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Film des Tages - The International

Tom Tykwr hat also (schon vor ein paar Jah­ren) einen Thril­ler gedreht gedreht. Mit inter­na­tio­na­ler Beset­zung und offen­sicht­lich inter­na­tio­na­lem Bud­get. Dass es trotz­dem ein deut­scher Film ist sieht man schon an der ers­ten Szene. Clive Owen steht vor dem Ber­li­ner Haupt­bahn­hof. Was dann folgt ist ein so guter Polit­thril­ler, dass ich mich ernst­haft gefragt habe, warum ich das Genre so sel­ten sehe, und mir sogar vor­ge­nom­men habe, mal mehr zu sehen. Um genau­zu­sein hätte ich gleich noch einen Film von dem Kali­ber hin­ter­her­schie­ben kön­nen.

Obacht! Im Fol­gen­den wer­den Dinge ver­ra­ten, die der­je­nige Teil der geneig­ten Leser­schaft viel­leicht nicht lesen möchte, der noch vor hat die­sen Film unvor­ein­ge­nom­men zu lesen.

Mal ganz abge­se­hen davon, dass es wie eh und je eine Freude ist Clive Owen, beim Der-männlichste-Mann-des-Planeten-sein zuzu­se­hen und mal davon abge­se­hen, dass es latür­nich eine Freude ist Tom Tykwer dabei zuzu­se­hen, wie er das Guggenheim-Museum in hand­li­che kleine Teile zer­bal­lern läßt; man kann das Grin­sen des Regis­seurs hin­ter der Kamera gera­dezu hören! Mal davon abge­se­hen, dass es eine gute, wich­tige und anspruchs­volle Geschichte ist, die sau­ber erzählt wird. Von den Offen­sicht­li­chen also mal abge­se­hen, haben mir drei Wen­dun­gen am Ende sehr gut gefal­len.

Ers­tens. Kurz vor Schluß ent­schei­det Clive, dass er den Rest des Weges ohne Naomi wei­ter­geht. Das hat mich über­rascht. Das gibt es nicht oft. Nicht aus äuße­rem Druck, son­dern aus inne­rer Ein­sicht her­aus, wird ein­fach so die zweite Prot­ago­nis­tin aus­ge­klinkt. Super­geil.

Zwei­tens. Dass Clive das ent­schei­dende Gespräch nicht auf­zei­chen kann, das er im Moment in dem der Sieg zum Grei­fen nahe ist, im wahrs­ten Sinne des Wor­tes, dass so so kurz vor­her noch schei­tert, das tut kör­per­lich weh. Und macht Spaß. So soll es ja auch sein.

Drit­tens. Dass nicht Clive den Bad-Banker erschießt, son­dern ein Kil­ler der ita­lie­ni­schen Waf­fen­händ­ler. Das ist super. Und die letzte Ein­stel­lung, das aller­letzte Bild, wie die Sonne Cli­ves Gesicht über­strahlt, im Hin­ter­grund die Hagia Sophia … bril­lant schön.

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Ben_.

  • #1
  • Mi, 21. Dezember 2011
  • Eay schrieb:

Oh ja, das war mit 2009 einer der liebs­ten Filme. Würde Tykwer gerne öfter in die­sem Genre rum­zau­bern sehen!

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