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Film des Tages - Philadelphia

Es wäre ein­fach Phil­adel­phia als sim­plen Oscar Köder zu bezeich­nen, was der Film auf den ers­ten Blick jedoch lei­der ist. Tra­gi­sche Geschich­ten mit Krank­hei­ten sind immer ein Garant für Aus­zeich­nun­gen gro­ßer Dar­stel­ler. Die­ser Film ist jedoch mehr als das und knapp zwan­zig Jahre spä­ter noch erstaun­lich effek­tiv. Damals war der Film eine kom­bi­nierte Wucht aus media­ler Insze­nie­rung, ein­fach guter Qua­li­tät des Films. Heute betrach­tet bleibt Phil­adel­phia ein sehr gutes, per­fekt besetz­tes Drama, das weit über die Titel­rolle hin­aus einen Oscar ver­dient hätte. Beson­ders Den­zel Washing­ton ist hier so groß­ar­tig. Am Ende sollte nur Hanks selbst aus­ge­zeich­net wer­den, aber seine dama­lige Rede zum Oscar, ist wie der Film selbst ein emo­tio­na­ler Tief­schlag. Phil­adel­phia ist einer der weni­gen gro­ßen Drama-Klassiker der 90er. Ein Film der kein Stück geal­tert ist und der auch heute einen tie­fen Ein­druck hin­ter­lässt. Auf den ers­ten Blick viel­leicht nur lang­at­mi­ges Tränendrüsen-Kino. Auf den zwei­ten Blick hand­werk­li­che Per­fek­tion, mit Lang­zeit­wir­kung.

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