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	<title>coldheat.de - Oxymoron#1</title>
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	<description>Oxymoron#1</description>
	<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 13:52:30 +0000</pubDate>
	
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		<title>Misery</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 07:12:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrismue</dc:creator>
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		<![CDATA[Ich mag kleine Filme. Wenige Figuren, noch weniger Lokalitäten und möglichst wenige Handlungsstränge. <em>Misery</em> ist so ein Film und ein so furchtbar altmodischer dazu. Er erzählt die Geschichte des Kitsch-Autors <em>Paul Sheldon</em> der durch einen Unfall in die <em>Sorgfalt</em> eines&#8230;]]>
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		<p>Ich mag kleine Filme. Wenige Figuren, noch weniger Lokalitäten und möglichst wenige Handlungsstränge. <em>Misery</em> ist so ein Film und ein so furchtbar altmodischer dazu. Er erzählt die Geschichte des Kitsch-Autors <em>Paul Sheldon</em> der durch einen Unfall in die <em>Sorgfalt</em> eines fanatischen Fans gerät. Für <em>Annie Wilkes</em> ist <em>Paul</em> das Zentrum ihres Universums und durch Schicksal nun ins eigene abgeschiedene Häuschen verschlagen, werden wir Zeuge einer sehr gut inszenierten Kammergeschichte. Mehr muss man über den Film eigentlich nicht mehr schreiben. Er lief und läuft so oft noch immer im Fernsehen, dass er mittlerweile sehr viele Zuschauern gefunden haben sollte. Die Vorlage zum Film stammt von Stephen King und ist wahrscheinlich die beste Filmadaption seiner Werke.</p>

<p>Aus heutiger Sicht funktioniert die Logik des Films eigentlich nicht mehr. Zu viele Hürden der Handlung wären heute durch Technologie leicht überwindbar, aber genau deshalb behält der Film bei mir immer seinen Charme. Natürlich ist die Qualität der einzelnen Zutaten bei so einem einfachen Werk entscheidend und <em>Misery</em> ist nur so gut wie seine beiden Hauptdarsteller. Es gibt nur noch wenige Rollen für weniger Mainstream gerechte Frauen wie Kathy Bates, damals und noch heute es ist. Es ist schwierig sich irgendjemand anders als <em>Annie Wilkes</em> vorzustellen, zu sehr ist Schauspieler und Rolle miteinander verbunden. Nicht grundlos hat sie hierfür den <em>Oscar</em> bekommen und wenn man den Vergleich mal zu 2010 zieht, dann hat sich doch viel verändert. 2010 gabs mehr Trostpreise als echten Lohn für aktuelle Leistung.</p>

<p>Lange bevor <em>Torture Porn</em> nur feuchter Traum eines geldgeilen B-Movie Regisseurs war, zeigt <em>Misery</em> wie man dieses Genre dominiert ohne anzuwidern. Die “Schlüsselszene” ist kurz, noch immer unglaublich fies anzusehen, aber die Gewalt ist hier nicht eigentlicher Inhalt. Viel mehr dominiert der Kampf Verstand gegen Wahnsinn den Film und Bates spielt auch nur mit dem, was James Caan als <em>Paul Sheldon</em> liefert. Als sein akribisch ausgearbeiteter Plan wieder und wieder misslingt, muss man als Zuschauer mit ihm leiden, ohne das Gewalt gezeigt wird. Das ist smartes Kino, auch wenn die Spannungsbrocken im Film sich dann doch abgenutzt haben. Die Schnitte zwischen Bates und Caan, als sie wieder zum Haus kommt und er panisch wieder in sein Zimmer möchte, sind dann doch sehr direkt parallelisiert.</p>

<p>Den Hintergrund der <em>Annie Wilkes</em> Figur hätte man sich sparen können. Diese Frau definiert sich einzig durch die vorherigen Filmminuten, man braucht ihr keinen noch düstereren Hintergrund per Zeitungsüberschrift verpassen. Vermutlich dienen diese Szenen nur, als Brücke um den Sheriff auf die Spur kommen zu lassen, aber das sind alles Randdetails, die vom sauberen Kern nicht ablenken. <em>Misery</em> ist noch heute ein sehr guter und einfacher Film. Mainstream-Horror ohne Übernatürliches, eine Art verfilmtes Theaterspiel mit zwei <em>wirklich</em> sehenswerten Darstellern, die sogar eine ordentliche deutsche Synchronisation bekommen haben.</p>

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<h3>“God came to me last night and told me your purpose for being here. I am going to help you write a new book.”</h3>
		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/archiv/2010/03/misery#comments" title="0 Kommentare">0 Kommentare</a></p>
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		<title>Wann ist das passiert?</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 09:40:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrismue</dc:creator>
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		<category><![CDATA[John Hughes]]></category>
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		<![CDATA[Als ich mir gestern noch einmal das Video zum <a href="http://blogs.tampabay.com/80s/2010/03/video-the-oscars-honor-john-hughes.html" title="John Hughes Oscar Tribute">John Hughes Tribut bei den Oscars</a> angeschaut habe, da kam der die Frage auf, ob Filme heute überhaupt noch so einen Wert haben wie vor zehn,&#8230;]]>
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		<p>Als ich mir gestern noch einmal das Video zum <a href="http://blogs.tampabay.com/80s/2010/03/video-the-oscars-honor-john-hughes.html" title="John Hughes Oscar Tribute">John Hughes Tribut bei den Oscars</a> angeschaut habe, da kam der die Frage auf, ob Filme heute überhaupt noch so einen Wert haben wie vor zehn, zwanzig oder dreizig Jahren? Keiner der Hughes Filme hat einen Oskar bekommen und dennoch organisierte man eine Show, wie ich sie noch nicht gesehen habe, vermutlich weil man um die Bedeutung seiner Arbeit weiß, die sich eben nicht in Preisen definieren lässt.</p>

<p>Hughes-Filme waren der perfekte mediale Sturm, als mit der VHS eine neue Technologie eine Generation von Jugendlichen prägen sollte und zwar nicht in Form verpixelter 40 Sekunden Daumenkinos. Ich bin überzeugt, dass Film an seiner Bedeutung für junge Menschen verloren hat. Zu schnell wird man mit Neuem bombadiert. Das einzelne Werk, kann die große Masse kaum mehr wirklich prägen. Zu schnelllebig ist unsere mediale Umwelt geworden. Es existieren zu viele Alternativen zur bewehrten nicht interaktiven 90 minüten Realitätsflucht. Medialer Konsum hat den Fokus vom eigentlich Inhalt, eher auf das Erlebnis an sich verlagert, drum ist es für viele eine völlig neue Erfahrung, mal einen Film allein zu sehen. Wenn ich heute im Kinosessel sitze, dann frage ich mich oft, ob der Film eher nur Anlass ist, jemanden neben sich sitzen zu haben, der zuhört, was man zu sagen hat.</p>

<p>Film als (Jugend-)Kultur prägendes Medium schwächelt in den letzten 10 Jahren zweifellos. Zu stark ist die Konkurrenz aus Internet und Videospielen geworden. Zu sehr hat sich die Zielgruppe fragmentiert und ja zu einfach ist es geworden Werke in dahin geworfenen Brocken zu konsumieren, die nur einer von vielen sind. Schade eigentlich aber das ist wohl Zeitgeist.</p>
		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/archiv/2010/03/wann-ist-das-passiert#comments" title="9 Kommentare">9 Kommentare</a></p>
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		<title>Jason und die Argonauten</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 13:10:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrismue</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cinema]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
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		<![CDATA[<b>Der Stop-Motion-Trickeffekt auf seinem Zenit in diesem Abenteuer Film der 60er Jahre.</b>]]>
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	<img src="http://www.coldheat.de/archiv/bilder/preview/jason.jpg" alt="Thumbnail" style="display:inline; float:left; border:1px solid #bbb; padding:1.5px; margin:0 1em 1em 0; width:224px;" />	
		<h3>“The epic story that was destined to stand as a colossus of adventure!”</h3>

<p>Eigentlich schafft es auch <em>Jason und die Argonauten</em> Film nur als Fußnote des Meister der Stop-Motion-Animation in die Geschichtsbücher. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ray_Harryhausen" title="Wikipedia - Ray Harryhausen">Ray Harryhausen</a> ist ein Name, der bei Generationen von Film-Buffs feuchte Augen verusacht. An meinen ersten CGI-Effekt kann ich mich nicht erinnern, an den ersten Minotaur animiert von Ray Harryhausen schon. Diese Filme sind ganz klar das <em>Transformers</em> der damaligen Zeit. Pure Plattform für Trickeffekte, aber im Gegensatz zu heutigen Werken auch im Kern absolut solides pures Unterhaltungskino zur 90 minütigen Flucht in die Fantasie.</p>

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<p>Die Geschichten sind immer ähnlich. Unsere Helden werden auf eine Reise geschickt, um den bösen Zauberer zu besiegen und die Prinzessin zu retten. Während ihres Abenteuers treffen sie dabei auf diverse Fantasy-Kreaturen. Am Ende ist das Böse besiegt und unser Held befindet sich in den Armen einer leicht bekleideten zuvor geretteten Schönen. Bekannt, vorhersehbar aber eben auch bewehrt. Bei <em>Jason</em> ist es nicht anders. Diese Filme wissen genau, dass die eigentlichen Stars doch die Trickeffekte sind. Auffällig bleibt aber immer, wie sorgfältig man die Effekte damals noch dosiert, sicherlich auch aus Kosten- und Zeitgründen.</p>

<p><em>Jason und die Argonauten</em> ist für mich der beste Harryhausen. Alle Kreaturen sind pures Trickeffekt-Gold. Herausragend und noch heute beeindurckend anzusehen ist Harryhausen’s Magnus Opus: der Kampf der Skelletkriegern gegen die Argonauten. Jene Szenen umhüllt eine Magie, die einfach für mich nicht verschwinden will. Diese Effekte sind über 40 Jahre alt und besitzen mehr Seele als irgendein zusammengeklickter CGI-Effekt. Die Animationen sind handwerklich extrem sauber und unglaublich synchron zum echten gefilmten Bild. Man kann sich den Aufwand nur im Ansatz vorstellen und doch zahlt er sich aus, denn diese Bilder bleiben unvergessen. In diesem Effekt allein stecken vier Monate Arbeit.</p>

<p>Szenen wie diese waren und sind Köder, den alle großen heutigen Hollywood-Größen geschluckt haben und besonders auch ein <em>Avatar</em> ist nur der Enkel einer <em>Harryhausen</em>-Schöpfung, die in <em>Jason und die Argonauten</em> sicherlich ihren Zenit erklommen hat. Für mich waren diese Filme immer ein Subgenre des <em>Sandalenfilms</em> nur eben weniger für die Kritiker und mehr für ein junge gebliebenes Publikum.</p>

<p>Keine Frage alle diese Filme bedie­nen pri­mär das Kind in einem. Irgend­wie sind es bild­ge­wor­dene Spiel­zeug­fan­ta­sien und Ray Har­ry­hau­sen ist der Pup­pen­spie­ler. Zahl­rei­che Bil­der der Filme haben sich nicht nur bei mir in die Netz­haut gebrannt. In der sel­te­nen Situa­tion, dass ich mal einen ande­ren Harryhausen-Fan treffe, dann fin­det da sofort eine non-verbale Kom­mu­ni­ka­tion statt, die sich in einem brei­ten Grin­sen äußert, bei dem man die Bil­der aller sei­ner Krea­tu­ren noch ein­mal vor dem inne­ren Auge abspult.</p>

<p>Man kann strei­ten wie gut diese Filme altern, aber sie wer­den mit den Jah­ren für mich immer ein­zig­ar­ti­ger. Sie sind Bilddokument eines ausgestorbenen Handwerks, ohne dass die erfolgreichsten Filme heute einfach so nicht existieren würden. Auch Harryhausens Schöpfungen ist es zu verdanken, dass die Fantasie unzähliger Autoren überhaupt erst wachgekitzelt worden ist. Viele Geschichten wären uns verwehrt geblieben ohne die dreckigen Finger damaliger Trick-Spezialisten.</p>

<p>Bildreferenzen des Artikels: Filmposter von <a href="http://forgottensilver.wordpress.com/2008/10/07/jason-et-les-argonautes-generique-alternatif/" title="Forgotten Silver">Forgotten Silver</a>, Skelettkrieger von <a href="http://www.zoloworld.com/" title="Zoloworld">Zoloword</a> und Talos von <a href="http://scotchcorner.blogspot.com/2009/07/mighty-talos.html" title="Mighty Talos">Scotch Corner</a>.</p>
		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/archiv/2010/03/jason-und-die-argonauten#comments" title="4 Kommentare">4 Kommentare</a></p>
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		<title>Taxi Driver</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 07:27:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrismue</dc:creator>
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		<![CDATA[<em>Taxi Driver</em> war vor vier Jahren einer der ersten Filme, die ich <a href="http://www.coldheat.de/archiv/2006/11/taxi-driver-review.php" title="Taxi Driver">hier</a> ausführlicher notiert habe. Jahre später im Folge des <a href="http://www.coldheat.de/100f" title="100 Filme">100F-Projekts</a> krame ich den Film auch im Blog noch einmal hervor. <em>Taxi Driver</em>&#8230;]]>
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	<img src="http://www.coldheat.de/archiv/bilder/preview/taxi-driver.jpg" alt="Thumbnail" style="display:inline; float:left; border:1px solid #bbb; padding:1.5px; margin:0 1em 1em 0; width:224px;" />	
		<p><em>Taxi Driver</em> war vor vier Jahren einer der ersten Filme, die ich <a href="http://www.coldheat.de/archiv/2006/11/taxi-driver-review.php" title="Taxi Driver">hier</a> ausführlicher notiert habe. Jahre später im Folge des <a href="http://www.coldheat.de/100f" title="100 Filme">100F-Projekts</a> krame ich den Film auch im Blog noch einmal hervor. <em>Taxi Driver</em> hält sich noch immer tapfer und führt klar die Liste meiner meistgesehendsten Filme an. Inhaltlich was zu ergänzen ist unmöglich, dafür steht zuviel im <a href="http://www.coldheat.de/archiv/2006/11/taxi-driver-review.php" title="Taxi Driver">ersten Artikel</a>, also was Anderes versuchen.</p>

<p>Thematisch könnte der Film kaum zeitaktueller sein, denn er beschreibt eine Figur, wie sie unsere moderne Gesellschafft wohl im Sekundentakt produziert. Wenn es eines dieser Exemplare mal an die Oberfläche spült, regnet es am selben Tag Sondersendungen im Fernsehen, um die immer wieder gleichen Fragen zu stellen, die <em>Taxi Driver</em> eigentlich schon vor mehr als 30 Jahren beantwortet hat. <em>Travis Bickle</em> ist die personifizierte Kälte des Alltags, der sich die Wärme mit halbautomatischen Waffen und in Pornokinos sucht. Jedes mal wenn wir nach Ausrastern junger Mitbürger, verwackelte <em>YouTube</em>-Videos vorgesetzt bekommen, wie sie sich selbst als Waffe inszenieren, dann stellen sie Szenen des Films praktisch 1:1 nach, ohne es zu wissen. Wie verdammt seiner Zeit voraus ist dieser Film bitte? Die Spiegelszene ist nicht mehr nur Imitationsvorlage für Möchtegernschauspieler, sondern mehr denn je absurde Karrikatur aktueller Realität.</p>

<h3>“I realize now how much she’s just like the others, cold and distant, and many people are like that, women for sure, they’re like a union.”</h3>

<p>Mein Blick auf den Film hat sich in den letzten Jahren stark verändert, auch weil mehr und mehr Parallelen zu unserer Zeit sichtbar werden, die mir den puren Unterhaltungswert und die handwerkliche Brillianz des Films etwas trüben.  Erstaunlicherweise kann sich der Film bis heute dem Remake-Rausch Hollywoods entziehen, wahrscheinlich auch weil so viele der damals beteiligten Macher noch heute mächtige Größen sind. Zuviel Respekt umschließt diesen Film und ich glaube auch nicht, dass man ohne große Änderungen kommerziell hiermit erfolgreich sein kann. Ein <em>Travis Bickle</em> ist trotz seiner verzerrten Wahrnehmung nicht durchgeknallt genug für die aktuelle ADS-Generation.</p>

<p>Das Fazit des Films begeistert mich noch immer. Der Unterschied zwischen Held und Bösewicht ist immer nur purer Kontext. Mit dieser Idee spielen leider zu wenige Geschichten heute. Nirgends jedoch ist dieser Ansatz so offen und doch ersichtlich umgesetzt wie hier. Jeder muss für sich selbst urteilen ob ob <em>Travis</em> seine Erlösung findet oder noch tiefer in die Hölle herab steigt. Auch deshalb wäre selbst ein offzielles Sequel weniger wertvoll. Die Geschichte dieser Figur ist so unvollendet sie auch sein mag perfekt.</p>

<h4>Das Bildmaterial des Eintrags stammt von <a href="http://www.fanpop.com/spots/robert-de-niro/links/1671829" title="Fanpop - De Niro">Fanpop</a>.</h4>
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		<title>100F - Grundlagen</title>
		<link>http://www.coldheat.de/archiv/2010/03/100f-grundlagen</link>
		<comments>http://www.coldheat.de/archiv/2010/03/100f-grundlagen#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 14:54:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrismue</dc:creator>
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		<![CDATA[Ich habe ein <a href="http://www.coldheat.de/100f" title="100F">erste Version meiner Liste</a> zusammen bekommen, was irgendwie leichter verlief als gedacht. Die ersten 60 bis 70 waren einfach, was eigentlich etwas erschreckend oder grandios ist, je nachdem aus welcher Richtung man die Sache betrachtet.&#8230;]]>
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		<p>Ich habe ein <a href="http://www.coldheat.de/100f" title="100F">erste Version meiner Liste</a> zusammen bekommen, was irgendwie leichter verlief als gedacht. Die ersten 60 bis 70 waren einfach, was eigentlich etwas erschreckend oder grandios ist, je nachdem aus welcher Richtung man die Sache betrachtet. <img src='http://www.coldheat.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Ungefähr noch 20 Titel sind erst einmal notiert, aber noch nicht aufgelistet. Viele große Namen fehlen noch und werden es auch vermutlich auch in Zukunft.</p>

<p>Für mich entscheidend sind bisher drei Faktoren: Orginalität, Test der Zeit und Genrekino. Grundsätzlich habe ich versucht Sequels völlig rauszufiltern. Wenn Sequels gelistet sind, dann weil sie mehr als einfache Fortsetzung sind. Ich habe versucht auf relativ aktuelle Filme zu verzichten. Nichts gegen modernes Kino, aber Filme müssen reifen und zeigen ihre wahre Größe erst nach Jahren. Einzige Ausnahme dafür in der ersten Version meiner Liste ist <em>Batman Begins</em>, was mich zum dritten Faktor Genrekino bringt. Insgesamt drei <em>echte</em> Comicverfilmungen sind drin und alle aus völlig unterschiedlichen Gründen, aber alle behandeln ihre Vorlage so verdammt gut.</p>

<p>Es gibt ganz klar auch Beispiele, die eigentlich deplaziert sind. <em>Cop Land</em> ist so ein Film. Er ist weder besonders gut noch schlecht, aber er ist so besonders, dass ich ihn immer wieder sehen kann. Ein gutes Indiz ist immer, wenn ein Film im TV per Zufall auftaucht und ich ihn zum x-ten mal schauen kann, ohne mich zu langweilen. <em>James Bond</em> war problematisch. Eigentlich kann ich alle Teile endlos oft sehen. Sich auf einen zu beschränken war dann doch einfach, weil <em>Goldfinger</em> noch heute Schablone für das Genre ist. Mir fehlt noch etwas der Augleich zum Genrefilm. Ich hätt gern mehr seichte Komödien drin.</p>

<p>Ich möchte gern auch was Deutsches gelistet haben, was nicht einfach ist. Mein Verhältnis zum deutschen Film ist dann doch ein überkritisches. <em>Metropolis</em> wäre zu aufgesetzt. Die Herzog-Kinski-Streifen sind zu intensiv für meinen puren Unterhaltungsdrang. Tolle Filme, aber eher harter Whiskey statt leichter Wein. Von <em>Das Boot</em> bin ich traumatisiert durch meinen Bruder, aber einen Film gibt es dann doch, den ich wieder und wieder genießen kann: <em>Die Blechtrommel</em>. Was für ein Juwel und ganz oben auf der Liste der kommenden Artikel.</p>

<p>Eigentlich wollte ich bereits existierende Artikel nur überarbeiten, habe mich aber nun entschlossen, jeweils einen neuen zu erstellen. Ist schwieriger das alte Zeug in die neue Form zu pressen, als einfach ganz neu anzufangen. Wiederholen werde ich mich nicht und es betrifft auch nur wenige Texte. Da sind einige ältere Beispiele in sich so anders aber solide, dass ich nichts dran verändern möchte nur drauf verweisen werde. Eines der dieser Beispiele werde ich morgen veröffentlichenn. Anschließend nehme ich mir <em>Jason und die Argonauten</em> noch einmal genauer vor.</p>

<p>Übrigens findet sich bei <a href="http://anmutunddemut.de/seite/100f" title="Anmut und Demut - 100F">Ben_</a> mittlerweile auch seine persönliche Liste. Es gibt viele Überschneidungen und viele Beispiele, die ich hier auch gern noch drin hätte. <em>Das Fest</em>, <em>Cast Away</em>, <em>Unbreakable</em>, <em>Waynes World</em> sind alle potentielle Nachrücker bei mir. Ich habe auch noch viele Kandidaten, deren Titel ich nicht kenne, die irgenwann mal beim Rumschalten um TV liefen fast alles irgendwelche skandinavischen Filme. Besonders jener bleibt unvergessen, in dem eine Tierärztin von zwei Männern belästigt wird und um sich selbst zu schützen, diese zu sich einlädt, mit versetzten Drinks betäubt und ihnen dann sehr sensible Körperteile entfernt. Das klingt jetzt furchtbar, war aber zum schreien komisch inszeniert. Da gab es Szenen…den Film muss ich irgendwie mal wieder sehen.</p>
		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/archiv/2010/03/100f-grundlagen#comments" title="3 Kommentare">3 Kommentare</a></p>
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		<title>The French Connection</title>
		<link>http://www.coldheat.de/archiv/2010/03/the-french-connection</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 07:19:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrismue</dc:creator>
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		<![CDATA[Bevor ich im Blog einen Film bespreche, schaue ich ihn mir noch einmal kurz vorher an, lese ein paar Kritiken und die jeweiligen Wikipedia-Artikel, weniger um abzuschreiben, mehr um irgendwas zu finden, was nicht schon zigfach geschrieben wurde. Im Wikipedia-Artikel&#8230;]]>
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		<![CDATA[<div>
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		<p>Bevor ich im Blog einen Film bespreche, schaue ich ihn mir noch einmal kurz vorher an, lese ein paar Kritiken und die jeweiligen Wikipedia-Artikel, weniger um abzuschreiben, mehr um irgendwas zu finden, was nicht schon zigfach geschrieben wurde. Im Wikipedia-Artikel zu <em>The French Connection</em> fallen mir zwei Worte ins Auge: <em>“aesthetically significant”</em>. Besser kann man es nicht formulieren. <em>The French Connection</em> ist wie so oft bei Klassikern die Summe seiner einzelnen Faktoren. Der Film ist in keinem Bereich noch heute massiv überlegen, aber als Gesamtwerk ziemlich ungeschlagen. Worum geht’s? <em>The French Connection</em> ist ein Polizeifilm, der das Tagesgeschäfft zweier Drogenermittler im New York der 70er Jahre dokumentiert. Zu Handlung selbst möchte ich nichts weiter schreiben. Spätestens heute hat man zu diesem Genre schon alles gesehen. Was den Film so gut macht sind seine Ecken und Kanten. Es existiert nicht ein positives Element im Film. Der Soundtrack ist deprimierend, die Optik bietet abgeriffene trostlose Bilder und die Darsteller setzten dem Ganzen die Krone auf.</p>

<p>Dieser Film <em>ist</em> Gene Hackman. Ich kenne kein anderes Beispiel, bei dem ein Schauspieler über so lange Zeit eine so eindrucksvolle phyische Präsenz bieten kann ohne dabei unrealistisch zu wirken. Selbst ohne Steroide ist Hackman hier jemand, den man nicht neben sich haben möchte, aber der Film setzt einem die Figur mit jeder Filmminute dichter an die Seite. Als Ausgleich existiert zu Hackman’s <em>James “Popeye” Doyle</em>, Roy Scheiders <em>Buddy “Cloudy” Russo</em>. Er ist projektierter Zuschauer in einer völlig trostlosen Welt und der Einzige im Film, der unseren tragischen Anti-Helden (dessen Bogen im zweiten Teil vollendet wird) mag. Hier gibt es ganz große Szenen zu sehen, wo Schauspiel auch zwischen den Zeilen stattfinden kann.</p>

<h3>“Listen, I know the deal hasn’t gone down yet. I KNOW it! I can feel it, I’m dead certain”</h3>

<p><object width="468" height="282" data="http://www.youtube.com/v/IUdr1LdCsq0&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x999966&amp;color2=0x999966">
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<p>Zwei Dinge machen den Film zeitlos. Die Optik im Film ist ihrer Zeit um Jahrzehnte voraus. Lange bevor Handkamera und digitaler Schnitt visuell aus jedem Blockbuster eine Dokumentation machen sollten, zeigt <em>The French Connection</em> wie es richtig geht. Für mich ist es auch der perfekte Gegenpol zu <em>2001′</em> klinisch reiner Optik. <em>TFC</em> ist dreckig, blutverschmiert und abgenutzt. Das eigentliche Zitat des Films, dass ewig referenziert werden wird, ist die legendäre Verfolgungsjagd. Nichts gegen unrealistische CGI-Orgien, aber niemand kann es mit der Intensität jener Szenen aufnehmen, als die Protagonisten im PKW einen Verdächtigen im Zug quer durch die Stadt verfolgen. Das sieht heute noch unangefochten gut und gefährlich aus.</p>

<p>Noch ein paar kritische Worte. Dies ist wieder mal definitiv weiterer wenig Frauen kompatibler Film. Zu trostlos geht’s hier zu. Es fehlt auch jegliche Existenz eine bedeutenden weiblichen Rolle. <em>TFC</em> ist auch kein gute Laune Film und es gibt kein Happy End. Es existiert ein Sequel zum Film, dass wirklich sehr sehenswert ist und dem Charakter “Popeye” klar weiter ergänzt, aber nicht gegen das Original anstinken kann. Wer an Teil Eins Gefallen findet, wird Teil 2 aber sehen müssen. Er ist im Konzept völlig anders und bietet wieder Hackman in Bestform. Für mich ist <em>The French Connection</em> noch immer <em>die</em> Referenz für einen guten und harten Polizei-Film. Was für ein Klassiker in jeder Beziehung. <em>“You still pickin your feet in poughkeepsie?”</em></p>
		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/archiv/2010/03/the-french-connection#comments" title="2 Kommentare">2 Kommentare</a></p>
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		<title>Projekt 100F</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 12:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrismue</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cinema]]></category>
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		<p>Mein Blog ist nun ein paar Jahre alt und hat einen Umfang erreicht, der langsam etwas Weitsicht benötigt. Der Fokus für die Zukunft fehlt mir etwas und somit kam mir neulich der Gedanke zum Projekt <em>100F</em>, genauer gesagt war es eine Art Eingebung ganz nach dem Motto <em>“Wieso erst jetzt?”</em> Grundsätzlich habe ich schon seit einiger Zeit genug “Skizzen” für kommende Inhalte, aber der Zeitpunkt stimmt noch lange nicht. Noch bin ich nicht in der Situation alles zu veröffentlichen, was ich möchte, was klar eine Frage des Alters ist. Also muss erstmal eine Alternative her…</p>

<p>Dieser Blog besitzt schon jetzt einen nicht zu verachtenden Fokus auf Filminhalte, wieso also nicht all das in eine Linie bringen? Ich werde im Laufe der kommenden Wochen und Monate hier <em>meine 100 Lieblingsfilme</em> separat <em>und</em> gesammelt notieren. Jeweils ein individuell gestalteter Artikel pro Film, bis die 100 besten gefunden sind. Die Liste wird sich dynamisch verändern und sie wird nicht über Nacht entstehen. Alles was schon jetzt existiert wird übernommen oder angepasst und ja das heißt, dass ich viele ältere Artikel überarbeiten werden. Grob geschätzt habe ich ungefähr schon 20 potentielle Filme fertig. Mein grobes Ziel ist es pro Woche einen Titel zu schaffen.</p>

<p>In den nächsten Tage werde ich anfangen grundsätzlich Titel für die Liste zu sammeln, um anschließend eine halbwegs funktionierende Reihenfolge zu basteln. Platz 1 bis 20 sollten noch sensibler sein, danach dürfte die Reihenfolge weniger bedeutend sein. Grundsätzlich gilt jedoch, dass es <em>meine</em> Liste sein wird und dass mir schon jetzt neben den üblichen Verdächtigen, genauso viele weniger bekannte Titel einfallen. <em>Plattfuß am Nil</em> neben <em>Citizen Kane</em>? Wieso nicht und <em>Sie nannten ihn Mücke</em> ist eigentlich sowieso ein Muss ;P</p>

<h3>Grundsätzliches</h3>

<p>Zwar habe ich noch nichts Vorzeigbares, aber der Rahmen existiert bei mir schon ziemlich exakt im Kopf. Grundlage werden die “normalen” Blogeinträge zu jeweils einem Film bleiben, jeder davon individuell gestaltet, allerdings auch im Format gekürzt. Frühere 1000+ Wörter-Orgien werden es nicht mehr werden. <a href="http://www.coldheat.de/archiv/2009/09/leon-the-professional.php" title="Léon"><em>Léon</em></a> ist ein ziemlich gutes Template für weitere Titel. Allerdings gebe ich zu, dass es schwierig werden wird, für weniger populäre Filme, gutes Bildmaterial zu finden. Für Hintergrundbilder funktioniert meine DVD-Sammlung dann doch eher dürftig, aber das sind Probleme die sich dann lösen lassen.</p>

<p>Abgesehen von den einzelnen Artikel, werde ich eine separate Seite für die Liste anlegen. Das Layout schwebt mir schon vor Augen. Dort findet sich die pure Liste mit Links zu den einzelnen Artikel, wahrscheinlich ein Bild des Filmplakats und eventuell ein eingebetter Trailer. Diese Daten sollten sich einfach mit Wordpress-Custom-Fields verwalten lassen. Sobald ich eine grobe Liste fertig habe, werde ich aktuelle Artikel anpassen.</p>

<h3>Warum?</h3>

<p>Warum nicht? Ich habe verdammt Lust drauf und so ein Projekt bringt mir etwas Druck mehr für die Seite schreiben und gestalten zu müssen. Am Ende fügt sich alles zu einem gemeinsamen Ganzen zusammen. Ich gebe es zu, dass ich ein Fan solcher Listen bin, aber bisher immer nur lieblos zusammengewürfelte und schlecht umgesetzte Beispiele gefunden habe. Es wird Zeit (m)ein gutes Beispiel zu kreieren. Ich bin auch überzeugt, dass so eine Liste völlig zeitunabhängiger Inhalt ist, also genau was ich für diesen Blog immer wieder suche und es ist etwas völlig Individuelles, was sich so schnell nicht kopieren lässt, weil es dann doch verdammt viel Aufwand erfordert. Vor 1 oder 2 Jahren hätte ich sowas noch nicht angehen können, dafür fehlten die passenden Werkzeuge primär individuelle Gestaltung auf einem sehr soliden Template.</p>

<p><a href="http://www.coldheat.de/100f" title="100F">100F</a> wird deshalb funktionieren, weil viele kleine Teile schon seit langer Zeit fertig sind und nur drauf warten zusammengesetzt zu werden. Es ist sicher ein Marathon über die nächsten Monate, aber ich bin sicher das Endergebnis ist es wert. Ich kann mich nicht erinnern, für etwas Neues dieser Website mal so motiviert gewesen zu sein. <img src='http://www.coldheat.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/archiv/2010/02/projekt-100f#comments" title="3 Kommentare">3 Kommentare</a></p>
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		<title>Ohrensessel</title>
		<link>http://www.coldheat.de/archiv/2010/02/ohrensessel</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 15:04:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrismue</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cinema]]></category>
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		<category><![CDATA[Ohrensessel]]></category>
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		<p>Eigentlich mache ich hier aus Prinzip keine Werbung. Es folgt auch keine Werbung, sondern nur ein pure Empfehlung. Der <em>Ohrensessel</em> hat wieder aufgerufen, den Podcast noch etwas populärer zu machen. Der Grund ist ein wohl abgesprungener Sponsor, der die Transferkosten so langsam spürbar macht. Ich widme puren Links auch sehr selten einen separaten Eintrag hier, aber für den <a href="http://www.uphe.de/podcast/ohrensessel/" title="Ohrensessel">Ohrensessel</a> mach ich die Ausnahme.</p>

<p>Es ist ganz einfach. Der <em>Ohrensessel</em> ist nicht nur der mit weitem Abstand beste deutschsprachige kostenlose Beitrag zum Thema Film. Selbst im Englischsprachigen, kenne ich keine bessere Alternative. Meine Gründe dafür sind schnell erklärt. Hier sitzen keine pubertären Mediennutten am Mikro, sondern Filmfans, mit denen man sofort gern mal ein Bier trinken würde. Hier weiß man worüber man redet und ja es ist für mich eine Frage des Alters. Sorry aber ich kann keinem Filmwissen abkaufen, der jünger ist als ich. Genauso erwarte ich es nicht von Älteren, die mein Zeug konsumieren. Die Hierarchie des Respekts geht nur in eine Richtung und deshalb bin ich so ein Verfechter für den <a href="http://www.uphe.de/podcast/ohrensessel/" title="Ohrensessel">Ohrensessel</a>. Auch sprachlich ist man hier einfach weiter als die Konkurrenz. Selbst wenn es nicht um meinen persönlichen Filmgeschmack geht, bleiben die Folgen verdammt unterhaltsam. Mehr kann man nicht verlangen.</p>

<p>Im Podcast stand auch schon der Gedanke im Raum Geld zu verlangen. Grundsätzlich habe ich damit kein Problem, aber es muss fair und transparent sein. Von Paypal-Spenden-Button halte ich nichts und ich kenne auch nur misslungene Versuche für dieses Modell. Statt dessen wäre es fair pro runtergeladener Folge einen winzigen Betrag zu verlangen, aber ich lenke vom Thema ab. Wer mit meinen Film-Einträgen was anfangen kann, wird auch vom <em>Ohrensessel</em> angenehm unterhalten werden. Einfach mal probieren und weiterempfehlen, dann bleibt das Angebot hoffentlich auch weiterhin kostenlos.</p>
		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/archiv/2010/02/ohrensessel#comments" title="3 Kommentare">3 Kommentare</a></p>
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		<title>Groundhog Day</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 13:54:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrismue</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cinema]]></category>
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		<![CDATA[Für einen längeren Eintrag zu Film ist es noch zu früh. Den hebe ich mir noch eine ganze Weile lang auf. Statt dessen passend zum heutigen Tag und Wetter einer der schönsten Semi-Dialoge des Films:

<h4>“I think you’re the kindest,</h4>&#8230;]]>
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		<p>Für einen längeren Eintrag zu Film ist es noch zu früh. Den hebe ich mir noch eine ganze Weile lang auf. Statt dessen passend zum heutigen Tag und Wetter einer der schönsten Semi-Dialoge des Films:</p>

<h4>“I think you’re the kindest, sweetest, prettiest person I’ve ever met in my life. I’ve never seen anyone that’s nicer to people than you are. The first time I saw you something happened to me. I never told you, but I knew that I wanted to hold you as hard as I could. I don’t deserve someone like you. But if I ever could. I swear I would love you for the rest of my life.”</h4>
		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/archiv/2010/02/groundhog-day#comments" title="3 Kommentare">3 Kommentare</a></p>
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		<title>E.T.</title>
		<link>http://www.coldheat.de/archiv/2010/01/et</link>
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		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 14:36:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrismue</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cinema]]></category>
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		<category><![CDATA[80s]]></category>
		<category><![CDATA[E.T.]]></category>
		<category><![CDATA[John Williams]]></category>
		<category><![CDATA[Layout]]></category>
		<category><![CDATA[Spielberg]]></category>

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		<![CDATA[<b>"It's a miracle and you did the best that anybody could do. I'm glad he met you first. "</b>]]>
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	<img src="http://www.coldheat.de/archiv/bilder/preview/et.jpg" alt="Thumbnail" style="display:inline; float:left; border:1px solid #bbb; padding:1.5px; margin:0 1em 1em 0; width:224px;" />	
		<p>Das Schöne an <em>E.T.</em> ist, ich muss nichts über den Film selbst schreiben. <em>E.T.</em> ist für mich <em>der</em> Film. Hiermit verbinde ich die ersten Erinnerungen an Kino überhaupt. Im Familienurlaub 1987 war ich gerade Jahre alt genug und eines Nachmittags sollte es ins Kino gehen. Der Ort an sich war unvergesslich. Ein ehemaliges Lagerhaus aus Blech wurde zum Kino umfunktioniert. Es war unglaublich heiß und ich hatte noch nie zuvor einen Film im Kino gesehen. Zwei Stunden später war ich um eine Erfahrung reicher, die ich niemals vergessen werde. Film gab es zu diesem Zeitpunkt für mich nicht. Es war medial eine wirklich andere Zeit als heute. Unterhaltung mit bewegten Bildern, war eine mir noch völlig unbekannte Erfahrung und plötzlich bekomme ich einen der wertvollsten und besten Filme präsentiert. Eine Überdosis Kino.</p>

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<h4 class="inlineHeadRight">“And so it came as something of a shock to see him sobbing, tear-tracks on each side of his face, as he watches this little rubber suit die on screen. He was profoundly moved by this children’s film. And my dad, at that moment, ceased to be The Great Impenetrable in my life, and became a living, breathing person.” <a href="http://www.aintitcool.com/node/31765" title="25 Years Ago - The Best Genre Year Ever, Part I: Nordling Remembers E.T.!!">#</a></h4>

<p>Ich weiß noch wie mich die Leinwand förmlich verschlungen hat und ich selbst Tage später noch von den ersten Eindrücken gezerrt habe. Ich bin aufgewachsen mit Eltern und Großeltern, die einem noch vorgelesen haben. Nicht gelegentlich, sondern sehr oft. Für Märchen war und bin ich sehr empfänglich. <em>E.T.</em> war damals das perfekte Märchen mit echten Bildern und ich weiß noch, dass ich anschließend nichts mehr wollte, als ein BMX-Fahrrad. So viele Elemente im Film waren damals wie aus meinem Leben gegriffen, was den Film noch heute so besonders macht.</p>

<p>Als <em>E.T.</em> als Neuauflage noch einmal in die Kinos kam, saß ich wieder drin und wieder war die Magie dar. Der Film ist furchtbar gut gealtert, denn die starken Elemente im Film sind völlig zeitlos. <em>E.T.</em> ist ein Film, der alle fünf Jahre in die Kinos kommen sollte, weil es Grundlage für guten Filmgeschmack ist - generationsübergreifend. Es ist egal wie abgedroschen und überfrachtet man Spielberg’s Symbolik finden mag. Niemand hat das Gefühl von Familie und Kindheit so eingefangen wie dieser Film. Selten hat man eine so glaubwürdige Filmfamilie gesehen.</p>

<p><em>E.T.</em> schafft mich immer noch zu Tränen zu rühren. Es ist vielleicht der einzige Film, den dabei nichts aufhalten kann. Es sind weniger die typischen Szenen, die drauf abzielen, sondern mehr die kleinen Momenten dazwischen. Wenn Elliot <em>E.T.</em> seine Spielzeuge zeigt und wir nur im Gegenlicht die Augen der Kreatur erkennen, dann ist das <em>wirklich</em> ganz großes Kino. Das wichtigste Element des Films ist wahrscheinlich seine Musik und hier liefert <em>John Williams</em> klar eine seiner besten Arbeiten ab. Auf der DVD gibt es einen kurzen Ausschnitt, als er Spielberg zum ersten mal Themen des Films am Piano vorspielt. Wertvolleres kann man nicht filmen.</p>

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<p><em>E.T.</em> wird ewig eine Anomalie in der Filmwelt sein. Es ist jener völlig glückliche Unfall, der sich nicht reproduzieren lässt. Der Film ist auch wie bei mir, für viele Millionen Menschen der erste Kontakt mit <em>Blockbuster</em> Kino und Generationen von Zuschauern altern mit dem Film mit. Allein der Titel zaubert oft ein Schmunzeln ins Gesicht und spätestens wenn das musikalische Thema des Films erscheint, ist man spontan wieder 20 Jahre jünger. Für mich wird er umso wertvoller, weil er als Produkt so antik ist und wir keine neuen Nachahmer oder gar Sequels sehen werden. In einer Zeit wo die Kopie zum Geschäfftsmodell gewurden ist, ist dieser Film wirklich einzigartig und das in jeder Beziehung.</p>
		<p>Feedback: <a href="http://www.coldheat.de/archiv/2010/01/et#comments" title="5 Kommentare">5 Kommentare</a></p>
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