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The Incredibles

The Incredibles

„Under tremendous public pressure and the crippling financial burden of mounting lawsuits, the goverment quietly initiated the Superhero Relocation Program. Superheroes were granted amnesty from past actions under the promise to never again resume hero work. Where are they now? They are living among us. Average people, average citizens quietly and anonymously making the world a better place.“

Brad Bird gehört zweifellos zu einem der größten Namen des Animationsfilms der letzten Dekaden. The Incredibles ist nur einer der vielen Meilensteine seiner Arbeit. Für war es nicht nur der erste Computer animierte Kinofilm mit menschlichen Hauptdarstellern, sondern auch thematisch ein Schritt näher zu einem erwachsenem Publikum, The Incredibles ist in seiner Einfachheit unglaublich und das war dann auch das letzte Wortspiel des Artikels.

Der Film erzählt die Geschichte ausrangierter Superhelden, die plötzlich zu Familienspießern geworden sind. Der Herr im Haus jedoch, kann sich mit seiner Situation nur wenig anfreunden und so sehen wir die Helden vergangener Tage, wieder in ihre alte Form zurückkehren. Hierfür nutzt der Film einen einfachen aber effektiven Trick, um einen Bösewicht in die Handlung zu pflanzen. Brad Bird’s Stärken als Autor sind auch hier präsent. Wie schon in seinem vorherigen Film vermischt er perfekt kleinen und riesigen Rahmen der Handlung. In einer Sekunde sitzen wir noch im winzigen Büro und Sekunden später geht es um das Ende der Welt. Der Mikrokosmos Familie wird wieder und wieder ins große Licht der Welt gerückt.

War bei The Iron Giant noch Freundschaft eines Kindes das große Motiv, ist es hier die Familie, anders zu sein und damit in die Gemeinschaft zu passen. Natürlich ist der Film lustig, aber seine Komik ist nicht die Stärke des Films. Die Komik dreht sich einzig um das Klischê Superheld und The Incredibles nutzt das Thema für seine wirklich tollen Action Sequenzen. All das ist wirklich toll umgesetzt, aber zu etwas Besonderem wird The Incredibles erst mit den weniger intensiven Zutaten. Neulich habe ich mir den Film wieder angeschaut. The Incredibles sieht noch heute unverschämt gut aus. Pixar hat sich eines visuellen Stils bedient, der einfach nicht so schnell altert. Nach diesem Film bedienten sich auch andere der Optik. Die Musik des Films steht der Optik in nichts nach. Ein seltsam genialer Mix aus James Bond und Bugs Bunny. Noch mehr als bei der Optik, scheint Valve für Team Fortress 2 bei der Musik kopiert zu haben.

The Incredibles ist Pixar 2.0. Nach Toy Story hat man hier erstmals eine komplett neue Erfolgsformel gefunden. The Incredibles hat Grenzen für mehr Tiefe beim modernen Animationsfilm geöffnet. WALL-E und Up wären ohne ein sehr erfolgreiches The Incredibles nicht vorstellbar. Mit allen drei Filmen und schließlich auch mit Toy Story 3 hat Pixar eine Formel gefunden, die aus einem Haufen Pixel, mehr Emotionen raus holt, als viele echte Darsteller. Schaut man sich den direkten und einzigen Konkurenten Dreamworks an, dann hat Pixar sich viel weiter nach vorn abgesetzt. Während Dreamworks ihre IPs mit jedem Sequel erfolgreicher ausschlachtet, war Pixar spätestens nach The Incredibles mutiger was neue Ideen betrifft. Glücklicherweise hat das Publikum es belohnt. Der Heuchler in mir, möchte an dieser Stelle aber noch betonen, dass ein Sequel zu The Incredibles dann doch sehr verlockend ist. Die Frage ist nicht ob, sondern nur wann.

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