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Score this! Die Fabel vom Bewerten von Spielen

Score this! Die Fabel vom Bewerten von Spielen

Die Bewer­tung von Computer- und Video­spie­len ist und wird ein ewi­ges Thema blei­ben. Marc ver­sucht den Sinn die­ser klei­nen Zif­fern zu fin­den, die immer als fixes Urteil gel­ten sol­len. Das Medium möchte sich immer als reif und kon­kur­renz­fä­hig zu ande­ren Medien posi­tio­nie­ren. Es bean­sprucht sogar den Titel Kunst für sich und den­noch schafft man es offen­bar immer noch nicht, auf lus­tige Zah­len­spiele zu ver­zich­ten, um sein Pro­dukt der Ziel­gruppe anzu­bi­dern.

Ich kenne kein Buch das eine 84% Wer­tung bekom­men hat, oder einen Film mit 7 von 10 Punk­ten in der Optik. Alles sinn­lose Zah­len­spie­ler­ein aus der Zeit als nur Nerds und Geeks das Medium pfleg­ten, denen Zah­len ange­neh­mer waren als das nor­male Wort. Nun sind wir 20 Jahre dar­über hin­aus und es wäre Zeit, die­ses anti­quirte Bewe­rungs­sys­tem zu ver­ab­schie­den.

Nicht nur, dass ein zu abge­stuf­tes Sys­tem unglaub­wür­dig ist, die Viel­falt bei Gen­res und Ziel­gruppe macht es unmög­lich wirk­lich objek­tiv zu bewer­ten. Der Kri­ti­ker, der jedes Genre die­ses Medi­ums ver­steht und mag, kann nicht exis­tie­ren. Redak­tio­nen welt­weit beset­zen seit Jah­ren jenes Genre mit dem ent­spre­chen­den Tes­ter, der sich darin aus­kennt und somit auto­ma­tisch die­ses einem ande­ren Genre vor­zieht. Ich möchte gern mal einen US-Redakteur ein neues Fifa-Spiel bewer­ten sehen, oder einem deut­schen Redak­teur eine Cricket-Simulation. Wir wis­sen alle wie objek­tiv sowas sein kann, um dann in 37,49% Wer­tun­gen zu resul­tie­ren.

Zwei­fel­los sind die aktu­el­len Bewer­tungs­sys­teme noch von Rele­vanz, aber sie wer­den nie mehr wirk­lich wich­tig sein, auch wenn große Publis­her gerne ihren Metacritic-Score als Schwanz­ver­län­ge­rung sehen. Eine Zahl unter einem Screen­shot gar­niert mit 500 Wör­tern ist nur noch genau das: Zei­chen auf Papier, Pixel auf dem Screen. Rele­van­ter ist heute im ver­netz­ten Zeit­al­ter die Mund zu Mund Pro­pa­ganda.

  • #1
  • Fr, 30. Januar 2009
  • ben_ schrieb:

Chris, das sind tiefe Schläge, die Du hier führst und ich rede nicht vom Text. Ich sag’s mal so: Ich habe einen Text in der Draft-Liste in mei­nem Blog und es kom­men drei Dinge darin vor: Die­ser Blog­bei­trag, der Blog­bei­trag davor und die Ein­läu­tung eines neuen Zeit­al­ters.

  • #2
  • Fr, 30. Januar 2009
  • ben_ schrieb:

Abge­se­hen davon, dass die Farbe der Kommentar-Schrift noch nicht opti­mal ist: Wenn Du das hier wei­ter so druch­ziehst … dann … dann ist das viel zu krass.

Webmaster

Asche auf mein Haupt und wie­der was gelernt für die Zukunft. #com­ments p braucht Kontrast-Farbe der ers­ten Kate­go­rie :) Genau dafür kom­men der­zeit die etwas auf­wen­di­ge­ren Ein­träge. Ein paar sind schon in der Mache. 2 soll­ten es nächste Woche sicher wer­den.

Freut mich! Freut mich wirk­lich sehr! :D

[…] Score this! Die Fabel vom Bewer­ten coldheat.de […]

Mal’n Tipp: Mund-zu-Mund-Propaganda ist etwas irre­füh­rend, wenn man sich nicht gerade knut­schend unter­hält. Mund­pro­pa­ganda sollte in dem Fall rei­chen. Den Rest über­lässt man Ret­tungs­sa­ni­tä­tern.

Ich kann die­sen „Tief­schlag“ nach­voll­zie­hen, lesen sich doch gerade Kolum­nen über die Spiele­the­ma­tik, wie die von Jörg Luibl auf 4players.de wesent­lich span­nen­der als ein 08/15-Test, der eh nur wie­der die glei­chen aus­ge­lutsch­ten Phra­sen dik­tiert, irgend­wel­ches Technik-Blahblah ver­knüpft, drei­mal schüt­telt und am Ende eine Zahl prä­sen­tiert, die ent­we­der vollste Zufrie­den­heit bei den gan­zen Fan­boys erzeugt, oder eben jene ange­wie­dert über die „Unfä­hig­keit“ des Tes­ters zusam­men­fah­ren lässt.

Webmaster

Sehr pas­send zum Thema und das Anschauen locker wert. Es stimmt also doch 0.1 Wer­tungs­punkte geben den Aus­schlag zwi­schen Schrott und Kunst. /facepalm

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