieren, um den Zuschauer vor Augen zu führen, was er denken soll, darf oder muss. Es ist einfach gutes Unterhaltungskino, ambitionierter Macher. So etwas ist leider selten geworden.</p>

<p>Kleine Randbemerkungen. <em>T2</em> ist praktisch <em>T1</em> mit größerem Budget. Reiner Zufall oder genialer Weitblick, dass Cameron schon hier einige markante Elemente und komplette Szenen des zweiten Teils skizziert? Schwarzenegger ist als Bösewicht besser, einfach weil das Element Mensch gegen Maschine besser funktioniert. Schwarzeneggers Frisur ändert sich mitten im Film, vom Versicherungsvertreter zum Rockstar. Einige Effekte sind recht gut gealtert, andere dagegen furchtbar schlecht. Die Miniatur-Effekte halten sich ziemlich gut. Dagegen ist der Stop-Motion-Animations-Effekt am Ende des Films echt eine Hürde geworden.</p>

<div class="footnotes">
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<li id="fn:1">
<p>Bildmaterial des Eintrags stammt von <a href="http://www.foundation3d.com/gallery/showphoto.php/photo/158/size/big/si/Terminator" title="Foundation 3D">Foundation 3D</a>. <a href="#fnref:1" rev="footnote">↩</a></p>
</li>

</ol>
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		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/archiv/2009/06/the-terminator#comments" title="8 Kommentare">8 Kommentare</a></p>
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