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Film des Tages - Michael Clayton

Ich kann wirk­lich nicht nach­voll­zie­hen, warum Ame­rika so in seine Gerichts­filme ver­narrt ist. Zu prak­tisch jeder Art von recht­li­chem Streit, exis­tiert min­des­tens ein gro­ßes Film­drama. Ver­mut­lich ist es die Struk­tur eines Recht­streits, die das Thema so gut ver­film­bar macht. Die Motive sind sofort erkenn- und aus­nutz­bar. Immer ist es David gegen Goli­ath.

Auch Michael Clay­ton reiht sich in die Reihe der gut gemach­ten Justiz-Dramen ein. Wie alle Filme des Gen­res, muss man den Haupt­dar­stel­ler mögen. Ich kann die deut­sche Stimme von Clo­ney über­haupt nicht lei­den, mag ihn aber sehr in der unver­fälsch­ten Form. Dem gegen­über steht eine immer sehens­werte Tilda Swin­ton, als am Abgrund ste­hende Ant­ago­nis­tin, die aller­dings dafür einen Tick zu viele Aus­zeich­nun­gen bekam. Michael Clay­ton ist für mich kein bahn­bre­chen­des Kino, aber ein tol­ler Pau­ken­schlag, im Rhyth­mus der so vie­len sehens­wer­ten US-Dramen, rund um das Thema: Anwalt als Held der Moderne.

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